Papa von meinem Sohn gestorben. Erziehen sind sehr unbeteiligt

    • (1) 17.08.18 - 16:26

      Hallo. Ich habe eine Frage. Der Papa meiner Kinder ist an Krebs gestorben. Er war 36 Jahre alt und ist nach 15 Monaten Leidensweg gestorben. Das ist jetzt 8 Monate her. Seither hat mich in der Kita keiner von den Erziehern mal angesprochen wie es mir geht. Wie es zu Hause läuft. Mein Sohn ist vier Jahre alt und hat keine besonderen Auffälligkeiten, außer das er natürlich nach mehr Aufmerksamkeit kämpft. Heute ist es in der Kita eskaliert. Oscar, so heißt mein Sohn, hatte sich ein Auto ausgeliehen, welches er aber, bevor er die Kita verließ zurück gestellt hat. Leider nicht in die Hände einer Erzieherin, nur irgendwo hin. Nun ist dieses Auto weg und es wird ein riesen Fass aufgemacht. Oscar hat dann der Erzieherin erzählt, dass er es in die Kita gestellt hat. Daraufhin sagte sie "Na dann müßen wir es ihm wohl glauben". Dieser Satz impliziert, dass sie ihm nicht glaubt.
      Dann bin ich heute früh durchgedreht. Habe ihr gesagt, dass ich mit ihr nicht mehr klar komme. Sie sagte nur, dass ich nicht die einzige bin, die alleinerziehend ist, es gäbe noch andere Mütter, die getrennt von ihrer Partnern sind.
      Mhh...da ist ein himmelweiter Unterschied, zwischen "geschieden sein" und " Witwe sein"

      Nun ist es so und es ist nun mal passiert. Kann man nicht mehr rückgängig machen.

      Fazit ist: " Ich vermisse, dass sie mich mal fragen wie es uns zu Hause geht" ? Auch einfach, damit sie verstehen, weshalb Oscar so ist wie er ist. Auch wenn er nicht besonders auffällig ist aber einfach ein wenig Interesse zeigen.

      Frage: Darf ich diesen Anspruch stellen als Mutter oder bin ich da zu fordern?!
      Für mich mache ich Therapie. Also kümmern tu ich mich um mich selbst auch aber ist es zuviel verlangt, dass man sich wünscht, dass die Erzieher meiner Kinder mal kurz bei mir erkundigen, wie es mir geht und somit auch wissen, wie es zu Hause läuft?!

      Danke euch schon einmal! Fritze

      • (2) 17.08.18 - 16:34

        Mein Beileid zu deinem Verlust.

        Ich denke jedoch nicht, dass es die Aufgabe einer Erzieherin ist, dich nach deinem Wohlbefinden zu fragen. Möchtest du das denn wirklich? Und einer fremden Person dann dein Herz ausschütten?

        Du bist in einer besonderen Situation und im Moment vermutlich sehr empfindlich. Aber du solltest von Außenstehenden nicht zuviel erwarten. Es gibt auch viele Menschen, welche mit einer solchen Situation nicht umgehen können.

        LG

        • (3) 17.08.18 - 19:27

          Danke dir. Für mich fühlt es sich so an, als wäre es eine Anweisung der Leitung. Keine persönlichen zu tiefen Kontakt aufbauen. Jedoch weiß ich, dass die Erzieherin von meinem Sohn soziale Kontakte zu anderen Müttern sehr wohl hegt. Diese Mütter wiederrum kenne ich nicht aber diese kommen auf mich zu und sagen komischer Weise das gleiche" wir alle haben ein Päckchen zu tragen oder ach ich kenne auch viele alleinerziehende Mütter". Mhhh..dann scheint da keine Diskstation zu herrschen. Nein, ich möchte nicht von jedem x-beliebigen Menschen angesprochen werden aber diese Erzieherin ist keine X- beliebige Person. Sie hat meinen Mann gekannt. Dann ist es eine Dienstleistungskita und dann aber werde ich versuchen deren Umgang mit solchen Themen zu akzeptieren.

          • Ebenfalls mein Beileid zu deinem Verlust.

            Von Erziehern im Kindergarten würde ich erwarten, dass sie auf auffälligkeiten achten, die das Kind in dieser besonderen Situation aufweisen kann und dass sie diese Auffälligkeiten mir gegenüber thematisieren.

