Kind brüllt/weint wegen jeder Kleinigkeit, bin total verzweifelt 😩

    • (1) 06.09.18 - 20:06

      Hi zusammen,
      meine Tochter bringt mich seit einiger Zeit zum verzweifeln und grad im Moment bin ich wirklich fix und fertig, langsam weiss ich nicht mehr, wie ich mit diesem Gebrüll umgehen soll.
      In jeder Situation, wo sie nicht weiss, wie sie umgehen soll, brüllt sie einfach lautstark los, meist ohne grossen Grund. Sie weint/ und schreit sich die Seele aus dem Leib, das ist echt nicht mehr normal. Es ist auch keine Trotzphase, da sie schon 5 Jahre alt ist😳
      Wenn ich sage, heut ist es zu spät zum Fernsehen, brüllt sie.
      Wenn jemand einen Spass macht, z.B. Oma sagt, hast du schöne Schuhe, die möcht ich gerne haben, brüllt sie los.
      Wenn sie baden will und es passt zeitlich nicht mehr, brüllt sie.
      Wenn wir einen Ausflug machen wollen, wo sie nicht hin will, brüllt sie.
      Wenn ihre Schwester ein Spielzeug nehmen möchte, brüllt sie.
      Ich könnte die Liste ewig weiterführen. Jeden Tag mindestens 10 mal dieses Gebrüll.
      Ich hab echt schön alles versucht, mir ihr geredet, sie geschimpft, sie bestraft usw. Alles hilft nichts.
      Ich bin kurz vorm ausflippen, weil mich das wahnsinnig macht. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wieso sie das macht. Ich sag jeden Tag 100mal, bitte sag doch einfach normal, wenn du etwas möchtest und wein nicht immer gleich so, aber das bringt nix.
      Jemand Tipps für mich?

      • Ohje, das geht an die Substanz. Das kann ich nachvollziehen. Dennoch scheint sie das ja nicht zu machen um Dich zu ärgern, sondern weil sie wirklich nicht mit diesen Situationen umzugehen weiß.

        Unabhängig davon habe ich aber einen schönen kürzlich gelesen, den ich gerne weiter gebe. Frag doch Deine Tochter, wenn sie das nächste Mal weint, ob ihr Problem ein großes Problem ist oder ob es ein kleines Problem ist. Beim Denken kann man nämlich nicht aus voller Kehle schreien und wenn sie es bis zur Antwort schon vergessen hat, dann ist es auch schnell wieder gut.

        So lernt sie vielleicht auch mit eben solche. Situationen umzugehen und denkt erstmal drüber nach, was das eigentliche Problem ist.

        Du kannst ja mal berichten, ob es funktioniert.

        Alles Gute

        Huhu,

        einen super Tipp hast Du ja schon bekommen. Den probiere ich auch aus. Bei uns nämlich das gleiche. Gerade 5 geworden und heult bei jedem bisschen wie ein Baby. Hab manchmal das Gefühl zwei Zweijährige hier zu haben. ;-)

        Ansonsten kann ich es schon ganz gut aushalten. Es wird eine Phase​ sein. Ich bitte ihn einfach (wie seinen kleinen Bruder) mit mit Worten mitzuteilen, was er denn hat.

        Solche überschäumen der Emotionen müssen halt auszuhalten gelernt werden.

        LG Jelinchen

        (4) 07.09.18 - 08:39

        Kann es sein, dass es ihr grade nicht gut geht, sie etwas umtreibt? Vielleicht auch nur ein Entwicklungsschub? Schläft sie schlecht? Wenn wir müde, oder emotional angeschlagen sind, sind wir auch empfindlicher als normal.

      • Kann viele Ursachen haben.. versetzte dich mal in die Lage, wann rastet man selbst als Erwachsener mal so aus. Unzufriedenheit, Überforderung, Überempfindlichkeit, Unverstandenheit, gefrustet etc. wenn sie sich beruhigt hat, dann nimm sie mal auf den Schoß und liebevoll in den Arm und frag ohne Vorwürfe in Ruhe mal nach, warum sie so wütend wurde, vielleicht helfen manche Aussagen von ihr, die Ursachen zu finden.

