Fahrradunfall

    • (1) 07.09.18 - 11:28

      Schönen guten Morgen,
      meine Tochter ist 6 Jahre alt und kommt am Dienstag in die Schule.
      Also bin ich mir nicht sicher ob ich hier richtig bin......#gruebel

      Jedenfalls war sie gestern mit meiner Tochter (16 Jahre), einem Freund (4 Jahre) und seiner Mutter beim Spielplatz.
      Sie sind mit dem Rad hin und wieder zurück. Normalerweise sind sie bis spätestens 18.30 Uhr zurück: Nur diesmal habe ich erlaubt, dass sie ein bisschen (!) länger bleiben dürfen, weil ich sowieso noch etwas länger arbeiten musste.
      Bevor sie los sind habe ich auch noch gesagt, dass meine kleine Tochter nicht 100% fit ist. Sie hatte schlecht geschlafen und in der Nacht gespuckt (sorry!!) aber es ging ihr seit dem Vormittag wieder besser und so gegen 16.30 Uhr sind sie los.
      Auf dem Rückweg so gegen 19.30 Uhr passierte es. So wurde es mir von meiner Großen Tochter erzählt:
      Der Junge fuhr vor und meine kleine Tochter wollte ihn überholen. Es war wohl eine enge Stelle und sie hat ihn beim Überholen berührt. Er verlor die Kontrolle und ist über den Lenker geflogen. Er hat kurz geweint und sich schnell beruhigt.
      Nun hat die Mutter von Ihm auf meine kleine Tochter eingeredet, dass sie sich entschuldigen muss. Die Mutter ist wohl ruhig geblieben. Man muss dazu sagen, dass meine Kleine vor ihr Angst hat. Jedenfalls hat meine Kleine Tochter auf Stur gestellt und sich die Ohren zugehalten.
      Zum Schluss hat der Junge ihr wohl noch die Hand zum Abschied gegeben und sie sind gefahren.
      Ich habe es erst danach erfahren.
      Natürlich habe ich mich lange mit meinen Töchtern unterhalten.
      Sie hätte in so einer Situation nicht überholen dürfen und muss sich natürlich auch noch richtig Entschuldigen.
      Ich bin allerdings der Meinung, wenn meiner große Tochter dazwischen gegangen wäre und selber mit meiner Kleinen gesprochen hätte, hätte sie sich sofort entschuldigt.
      Sie war halt natürlich auch unter Schock und musste diesen auch verarbeiten.
      So kleine Kinder könne die Gefährlichkeit so einer Situation nicht einschätzen.
      Ich will sie nicht verteidigen, es war nicht ok was sie gemacht hat und wie sie reagiert hat.
      Ich finde halt auch die Reaktion der Mutter nicht ok. Es war in dem Moment die Aufgabe meiner Großen dies zu klären und meine Kleine erstmal zu beruhigen und dann ihr zu erklären warum das passiert ist und sie sich entschuldigen muss.
      Meine Töchter sind alle sehr gut erzogen. Könne alle Bitte und Danke und natürlich auch Entschuldigung sagen.
      Ich denke meine Kleine war einfach in dem Moment mit der Situation total überfordert. Sie hat auch als sie dann bei mir ankamen - Die Mama und ihr Sohn sind direkt heim- sehr lange gebraucht bis sie sich soweit beruhigt hatte, dass sie mit mir reden konnte. Sie musste erstmal lange kuscheln und weinen.


      Es tut mir sehr leid, dass es so ein langer Text geworden ist.
      Ich bin einfach ein bisschen mit der Situation überfordert.

      Ich würde sehr gerne hörne wie ihr reagiert hättet ober ob ich falsch denke und was ich machen soll
      Natürlich wird sich meine Kleine Tochter noch bei ihm richtig entschuldigen.
      Und sie ist auch heute noch total fertig und niedergeschlagen...

      • Ehrlich gesagt steigerst du dich glaube gerade etwas arg in die Situation hinein. Solange deine Freundin und die Mutter des Kindes das dadurch den Unfall hatte, ruhig geblieben ist. Gibts doch nix was hier rückblickend beanstandet werden muss! Logisch dürfen 3. mein Kind auf Fehler hinweisen, um Korrektur bitten bzw. eine Entschuldiung für nicht mehr rückgängig zu machendes Fehlverhalten einfordern. Sofern das sachlich, altersgerecht und normal übermittelt wird. Total in Ordnung. In dem Fall ist in meinen Augen auch eher die ERWACHSENE Person in der Pflicht zu erklären, zu versorgen aber auch zu "Tadeln" nicht ein anderes "Kind" das lediglich etwas älter ist und Familienangehörig.