            Als reine "Dienstleistungskita" kannst du sie aber nicht bezeichnen. Ich arbeite auch mit Menschen / Kunden zusammen, deren persönliches Umfeld oder persönliche Schicksale mich aber nicht tangieren. Mit einigen Kunden habe ich ein persönlicheres Verhältnis, mit einigen wieder nur ein sehr sachliches. Und so ist das auch in einem KiGa. Es spielt sehr viel persönliche Sympathie mit in Kontakte und du kannst einer Erzieherin - deren Job sich im KiGa und in Bezug auf die Kinder bezieht - kein persönliches Interesse an dir abverlangen. Du verlangst ja auch nicht von deiner Bäckereifachverkäuferin, die deinen Mann kannte, dass sie sich über den Beruf hinaus für euch interessieren "muss".
            Die Erzieherin liegt vielleicht einfach mit anderen Müttern eher auf einer Ebene und führt daher auch mit ihnen ein persönlicheres Verhältnis.

            Auch musst du berücksichtigen, dass viele Menschen mit dem Thema Tod nicht konfrontiert werden möchten oder sie es automatisch und instinktiv abblocken. Ich würde vermutlich auch niemanden in meinem beruflichen Dunstkreis über eine Beileidsbekundung hinaus ansprechen, aus der Befürchtung heraus, dass derjenige in Tränen ausbricht oder ich ihm zu nahe trete.

      (5) 17.08.18 - 16:42

      Hallo.

      Mein Beileid zum Tod Deines Mannes.
      So leid es mir für Dich tut, das Du jetzt ohne Partner bist, so wenig verstehe ich Dein Anliegen.

      Das die Erzieher Deinem Kind nicht glauben, implizierst Du jetzt in einer Aussage.

      Dein Kind ist unauffällig, was soll denn Deiner Meinung nach besprochen werden? Wenn es große Probleme mit Deinem Kind gibt, dann wird sicherlich auf Dich zugegangen.

      Für Deinen Trauerarbeit sind die Betreuer Deines Kindes aber nicht zuständig. Ich zum Beispiel mache das privat mit mir aus, ich möchte nicht von x-beliebigen Menschen in einem Tür- und Angelgespräch darauf angesprochen werden. Wenn Du Hilfe brauchst, dann geh doch selber auf die Menschen zu und bitte darum.

      Mein Fazit also: Ja ich finde Du forderst Zuviel.

      So und jetzt können gerne die Steine fliegen, das ist meine persönliche Sicht. Wem dieses nicht passt, Bitteschön 🗿

      Mfg

    (7) 17.08.18 - 17:36

    Hi also ich finde es schon etwas sonderbar, dass so gar nicht nachgefragt wird. Klar: die Erzieher sind für das Wohl der Kinder zuständig und nicht auch noch Therapeuten der Eltern. Aber dieses Schicksal betrifft euer Kind eindeutig und da sollte durchaus Interesse bestehen und nachgefragt werden wie es zuhause läuft und wie es eurem Kind damit auch zuhause geht. Ich finde es wirklich befremdlich dass hier gar nicht darauf eingegangen wird.

    Wir Menschen sind i.d.R. soziale Wesen und ein gewisses Maß an Anteilnahme gehört sich, sorry. Und wenn man als Erzieher ein Kind betreut, welches den Leidensweg eines Elternteiles miterlebte und sogar den Verlust dieses Elternteiles verkraften muss, dann ist es sehr Wohl Aufgabe der Eezieher darauf ein Augenmerk zu haben und auch mal beim übrigen Elternteil nachzufragen. Selbst bei einer Trennung/Scheidung sollte das Thema mal Platz in einem Elterngespräch haben - ob das Kind nun auffällig ist oder nicht.

    Und ein Satz wie: „es gibt immerhin noch mehr Alleinerziehende außer Ihnen“ ist geschenkt, sorry. Ich finde es anstandslos und äußerst daneben.

    Lg

(11) 17.08.18 - 19:32

Hi,
mein Beileid.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine der beiden Erzieherinnen unserer Söhne nicht nachgefragt hätten, wie es zu Hause läuft bzw. wie es dem Kind in seiner Trauer ergeht. Das gehört doch irgendwie dazu?🤔

vlg tina

Hallo!

Es tut mir wahnsinnig leid.

Allerdings: Erzieherinnen müssen in der Lage sein, sich abzugrenzen. Man hat viele Kinder zu betreuen, viele Familien, und viele davon haben ein päckchen zu tragen. Bei euch ist es sicher sehr tragisch, aber es gibt viele andere Fälle. Das kann man nicht allzu nahe an sich heran lassen, sonst zerbricht es einen auf die Dauer.
Man muss ja auch nach ein paar Jahren die Kinder verabschieden und sieht sie nie wieder, auch da ist emotionale Distanz wichtig. Bedenke, die meisten Erzieherinnen sehen die Kinder nie wieder, nachdem sie jahrelang mehr Zeit mit dem Kind hatten als die eigenen Eltern. Da muss Abgrenzung wirklich sein.

