Ängstliches Kind unterstützen

    • (1) 10.09.18 - 21:44

      Hallo liebe LeserInnen,

      ich habe eine 4 jährige Tochter, die schon immer "anhänglich" war. Fremde durften sie nicht ansprechen bzw. sie fing dann schnell an zu weinen. Das ist nun schon fast weg. Dennoch ist es für sie schwierig, in neue Situationen zu gehen, da traut sie sich nur mit uns Eltern. Sie beobachtet, schätzt Gefahren ein etc. das ist super.
      Morgens in der Kita muss sie immer noch erst mal bei den Erziehern bleiben, sie geht nicht zu den anderen Kindern (sie ist aber auch erst seit 2 Monaten bei den Großen) oder sie möchte gerne einen Kurs machen in der Kita, traut sich aber nicht, weil es ohne Erzieher ist. Wie reagiere ich da richtig? Wir unterstützen sie positiv, wenn Dinge gut klappen oder sind in schwierigen Situationen dabei. . Ich kann ihre Angst ja nicht ignorieren, aber ich habe einfach die Befürchtung, dass sie eigentlich mehr könnte, sie sich aber durch die Angst auch etwas verbaut. Ich war leider selbst als Kind so ähnlich und möchte ihr natürlich viel Selbstvertrauen mitgeben.
      LG

      • Am besten hörst du auf, ängstlich zu sein... Wenn du mutig und selbstbewußt bist, wird sich das auf deine Tochter übertragen.

        Ich war selbst ein ängstliches und anhängliches Kind, bin aber später (nach der Schulzeit) ein selbstbewusster, offener Mensch geworden.

        Manche Menschen sind einfach so und ich finde, ihr handelt genau richtig.

        Das erinnert mich an meinen Sohn. Er war damals auch so. Das erste Jahr im Kindergarten war ganz schlimm.

        Wichtig ist, dass du sie immer bestärkst. Sag ihr in solchen Situationen immer wieder, dass du dir sicher bist, dass sie es schafft. Du bist ihre Bezugsperson und wenn Mama sagt, dass sie es schafft, glaubt sie es.
        Vermeide Sätze wie: Du brauchst keine Angst haben. Sage lieber: Das wird bestimmt ganz toll.

        Nimm sie in den Arm, wenn sie es noch braucht. Gerade morgens beim Abschied z.B..

        Bei meinem Sohn hat Ablenken viel geholfen. Wenn ich in schwierigen Situationen immer wieder gesagt habe: Was ist denn los? Ach, komm mal her... usw.. Damit habe ich es nur schlimmer gemacht.

        Es war ein ganzes Stück Arbeit. Von Jahr zu Jahr wurde es besser. Bestes Beispiel: Auf der ersten Weihnachtsfeier im Kindergarten hat er wie verrückt geweint, weil er nicht auf die Bühne wollte mit seiner Gruppe. Heute ist er 10 und in der 5. Klasse. Er bekommt in sämtlichen Vorführungen die Hauptrolle und ist schon fast beleidigt, wenn er die Klassensprecherwahl verliert. #rofl

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