        Hätte Hätte... nix für ungut. Aber deine Tochter wäre auch ohne die Ansprache deiner Freudin, die hier letztlich nur normal vermittelt hat wie man sich richtig verhält und was nun die "Konsequenzen" aus dem Vorfall sind, genauso reagiert. Die Kinder sind meistens mehr über das was passiert schockiert und aufgelöst - als über die Reaktion von Erwachsenen, sofern sie nicht völlig unsachgemäß niedergeschriehen werden (dann würde das noch einen drauf setzen). Sie weis das sie was falsches getan hat. Konnte die Situation nicht einschätzen und hat das was passiert ist garantiert nicht beabsichtigt und war in der Folge total überfordert das es überhaupt zum Unfall gekommen ist und ihr Freund sich wegen IHR verletzt hat.

        Kinder in dem Alter tuen sich leichter, sich in einem situationsberuhigten Moment zu entschuldigen. Sprich, Stunden später oder am Folgetag. Als just unmittelbar nach dem Vorfall wo sie meist selbst unter Schock stehen, was ihr Verhalten versehentlich verursacht hat. Natürlich hat sie geheult. Würde jedes Kind das nur halbwegs empathiefähig ist in der Situation und je sensibler das Kind ist, desto länger braucht es um mit der Erfahrung klar zu kommen. Aber die Mutter des Jungen hat NIX falsches getan und auch nicht deine große Tochter.

        Hallo,

        ich denke auch, dass du ein wenig über reagierst. Ich finde es auch mit den entschuldigen reichlich übertrieben. Es war ein Unfall. Deine Tochter hat den Jungen doch nicht absichtlich über den Haufen gefahren. Klar, man entschuldigt sich wenn man jemandem weh tut, aber deine Tochter war erschrocken und konnte die Situation sicherlich gerade selbst nicht begreifen. Stell dir Mal vor du hast einen Autounfall verursacht. Da bist du auch erst mal geschockt und denkst im ersten Moment an alles nur nicht an entschuldigen. Ein Erwachsener sagt vielleicht noch im Affekt "es tut mir leid", aber eher aus erstem Reflex und nicht wirklich darüber nachdenkend. Ich würde das Kind nicht zwingen sich zu entschuldigen.

        LG
        Michaela

        • So denke ich ja auch!!
          Sie war unter Schock.
          Ich war ja nicht dabei. Nur so wie es mir berichtet wurde. Wurde auf sie eingeredet ohne ihr die Ruhe zu gönnen um die Situation zu verarbeiten.
          Natürlich hat er sich verletzt. Nur hat keiner in dem Moment daran gedacht was in meiner Tochter vorgeht. Es wurde gleich auf sie eingeredet. Es war keiner für sie da! Sie hat meiner Großen nicht die Möglichkeit gegeben meine kleine Tochter zu beruhigen!
          Meine Kleine hat jetzt immer noch ein schlechtes Gewissen und möchte sich ja auch entschuldigen. Sie hat heute von sich aus überlegt, dass sie ihm ein kleines Spielzeugflugzeug (aus Papier) bastelt und sich damit entschuldigt. Sie wird es sonst einfach die ganze Zeit mit sich rumschleppen und erst dann verarbeiten können.

          • "Wurde auf sie eingeredet ohne ihr die Ruhe zu gönnen um die Situation zu verarbeiten."
            "keiner in dem Moment daran gedacht was in meiner Tochter vorgeht. Es wurde gleich auf sie eingeredet. Es war keiner für sie da! "
            "Sie wird es sonst einfach die ganze Zeit mit sich rumschleppen und erst dann verarbeiten können."
            Also sorry, aber was ein Drama...#augen
            Komm mal wieder runter.

            • In so einer Situation geht es um einen verletzten Jungen und nicht um ein 6jähriges Mädchen, das sich im Straßenverkehr noch nicht richtig zu benehmen weiß auf ihrem Kinderfahrrad. Du drehst es so, als wäre SIE nun das arme Hascherl. Lass sie sich entschuldigen, übt bei Gelegenheit etwas mehr Radfahren und Verhalten im Verkehr und dann ist gut.