Manche Erzieherinnen verlieren da ein wenig die Balance zwischen Nähe und Distanz und wirken dann kalt und uninteressiert. Aber: das ist eben nur ein Schritt weiter, als es sein sollte.

Bei einer unserer Kitas ist sehr überraschend eine Mama gestorben, da waren viele Kolleginnen tief getroffen, trotzdem: Distanz ist wichtig, um diesen Beruf machen zu können.

Trotzdem war der Kommentar mit Alleinerziehend sehr taktlos, das darfst du so auch sagen.

Mein Beileid! Ich glaube dir, dass die Situation unglaublich schwer für euch ist und finde so Aussagen wie „andere sind auch Alleinerziehende“ nicht angebracht.

Ich würde zumindest in den ersten Wochen nach dem Tod eines Elternteils erwarten, dass es immer wieder einen kurzen Austausch gibt wie es dem Kins geht und dabei auch mal gefragt wird wie es dir geht. Es ist aber nicht die Aufgabe einer Erzieherin sich um dich zu kümmern.

Mein Sohn hatte mit dem Tod seines Uropas sehr zu kämpfen und das was durchaus auch im Kindergarten ein Thema unter anderem auch das Thema Beerdigung. Und wir wurden beim Abholen in den Tagen immer wieder von einer Erzieherin angesprochen und es haben sich alle bemüht ihm mit seiner Trauer zu helfen und seine Fragen zu beantworten. Aber es ist eben leichter den Abschied eines über 80jährigen der lange krank war zu erklären. Trotzdem haben sie das toll gemacht.

Ich kann mir vorstellen, dass sie vielleicht gar nicht so genau wissen wie sie mit dir und deinem Kind umgehen sollen? Und die Unsicherheit nicht zeigen wollen und deshalb lieber gar nichts sagen.

Verstehe aber das mit dem Auto auch nicht genau. Zählen die nach? Das finde ich schon komisch, dass man da dem Kind nicht das Vertrauen entgegen bringt, dass es das getan hat was es sagt? War bei uns bisher immer so. Da dein Kind noch ein paar Jahre Kindergarten vor sich hat, würde ich um ein Gespräch bitten, wenn du es als passend empfindest Dich für das was Du heute morgen gesagt hast entschuldigen und nochmals klar machen dass euch der Verlust des Mannes/Papas sehr getroffen habt, dass alles nicht so einfach ist, dass du aber hoffst, dass Oscar im Kindergarten gut klar kommst und dir wünscht, dass wenn ihnen was auffällt sie dich direkt ansprechen sollen.

Ein persönliches enges Verhältnis braucht es nicht zu den Erzieherinnen aber ein Vertrauensverhältnis. Und keine blöden Sprüche.

Alles Gute und viel Kraft für euch!

  • Ich danke dir sehr. Genau. So sehe ich das auch. Sie sollen sich nicht um mich kümmern, dass würde zu weit gehen. So sehe ich das auch. Aber Interesse zeigen und meint wegen auch sagen, dass sie unsicher sind und nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Aber das alles so still schweigend hinnehmen, als wäre nichts passiert, dass tut weh.

    Ich werde deinen Rat befolgen beim Gespräch.

    Gute Nacht!

Hallo,
ja, ich denke, Du wünscht Dir etwas, was die Erzieherinnen nicht machen müssen. Von allem anderen einmal abgesehen, ist es ja auch so, dass jeder Mensch unterschiedlich reagiert - viele Menschen, die einen Verlust erlitten haben, möchten gar nicht ständig daran erinnert werden und darüber sprechen, sondern sind froh, wenn zumindest die Welt um sie herum weiterläuft wie bisher. Und die Erzieherin - oder wer auch immer - sie eben nicht darauf anspricht.

Solange dein Sohn im Kiga nicht auffällig ist, brauchen die Erzieher sich keine Gedanken darüber zu machen, weshalb er so ist wie er ist. Selbst wenn er auffällig wäre, könnten sie sich die Ursache sicher denken. Dennoch sollten sie dich dann informieren, was sie sicher auch tun werden.

