Sich selbst weh tun

    • (1) 24.09.18 - 14:09

      Hallo, mein Sohn 5j hat grosse Probleme mit der impulskontrolle und es kam schon sehr oft vor das er andere Kinder gehauen/geschubst hat.

      Er möchte es unbedingt ändern weil er kein "schlechter junge" sein will.

      Zuhause/privat um Umfeld haben wir es ganz gut im Griff aber in der Kita ist er hilflos trotz i-status.

      Nun fängt er seit einiger Zeit an sich selbst zu verletzen.

      Er Kratzt und beisst sich selbst damit er niemand anderen weh tut wenn er wütend ist.

      Dies finde ich aber auch nicht richtig.

      Nur sagt er mir klipp und klar, warum Mama? Es ist doch besser wenn ich mir weh tue als einem anderen Kind. Immerhin bekommt er dann in der Kita keinen Ärger.

      Aber ich werde da in der Kita nicht ernst genommen. Da kommt dann nur so ein Spruch wie: naja gehauen hat er ja trotzdem.

      Klar ist Es scheisse wenn er anderen weh tut. Aber er soll sich selbst auch nicht weh tun.

      Heute sagten die Erzieher das er "nur" gestänkert hat.

      Nur hat er sich ordentlich gebissen damit es nicht schlimmer wird.

      Wie kann ich ihm noch helfen? Ich weiß das er sich unheimlich viel Mühe gibt und oft völlig verzweifelt ist weil er so "böse" ist.

      Ich sehe das er will aber nicht kann. Nur bin ich eben in der Kita nicht dabei und kann ihn nicht unterstützen.

      Das Bild zeigt den Biss von heute.

      Wie schaffe ich es das er anderen aber auch sich nicht weh tut?

      Vllt hat Ja jemand gute Tipps.

      Danke.

      • Hallo,
        ich würde mir da ganz dringend Hilfe von außen holen, z.B. bei einem Kinder- und Jugendpsychologen. Der Knirps braucht Strategien, wie er in so einem Fall handeln kann, ohne sich und andere zu verletzen. Alles Gute für euch und besonders deinen Sohn!

        (3) 24.09.18 - 19:05

        Abgesehen davon, dass sich diese Kita bzgl ihren Äußerungen nicht ideal anhört, würde ich mal mit dem KiA bzgl Förderungsmöglichkeiten sprechen. Ein guter SI Therapeut (SI sensorische Integration), Spieltherapie bei einer KJP, Heilpädagogische Betreuung mit SI Elementen, eine Psychomotorikgruppe suchen wären z.B. eine mögliche Richtung. Ein Neurologe aufsuchen und ein SchlafentzugsEEG schreiben lassen wäre evtl. auch sinnvoll.

        Strategien entwickeln wie meine Vorschreiberin schreibt in akute Situationen zu entschärfen, ein anderes Ventil ohne Personenbereiligung.
        Psychologe wäre nicht meine erste Anlaufstelle, es sei denn der KiA empfiehlt eine.

        LG

        • (4) 24.09.18 - 19:19

          Mit der Kita Nur noch zur Zeit auch 0 zufrieden.

          Er geht von seinen 9 Std auch nur noch 4std weil er mehr nicht schafft.

          Ich versuche auch ab morgen rauszufinden ob er tatsächlich zur Kita "muss" da er dort immer verzweifelter wird.

          Rein rechtlich müssen ja nur Kita mit sprachdefiziten zur Kita und da gibt es keine Probleme.

          Er hat heute fürchterlich geweint weil er nicht zur Kita wollte, da er kein Spass hat weil er nur 1 Freund hat und immer der böse ist.

          Ich habe das so weiter gegeben da ich weiß das er Probleme hat "lieb" zu sein wenn er innerlich verzweifelt ist.

          Da kam als antwort: naja so langsam müsste er ja wissen warum er nur 1 Freund hat.

          Das hat mich sehr verletzt, da wir sehr daran arbeiten das es besser wird. Vor allem er gibt sich sooo viel Mühe.

          In einer physio motorik Gruppe ist er schon über ein Jahr. Bei einem Kinder und Jugend Psychologen.

          Aber der Rest den du vorschlägst den kenne ich gar nicht.

          Was ist z.b. ein Schlag entzugsEEG? Denn schlafen tut er soweit sehr gut. Ausser wenn er Albträume (z.b. von der Kita) hat.

          • (5) 24.09.18 - 22:05

            Verstehe ich nicht.
            Warum musst du fragen, ob er zur KiTa "muss"?
            Es gibt doch keine Kita Pflicht, nur Schulpflicht.
            Und warum musste er überhaupt 9 Stunden dort hin, wenn du ihn doch viel früher abholen kannst?
            Arbeitest du?

            • (7) 24.09.18 - 22:25

              Wg der Kita mag ich mich nur absichern. Nicht das ich ihn raus nehme bzw den Vertrag kündige und mir hinterher nen Strick draus gedreht wird. Man weiß ja nie.