        (6) 07.09.18 - 09:23

        Hallo,
        Das hilft dir jetzt nicht weiter, mir aber schon. Meine Tochter wird Anfang Januar 5 und verhält sich ganz genauso. Ständig mega Gebrüll und ich steh daneben und frag mich was passiert ist. Sie kann es mir meistens aber auch nicht sagen. Wir halten es aus.
        Ich wünsche weiterhin starke Nerven!
        Liebe Grüße

      • (7) 07.09.18 - 09:37

        Hallo,

        hast Du schonmal ausprobiert, sie dann wegzuschicken oder selbst anderswo hin zu gehen?
        Ich würde ihr sagen, dass ich keine Lust habe, mir wegen Nichtigkeiten so ein Gebrüll anzuhören. Das könnte sie irgendwo ohne mich ausleben.
        Bei unseren Kindern wurde das Rumpelstilzchen-Verhalten auf diese Weise schnell uninteressant, weil es nicht mehr als Druckmittel nutzbar war.

        Es gibt allerdings auch Kinder, die das nicht bewusst als Druckmittel nutzen, sondern wirklich mit der Situation überfordert sind, z.B. Menschen mit autistischen Zügen oder AD(H)S-ler.
        Falls wirklich keine Strategie zieht, würde ich da mal nachforschen.

        LG

        Heike

        • (8) 09.09.18 - 14:16

          Hm das finde ich ehrlich gesagt keine so tolle Idee. Damit zeigst du deinem Kind doch, dass dir seine Probleme nicht wichtig sind. Du bezeichnest es als "Nichtigkeit", aber für dein Kind IST es eben der Weltuntergang bzw es fühlt sich so an.
          Und ich finde, das ist auch okay. Jeder empfindet Situationen unterschiedlich und ich denke es ist besser zu sagen "Das sind deine Gefühle, das akzeptiere ich".

          Bei der TE geht es ja zumindest um ein Kind, dass wirklich emotional überfordert zu sein scheint und nicht eines, dass das Theater bloß "spielt". Aber auch da gilt für mich: Es ist okay, ein ungewünschtes Verhalten zu ignorieren, aber nicht, das Kind zu ignorieren.

          Das heißt natürlich nicht, dass man nicht mal sagen kann "Tut mir Leid, ich kann das Geschrei gerade nicht aushalten, ich brauch mal Pause" - das ist ja eine ganz andere Nachricht, die man dem Kind gibt.

          • Grundsätzlich habe aber auch ich das Recht zu sagen "das ist mir zuviel". Wie soll das Kind erfahren, dass es "drüber" ist, dass es lernen muss sich zu regulieren...
            Ganz sachlich zu sagen "mir ist das zu laut, ich geh mal weg hier", ist oke, darf das Kind ja auch...

            • Na klar hast du das! Das ist ja, was ich mit meinem letzten Abschnitt meinte.

              Das Kind guckt sich ja auch das allermeiste von dir ab. Und zu merken, wann es einem zuviel ist und sich dann um sich selbst zu kümmern, indem man Abstand nimmt, finde ich eine sehr wichtige Kompetenz.

      Hallo,
      unsere jüngere Tochter kam auch bis nach dem 4. Geburtstag nicht aus der Trotzphase raus.
      Dann haben wir eine Laktoseintoleranz festgestellt, die bei ihr sogar ziemlich heftig ausgeprägt ist - sie bekommt sogar von Brot Bauchschmerzen, wenn Laktose drin ist...
      Seit sie komplett laktosefrei ernährt wird, sind auch die Brüll- und Verweigerungsszenen fast verschwunden!

      Einfach mal in ruhigen Momenten, wenn sie nicht trotzt, ganz neutral fragen, ob ihr was weh tut. Dauerhafte Bauchschmerzen müssen sehr unangenehm sein...

      LG!

      Meine wurde im August auch 5 Jahre alt und ist genau so. Sie weint immer gleich, hört nichts wenn Ich was sage Usw bin froh bin Ich nicht die einzige der es so geht

      Moin
      Vermutlich ist sie in einem Entwicklungsschritt...
      lies mal.. oder google das mal selbst nach...

      http://www.a-better-child.org/zahnlueckenpubertaet-wackelt-der-zahn-wackelt-die-seele/

      meiner ist schon wieder raus - war anstrengend... #schein

      lg Tanja

Top Diskussionen anzeigen