Unfall im Kindergarten

    • (1) 27.07.18 - 22:26

      Hallo,

      vor ein paar Tagen habe ich den Anruf von der Erzieherin bekommen, dass ich mein Kind 3 Jahre ) abholen sollte, weil er vom Stuhl gefallen ist ( er hat wohl auf dem Kinderstuhl gestanden ). Also in die Kita gefahren und ihn abgeholt, die Erzieherin sagte mir kurz wie es passiert ist und hat mir gesagt, das er nicht Bewußtlos war , nicht schwindlig und nicht erbrochen hat. Er hat ein paar Schürfwunden im Gesicht. Nach Hause gefahren damit er sich etwas beruhigen kann und vom Unfall erholen kann. Nach ca. 30min ist sein Auge immer blauer geworden und sein charakterliches Verhalten gab mir auch zu denken => also Krankenhaus in die Notaufnahme. Erste Entscheidung eine Nacht im Krankenhaus zur Überwachung. Das Auge ist immer dicker geworden, wollte am laufenden bande nur schlafen ( kein besonderer Freund vom Schlafen ) und als er dann das Krankenhaus voll geko... hat, hat die Ärztin weitere Untersuchungen veranlasst, mit dem Ergebnis Gehirnblutung => also Uniklinik und OP!!
      Jetzt wo die OP 2 Tage her ist, ich über die Sache nachdenken konnte, mit meinem Sohn indirekt versucht habe zu Fragen was passiert ist und die Antwort bekam die Frau ..... hat gesagt das ich vom Stuhl gefallen bin und weiter will er nicht darüber reden => kommt mir die Sache etwas komisch vor! Wieso sagt er die Erzieherin hat gesagt dass er vom Stuhl gefallen ist, wieso sagt er nicht ICH bin vom Stuhl gefallen? War er doch Bewußtlos oder ist etwas ganz anderes passiert? Wieso hat er auf Stirn, Nase und Oberlippe Schürfwunden, die Gehirnblutung ist aber auf der linken Kopfseite. Wieso hat er an Arme und Hände keine Schürfwunden, im Reflex versucht er sich doch mit den Händen irgndwie zu schützen/ abzufangen. Wieso will er darüber nicht reden. Vom Kinderstuhl runterfallen und mit dem Kopf aufschlagen soll wirklich diese Art von Verletzung hervorrufen, die Gehirnblutung soll wohl etwas größer gewesen sein und dann diese ganzen Anschwellungen des Kopfes und der Augen ( teilweise von der OP, wie uns gesagt wurde, aber die Augen waren ja vor der OP z.B. schon angeschwollen und blau ).
      Meine Frage nun gibt es ein Amt, Behörde oder Familienhilfe wo man sich mal kundig machen kann, die das Krankheitsbild mit den angegebenen Unfall vergleichen, vielleicht auch ein Psychologe/in der/die meinen Sohn versucht ein paar Antworten zu entlocken? Das Jugendamt ist ja nur dafür da, den Eltern das Leben richtig schwer zu machen oder würden die auch in diesem Falle weiter helfen?

      MFG
      besorgter Vater

      • (2) 27.07.18 - 22:39

        Oje das klingt ja furchtbar! Ich habe nicht wirklich einen Tipp für dich, kann aber deine Sorge verstehen und finde es gut, dass ihr dran bleibt herauszufinden wie es wirklich passiert ist.. Alles gute und gute Besserung dem Kleinen! LG

        (3) 27.07.18 - 22:48

        Ich kenne leider keine besondere Stelle, aber mir würde spontan einfallen, die anderen Kinder mal zu fragen. Oder deren Eltern, ob die Kinder was erzählt haben, was vorgefallen ist.
        Für den Fall - den ich ihr nicht unterstellen möchte, aber den du ja in Erwägung ziehst - dass die Erzieherin dich angelogen hat und quasi dein Kind geimpft hat, was es sagen soll, kann sie ja nicht alle anderen Kinder auch manipulieren. Irgendwer würde dann schon mit der Wahrheit herausdrücken.

