Läuft das in jeder Kita so?

Erfahrungen mit Kita-Regelungen
Ein Tipp vom urbia Team

    • (1) 22.08.18 - 01:00

      Hallo ihr Lieben,

      Ich würde euch gerne unsere Situation schildern und von euch wissen, ob das so Gang und Gäbe ist:

      Meine Tochter ist im Mai 2 Jahre alt geworden und ist theoretisch seit Anfang des Monats ein Kita-Kind. Also wir zahlen für den 25-std Platz, können ihn aber nicht in Anspruch nehmen, weil die Kita diese Woche noch Urlaub hat und in der ersten Woche nicht eingewöhnt wird.

      Ich war bereits im Juni für eine std zum hospitieren mit ihr in der Gruppe. Meine Tochter hat gespielt und ihre künftige bezugserzieherin hat mit mir ein paar Dinge besprochen. Und dazu möchte ich von euch wissen, ob das normal ist.

      1.: mein Mann und ich sind absolut dagegen, dass Fotos unserer Kinder im Internet veröffentlicht werden.
      Die Erzieherin fragte mich völlig irritiert, ob ich mir hierbei absolut sicher wäre, zumal das posten von Fotos im Web heutzutage ja absolut normal wäre und ob ich mir das nicht nochmal überlegen wolle. Als ich ihr dann mitteilte, dass ich mir absolut sicher bin, verdrehte sie die Augen.

      2.: Ein Punkt auf ihrem Fragebogen bezog sich auf die Sprachkenntnisse des Kindes. Nicht wie weit sie mit der sprachentwicklung sind, sondern welche die Kinder sprechen.
      Da meine Tochter nur deutsch spricht sagte ich ihr das auch so. Ich würde daraufhin 5 mal gefragt, ob „ich mir denn auch wirklich absolut sicher sei, dass sie nur deutsch sprechen würde?!“
      Ist das wirklich so ungewöhnlich?

      3.: als die Erzieherin mir die Kernzeiten meiner Tochter mitteilte(7-12.30), Sagte sie gleich danach:“ aber bringen Sie ihre Tochter im 1. Jahr nicht vor 8.45!“ Vorher müsste sie nämlich mit den anderen Frühaufstehern in die Turnhalle. Und von den Erzieherinnen aus ihrer Gruppe würde zu der Zeit noch keine arbeiten. Und wenn möglich soll ich mein Kind aus dem gleichen Grund pünktlich um 12uhr( Beginn der Abholzeit) abholen.
      Ist das normal?
      Mein Mann und ich hatten eig geplant, dass er sie auf dem Weg zur Arbeit hin beingt(7.30-8uhr) und ich sie dann mittags wieder abhole.

      4.: zu guter letzt hatte ich gefragt, wann sie denn mit der Eingewöhnung meiner Tochter starten wolle. Da sagte sie ganz trocken: 8. Oktober.
      Ich muss dazu sagen, dass ich wieder schwanger bin und an genau diesem Tag mein ET ist. Mir viel wohl alles aus dem Gesichtgefallen. Denn sie sagte dann:“ sie sind ja schwanger und somit auch noch ne Weile zu Hause. Und wir müssen halt erst die Kinder eingewöhnen, deren Mütter wieder arbeiten gehen. Das geht dann halt nicht eher.“ ich teilte ihr dann mit, dass ich an genau dem Tag mein 2. Kind erwarte und eig gedacht hatte, dass unsere große dann schon eingewöhnt ist.
      Dann fragte sie mich, ob sich mein Mann nicht Urlaub nehmen könne um die Eingewöhnung zu machen. Das geht aber nicht, weil er nach der Geburt 3wochen Urlaub nimmt und elternzeit finanziell einfach nicht drin ist. Sie hat sich dann zähneknirschend darauf eingelassen, dass wir am 4. 9. beginnen. Sie könne aber nicht garantieren, dass unsere Tochter dann nicht untergeht, weil noch 2 andere Kinder eingewöhnt werden ( Berliner Modell).
      In die Gruppe kommen jetzt insgesamt 3 neue Kinder.
      Ist es so unmöglich 3 anstatt 2 Kinder gleichzeitig einzugewöhnen?
      Und noch später möchte ich nicht starten, da ich meinen Kinder und mir das nicht antun will, da dann mit Säugling zu sitzen.

      Ich habe vor, diese Dinge am 4. mit der Gruppenleistung zu besprechen. Ich wollte nur vorab von den erfahrenen Müttern wissen, ob das so normal ist.

      Ich danke euch fürs lesen und für eure Antworten.

