Und immer das schlechte Gefühl...

    • (1) 10.09.18 - 20:44

      Guten Abend

      Unser 3Jähriger geht jetzt seit einigen Wochen bis 14 Uhr inkl Mittagessen in den Kindergarten. Ich weiß für viele ist das völlig normal, aber hier bei uns auf dem Land ist es immer noch eher außergewöhnlich und wir sind unter unseren Freunden und bekannten damit die einzigsten die diese Betreuungsform haben die meisten bei uns sind nur bis 12 im Kindergarten.
      Wir haben uns dafür entschieden und eigentlich gibt es dazu auch keine Alternative, dennoch begleitet mich permanent ein schlechtes Gewissen.
      Sowohl mein Mann und ich, als auch unsrer Nichten und Neffen sind noch mit dem klassischen "mittags isst die gesamte Familie gemeinsam zu Mittag" und eigentlich koche ich super gerne und genau das hab ich jetzt ja nicht.
      Ich mag schon gar nicht mehr auswärts essen gehen, weil ja mein Sohn schon ohnehin soviele Mahlzeiten auswärts isst. #schmoll

      Wie gesagt es gibt keine Alternative und vermutlich lache ich in nem Jahr über meine Sorge, aber irgendwie musste ich grad meine Stimmung mal los werden.

      Ich hoffe bei euch läuft es grad besser...#hicks

      #winke

      • Ich finde ja die regionalen Unterschiede immernoch sehr interessant und das ist jetzt gar nicht negativ gemeint!
        Hier im "Osten" (ich nenne es jetzt einfach mal so) ist es gang und gebe uns eigentlich die Regel, dass die kinder meist mit einem jahr in die Krippe gehen und das meist auch 9h, so wie unser Sohn z. B. Da geht es halb acht zum Frühstück in die Kita und nachmittags halb vier rum wird er wieder geholt. Anders wäre es beruflich aber auch gar nicht möglich - für die meisten Eltern hier nicht.
        Hier wird man eher etwas schief angeschaut wenn die Kids erst mit 3 Jahren in die Kita kommen.

        Finde es immer wieder interessant.
        Auch Schließzeiten ab Mittag oder 14 Uhr gibt es hier nicht.
        Die meisten Kitas haben bis mind. Halb fünf offen...

      Aber ihr könnt doch zusammen frühstücken und Abend essen? Das ist doch schon mehr als in den meisten Familien zusammen gegessen wird...

        • Blöde frage....Wie hat das denn immer mit arbeiten Funktioniert, das gemeinsame mittag essen?

          • Sowohl meine Mutter als auch meine Schwiegermutter waren nicht berufstätig.
            Mein Vater und auch mein Schwiegervater haben beide im Ort gearbeitet und waren meist mittags zuhause.

            Meine Schwester und meine Schwägerinnen arbeiten entweder vormittags oder (sehr selten) nachmittags (die Väter sind hier unter der Woche auch nicht beim Essen dabei).

    Ich hoffe du nimmst mir das nicht übel, aber ich musste echt lachen gerade.

    Ich bin auch hier im „Osten“. Hier gehen alle Kinder bis Minimum 15 Uhr in die Kita, Sohnemann sogar bis 17 Uhr. Völlig normal und das ab 1 Jahr.
    Ich muss halt arbeiten. 🤷🏼‍♀️

    Ich kenne die „Hausfrauenbetreuung“ wirklich nur von Urbia. Ich meine ich habe meine Geschwister und Freund in ganz D verteilt und alle deren Kinder sind mit einem Jahr in die Fremdbetreuung.

    Du solltest einfach nur dankbar sein, dass ihr es ermöglichen könnt, so wenig Betreuung zu haben und deinem Kind ist es wirklich Wurscht, ob ihr zu Hause esst oder nicht.
    Ja, ich finde gemeinsame Essen auch wichtig. So frühstücken mein Sohn und ich dafür gemeinsam bevor es in die Kita geht.
    Findet doch einfach was anderes...

    Danke Dir!
    Ja wie gesagt, es geht eher um die Gewohnheit, irgendwann können wir uns gar nicht daran erinnern das es mal anders war. ;-)

    • Ja, das ist jetzt halt ein neuer Abschnitt. Gerade weil ihr ja drei Jahre alles zusammen gemacht habt.
      Für dein Kind ist es bestimmt nicht schlecht. So lernt er vielleicht auch andere Sachen kennen und gemeinsam mit Freunden zu essen ist auch toll!
      Ihr seid nicht die Ausnahme, sondern die Vorreiter! Die eine oder andere ist bestimmt auch mal etwas neidisch.

      Alles Gute

Ich habe meine Tochter auch bis sie mit 3 in den Kindergarten gekommen ist zu Hause betreut. Ich habe sie dann in den ersten Wochen immer extra vor dem Mittagessen abgeholt, bis sie sagte sie möchte gerne dort essen. Daraufhin habe ich sie dann immer direkt nach dem Essen (13:30 Uhr) abgeholt, bis sie sagte sie möchte gerne bis zum Schluss bleiben. Jetzt hole ich sie regulär um 14 Uhr ab, wie du auch. Wahrscheinlich konntet ihr diese Zwischenschritte nicht gehen, weil du dann ja gearbeitet hast. Aber ich bin mir ganz sicher dass dein Sohn in ein paar Wochen um das gleiche gebeten hätte. Kindergarten macht einfach Spaß und die Kinder finden es toll gemeinsam zu essen. (Zumindest die meisten). Bei meiner kleinen Tochter werde ich dann auch gleich wieder arbeiten und wir werden die Zwischenschritte so nicht gehen können, das tut mir tatsächlich auch etwas leid, aber da müssen wir alle durch.
P.S. mich würde total interessieren aus welcher Gegend du kommst, dass eine frühe und "lange" Fremdbetreuung noch nicht so üblich ist.
LG Bibabuba mit Maus (bald 4) und Mäuschen (bald 2)

Immer wieder lustig, wie unterschiedlich das von Region zu Region ist :)
Bei uns werden wir schief angeguckt, weil unser Sohn erst mit drei Jahren in den Kiga soll. Vorallem ich als Mutter werde oft nicht ernst genommen, weil alle denken, ich sei verrückt. Karriere will sie nicht? Braucht sie denn keinen Job zum Ausgleich? Hausfrau und Mutter, drei Jahre am Stück, das ist doch altbacken!
Naja... Ich ignoriere es gekonnt. Schade ist nur, das meine Kinder dadurch so gut wie keine spielkameraden z.b. auf dem Spielplatz erleben werden, denn alle geben ihre Kinder ja mit einem Jahr in die Krippe!

Ich würde mich an deiner Stelle nicht verrückt machen. Wie du es machst, machst du es eh für dein Umfeld falsch. Macht euer Ding und fertig :)

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