        Ich drücke dir die Daumen, dass sich alles klärt und dein kleiner wieder fit wird.

        Also komisch klingt das ganze ja schon und ich glaube bei der Schwere der Verletzungen würde ich hier auch noch mal tätig werden und den genauen Unfallhergang konstruiert bekommen.

        Aber die Aussage über das Jugendamt ist völlig falsch.
        Das Jugendamt ist dafür da, Eltern und Kindern zu helfen, egal in welchen Belangen.
        Ich würde mich da mal hin wenden und nach geeigneter Hilfe fragen. Und keine Angst, schwer machen die einem das Leben sicher nicht 😉

        Liebe Grüße Christina

      • So eine Geschichte von einem Frischling und das dann mit DEM letzten Absatz? Wenn du einen Groll auf's Jugendamt hast, dann wird im Vorfeld eine Menge schief gelaufen sein. Denk dir doch wenigstens gute Geschichten aus.

        (6) 27.07.18 - 23:53

        Hallo!
        Es tut mir sehr leid

        Aber es gibt keinen Grund, die Aussage der Erzieherin anzuzweifeln, das ist stimmig.

        Es ist nicht ungewöhnlich, dass man durch einen Schock die Erinnerung an ein paar Minuten verliert. Man hat da einfach wichtigeres zu tun im Gehirn als die letzten paar Minuten vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu übertragen. So geht es auch vielen Leuten nach Verkehrsunfällen, dass sie sich nicht klar erinnern können, auch ohne Bewusstlosigkeit.

        Auch ist es wahrscheinlich, dass eine Gehirnblutung an der Seite Auftritt, die nicht auf dem Boden gelandet ist. Das Gehirn ist in Flüssigkeit gelagert, relativ schwebend. Das federt viele Erschütterungen ab, aber bei viel Schwung reicht es nicht und das Gehirn prallt auf die gegenüberliegende Seite des Schädels. Daher ist da dann der größte Schaden.

        Sie hat gleich nach dem Sturz angerufen, ihn also ernst genommen und dir gesagt, was passiert ist, das war so richtig, dir die Verantwortung für die Behandlung zu übertragen. Sicher wird auch eine Meldung für die Gemeindeunfallversicherung gemacht.

        Ich verstehe deinen Schrecken, aber halt dich ein wenig zurück. Unfälle passieren einfach und der Hergang ist stimmig. Das Verletzungsmuster passt auch.

        Gute Besserung an deine Kind.

        • (7) 28.07.18 - 11:46

          "" Auch ist es wahrscheinlich, dass eine Gehirnblutung an der Seite Auftritt, die nicht auf dem Boden gelandet ist. Das Gehirn ist in Flüssigkeit gelagert, relativ schwebend. Das federt viele Erschütterungen ab, aber bei viel Schwung reicht es nicht und das Gehirn prallt auf die gegenüberliegende Seite des Schädels. Daher ist da dann der größte Schaden. ""

          Die Schürfwunden sind vorn auf der Stirn, Nase und mittig der Oberlippe, Gehirn ist in Flüssigkeit gelagert richtig nur die Gegenüberliegende Seite wäre dann hinten und nicht an der Seite. Die Behandelnde Ärztin sagt zum Beispiel auch, dass er auch auf die linke Kopfseite gefallen sein muss. Das bedeutet 2x den Kopf gestoßen. Wie möglich? Beim herunterfallen mit der linken Kopfhälfte zuerst woanders gegen geschlagen und dann erst mit der Vorderseite auf den Fußboden.
          Ich denke die Erzieherin sagt nicht die Wahrheit über diesen Vorfall. Wenn ich andere Informationen zum Unfall gehabt hätte, dann hätte ich anders reagiert und gleich in die Notaufnahme gefahren und ich denke die Notaufnahme hätte dann auch anders reagiert und gleich die Untersuchungen durchführen lassen, die dann deutlich später gemacht wurden.

          • (8) 28.07.18 - 11:50

            Eine Gehirnblutung ist nicht vorher feststellbar, erst wenn sich Blut angesammelt hat.