      LG Liesette

      • Hallo lisette,
        zu 1.: Fotos zu veröffentlichen, ist einigermaßen normal. Du kannst aber dagegen widersprechen, dann dürfen sie keine Fotos veröffentlichen, in denen Deine Tochter (fast) alleine zu sehen ist. Gruppenfotos (ohne Namen!) dürfen normalerweise trotzdem veröffentlicht werden (soweit ich weiß).
        zu 2. kann ich nichts sagen
        zu 3.: Ich kenne es auch, dass die "Frühbetreuung" durch eine Erzieherin in einem Gemeinschaftsraum gewährleistet wird, die Betreuung in der eigentlichen Gruppe erst ab einem bestimmten Zeitpunkt (da finde ich 8.45 Uhr aber sehr spät! Bei uns war es gegen 8.00 Uhr, glaube ich). Bzgl. der Abholung hat das sicher mit den Zeiten des Mittagessens und des anschließenden Schlafs zu tun. (Und die Mäuse sind in dem Alter um 12 echt durch!)
        zu 4.: Die Kita hatte am Anfang evtl. nicht die Info, dass du schwanger bist & wann dein Termin ist, so dass sie die Eingewöhnung so eingetaktet hat. Du hast hier absolut recht, dass du NICHT hochschwanger bzw. mit einem Neugeborenen die Eingewöhnung machen kannst!! Wie die Eingewöhnung dann wirklich läuft, ist bei jeder Kita, Erzieherin, jedem Kind unterschiedlich - das kann in einigen Tagen gut laufen, oder auch Wochen dauern... Es ist aber auf jeden Fall gut für Dein Kind, VOR der Geburt eingewöhnt zu werden.

        ...in der Eingewöhnung & der Zeit nach der Geburt (wenn Dein Partner zuhause ist), ist es Euch evtl. möglich, Eure Maus erst 8.30 Uhr zu bringen & 12.00 Uhr abzuholen. Danach würde ich nochmal überlegen, ob es möglich wäre, sie erst nach dem Mittagsschlaf abzuholen & dann früh auch entsprechend später zu bringen (falls das für dich möglich ist) - wäre sicher auch entspannter für die kleine Maus. Letztlich soll der KiTa ja v.a. für Dein Kind eine schöne Erfahrung sein & dir auch Entlastung geben. (Andererseits - je nachdem, wie sich Deine Tochter dort fühlt - mag es auch gar nicht schlimm sein, früh im Turnraum zu sein... Aber nach dem Mittag ist sie dann definitiv sehr geschafft!!)

        Ich hoffe, das hilft etwas! ;-)
        Alles Gute!

        Es ist schon normal das zuerst die wieder arbeitenden Mütter die Eingewöhnung machen. Aber sie muss auch deine Situation berücksichtigen.
        Das mit dem früh Dienst kenne ich von meinen jetzt nicht (bald kommt Kind 5 in den kiga) habe aber von Freunden schon davon gehört, wobei 8:45 schon sehr spät ist.
        Wenn du keine Fotos im Internet möchtest, müssen sie das akzeptieren
        Die kleine geht auch den ersten Monat bis 12 Uhr. Geht aber ab 8 Uhr früh. Das ist bisher in keinem kiga ein Problem gewesen. Kind 2 ging nach 2 Wochen ab 7 Uhr bis 16 Uhr da ich wieder arbeiten war. Da muss aber auch das Kind dazu bereit sein

        1) Hier bei uns musst du unterschreiben, ob du einer Veröffentlichung zustimmst. Es ist aber ganz genau festgelegt wofür - bei uns geht es primär noch um Presse und Fotos, die intern im Kindergarten gezeigt werden. Wenn du nicht zustimmst, müssen sie dein Kind überall aus den Fotos raushalten oder nachträglich unkenntlich machen (optisch natürlich oft nicht mehr schön fürs Gesamtbild). Das bedeutet natürlich Zusatzaufwand, vermutlich war sie daher wenig begeistert - Augenrollen geht natürlich nicht, keine Frage.

        2) Nicht ungewöhnlich, allerdings würde ich da auch nichts reininterpretieren - vielleicht hat sie euch auch einfach verwechselt.

        3) Das ist sicherlich zum Wohle eures Kindes gemeint. Ein sehr kleines, frisch eingewöhntes Kind ist mit einer Situation wie dem Frühdienst u.U. anfänglich überfordert. Jetzt wartet doch einfach ab, bis sie eingewöhnt ist und dann seht ihr ja, ob ihr ihr das zutraut. 08:45 erscheint mir allerdings sehr spät - wann beginnt die Gruppe denn offiziell?
        Zum Abholen finde ich persönlich es auch gut, das gerade im ersten Jahr noch langsam angehen zu lassen...

        4) Bei uns wird die Eingewöhnung auch gestaffelt und auch wenn es bei euch terminlich blöd ist, finde ich es wichtiger, dass sie dafür eine Bezugserzieherin hat, die sich auch Zeit nehmen kann. Und je nach Besetzung der Gruppe macht da ein einzugewöhnendes Kind mehr einen großen Unterschied. Ihr habt ja jetzt eine Lösung gefunden 👍.

        Aus meiner Erfahrung würde ich diese Themen jetzt auch nicht tot diskutieren, da das aktuell anliegende Problem (Beginn der Eingewöhnung) ja gelöst ist und Bring- und Abholzeit je nach Stand der Eingewöhnung dann konkret besprochen werden kann.

      • Ihr bezahlt den platz seit diesem Monat?
        Dann muß dein kind auch eingewöhnt werden, sonst zahlst du ja umsonst.

