Kita Little Giants Kleine Riesen

    • (1) 15.09.18 - 14:54

      Hallo, kennt jemand von euch diesen Träger und darf ich mal fragen was ihr dort für Mittag, Getränke, Snacks bezahlt?

      Danke

      • Das ist ein gewinnorientierter Träger, der wird schon Gewinn machen wollen.

        Für Nürnberg steht das Essensgeld mit 140 Euro Krippe/155 Kiga auf der Homepage, dazu nochmal 48 für Windeln und eine jährliche Verwaltungsgebühr... kein Schnäppchen. Wie viele Packungen Windeln kann man für 48 Euro kaufen? Wie viele davon braucht ein Kind an einem Tag in der Kita, 2 oder 3 vielleicht?

        Die meisten Caterer im Kitabereich in Nürnberg liegen zwischen 2 und 4 Euro pro Portion, dazu noch etwas Obst, Gemüse, Brot, Wurst, Käse, mal nen Quark oder Müsli. Bei ca. 20 Portionen pro Kind und Monat kannst du dir ja ausrechnen, was realistische Kosten sind.

        Oh Gott, ich bin echt schockiert was es für Kitas gibt und dass es ernsthaft Erzieherinnen gibt, welche so etwas fördern und rechtfertigen (pädagogisch begründen).

        Ich als Erzieherin kann da nur meinen Kopf schütteln und würde meine Kinder nicht mal dort "abgeben" wenn es kostenlos wäre.

        Homepage habe ich nocht angesehen, aber soeben einen Artikel über deren Konzept gelesen.

        Lg Snow

        • Sowas wollen aber viele Eltern für ihre Kinder und würden viel dafür tun, dort einen Platz zu bekommen. Als für unseren alten Kindergarten ein neuer Träger gesucht wurde, wurde die Firma auch vorgeschlagen. Da haben 80% für gestimmt. Die Stadt hat ihre Kita aber dann doch einem Wohlfahrtsverband gegeben... Die Enttäuschung war groß und legte sich erst mit Bekanntwerden von ein paar Details.

          Wäre für uns nichts gewesen...

          • Ja, schlimm - genau das befürchte ich ja. Es gibt auch bilinguale Kitas, in welchen Kinder noch Kind sein dürfen - aber solch ein Konzept? Furchtbar, ehrlich.

            • Ich habe mir letztes Jahr, als es um den Trägerwechsel ging, das was es im Netz zu den Little Giants gibt, durchgelesen und die Filme gesehen. Sowas ist wirklich besorgniserregend. Gefühle und Emotionen, gesunde seelische Entwicklung kommt mir viel zu kurz in allen konzeptuellen Ausführungen. Was mir hier fehlt ist Liebe und Wärme für die Kinder. Keine Ahnung, ob mich da jemand versteht, aber ich bin froh, dass wir was anderes haben. Bin jetzt noch viel dankbarer für unsere warmherzigen, kuscheligen und liebevollen spielenden ErieherInnen ohne Bildungs- und Förderwahn im frühkindlichen Alter. Meine Tochter lernt Türkisch und Arabisch im Kindergarten... auch durch Native Speaker... aber im gleichen Alter. Vieeel effektiver!😉

        Was meinst Du damit? Warum geschockt? Ich kenn deren Konzept jetzt nicht, meinst Du,weil die so teuer sind? Das sind alle Privaten. Ein Krippenplatz kostet immer um die 2000 Euro, bei den öffentlichen schiesst halt der Staat das meiste dazu, bei den Privaten müssen die Eltern mehr bezahlen, bekommen aber dann auch den besseren Betreuungsschlüssel.

        • Schlimm wenn man das hier liest:

          http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/elite-kinderkrippe-little-giants-wertvolle-kindheit-1926653.html

          Habe jetzt zusätzlich noch eine Spiegeldoku angeschaut: furchtbar!

          ICH würde meine Kinder dort niemals abgeben, geschweige denn dort arbeiten.

          Ehrlich gesagt, finde ich es sogar besorgniserregend.

          LG

          • Also, habs jetzt nur überfliegen können, aber ich finde, es unterscheidet sich kicht grossartig von den meisten U3 Kitas...in den Privaten wird das ganze halt möglichst showmässig den Eltern verkauft.
            Ich finde eh, dass die allermeisten Krippen den Kindern mehr schaden, als nutzen. Nutzen tun sie den Erwachsenen, die weiter ihrem Job trotz Kind nachgehen können. Hören will das immer nur keiner...dann ist nan gleich altmodisch, unemanzipiert und unverschämt...naja, egal, Hauptsache mein Kind musste nicht in eine Krippe und auch nur halbtags in den Kiga...das reicht völlig aus.