            Weißt du was, mach was du willst, aber such vorher einen anderen Kindergarten. Mit Eltern die unterstellen, Erzieherinnen würden absichtlich was verschweigen würde ich nicht mehr arbeiten wollen.

        (9) 28.07.18 - 18:25

        Und blaue Flecken treten nicht sofort auf.

        @TE:
        War der denn schon da, als du ihn abholtest? Anscheinend ja nicht, also hat da die Erzieherin auch nichts von erzählen können. Mach da nicht so einen Wind von, sondern teile das Untersuchungsergebnis des Krankenhauses sachlich den Erzieherinnen mit und frage nach, ob du einen Unfallbericht ausfüllen mußt.

        P.S. Was hat denn dein Sohn gemacht, dass er mit 3 Jahren noch so hefitg vom KINDERstuhl runterfällt? Drauf rumgetanzt?

    (10) 28.07.18 - 00:06

    Also normalerweise können Ärzte in einem Krankenhaus sehr gut erkennen ob die Verletzungen zum geschilderten Unfallhergang passen. So werden ja auch immer wieder Kindesmisshandlungen aufgedeckt, wenn die Eltern dem Arzt gegenüber behaupten, das Kind sei die Treppe runtergefallen oder ähnliches.
    Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass man sich nach einem Sturz an nichts erinnert. Dazu muss man auch nicht bewusstlos sein.
    Ich bin vor einigen Jahren mit dem Rad gestürzt. Es ging so schnell. Ich weiß überhaupt nicht, wie es passiert ist - plötzlich lag ich blutend im Dreck.
    Mein Mann, der unmittelbar hinter mir fuhr, hat mir gesagt, dass ich auf nassem Laub weggerutscht bin und einen klassischen Salto über den Lenker gemacht habe. Den Lenker habe ich noch in die Rippen bekommen - zwei waren angebrochen
    Wie gesagt, ich war selber dabei und weiß nichts.

    (11) 28.07.18 - 09:28

    En unfall muss immer dokumentieret werden,da es über die berufsgenossenschaft läuft.
    Ich weiss nicht ob du einsicht haben darfst zu dem ws die erzieher aufgeschrieben haben.
    Ansosnten such nochmal das gespräch zu den erzieher. Frag sie unabhängig von einander die obigen fragen....die kann dir hier eh keiner beantworten.

    Mein kind will über cerletzungen nicht reden, wenn er sich verletzt hat als er was gemacht hat da verboten ist oder er schon dafür ermahnt wurde.

    • (12) 28.07.18 - 11:19

      Es ist die Gemeindeunfallversicherung, und es sind nur wenige Zeilen in der Art von Kind stand auf einem Stuhl, stürzte und prallte dabei mit dem Gesicht gegen... Und dazu die Angebe, ob ein Erzieher Augenzeuge war, und wer Ersthelfer war. Es wird kaum was anderes drin stehen.

(13) 28.07.18 - 10:30

Dein Kind ist 3 Jahre, da ist das mit dem Erzählen und Erinnern einer bestimmten Situation eh meist nicht zuverlässig, egal, wir gut es sprechen kann.
Dann ist er auf den Kopf gefallen, der Vorfall war schon ein paar Tage her, er wurde operiert, da würde ich, ehrlich gesagt, nicht auf das vertrauen, was mein 3-jähriger mir sagt.
Der Vorfall muss schrecklich gewesen sein, das verstehe ich. Es ist immer furchtbar, wenn dem eigenen Kind was passiert.
Aber bitte verfall nicht in diesen „der Schuldige muss büßen“-Modus. So hört sich das für mich an.
Es war ein Unfall. Das passiert. Und ich wünsche euch, dass das der letzte Unfall in der Stärke ist. Du kannst ja nochmal die erzieherin ansprechen...aber sie hat gleich angerufen, konnte den Vorgang schildern, die Verletzungen passen zum Unfallhergang....mir kommt es vor, als ob du zwanghaft was suchst, um einen Schuldigen auszumachen und den zu belangen.
Wie gesagt, auf eine gewisse Weise kann ich das verstehen, da unsere Kinder das wertvollste sind, das wir haben.
Aber bitte Versuch einigermaßen objektiv zu bleiben.

