Gemeindemitglied zwecks Kindergartenplatz

    • (1) 27.07.18 - 09:07

      Hallo zusammen,
      Unser Wunsch Kindergarten hat die evangelische gemeinde als Träger und nimmt bevorzugt Gemeinde Mitglieder auf. Ich bin gar nicht getauft, mein Mann ist katholisch getauft aber ausgetreten. Würde mich gern in die Gemeinde aufnehmen lassen zwecks Kindergartenplatz (moralisten bitte weiterklicken) und frage mich ob es geht oder ob man in der ev. Kirche drin sein muss? Wenn ich dort Anrufe und frage ob die uns aufnehmen, würden die Fragen warum oder einfach das Aufnahme Formular zuschicken? Wie ist die Erfahrung? Sorry für die doofe Frage, habe keinerlei Erfahrung mit solchen Einrichtungen🤨

      • Die Kita nimmt vorzugsweise Kinder aus ihrer Gemeinde auf, weil sie wollen, dass (über die Eltern) ihre christlichen Werte mitgetragen und weitergegeben werden.
        Und in eine kirchliche Gemeinde wird man über die Taufe aufgenommen und das wird nicht mal ebenso nebenbei gemacht. Vor allem nicht mit der Begründung, dass dein Kind in diese Kita kommt. Da muss man schon vom christlichen Glauben überzeugt sein und da würde jeder Pastor auch nachhaken.
        Ich glaube, du stellst dir das zu einfach vor.

        (3) 27.07.18 - 10:23

        Naja, theoretisch kann der Mann ja relativ einfach der evangelischen Kirche beitreten.

        Bei uns bedarf es da ein paar ausführlicher Gespräche mit dem Pfarrer und eines Gottesdienstes nebst Abendmahl. Ansonsten muss man nur noch ein paar Formulare ausfüllen zwecks Kirchensteuer...

        Bei dir, da ungetauft, ist es etwas komplizierter...

              • Ja, natürlich. Deshalb gibt es bei uns ja auch die ausführlichen Gepräche mit dem Pfarrer.

                Mein Mann hatte Probleme mit der kath. Kirche und ist irgendwann ausgetreten. Er ist aber sehr gläubig, konnte sich aber mit der etwas verstaubten Haltung nicht identifizieren.
                Ich bin aber evangelisch, die Kinder auch, wir haben regen Kontakt zu unserer evangelischen Gemeinde und durch Taufen und Hochzeit usw auch zum Pfarrer. Es war nur logisch, dass er über kurz oder lang übertritt bzw neu eintritt.
                Wenn man den Eintritt natürlich nur mit dem Kigaplatz begründet, findet das der Pfarrer vermutlich nicht ganz so witzig...

          Doch, kann er. Ein Austritt aus der einen Konfession ist Vorraussetzung zum Wechsel zur anderen Konfession.

      (9) 27.07.18 - 10:59

      Danke für die sachliche Antwort. Dh wir müssen schauen ob wir wieder Kirchensteuer zahlen wollen, bei dem guten verdienst meines Mannes macht es einiges aus. Wahrscheinlich versuchen wir uns so zu bewerben. Danke nochmal!

      • Hallo!

        Jetzt kann ich nicht mehr still sein #aerger!
        "Dh wir müssen schauen ob wir wieder Kirchensteuer zahlen wollen, bei dem guten verdienst meines Mannes macht es einiges aus."

        Die Kirchensteuer beträgt je nach Bundesland 8 oder 9% der Einkommensteuer - wenn Dein Mann so viel verdient, dass das "einiges ausmacht", dann verdient er auch so gut, dass Euch der Betrag sicher nicht weh tut #klatsch (ich hab mal einen Steuerrechner bemüht - bei einem Bruttoeinkommen von 5000€ und den üblichen Freibeträgen macht die Kirchensteuer im JAHR knapp 125€aus!).

        Was mich aber am meisten ärgert: Ihr wollt von der Kirche als Träger der KiTa profitieren, seid aber nicht bereit den (doch eher geringen) Obolus in Form der Kirchensteuer zu entrichten - das nenne ich im höchsten Maße unsozial!!!

        LG

        • Kirchensteuer beträgt 9% von Monatsbrutto nicht von der Steuer. Nur mal zur Info. Du verwechselt es mit dem Soli. 125 Euro im Jahr, ja klar

          • Falsch, Kirchensteuer berechnet sich nach der Einkommenssteuer.
            https://www.anwalt.org/kirchensteuer-berechnen/#Wie_hoch_ist_die_Kirchensteuer

            Im Rechner eingegeben habe ich ein Jahresbrutto von 60.000,00€, Steuerklasse 3, der Grundfreibetrag eines Paares von 16008€ und ein Kind (man kann das Kind ja auch zur Hälfte eintragen).
            Wenn ich eine getrennte Veranlagung annehme und Freibetrag und Kind auf die Hälfte reduziere (Steuerklasse hab ich bei 3 gelassen), liegt die Kirchensteuer bei 357,60€ im Jahr (was bei dem Einkommen im Grunde auch nicht viel ist, das ist gerade einmal 1€ pro Tag) - kannst Du gerne selber nachrechnen:
            https://www.brutto-netto-rechner.info/

            Abgesehen davon kann man sich einen Teil auch noch über die Steuererklärung zurück holen, vonn 400€ würde man dann bei dem genannten Einkommen noch 124€ zurück bekommen.
            LG

            • Er hat keine Steuerklasse 3 und verdient mehr als 60.000. Ich hab dir gesagt was er an Kirchensteuer gezahlt hat im Monat vor dem austritt im Jahr 2017

              • (14) 28.07.18 - 18:56

                Solche Leute "liebe" ich auch!. Viel verdienen, aber knausern an jeder Ecke. Wenn ihr euren Sohn gern in dem Kiga unterbringen wollt, dann sollte euch das die Kirchensteuer wert sein.

                Warum soll denn euer Kind, das scheinbar atheistische Eltern hat, in eine kirchliche Einrichtung, wo dann auch der Glaube vermittelt wird? Weil er am Günstigén liegt für euch?

                Fidne euere Einstellung schon echt bedenklich. Zum Glück muß man die Kirchengemeinde überzeugen, dass es einem ernst ist und einem der Glauben wichtig ist.

          (15) 27.07.18 - 13:22

          Ich muss mich an dieser Stelle korrigieren.die bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer ist selbstständlich die Lohnsteuer. Trotzdem: bei meinem Mann hat es über 100 Euro im Monat ausgemacht und ganz sicher keine 125 Euro im Jahr. Das ist zwar hier nicht Thema aber ich lasse Unterstellungen a la unsozial nicht gern auf mir sitzen. Vor allem weil der Kindergarten ja ohne essen 300 Euro im Monat kostet UND Kirchenmitgliedschaft keine Voraussetzung für die Aufnahme ist. Das Geld behalten wir dann lieber in der Familie.

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