        Komische Kita
        Ich würde das Kind daheim lassen, wenn du eh daheim bist und mit 3 einen anderen kindergarten suchen

        • Das ist nicht unbedingt ungewöhnlich. Hier ist das überall so üblich. Alle zahlen ab 1.8., auch dann wenn die Sommerferien bis in den September dauern und erst danach das erste Eingewöhnungskind beginnt. Als unser Sohn in die Krippe kam, wurde das letzte Kind auch erst ab Mitte Oktober eingewöhnt. Gezahlt werden musste trotzdem ab 1.8.

      Ich kann die Antworten, die Du bekommen hast, absolut nicht nachvollziehen.
      Wenn ich das richtig verstanden habe, dann zahlst Du seit Monatsbeginn für einen 25h Platz.
      Dann hast Du selbstverständlich auch das Recht, diesen Platz voll zu nutzen und musst ganz gewiss nicht warten, bis die Erzieher irgendwann in ein paar Wochen mal Zeit für die Eingewöhnung haben.
      Du hast einen rechtsgültigen Dienstleistungsvertrag unterschrieben und hast Anspruch auf die Dienstleistung (=Betreuung des Kindes) in dem Umfang, der im Vertrag festgelegt wurde. Wie sich die Erzieherinnen organisieren, ist ihre Sache und kann natürlich nicht zu Deinen Lasten gehen.
      Ich finde es unglaublich, was sich anscheinend einige Mütter gefallen lassen. Man zahlt ab 1. August und nimmt hin, dass die Eingewöhnung im Oktober (!!!) beginnt??? Anscheinend haben einige hier bei urbia zu viel Geld übrig.
      Fordere Deine Leistung ein oder verweigere die Zahlung. Ganz einfach.

    1. Bei uns wurde immer neutral nach der Veröffentlichung von Fotos gefragt. Eltern, die das ablehnen, deren Kinder dürfen von der KiTa und auch von anderen Eltern nicht fotografiert werden. Allerdings verdreht da keiner die Augen, wenn Elternteile das nicht wollen.

    2. Nein, ist es eigentlich nicht. Haben du oder dein Mann einen Migrationshintergrund? Vielleicht waren sie der Meinung, dass das Kind dann eine weitere Sprache sprechen muss.

    3. Ich würde das in Anspruch nehmen, was vertraglich geregelt ist und was durch euch gezahlt wird. Die organisatorischen Probleme des Kindergartens sind nicht euer Problem. Wünschen kann man sich viel, wenn der Tag lang ist, aber der Kindergarten ist Dienstleister und hat die gezahlte Leistung zu erbringen.

    4. Das kenne ich tatsächlich auch so. In unserem KiGa wurden die Kinder auch nach und nach eingewöhnt. So kam es dazu, dass eben nicht am 01.08. alle neuen Kinder kommen, sondern verteilt bis Ende Oktober immer wieder neue Kinder kamen. Dass man dabei zuerst Rücksicht auf Eltern mit bestehenden Arbeitsverträgen nimmt, ist durchaus üblich.

    • "So kam es dazu, dass eben nicht am 01.08. alle neuen Kinder kommen, sondern verteilt bis Ende Oktober immer wieder neue Kinder kamen. Dass man dabei zuerst Rücksicht auf Eltern mit bestehenden Arbeitsverträgen nimmt, ist durchaus üblich. "
      Wenn ich ab August einen vertraglich zugesicherten Platz habe und für diesen Platz auch zahle, dann ist es weder üblich noch rechtens, dass die Kinder erst im Oktober einzugewöhnen! Dies wäre ein grober Verstoß gegen die Vertragspflichten und würde die Kita Schadensersatzpflichtig machen: Ersatz der gezahlten Monatsbeiträge plus Ersatz der Mehraufwendungen, die den Eltern für alternative Betreuung (Babysitter, Tagesmutter,...) entstehen.

      • Das stimmt, ich hatte vergessen es zu erwähnen. Wir haben den Platz auch erst ab Eingewöhnung gezahlt.

        Wenn Vertragsbeginn der 01.08. ist, muss die Eingewöhnung ab diesem Zeitpunkt vorgenommen werden.

        Wir hatten unseren Vertragsbeginn auch sechs Wochen früher als den Start der Eingewöhnung - bezahlen mussten wir in dieser Zeit noch nicht.
        Für die Staffelung habe ich jedoch vollstes Verständnis - was ich nicht verstehe ist eher die Einstellung „wenn das so auf dem Papier steht, geht mein Kind gefälligst auch ab da hin“, denn für mich hat Vorrang, wie das Ganze für mein Kind sinnvoll gestaltet werden kann. Und das kann es m.E. nicht, wenn eigentlich Einzeleingewöhnung vorgesehen ist, dann aber doch mehrere Kinder auf einmal eingewöhnt werden.
        Just my two cents: sonst geht es überall und permanent um Bedürfnisorientierung, aber wenn man vertraglich das Recht hat, sind die Umstände, wie das für das Kind umgesetzt wird, auf einmal egal? 🤔

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