Zeit zum Spielen zuhause

    • (1) 17.09.18 - 15:17

      Hallo

      Ich mache mir gerade sehr viele Gedanken über unsere momentane Situation und bin sehr unsicher.
      Wieviel Zeit haben eure Kinder zuhause zum Spielen? Ich habe das Gefühl wird sind viel (zu viel?) unterwegs (auch draußen in der Natur, im Wald, mit dem Fahrrad oder auf dem Spielplatz) und meinem Sohn bietet sich gar nicht die Gelegenheit zur Langeweile?
      Wie löst ihr das bzw wie ist das bei euch? Ich bin gespannt.

      #winke

      • Hallo,

        Ich kann dich verstehen, ich mache mir da manchmal auch Gedanken und finde es furchtbar wenn ich sehe was andere nach dem Kindergarten oder am WE an Programm haben.
        Ich versuche direkt nach dem Kindergarten (14 Uhr) erstmal nach Hause zu gehen und etwas „ruhige Zeit“ zu haben. Am Wochenende versuchen wir einen Tag zuhause zu verbringen und an einem Tag Ausflug oder Unternehmung. Wir machen generell ruhigere Sachen: Wanderungen, Radtouren etc. / Freizeitpark und co waren wir bisher noch nicht.

        Ich muss da auch irgendwie bewusst drauf achten. Meine Tochter (4) geht bis 14.00 in den Kindergarten, ich arbeite. Sie treibt dazu viel Sport, 2x 2,5 Stunden in der Woche, so dass 2 Nachmittage schon mal "auswärts" verbracht werden. Mindestens 1 Nachmittag ist dann meistens mit irgendwelchen Terminen (Einkaufen etc.) verplant.
        Ich versuche dann, die restlichen 2 Nachmittage zu Hause zu verbringen, gerne auch mit Spielbesuch von ihren Freunden. Wenn sie unter der Woche ganz viel unterwegs war, gestalte ich das Wochenende oft bewusst mit viel Zeit zu Hause.

        S lange du dein kind außen nicht ständig bespaßen musst, ist es doch völlig ok ob er jetz innen oder außen spielt. Ich ziehe sogar das spielen außen vor.

        Mach dir keinen kopf deshalb.

        Und manche kinder finden einfach immer was mit dem sie spielen können, nicht jedes kind sterbt vor langeweile. ;)

        Ichnwürde sicherlich nciht eytra einen innen tag planen. Vor allem weil eh bald das schlechtere wetter kommt und man wahrscheinlich eh öfters die zeit innen verbringt,

        Lg

      (7) 17.09.18 - 19:58

      Wenn sich dein Kind gut beschäftigen kann, dann ist das doch kein Thema.

      Sohnemann hat auch nur wenig Gelegenheit zur Langenweile. Höchstens mal, wenn wir länger frei haben.
      Bewusst steuere ich das aber nicht.

      Wir sind auch wirklich immer sehr viel unterwegs. Inzwischen baue ich aber bewusst Tage ein, an denen wir "nur" zu Hause sind. Das tue ich, weil ich ansonsten den Haushalt nicht mehr schaffen kann, wenn wir jeden Tag unterwegs sind. Ich merke es meiner Tochter an, wenn wir zu viel unterwegs sind. Sie bemerkt dann selbst "Mama, ich hab gar keine Zeit mehr zum Spielen". Man merkt es ja auch, wenn das Kind immer in den kurzen Zeiten zwischen kommen und gehen, essen und schlafen unbedingt noch spielen will.

      Ich hole meine Tochter um 14 Uhr zu Fuß ab und wir bummeln in Ruhe nach Hause (zusammen mit der kleinen Schwester). So, haben wir frische Luft, unterhalten uns und haben schon mal Zeit zu zweit/dritt. Montags und Freitags holen jeweils die Omas ab und verbringen den Nachmittag mit den Kindern. Mittwoch und Freitag ist nachmittags noch Sport/Jazz Dance, das braucht sie aber unbedingt, weil sie es liebt und der Sport ihr gut tut. So bleibt eigentlich nur Dienstag und Donnerstag. Da mache ich nichts mehr mit den Kindern, wir sind zu Hause, sie spielen oder kurz auf dem Spielplatz gegenüber. Am Wochenende sind wir vormittags oder nachmittags unterwegs, so bleibt da auch jeweils ein halber Tag zum spielen. Bei uns ist das so ausreichend. LG
      Bibabuba mit Maus (bald 4) und Mäuschen (bald 2)