(14) 28.07.18 - 10:44

Hallo,

erstmal alles Gute für Euren Sohn.

"kommt mir die Sache etwas komisch vor! Wieso sagt er die Erzieherin hat gesagt dass er vom Stuhl gefallen ist, wieso sagt er nicht ICH bin vom Stuhl gefallen? "

Ich denke, dass er durch die Verletzung Erinnerungslücken haben könnte und vielleicht nicht mehr so genau weiß, was vorgefallen ist.

Ansonsten kommt es drauf an, wie genau das Kind gefallen ist.
Es können auch übelste Verletzungen durch einfache Stürze entstehen. Wie viele Erwachsene (unter 60) haben was weiß ich für komplizierte Brüche mit Spätfolgen, obwohl sie lediglich auf etwas ausgerutscht oder über etwas gestolpert sind...

Wenn Ihr das Jugendamt einschaltet, kontrollieren die zwar den Kindergarten, aber unter Umständen geratet Ihr da selbst ins Visier, wenn die Verletzung im Kindergarten harmlos erschien. Das kann böse nach hinten losgehen.

LG

Heike

(15) 28.07.18 - 12:23

Solche Gutachten macht die Rechtsmedizin, am besten sofort im Krankenhaus ansprechen und möglichst schnell vorstellen. Dann wisst ihr mehr.

  • (16) 28.07.18 - 18:30

    Ich frag mich auch, ob von seiten der untersuchenden Ärzte im Krankenhaus ein Zweifel am Unfallhergang geäußert wurde. Wenn nicht, wird das alles seine Richtigkeit haben, Unfall und Symptome stimmig sein.

(17) 28.07.18 - 13:04

Ich habe mal eine Fortbildung gemacht, um Verletzungen mit den Erzählungen vergleichen zu können. Das war in der Gerichtsmedizin.
Ich würde aber das Gespräch mit den Erziehern und gegebenenfalls Leitung suchen. Was sagen denn die Ärzte?
Ich würde da auch sehr stutzig werden. Allein schon Schürfwunden finde ich komisch. Die Stühle sind ja nun wirklich nicht hoch.

Alles Gute

(18) 28.07.18 - 13:13

Also bevor ich ein Amt order sonstiges einschalte würde ich mich mit dem Kindergarten in Verbindung setzen. Kann es vielleicht auch sein das die Erzieherin mit einem anderen Kind beschäftigt war und den Sturz selbst gar nicht gesehen hat. Soetwas geht sehr schnell. Hätte sie gesehen das er auf dem Stuhl steht hätte sie ihn bestimmt herunter geholt. Sie weiß also vielleicht gar nicht wo er zuerst mit dem Kopf aufgekommen ist.
Natürlich ist man erstmal in Sorge aber ich finde ein offenes Gespräch sollte immer die erste Wahl sein. Wenn escape dann Widersprüchliche Informationen gibt kann man immernoch etwas unternehmen.

Hallo!

Deinem Sohn erstmal Gute Besserung!
Ich bin selbst Mama einer 3,5-jährigen Tochter (und einem 6 Monate altem Sohn und zudem gelernte Erzieherin - ich kann beide Seiten verstehen.

Als Mama natürlich ein riesen großer Schreck, das ist völlig verständlich und ich finde es auch völlig ok, dass dir manche Dinge komisch vorkommen. Wichtig ist jetzt nur, diese in Ruhe und Sachlich zu klären und nicht gleich jemanden Vorwürfe zu machen und der Lüge bezichtigen.
Als erstes würde ich mit den Ärzten sprechen, es gibt Verletzungen die einfach nicht zum beschriebenen "Unfallhergang" passen. Wenn es von Seiten der Ärzte diesbezüglich auch bedenken gibt, dann ist es auch gerechtfertigt dem ganzen weiter nachzugehen.
Denke auch das du dich hier am ehesten mit anderen Eltern in Verbindungen setzen solltest, vielleicht haben andere Kinder etwas erzählt und die Eltern haben es ggf. nicht ganz "ernst" genommen. Kinder erzählen schließlich viel und wenn sie dann auch nicht mitbekommen haben, dass euer Sohn mit solch schweren Verletzungen im KH liegt dem ganzen keine große Bedeutung zugemessen. Oder die Kids erzählen was und man kann es gar nicht glauben, dass das passiert sein soll und man weiß gar nicht so recht wie/wenn man da ansprechen soll...