Im Übrigen muss da auch keine mangelnde Anteilnahme hinter stecken. Dieses Jahr ist der Vater eines Freundes meines Sohnes gestorben. Und ich renne auch nicht hinter der Mutter her und frage sie, wie es ihr geht. Nicht, weil mir die Geschichte nicht Leid täte - im Gegenteil. Auch nicht, weil es mich nicht interessiert, wie es ihr geht. Sondern schlicht und ergreifend deshalb, weil ich denke, dass es unheimlich nervig sein muss, wenn man das ständig in der Situation gefragt wird - wie soll es ihr denn da gehen? Glücklich wird sie kaum darüber sein. Ich bezweifel einfach, dass es ihr in irgendeiner Hinsicht helfen würde, wenn ich sie darauf anspreche, zumal ich weiß, dass ihre Kinder nicht darüber sprechen möchten und ich sie immer nur in Begleitung eines Kindes treffe. Aber sie weiß auch genau, dass wir - wie vorher auch - jederzeit bereit sind, ihren Sohn zu uns zu nehmen, wenn sie eine Pause braucht oder einen Termin, zu dem sie ihn nicht mitzunehmen vermag. Oder auch einfach nur so.

Vielleicht weiß die Erzieherin ja auch, dass Du in Therapie bist und denkt, Du seiest dort in guten Händen, sodass sie sich voll und ganz auf deinen Sohn konzentrieren kann. Wenn es Dich aber wirklich massiv stört, dann wirst Du nicht drum herum kommen, das Gespräch mit ihr zu suchen. Aber bitte bedenke dabei, dass sie sich zuallererst um die Kinder kümmern muss - und nicht um die Eltern. Wenn sie sich bei Dir erkundigt, wie es Dir geht, dann kann das ja durchaus zu einem längeren Gespräch werden - und diese Gesprächszeit geht dann als Betreuungszeit für die Kinder verloren.

  • Danke dir auch sehr für deine Meinung. Ja. Ich erlebe das auch. Keiner spricht mich in der Kita an und fragt, wahrscheinlich, weil alle so denken und fühlen wie du. Deine Gedanken klären mich ein wenig auf. Jedoch ist das Resultat, dass keiner Teilnahme zeigt und woher soll man dann wissen, als Trauer der, dass Teilnahme gefühlt wird.

    Das andere ist, dass es mir nicht darum geht, dass sie sich um mich kümmern, sondern das sie Teilnahme zeigen und Mitgefühl. Da reicht der einfache Satz, "wir hoffe sie kommen gut durch den Tag." Ich brauche keine Hilfe von denen.

    Danke dir für deine Zeit und Gedanken.

    • Hallo du,
      auch von mir herzliches Beileid

      Ich selbst bin Erzieherin gewesen. Für mich ging es immer ums Wohl der kinder.
      Klar, wenn in den Gesprächen gesagt wird, Sie ich bin wieder schwanger, oder die Oma ist gerad gestorben, dann hatte ich vermehrt ein Blick auf das Kind wohl bemerkt.
      und klar ist Elternpatenschaft wichtig , aber wegen dem Kind,
      und ich denke , dass du da Ihnen zu unrecht was aufbrummst.
      und wegen dem Auto das passiert öfters............. das Kinder was in die Tasche stecken, und ja auch der Satz fällt oefters. Nicht nur bei deinem Kind.
      ich denk, wichtig für dich wäre, da eine Gruppe zu suchen , die ähnliches durch machen, um da auszutauschen.

      lg helen

(18) 17.08.18 - 20:32

Hallo liebe Fritze!

Es tut mir furchtbar leid, was ihr zu bewältigen habt.
Man hört aus deinen Worten deine Trauer und Verzweiflung so intensiv heraus und ich kann gut verstehen, wie sehr man dann die kleinen Empathiebekundungen im Alltag braucht.
Ein mitfühlender Blick, anteilnehmende Fragen, der sanfte Druck auf die Schulter.... .
mehr willst du vermutlich gar nicht.

Nein, ich finde nicht, dass du zuviel verlangst und empfinde es auch als ziemlich unsensibel dir zu unterstellen, dass du in den Erziehern einen Therapieersatz suchen würdest.

So kam das bei überhaupt nicht rüber.
Außerdem bist du doch in begleitender Behandlung, oder?

Wenn ein wenig zwischenmenschliche Anteilnahme nach einem Schicksalsschlag wie du ihn erlebt hast, schon zu viel verlangt ist,
kann das unmöglich die Welt sein, in der ich lebe.

In meiner Welt nimmt man einander wahr, tröstet sich bei Kummer (angemessen zurückhaltend und unaufdringlich) mit kurzen Worten der Anteilnahme und begegnet einem verzweifelten Gegenüber nicht mit unberührter Gleichgültigkeit,,
die man dann auch noch als professionelle Distanz verkauft.