      (10) 17.09.18 - 20:40

      Hast du denn einen Grund dir Gedanken zu machen? Klagt das Kind über fehlenden Freizeit oder kann sich nicht alleine beschäftigen?
      Wird dein Sohn wenn ihr unterwegs seid dauerhaft bespasst? Wir sind mit unseren Kindern gerne unterwegs. Vorallem in der Natur sind wir gerne. Gerade da lassen wir unsere Kindern sehr gerne machen. Freispiel muss nicht ausschließlich zuhause stattfinden.

    (12) 18.09.18 - 09:41

    Hallo,
    mein 4Jähriger geht 8.30-13 Uhr in den Kindergarten. Bis ca. 14 Uhr essen wir, danach ist etwa 1 Std. Mittagspause (ich trinke einen Kaffee, räume auf, mein Sohn spielt in seinem Zimmer mit Tür zu). Ab etwa 15 Uhr machen wir etwas (ich habe 3 Kinder), mein Sohn geht in den Schwimmverein und zum Turnen, wir machen Erledigungen oder sind draußen, er ist verabredet, mal auch nur zuhause und er knetet, malt....
    Zeit zum Langweilen und sich-selbst-etwas-ausdenken gibt's genug, ich finde das auch wichtig.
    18/18.30 Uhr essen wir, bis 19.15/19.30 Uhr ist nochmal freie Zeit, ebebso am Wochenende.
    VG

    Hey!
    Deine Frage trifft gerade ein hoch aktuelles Thema bei mir. Ich bin Grundschullehrerin und spüre in meinem 2. Jahrgang stärker denn je, wie wenig die meisten Kinder gelernt haben, ohne äußere Reize "klar zu kommen". Als Mutter nehme ich mich da gar nicht aus: Mir fiel schon immer schnell die Decke auf den Kopf, komme auch schecht mit "Nichtstun" zurecht, habe ständig To Do Listen und bin entsprechend viel mit meinen Jungs unterwegs. Das werde ich jetzt allerdings aktiv ändern, auch wenn es mir selbst schwer fällt. Es ist einfach schrecklich mitanzusehen, dass Kinder bei der ersten Sekunde Ruhe/ Nichtstun anfangen, Töne zu machen, anderen anzufassen, anzusprechen, herumzuzappeln oder herumzulaufen (plötzlich müssen alle Stifte angespitzt werden, aufs Klo gegangen oder die Nase geputzt werden etc.), um sich zu stimulieren. Wenn sie die Köpfe auf den Tisch legen sollen, um runter zu fahren, halten sie es keine 10s aus. Dabei lernt der Mensch in den Pausen doch am meisten. :-(
    Für mich heißt es, dass ich die Jungs so frph wie möglich aus dem Kindergarten abhole und es auch Phasen gibt, in denen es kein von außen gesteuertes Programm gibt (keine Ausflüge, keine Spielangebote von mir o.ä.). Das heißt nicht, dass ich sie mit ihrer Langeweile alleine lasse. Ich mache ihnen Vorschläge, aber präsentiere ihnen nicht die Lösung. Auch am Wochenende versuche ich nur eine Aktion am Tag zu planen. Bisher, hatten wir dort auch immer ordentlich action. Wir Eltern haben ja auch nur da Zeit, unsere Interessen unter zu bringen. Aber das muss einfach anderes werden. Mein derzeitiger Jahrgang hat mich wirklich wach gerüttelt. Und was auch auffällt: Viele Kider schlafen am Wochenende zu wenig. Da ist eine Übernachtungsverabredung nach der anderen und sie brauchen die halbe Woche, um das aufzuholen. Aber indem sie in der Schule durchhängen, weil sie sonst das Nachmittagsprogramm nicht mehr schaffen. Da stimmt doch was nicht.
    Ich finde deinen Plan also gut. Wenigstens das bewusste Pausemachen, sollte ein Kind kennen lernen (Eltern wie ich auch ;-)).
    Alles Gute!#winke