        • Erkläre deiner Tochter, dass sie kein schlechtes Gewissen haben braucht. Unfälle passieren nun mal und ich finde es schlimm dem Unfallverursacher Vorwürfe zu machen. Mir ist vor kurzem ein Fahranfänger frontal rein gefahren. Ja, er hat sich ein wenig selbst überschätzt. Aber das hatten wir früher auch ab und zu mal. Es war nass und er verlor die Kontrolle. Außer massiven Blechschäden und ein paar Kratzern ist niemandem was passiert. Das ist die Hauptstraße. Der arme Kerl, der mir rein gefahren ist, war so geschockt, der wusste erst mal gar nicht was los war. Ich hab im ersten Moment auf ihn einreden müssen, dass nichts schlimmes passiert ist, außer dass beide Autos Schrott sind. Mir wäre im Traum nicht eingefallen dem Jungen Vorwürfe zu machen. Im Gegenteil, so wie der da stand, tat er mir richtig leid.

          (10) 07.09.18 - 13:30

          Moin,

          sei mir bitte nicht böse, aber entscheidender als ob eine Dritte Person in so einer Situation die Ruhe bewahrt (wobei ich der Mutter auch nachsehen könnte dass sie zu eifrig war in dem Moment) ist dass DU Deinen Kinder vermittelst dass sowas kein Beinbruch ist. Und zwar indem man kein Gewese um die Situation macht! Ich finde es für ein angehendes Schulkind schon extrem wie sie auf so eine Kleinigkeit reagier! Dass die Frau auf Deine Tochter zu sehr eingeredet hat ist kein Weltuntergang, das wäre anderen Müttern keinen Post im Forum wert. Du lebst ihr doch gerade vor dass man so eine Kleinigkeit über Tage thematisiert und Dein Kind ist völlig überemotional, und statt da gegenzusteuern und Ruhe auszustrahlen und versuchen es auch gut sein zu lassen redest du da auch noch abends lange mit den beiden ... lass das Thema ruhen wenn es irgendwie geht.

          Und wegen der anderen Mutter, herrje da schreibt man auch keine Whats App sondern ruft mal an. Gewisse Themen gehören nicht in Whats app geklärt. Wobei Du ja die beiden abends gesprochen hattest, und da war ja alles klar dass es ihm soweit gut geht. Warum die andere Mutter jetzt den Kontakt verbieten sollte erschließt sich mir auch nicht, wenn dem so wäre und du die Mutter eh nicht magst würde ich es einfach abhaken, Kinder müssen nicht mit jedem befreundet sein. Wenn die Mutter das jetzt noch nachträgt scheint sie auch zum Überdramatisieren zu neigen, und der Junge der ja auch was von dieser Erziehung "abbekommt" ist dann sowieso kein guter Umgang für Dein Kind.

          LG
          WuschElke

    Ich verstehe den ganzen Aufstand überhaupt nicht.
    Ein kleiner Fahrradunfall, bei dem noch nicht einmal irgendwas Schlimmes passiert ist. Wieso der ganze Wirbel? Passiert halt. So ist das Leben.
    Und ich finde es völlig normal, dass die andere Mutter die Situation klärt, denn schließlich ist sie ja die Aufsichtsperson, sie ist die einzige, die erwachsen ist. Du hast ihr Dein Kind anvertraut, dann musst Du auch damit leben, dass sie solche Situationen löst.
    Und selbst wenn sie überreagiert hat, ja meine Güte, dann ist das halt so. Tröste Deine kleine Tochter und gut ist.
    Warum musst Du Dich da, Zitat: "lange mit meinen Töchtern unterhalten."? #kratz
    Und mit welcher Situation genau bist Du jetzt überfordert?Selbst das extra Entschuldigen finde ich schon übertrieben. Sie hat es ja nicht mit Absicht gemacht.
    Lieber würde ich mich nach dem befinden des Jungen erkundigen und als kleinen "Trost" vielleicht ein Ü-Ei oder Pixi-Buch vorbei bringen und ihm gute Besserung wünschen, sofern er überhaupt eine Wunde davon getragen hat.
    Aber dann wäre für mich dieser Vorfall vergessen.

    • Das habe ich.
      Ich habe keine Antwort erhalten.

      Sorry, aber WhatsApp ist kein Medium, um Dinge zu klären.
      Das führt nur zu Missverständnissen, weil die Formulieren meistens nicht ganz eindeutig sind.

      In solchen Situationen ruft man ganz altmodisch an. Dann kann man die Dinge besprechen, ohne dass der andere Zeit hat, sich lang und breit aufzuregen, weil er die Formulierung falsch verstanden hat.

