Tochter (3) will sich nicht wickeln lassen von Erzieherin

    • (1) 20.08.18 - 21:09
      Inaktiv

      Hallo meine Lieben ich brauche mal euren Rat. Meine Tochter hasst es generell gewickelt zu werden ganz besonders wenn sie ihr großes Geschäft gemacht hat. Naja jetzt geht sie seit dem 7.8 in den Kindergarten und lässt sich dort auch nicht wickeln. Jedes mal werde ich nach 1 Stunde angerufen weil sie groß gemacht hat und sich nicht wickeln lassen will. Meine Tochter hat sehr viel temperament und wenn sie keinen Bock hat hat sie keinen Bock ABER kann es denn angehen das die Erzieher es nicht schaffen eine 3 jährige zu bändigen und zu wickeln. Natürlich soll da nichts mit Gewalt laufen aber wie soll sie das jemals lernen wenn sie mich immer sofort anrufen und ich die kleine abholen muss. Ich bin wirklich traurig weil sie den Kindergarten liebt und sie jedes mal Rotz und Wasser heult weil sie weiter spielen mag.

      Habt ihr Tipps?

      Habe schon ein kuscheltier mitgegeben und einen Schnuller den es nur für die Zeit beim wickeln gibt aber darauf lässt sie sich auch nicht ein. Ich würde es ja so machen das ich sie auf den Arm nehme und direkt durch zum wickelraum gehe ohne viel gerade vorher (wäre ich die Erzieherin).

      Was sagt ihr denn dazu ?

      LG

      • (2) 20.08.18 - 21:12

        Ach da zu kommt noch das sie zum verrecken nicht aufs Klo gehen mag und ich sie auch ungern dazu drängen will.

        Wenn sich das Kind dermaßen weigert, darf eine Erzieherin es gar nicht versuchen!
        Arbeitest du gerade?

        "Ich würde es ja so machen das ich sie auf den Arm nehme und direkt durch zum wickelraum gehe ohne viel gerade vorher (wäre ich die Erzieherin)."

        und deine Tochter würde sich so einfach in den wickelraum tragen lassen?
        Laut deinen Schilderungen glaub ich das nicht so.

        Als Erzieherin würde ich deinem Kind sagen, wenn die Hose voll ist, daß du keine Zeit hast, sie zu wickeln (das mußt du ihr morgens aber sagen) .
        Wenn sie aber die Hose voll hat dann kann sie halt nur stehen (weil beim Sitzen verschmiert sich ja das ganze Kacka am Popo und wird dann rot). und dann würde ich sie alle 5 Minuten motivieren, die Windel zu wechseln, damit sie danach wieder spielen kann

        Wenn sie im Kindergarten so gern spielt, wird ihr bald langweilig werden.

        lg

        • (4) 20.08.18 - 21:42

          Nein ich arbeite nicht.
          Bin zurzeit im 6ten Monat Schwanger.

          Naja ein Versuch wäre es wert. Weil mich jedes mal anzurufen ist glaube ich auch nicht der richtige Weg. Womit bekommt sie ja was sie will. Sie will nicht das die Erzieherin sie wickelt und Boom dann wird Mama gerufen. Aber was wäre wenn ich arbeiten würde wie soll ich meinem Chef erklären das jeden Tag weg muss weil die Erzieher meine Tochter nicht gewickelt bekommen.

      und wenn das nix bringt, würd ich ne andere Erzieherin holen und zum Kind sagen, daß die Windel jetzt gewechselt wird und sie darf sich nun aussuchen, wer es macht, aber gemacht wird es !

      Hi,

      wie versuchen es die Erzieher denn?