    (14) 18.09.18 - 11:31

    Bei uns bietet sich eigentlich genug Gelegenheit zum zu Hause spielen, auch wenn hier alle zwischen 7-16 Uhr alle ausser Haus sind.
    Wenn ich mit den Kids kurz nach 16 Uhr heimkomme, steht normalerweise nix mehr auf dem Program. D.h. die Kids können bis zur Schlafenszeit (gegen 19 Uhr) spielen, wir essen nur irgendwann zwischendrin zu Abend.
    Langeweile kommt eigentlich so gut wie nie vor, weil die beiden (2 und 4) immer mit irgendwas beschäftigt sind. Da brauch ich meist gar keine Vorschläge machen, weil sie von selbst ins Spiel finden oder Ideen haben.
    Ich merke, dass sie diese Zeit brauchen, um den langen Kigatag zu verarbeiten.
    Ab und zu bringt die Grosse eine Freundlin mit. Und wenn sich ein dringender Schuhkauf nicht am WE zeitlich erledigen lässt, mach ichs halt dann nach 16 Uhr mit den Kids, aber solche Aktionen versuch ich zu vermeiden.
    Die beiden brauchen echt nix mehr nach so nem langen Tag. Die Ruhe zu Hause ist das beste.
    Im Sommer sind wir klar noch ne Runde auf dem Spielsplatz oder auf der Terrasse.
    Die WE sind mal mehr mal weniger vollgepackt, aber insg. haben wir glaub ich ne gute Balance.
    Weniger ist mehr :-D

    (15) 18.09.18 - 13:04

    Moin,

    ich würde nicht unterscheiden in "Zeit zu Hause" und "Zeit unterwegs" sondern "Zeit wo die Eltern vorgeben was gemacht wird" und "Zeit in der das Kind selber gestalten kann".

    Es ist ja ein Unterschied ob man im Wald einfach aus dem Auto aussteigt und schaut was der Kleine vor hat oder einen geführten Waldspaziergang macht mit ewigem "komm weiter, schau mal hier, schau mal dort".

    Langeweile kennt unser Lütte nicht, egal wo er geht und steht er findet etwas womit er sich beschäftigen kann. Da sind wir eigentlich -egal wo - eher daran ihn zum bewussten innehalten anzuregen.

    LG
    WuschElke

    Also ich bleibe bestimmt nicht "extra" mit meinen Kindern zu Hause, damit sie sich langweilen, vielleicht noch bei schönem Wetter!?

    • Doch, ich schon. Allerdings haben wir den Luxus eines Gartens, so dass wir Zuhause auch draußen sein können.
      Aber ja, wir bleiben absichtlich mindestens einen Nachmittag pro Woche Zuhause. Ohne Besuch.

      Hätten wir keinen Garten, wären wir bei schönem Wetter dann aber sicher trotzdem öfter mal "nicht unterwegs" = benachbarter Spielplatz oder im Stadtpark auf der Wiese. Freunde haben eine Dauerkarte fürs Freibad - da sind sie so oft, dass es für die Tochter auch wie Wohnzimmer ist. Immer dasselbe. Vorhersehbar. Dadurch auch langweilig, irgendwie. Leider nicht ruhig ;-) aber man kann nicht immer alles haben.

      • Wir haben ein großes Haus und einen großen Hof und Garten. Aber ich finde es verkrampft, den Kindern "absichtlich Zeit für Langeweile" zu verschaffen. Das passiert bei uns von ganz allein bei drei Kindern und einem großen Haushalt, dass die sich mal allein beschäftigen müssen.

    Danke Dir!
    Zuhause zu sein bedeutet bei uns auch nicht automatisch drinnen zu sein. Wir haben nen großen Garten / Terrasse wo wir uns im Sommer fast ausschließlich aufhalten.