      Abgesehen davon übertreibst Du maßlos.
      Deine Tochter ist keine 3 Jahren alt, sondern kommt in die Schule.
      Da werden fremde Menschen (Lehrer !) mit ihr über Fehlverhalten sprechen und sogar Kritik üben. Und diesen Lehrer darf sie sich nicht danach aussuchen, ob er ihr besonders sympathisch ist. #schock
      Daran sollte sie sich lieber gewöhnen, anstatt vor Dir bedauert zu werden, dass eine andere Mutter sie ruhig ermahnt hat. #augen

Ich bin leider nicht der Meinung, dass sie für die Aufgabe zuständig ist die Situation zu klären. Nur weil sie vom Alter her die Erwachsene ist?
Nicht umsonst ist meine kleine Tochter nie mit ihr und ihrem Sohn allein.
Bei anderen Müttern oder Vätern habe ich da kein Problem. Aber bei ihr ist immer eine meiner Großen Töchter (16 und 19 Jahre) dabei.

  • Wenn Du offensichtlich so ein Problem mit der Mutter hast und schreibst, dass Deine Tochter sogar Angst vor ihr hat, wieso läßt Du Deine Tochter dann überhaupt in ihrer Obhut?#kratz
    Und selbstverständlich musste die Mutter reagieren und nicht darauf warten, dass ein Teenager das für die kleine Schwester klärt.
    Die Mutter hatte die Aufsichtspflicht! Und es war ihr Sohn, der verunglückt ist. Natürlich reagiert sie da auch und guckt nicht einfach nur zu! Finde Deine Überlegungen diesbezüglich ziemlich unrealistisch.
    Versetz Dich doch mal in ihre Lage: ein kleines Kind, das mit Dir unterwegs ist, hätte bei einem Unfall Deine kleine Tochter verletzt. Hättest Du da ruhig zugeguckt und abgewartet, dass ein anderes (unbeteiligtes) Kind das klärt?#kratz

    • Ich habe doch geschrieben, dass sie nicht alleine mit meiner kleinen Tochter sein darf. Nur weil ich mit ihr nicht zufrieden bin kann ich doch die Kinder nicht einfach voneinander fernhalten. Ihre Freundschaft unterbinden. Und meine Große Tochter ist doch keine unbeteiligte Person. Sie hat es doch genauso mit angesehen.
      Nur wurde sie von der Sache komplett ausgeschlossen. Es wurde ihr nicht erlaubt auch was zu sagen. Die Mutter hat ganz allein die Zügel in die Hand genommen.

      • Sorry, aber Du übertreibst.

        Ich dachte, die große Tochter sei so im Schock gewesen, dass sie nicht reagieren konnte. Jetzt wurde sie schon aktiv ausgeschlossen.

        Erwartest Du ernsthaft von einer Mutter, die gerade den Fahrradunfall ihres Kindes mit angesehen hat, dass sie erstmal ne Runde gewaltfreien Erdbeertee ausschenkt und den Gesprächsstein rumgehen lässt, damit niemandes Gefühle verletzt werden? Während ihr Kind verletzt auf dem Asphalt sitzt?

        • Natürlich nicht.
          Die Situation war doch nicht in 5 Minute vorbei.
          Allerdings sollte man auch dem Unfallverursacher (ein 6 Jähriges Mädchen) die Möglichkeit geben sich von ihrem Schock zu erholen. Sie ist ja noch ein Kind.

          (22) 07.09.18 - 19:07

          "dass sie erstmal ne Runde gewaltfreien Erdbeertee ausschenkt und den Gesprächsstein rumgehen lässt, damit niemandes Gefühle verletzt werden?"

          #rofl #rofl #rofl
          You made my day! Klasse!

          (23) 07.09.18 - 20:08

          "erstmal ne Runde gewaltfreien Erdbeertee ausschenkt"

          #rofl #rofl #rofl
          Ich brech ab!

      Ja, du reagierst über. Wenn du deine Tochter nicht mit ihr alleine lässt, weil du ihren Umgang mit Kindern nicht okay findest und deine 16-jährige sich nicht durchsetzen kann, dann kann deine Tochter halt nur mit dir zusammen mit diesem Kind rausgehen.

      "Es wurde ihr nicht erlaubt etwas zu sagen "

      Sorry,deine Tochter ist 16 und sollte klar Stellung beziehen wenn du sie schon als aufpasser mitschickst weil DU offenbar keine Zeit hast und SELBSTVERSTÄNDLICH ist die andere Mutter die Aufsichtsperson und hat das sagen! Wenn dir das nicht passt, musst du dich wohl selbst kümmern.

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