Zur Aussage deine Sohnes könnte ich mir auch vorstellen, dass er durch den Schock zwar nicht bewusstlos war aber schon irgendwie "daneben" und er wusste nicht recht was passiert war und sie hat zu ihm gesagt "Du bist vom Stuhl gefallen..."

Deine Unsicherheit kann ich total verstehen, es würde jedem so gehen und jeder will natürlich wissen was seinem Kind da passiert ist. Aber BITTE ziehe keine unüberlegten Schlüsse für die es keine fundierte Grundlage gibt.

Als Erzieherin ist es nicht immer leicht, man sollte eigentlich überall gleichzeitig sein und genau sowas verhindern anderseits sollen die Kinder ja auch selbstständig werden, man soll ihnen vertrauen und ihren Freiraum geben... das ist so verdammt schwer, weil man genau dann wenn etwas passiert, von den Eltern angegriffen/verdächtigt wird.

Es gab bei uns mal einen kleinen Unfall. Ein Kind kommt aus dem einen Zimmer, das andere aus dem anderen, beide sind gerannt (obwohl sie das nicht sollen) und zusammengestoßen. Kopf gegen Lippe... der Kopf war natürlich stärker und die Lippe hat geblutet. Hörte aber zeitnah wieder auf. Wir haben den Vater informiert, der sah das locker und wollte seinen Sohn nicht abholen. Auch der Junge wollte nicht nach Hause und hat schnell wieder gespielt. Am nächsten Morgen kam die Mutter an wie eine Furie warum wir sie nicht benachrichtigt hätten (haben sie nicht erreicht - aber den Vater, die beiden sind verheiratet und leben zusammen, für uns als gleichwertig) sie musste am Abend noch zum Notdienst, die Lippe musste genäht werden. Kurz drauf kam raus, dass sie am Abend so lange drauf rumgedrückt hatte, dass die Wunde wieder aufplatze! Aber uns die Hölle heiß machen und wir hätten nicht gut genug aufgepasst. Ja, rennen im Kindergartenhaus ist u.a. genau aus dem Grund nicht erlaubt aber wir können die Kids doch nicht festbinden...

Genauso gab es auch mal einen Unfall im Garten... ganz klassisch, vom Klettergerüst gefallen. Ich stand zwar nur ein paar Schritte entfernt aber so schnell konnte ich den Jungen auch nicht auffangen. Wie soll man das verhindern? Klettern verbieten?
Wir haben auch die Mutter informiert, die aber nicht gleich die Möglichkeit hatte herzukommen. Der Kleine (gerade 4 geworden) meinte auch ihm gehst gut... habe ihm gesagt, wenn er Kopfschmerzen hat und/oder im Schlecht ist soll er sich melden und er sollte ruhiger spielen. Habe ihn auch die ganze Zeit im Auge behalten. Nach ca. 1 Stunde kam er an "... mir ist schl...." und hat mir vor die Füße gespuckt. Ein Anzeichen für eine Gehirnerschütterung, also Krankenwagen rufen. Parallel die Mutter. Ich bin dann mit ihm in KH gefahren und die Mutter ist direkt dorthin gekommen. Es war am Ende eine schwere Gehirnerschütterung und er war noch ein paar Tage im KH. Die Mutter meinte auch "Das hätte mir auch auf dem Spielplatz passieren können!" ANDERE Eltern haben einen aufriss gemacht, wie das sein kann, dass ein Kind vom Klettergerüst fällt...