              • (8) 24.09.18 - 22:38

                Dein Kind bekommt Eingliederungshilfe, daher würde ich mích diesbzgl auch informieren wie es ist, wenn du ihn jetzt rausnimmst.
                Ich weiß es auch nicht so genau, da bei uns dieses Thema noch nie aufgekommen ist. Aber ich muss auf jeden Fall Meldung machen, wenn er längere Zeit fehlt.
                Am besten du erkundigst dich mal direkt beim Amt. GGf. stehte es auch in dem Bescheid der dir zugeschickt wurde.

                Ich würde dies aber auch auf jeden Fall mit eurem Kinderarzt besprechen und ihm schildern wie es deinem Kind dort geht und welche Probleme sich dort auftun.
                Damit er informiert ist und dir ggf. den Rücken stärken kann.

                Ein gutes Forum welches ich dir grundsätzlich für aufkommende Fragen empfehlen kann, wäre

                www.rehakids.de

                LG

          (9) 24.09.18 - 22:32

          Hi, also kurz zum SE-EEG:
          Das ist ein EEG, welches während des Schlafens nach Schlafentzug geschrieben wird.

          Unser Schulkind geht hierfür recht früh ins Bett, um dann zwischen 01:00-02:00 Uhr geweckt zu werden. Er muss dann wach bleiben und gegen 08:00/09:00 Uhr wird dann das EEG geschrieben, bei welchem er einschläft.

          Unser Kleines Kitakind geht hierfür auch früher ins Bett, wird nachts aber nicht geweckt. Er muss aber früher am Morgen aufstehen, sodass er Mittags müde ist und während des EEGs seinen Mittagsschlaf hält.

          Es ist natürlich nur als Input gemeint und mir ist klar, dass du nicht zum Kinderarzt gehen kannst und sagen kannst: So und jetzt wäre ein SchlafentzugsEEG indiziert.

          Allerdings kann es doch mal zur Sprache kommen und dann hast du zumindest schon mal davon gehört.

          Du hattest ja berichtet, dass dein Sohn ein I-Kind ist und daher nehme ich an, dass es mehrere Auffälligkeiten gibt und die Aggressionen nicht das Einzige ist, was auffällig ist. Ich weiß auch nicht, ob bei euch etwas bestimmtes im Raum steht (AD(h)S, Hypersensibilität, diverse Wahrnehmungsstörungen, seelische/psychische Belastungen, etc.pp..). Ich weiß auch nicht, was ihr bereits hinter euch gebracht habt, ob schon auf etwas getestet wurde, wo ihr angebunden seid - Frühförderung, SPZ, KJP..

          Aber neurologische Einflussfaktoren können in vielen Bereichen eine Rolle spielen. ADHS Kinder können z.B. manchmal mit Neurofeedback unterstützt werden (bietet z.B. unser Ergotherapeut an).

          http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/neurofeedback-bei-adhs-hirntraining-gegen-das-chaos-im-kopf-a-1024715.html

          Es gibt auch versteckte Anfälle (sehr dezent, lokal begrenzt, oder nachts welche man gar nicht mitgekommt), welche oft lange Zeit unentdeckt bleiben und ebenso zu Verhaltensauffälligkeiten führen können.

          Aber klar, das war wirklich nur als Input gemeint, falls euer Weg irgendwann in Sackgassen führt. Also bitte nichts auf die Goldwaage legen.

          Hierfür gibt es ja Ärzte und Kinderzentren wie das SPZ um herauszufinden, wieso, wesshalb, wieso.
          Unser SPZ Ärztin ist z.B. Neuropädiaterin und hat bei unseren Kindern auch EEGs schreiben lassen, es ist auch mitunter ihr Metier. Bei meinen Kindern waren die EEGs pathologisch, allerdings haben wir einen völlig anderen Background.

          Unser Kleiner hat z.B. eine Regulationsstörung des Kindesalters (hatte Fremd- und Autoaggressionen und ein vermindertes Schmerzempfinden, verletzte sich auch selbst um sich zu spüren), was aber nicht der Indikationsgrund für die EEGs war.
          Er hatte Hirnblutungen und eine Sprachentwicklungsstörung, mit V.a. auf eine neurologisch bedingte Sprechstörung.

          Aber ich persönlich sehe bei einem EEG Nullkommanull Risiken, aber großen Nutzen, weil es sehr aufschlussreich sein kann.

          Ob es bei euch sinnvoll ist, jemals ins Gespräch kommt, weiß ich nicht. Aber solange man nicht weiß, was dein Kind hat und es selbst darunter leidet, dann schadet ein rundumblick sicherlich nicht. Es gibt so viele anstrengendere Untersuchungen welche bei auffälligen Kindern indiziert werden, es gibt so viele Therapien welche angestrebt und versucht werden, da ist ein EEG ein kinkerlitzchen dagegen und es kann sehr aufschlussreich sein.