      Meiner (3,5) mag es auch nicht von jemand anderem gewickelt zu werden, als von mir. Selbst bei der Oma, die er täglich sieht hat er da schon gebockt.
      Aber sie haben es jedesmal geschafft. Mit Spielzeug gelockt, aus den Handschuhen ein Gesicht aufgeblasen und eben mit viiiel Geduld. Beim ersten Mal hat es 15 Minuten gedauert.
      Selbst als er ein Mal sehr verschmiert war (sie waren draußen, er fuhr Dreirad und hatte wohl ein sehr großes Geschäft erledigt und das drückte sich raus 🙈) hat er sich sogar abduschen lassen.
      Ich bekomme es beim Abholen dann immer erzählt und er wird gelobt, wie toll er das gemacht hat. Ich lobe ihn dann auch noch Mal und so wird es dann besser.
      Also ich bin auch der Meinung das sollten Erzieher hinbekommen, im Notfall mit der Mama zusammen.
      Sprich du kommst und die Erzieherin schaut nur zu, beim nächsten Mal reicht sie Sachen an, dann wickelt sie die Kleine und du ziehst dich immer mehr zurück.

      Ansonsten würde ich eben da ansetzen, dass deine Tochter gerne bleiben will.
      Und im Notfall dann auch Mal schimpfen wenn sie heult und ihr erklären, dass es an ihrem Verhalten liegt.
      In dem Alter verstehen sie das ja schon.

      Du musst dir hier die Windeln wechseln lassen, dann darfst du auch bleiben.
      Oder so ähnlich, du kennst deine Tochter ja besser und weißt wie du es ihr am besten sagen kannst. 😊

    • Ich denke wenn die Erzieher es schaffen sollten sie ein paar Tage zu wickeln, wird sich das Problem erledigen. Meine Tochter geht auf Toilette, aber sie hasst es wenn ihr jemand den Po abputzen muss. Ergo hat sich ihr Körper so angepasst dass sie morgens oder abends vor- bzw nach dem Kindergarten geht. Vielleicht kannst du deiner Tochter einfach mal sagen, "so jetzt machst du nochmal groß und dann gehen wir in den Kindergarten" vielleicht als Denkanstoß für deine Tochter. Dann sagst du ihr, dass du heute nicht zum wickeln kommen kannst, weil du einen Termin hast und sie soll bescheid sagen und dann auf Toilette gehen für das große Geschäft. Du sagst sie geht allgemein nicht gerne auf die Toilette, aber wenn sie alternativen nochmal bewusst gebannt bekommt, kann sie es sich ja nochmal überlegen. LG
      Bibabuba mit Maus 3,8 Jahre und Mäuschen 1,9 Jahre

      Ich bin auch Erzieherin und meine ganz klare Meinung dazu:

      ein Kind, das sich nicht wickeln lassen möchte, zwing ich unter keinen Umständen dazu. Schon gar nicht mach ich das mit Festhalten gegen den Willen des Kindes.

      Der Grund? Wir alle wollen den Kindern beibringen, daß IHR Körper IHNEN gehört, daß SIE entscheiden, wer sie anfassen darf, und dass sie nein sagen dürfen, wenn sie etwas nicht wollen.
      Wickeln ist etwas Intimes. Und auch Kleinkinder haben schon ein Schamgefühl.
      Nie nie nie würd ich da so übergriffig handeln und das Kind zwingen.
      Ich würd ihm gut zureden, immer mal wieder nachfragen, probieren, Kompromisse zu finden, aber mehr auch nicht.

      Wie soll ein Kind verstehen, daß die Erzieherin sowas tun darf, die Mama den Protest ignoriert, der nette Nachbar von nebenan darf aber nix grenzüberschreitendes tun?

      Ich finde es toll, daß die Erzieherinnen so sensibel reagieren.

      So etwas Intimes braucht Vertrauen. Und das wird mit der Zeit wachsen. Dann kommt das von alleine.

      • (9) 21.08.18 - 00:48

        Das hast Du toll gesagt! Super #pro!

        Und jetzt Mal so hypothetisch weiter gedacht. Das Kind ist über drei - in vielen Fällen arbeiten da beide Eltern wieder.