            • Ich kenne zahlreiche U3Einrichtungen für Kinder ab 8 Wochen und habe noch nirgendwo dieses frühkindliche Bildungskonzept angetroffen wie es bei den Little Giants existiert.
              Da ist aus meiner Sicht kaum was vergleichbar.
              LG Judith

              Ich finde es grundsätzlich auch besser, wenn Kinder nicht so früh wie möglich in eine Kita müssen (kommt natürlich aufs Elternhaus an).
              Und wenn so früh Kita, bin ich auch kein von Ganztags - obwohl ich weiß, dass es oft notwendig ist.

              Aber lese dir echt mal den Bericht in Ruhe durch: ich habe noch NIEMALS ein solches Konzept erleben müssen, es unterscheidet sich eklatant von Regelkitas in welchen überwiegend primär das Kind und dessen Bedürfnisse, seine Explorationsfreude und Befindlichkeiten im Mittelpunkt steht, das Freispiel, das freie Experimentieren, das Wohlfühlen und das Beisammensein.

              Dieses Konzept ist nicht nur leistungsorientiert auf Bildungsniveau (man bedenke: für U3 Kinder!), sondern m.E. eben auch ganzheitlich besorgniserregend.
              Alles braucht seine Ballance und in Punkto Bildung weder Erwartungshaltung, Druck oder Zwang bei kleinen Kindern.
              Es ist mehr Elternarbeit als anderes andere. Die Eltern wollen kleine Akademiker großziehen - gut gemeint ist aber nicht immer gut gemacht.

              Ein Interview mit der Inhaberin sagte auch mehr als 1000 Worte.

              • Ich weiss, was du meinst. Ich bin seit über 20 Jahren in Kitas tätig, die U3 anbieten (öffentlicher ) Träger und da wird natürlich VIEL erzählt...bedürfnisorientiert, etc...alles was Du aufgezählt hast und natürlich wichtig ist. Die wenigsten Kitas setzen wirklich um...ein schönes Konzept ist schnell geschrieben und den Eltern kann man viel erzählen...das meine ich damit, dass die sich nichts mit der vorgestellten Einrichtung nehmen.

                • Ich bin ja auch Erzieherin und habe vor meiner Elternzeit im U3 Bereich gearbeitet. Selbstverständlich habe ich aich unschönere Umsetzungen erlebt, was aber klar an ganz bestimmten "Fachkräften" lag.
                  Doch überwiegend durfte ich positives erleben und kann das so nicht im www wiedergeben wie du.

                  Aber eines ist mir im Laufe meiner Bwrufslaufbahn immer wieder aufgefallen: Insbesondere im U3 Bereich habe ich die besten Erfahrungen mit Kollegen gemacht, welche selbst schon Mutter waren und die Sorgen der Eltern und die Bedürfnisse der Kinder aus persönlichen Erfahrungen heraus kennen.

                  LG

                  • Früher hab ich auch recht gute Erfahrungen gemacht, aber seitdem dass völlig undurchdachte Gesetz alle Kinder haben ab 1 Jahr ein Anrecht auf einen Platz , in Kraft getreten ist, man eine Einrichtung, nach der anderen eröffnet, ohne für Personal zu sorgen, der Betreuungsschlüssel so grottig ist, dass es oft Kindeswohlgefährdung ist, kann ich das leider nicht mehr behaupten.

                    • Die Auswirkungen habe ich deswegen nicht mehr so life erlebt, weil kurz nach Verabschiedung aufgrund meiner Schwangerschaft nicht mehr arbeiten gehen konnte und seither auch nicht wieder einsteigen konnte.

                      Heißt: seit rund 4 Jahren bin ich nicht mehr im Beruf und nehme deine Erfahrungen resignierend zur Kenntnis.
                      Unser Kleiner besucht jetzt als I- Kind eine kleine schnuckelige Vereinskita mit sehr liebevollen Kollegen, Erzieherhund und tollem Konzept (inkl. toller Umsetzung).
                      Ich bin schon sehr froh unseren Kleinen dort super betreut zu wissen, die Eingewöhnung ging jetzt auch über Wochen mit einer liebevollen Fachkraft, welche sich durchweg Zeit für ihn nahm und ihn begleitete, tröstete und auffing.

                      Dort spürt man die Auswirkungen einfach nicht so stark.

                      LG

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