Das Thema wurde dann kurz drauf beim nächsten Elternabend (auf Wunsch einiger Eltern) angesprochen und ein Vater war toll und wurde verdammt deutlich, was wir denn machen sollen, dass ist schlimm aber wie soll man es denn verhindern. Wenn alle so angst vor einem Unfall haben, darf auch keiner mehr Auto fahren, da könnte doch auch etwas passieren. Er hat das echt genial formuliert, deutlich aber trotzdem höflich ohne Angriff... danach wurde es deutlich ruhiger...

Ich hoffe das klärt sich alles bei euch - ruhig und sachlich! Und ansonsten hoffe ich natürlich, dass sich dein Sohn schnell erholt und ihr bald wieder nach Hause dürft!

  • Letzten Endes würde man den Kindern wesentlich mehr Schaden zufügen, wenn sie nicht klettern und rennen dürfen. Einfach weil sie in dem Alter ein Körpergefühl erwerben, dass sie ihr ganzes Leben lang begleitet. Da sind Verletzungen leider nicht ganz zu verhindern, aber wenn man jedes Kind auf dem Klettergerüst festhalten würde, könnte es eben kein Gefühl für den Körper entwickeln, was langfristig viel schlimmer ist.

    • Natürlich macht es keinen Sinn den Kindern das Klettern zu verbieten. Die Reaktionen mancher Eltern lassen aber manchmal keine anderen Schlüssel zu... ein Kind fällt runter und daher sollte man es am besten verbieten - macht doch keinen Sinn!
      Bin nun seit 10 Jahren im Beruf, das war bisher die schwerste Verletzung die ich erlebt habe!

      • (22) 28.07.18 - 14:42

        Aber das Problem in den letzten 10 Jahren ist leider, dass viele sofort klagen wollen, der Meinung sind da kann man Geld holen und außer ihnen kann eh keiner was im Leben.

        Ist in der Pflege, der Medizin etc überall das gleiche. Daher befürchte ich, dass es in Zukunft zu immer mehr Verboten und noch vorsichtigeren Ärzten kommt, die bloß keine Risiken mehr eingehen wollen.

        • Ja, da hast du Recht! Ich kenne Erzieherinnen die privat eine Berufshaftpflicht abgeschlossen haben, falls die Versicherung des Arbeitgebers sich nicht mehr zuständig fühlt (bei Zivilrechtlichem wohl teilweise der Fall)!!!

          Finde diese Vorwürfe auch menschlich fürchterlich, als ob man das mit Absicht machen würde. Ja, schwarze Schafe gibt es (hört man ja auch mal in den Medien) und das ist schon schlimm genug aber ich behaupte mal, dass es mind. 99% sind die eben keine bösen Absichten den Kindern gegenüber haben.

          Mein Kind kann daheim genauso vom Stuhl fallen oder auf dem Spielplatz vom Klettergerüst...
          Wenn es Zweifel gibt, ob der Unfall so passiert ist, z.B.: weil die Ärzte sagen, diese Verletzungen können so nicht entstanden sein, dann ist es auch richtig dem nachzugehen!!

    (24) 28.07.18 - 15:41

    Moin,

    ich bin da eigentlich genau Deiner Meinung, frage mich aber teilweise ob es sein muss dass 3 Jährige dafür in teilweise über zwei Metern Höhe rumturnen müssen oder ob die Seilbrücke nicht auch in einem Meter Höhe hängen kann. Ich finde dass das teilweise schon wieder übertrieben wird vor allem was die Gefährlichkeit sprich Höhe angeht.

    LG
    WuschElke

    • (25) 28.07.18 - 20:54

      Die Knochen von Kindern brechen weniger leicht als die Knochen von Erwachsenen. Und ganz ehrlich, Kinder sind ganz wild drauf, überall hoch zu klettern. Bevor es Klettergerüste auf Spielplätzen gab, sind Kinder eben auf Bäume geklettern - und da auch teilweise sehr böse gestürzt, und das auf weniger geeigneten Untergrund. Da wird ja normal extra federnder Boden verbaut, der sich an bestimmten Normen orientieren muss.

      Ich finde das auch oft echt hoch und würde selbst nie so hoch klettern, aber es passiert wirklich selten etwas.

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