    Mir ging es eher darum, dass unser Alltag eben schon sehr "durchgetaktet" ist, manchmal kommen wir alle zusammen erst gegen 17:30 Uhr nach Hause (eben weil zuvor Kinderturnen, oder Spielplatz oder Freibad oder...auf dem Plan steht) und um 19:00 Uhr geht mein Sohn ins Bett. Außer für ein gemeinsames Abendessen und noch eine Gute Nacht Geschichte bleibt eben keine Zeit.
    Am Wochenende gehen wir z.B. total gerne gemeinsam auf den Wochenmarkt, auf den Fußballplatz, .... auch hier wieder ein halber Tag verplant ohne das mein Sohn freies Spielen hatte.

    #kratz

(21) 18.09.18 - 21:44

Meine Zwillingsjungs werden 4 und sind richtige Duracellhasen.
Aber ich merke dass sie es schon brauchen auch mal nichts zu tun und zuhause zu bleiben. Wir haben einen Garten und einen Spielplatz im Hof, aber oft wollen sie dann wirklich drinnen bleiben und ganz in Ruhe mit ihren Sachen spielen, teils zu zweit (oder mit mir), teils nebeneinander her.
Ich bin jemand dem die Decke erst sehr spät auf den Kopf fällt, das hat mir auch beim 10 wöchigen Brüten mit Bettruhe sehr geholfen. Mein Mann hat Hummeln im Hintern... Wir nehmen uns bewusst Zeiten in denen er arbeitet und machen nichts. Samstag vormittags, egal wie das Wetter ist, einfach mal drinnen bleiben, nicht motivieren oder animieren, ich lasse die Jungs einfach durch den Tag schwimmen.
Am Nachmittag gehen wir dann schon 1-3 Stunden raus, sonst zerlegen sie abends die Wohnung...
Auch unter der Woche mache ich das einen Nachmittag

(22) 19.09.18 - 09:30

Hallo,

Ich hab ben jährigen und einen 2 jährigen. Der große ist Sportler durch und durch, ging zu kigazeiten einmal die Woche zum schwimmen und 2 mal zum fußballtraining. Er war von da.8.30 bis 15.00 im Kiga. Die anderen Tage haben wir , wenn keine Oma kam, einfach vor uns hin gelebt. Mal im Garten, mal zu Hause. Ich habe sehr viel cornelsen und mit ihm Spiele gespielt. Aber, er brauchte auch schon immer ausreichend Zeit für sich. Bei ihm kommt es nicht selten vor, dass er einen nachmittag/ Abend für sich einer Verabredung mit Freunden vorzieht.ihm ist nie langweilig er hat immer irgendwas zu tun. Er hat mich schon immer sehr an mich als Kind erinnert.

Der kleine hat noch keine Termine, allerdings ist er natürlich dabei, wenn ich mal mit zum Training des Grössen fahre oder andere Sachen anstehen. Er kommt so zu.15.00 aus dem Kiga, bis wir zu Hause angekommen sind ist es meist 15.30. Dann ist erstmal kuscheln angesagt. Je nach Wetter und was so ansteht, gehen wir in den garten/Hof. Der ist riesig mit Spielplatz und verwachsen und wird mit einigen Parteien geteilt. Es sind dort immer viele Kinder unterschiedlichen Alters, die mal mehr und mal weniger miteinander spielen. Es kommt vor, dass mein grosser und die kleinen alle zusammen verstecke, fangen etc. Spiel3n. Oder der kleinenmkt seinen 2 fast gleichaltrigen Kumpels. Er liebt das. Manchmal habe ich oder der kleine einfach keine Lust auf andere, dann machen wir es uns drinnen gemütlich.
Ergo, Wir gehen, wenn nichts ansteht, nach tagestimmung.

Vg

(23) 20.09.18 - 05:32

Hallo!

Zeit zu Hause verbringen wir sehr wenig. Ich bin alleinerziehend, arbeite 35h die Woche, meine Tochter ist 5 und geht täglich von 7.30 bis 16 Uhr in den Kindergarten.

Wenn wir abends heim kommen räume ich auf und bereite das Abendessen vor, sie hilft oder spielt in der Zeit. Dann essen wir, danach machen wir sie bettfertig und dann wird gekuschelt und Sandmännchen geguckt. Um 7 geht sie schlafen.

Jedes 2. Wochenende ist sie bei mir, da sind wir meist komplett unterwegs. Zeit zum spielen daheim ist also kaum. Das macht sie ja den ganzen Tag im Kindergarten.

LG
Sunny

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