Als meine Kinder noch im Kindergarten waren, habe ich zwei Schicksalsschläge bei anderen Familien mitbekommen.
Die Erzieher waren sehr, sehr anteilnehmend und äußerst verständnisvoll, wenn die Kinder in ihrer Trauer weniger gut kooperierten.

Ich kann dir nur raten,
konzentriere dich auf deine Kinder, deine Familie, deine Freunde, lass deinen Kummer bei deiner Therapeutin
und erwarte nichts mehr von den Mitarbeitern der KiTa.

Du erwartest nicht zu viel aber die Erzieher sind emotional überfordert .
Das hat nichts mit dir als Menschen zu tun.
Die können das einfach nicht.
Das dosierte Mitempfinden.
Lass dich bitte von diesem Defizit nicht allzusehr runterziehen!

alles, alles Gute

Es tut mir leid, dass du deinen Mann so früh verloren hast.

Die Anmerkungen der Erzieherin zum Thema "Alleinerziehend" war unpassend und sicher unüberlegt. Ich kann allerdings verstehen, dass sie sich nicht nach deinem Befinden erkundigt. Sie weiß nicht, wie du reagierst. Sie weiß nicht, dass du gefragt werden möchtest. - Es gibt immer auch Eltern, die Abstand wollen (nichts privates preisgeben)...
Ich bin auch eher zurückhaltend und frage die Eltern so gut wie nie privates. In so schlimmen Situationen würde / habe ich natürlich mein Beileid bekundet, aber ich würde mich wahrscheinlich eher nicht nach dem Befinden der Mutter erkunden. Zumindest, wenn obige Fragen ungeklärt sind...

Als Erzieher arbeitet man halt mit dem Kind und sicher wird sie deinen Sohn genau beobachten, trösten und mit ihm sprechen, aber da endet mMn auch ihr Tätigkeitsbereich, auch wenn das "kalt" klingt...

Es ist wirklich eine schwierige Situation. Ich hoffe, du hast ganz viele andere liebe Menschen an deiner Seite, die dich unterstützen und sich nach dir erkundigen!

(21) 17.08.18 - 22:48

Ich finde nicht, dass die Erzieher sich nach deinem Befinden erkundigen müssen, aber meiner Meinung sehr wohl nach dem Befinden des Kindes und auch darüber, wie man mit dieser Situation zu Hause umgeht! Sprecht ihr über den Papa, betet ihr eventuell oder eben garnicht. Ich finde das schon ziemlich wichtig für die Erzieher, ob euer Kind das verarbeiten kann oder nicht und ob das auf sein Verhalten Einfluss nimmt..

  • (22) 17.08.18 - 23:36

    Ich danke dir für deine Zeilen. In meinem Thread ging es nicht darum, wie wir unsere Trauer zu Hause handhaben.
    Ich bin zu einer Lösung für mich gekommen und bedanke mich trotzdem für deine Teilnahme. Und nein, wir beten nicht.

    • (23) 18.08.18 - 00:29

      Nein ich meinte das auch nicht als Vorschlag oder ähnliches. Ich fände es nur für die Erzieher interessant ob überhaupt eine Verarbeitung stattfindet, egal in welcher Form. Es gibt halt Eltern, die mit ihren Kindern nicht darüber sprechen, weil sie selbst mit der Situation überfordert sind und dann kommen eventuelle Verhaltensstörungen zum Vorschein, weil das Kind ohne Hilfe ist.. und da es in solch einem Fall auch um das Wohlbefinden des Kindes geht, fände ich das Anbieten von Hilfen unabdingbar

      • (24) 18.08.18 - 00:56

        Die Verarbeitung gibt es zu Hause und auch in der Kita. Für mich ist innerhalb der Aussagen anderer Meinungen klar geworden, dass Erzieher entweder Kraft haben oder keine Kraft haben sich zu öffnen. Das ist nicht deren Aufgabenfeld. Richtig. Da leider keine Familie und viele Freunde hier vor Ort sind, zapfe ich überall an und das scheint ein Problem zu sein , denn die Aufgabenfelder sind unterschiedlich verteilt. Also in der Kita fehl am Platz. Die haben die Kinder im Visier und das ist gut so. Und ja, zu Hause reden wir, weinen und tanzen, lachen und fallen wir. Mein Mann war Musiker, die Musik ist ein unglaublicher trigger und das ist auch gut.

        (25) 18.08.18 - 00:58

        Trauergruppen nehmen wir auch wahr. Es geht mir also tatsächlich nur um eine Teilnahme der Erzieherin von meinem Sohn, die sich jedoch wahrscheinlich fürs Schweigen entschieden hat, denn darin kann man nichts falsch machen

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