        Das Kind will sich nun nicht wickeln lassen, die KiTa ruft an. Man erklärt seinem Chef, dem Kind geht es nicht gut, man muss heim.

        Mag mal einen Tag gehen und dann? Vielleicht hat man noch einen Notfallkontakt, der dann 2, 3 Mal übernimmt. Und nun?

        Kündigt ein Elternteil seinen Job?

        VG Isa

        • Ich hab es noch nie erlebt, daß ein Kind das lange Zeit und komplett verweigert hat. Darum schrieb ich ja: das braucht Vertrauen, und dies kommt mit der Zeit. Darum planen wir generell 6-8 Wochen für die Eingewöhnung ein. In dieser Zeit sollte die Mama oder eine andere Vertrauensperson wirklich schnell und auf Abruf in der Kita sein.

          Normalerweise ist es bei einem durchschnittlich entwickelten Kind in dieser Zeitspanne und sensibler Herangehensweise möglich, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, so daß das Kind bereit ist, sich wickeln zu lassen.

          Eine Userin hat es oben schon geschrieben, man beginnt in dem Fall langsam. Erzieherin guckt zu, reicht die Sachen, steht neben der Mama. Dann wird sie nach einiger Zeit aktiver, zieht nach dem Wickeln mal die Hose an oder knöpft den Bod y zu. Jeden Tag ein kleines bißchen mehr, was die Erzieherin übernimmt. Recht schnell klappt es eigentlich, daß die Mama dann zuguckt, und die Erzieherin wickelt. So kann man das langsam ausschleichen, daß die Mama da sein muss.

          Oder, manche Kinder mögen Kompromisse: Wickeln im Stehen, Pampers selbst ausziehen (natürlich nicht, wenn Stuhlgang drin ist), nebenher ein Buch anschauen o.ä.

          Eine halbwegs sensible Erzieherin kriegt das in recht kurzer Zeit hin, WENN sie anfangs zurückhaltend ist und keinen Druck aufbaut.

          Ich habe es so gelesen, dass das Kind erst seit 07.08. oder so im Kindergarten ist. Da muss man mit einer Eingewöhnungszeit rechnen.

      (13) 21.08.18 - 05:47

      Das verstehe ich auch und würde ich genau so sehen aber da meine Tochter dieses Theater auch zuhause macht beim wickeln (sogar noch extremer) weiß ich das es nicht daran liegt das sie einfach noch vertrauen aufbauen muss. Sie findet wickeln an sich total blöd, will aber wie gesagt auch nicht auf die Toilette.

      Ich verstehe, was du meinst. Aber eine arbeitende Mutter kann doch nicht ihren Job aufgeben, weil ihre 3Jährige 1x vormittags gewickelt werden muss. Nach der Eingewöhnung sollte das von den Erzieherinnen gemacht werden können, mit "Spiel, Spaß, Spannung" usw. - aber deshalb täglich die Mutter anrufen?
      VG

      • Ich schreib doch gar nicht, daß die Mama den Job deswegen aufgeben muss. Sondern daß man solche intimen Dinge in der Eingewöhnungszeit, die eben auch mal einige Wochen dauern kann, langsam aufgebaut werden. Wie gesagt, wir nehmen die Kinder bei uns in der Regel so auf, daß mindestens 6 Wochen bleiben, bis die Mutter wieder arbeiten muss.

        Und in der Zeit kriegt man das im Normalfall gut hin.Alles steht und fällt mit der Empathie und dem Einfühlungsvermögen der Erzieherin UND der Mitarbeit der Mutter, die den Streß einfach im Notfall mal ein paar Wochen mitmachen muss, bis das Kind genug Vertrauen aufgebaut hat. In der Kita bleiben und dort spielen und essen ist eben was anderes, als von einer Person, die man noch nicht lange kennt, gewickelt und den Po gewischt zu bekommen.

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