          Und diese Aggressionen können ja durchaus neurologisch begünstigt werden. Dein Kind beißt sich selbst, weil es sich seinen Aggressionsimpulsen unterlegen fühlt und sie rauslassen muss.
          Eine Neurologen Expertise kann da sicherlich nicht Schaden.

          So wie die Situation jetzt gerade ist, kann es ja auf keinen Fall weitergehen. Dein Kind fühlt sich seinen Impulsen gegenüber ohnmächtig und leidet selbst unter der Situation.

          ICH persönlich würde mein Kind aus dieser Kita nehmen, insbesondere auf Hinblick der getätigten Äußerungen von seiten des Personals. Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass das gute Voraussetzungen sind.
          Ich würde mein Kind da rausholen und es erstmal zur Ruhe kommen lassen - insofern es für euch privat (finanziell/beruflich) möglich wäre.
          Wäre wünschenswert, wenn in eurem Bundesland Rückstellungen möchlich sind, denn eine Einschulung würde ich versuchen hinaus zu zögern. Dann hättet ihr Zeit vorerst privat zu fördern und gute Therapeuten zu suchen. Es gibt auch Therapeuten welche den Fachdienst stellen und somit auch mit Kitas zusammen arbeiten. Manchmal bekommt man dort gute Tipps, welche Einrichtung passen würde und ggf. hat man doppeltes Glück und bekommt dort einen Platz.

          Aber dieses Fachpersonal hat offenbar nicht die Kapazitäten für deinen Jungen, solche Äußerungen signalisieren das ja eindeutig.

          Der Schwerpunkt Sensorische Integration ist z.B. bei Wahrnehmungsstörungen sehr wichtig. Und so wie du dein Kind beschreibst, spielt da sicherlich mehreres zusammen.
          Heilpädagogische Elemente fände ich bei deiner Beschreibung auch sehr sinnvoll.

          Aber klar: Alles unter vorbehalt, ich bin auch nur Mama und kein Arzt.
          Ich habe nur mit meinen beiden Kinder schon sehr vieles hinter uns gebracht und versuche dir etwas davon weiterzugeben, was ich heute wichtig finde.

          Unser älteres Kind hatte unter anderem Verdacht auf ADHS und wurde auch getestet. Es hätte zwar für eine Diagnose gereicht, aber er war im Graubereich, sodass wir einvernehmlich darauf verzichtet haben. Ich denke nämlich nicht, dass er das hat.
          Er hat viele Merkmale davon, ja, das ist mir klar. Aber auch seine Therapeuten sind davon überzeugt, dass es das nicht ist.

          Wir sind auch noch auf der Suche, seit rund 3 Jahren.

          Der kleine Bruder ist auch ein I-Kind und wir hatten riesengroßes Glück mit der Kita in die er geht.

          Ich glaube, in dieser Kita wäre dein Junge auch gut aufgehoben :-/


          Na auf jeden Fall, wäre es wichtig herauszufinden, woher die Probleme deines Kindes kommen um bestmöglich therapieren und unterstützen zu können.

          Liebe Grüße, Snow

          • (10) 24.09.18 - 22:47

            Der knirps ist sozial/emotional nicht seines Alters entsprechend entwickelt. Zusätzlich wie gesagt seine gestörte Impuls Kontrolle, definitiv eine gestörtes selbst empfinden was Schmerz angeht und Verdacht auf adhs.

            Aber der Psychologe wo wir sind testet die Kinder auf nichts bevor sie nicht 6 Jahre alt sind da er sagt das sich bis dahin alles ändern kann.

            Aber er wird im Dezember 6.

            Ja, ich kann ihn problemlos zuhause lassen, da ich wie oben gesagt ab heute im mutterschutz bin.

            Ich bin froh das du mir so viele Infos gibst. Das ist mehr als ich die letzten knapp 3 Jahre bekommen habe obwohl ich mit ihm von Stelle zu Stelle laufe 😣

            • (11) 24.09.18 - 23:03

              Es tut mir so leid, dass du (auch) in diesem Strudel drinsteckst - ich kann das sehr gut nachempfinden, wirklich.

              Bei uns läuft so eben eine Karyotypbestimmung, wäre natürlich auch eine mögliche Spur der ihr nachgehen könntet.
              Nur als Beispiel, bitte nichts auf die Goldwaage legen: Beim Jocobs Syndrom (XYY Syndrom auch Supermaskulinitäts Syndrom genannt) passen die Symptome u.a.oft auf ADHS in Kombination mit Hochwuchs.


              https://de.wikipedia.org/wiki/XYY-Syndrom

              Zitat Wikipedia:
              "Durch den erhöhten Testosteronwert kommen besondere Verhaltensmuster eher zum Ausdruck. Dies kann sich in einem aufbrausenderen Temperament, einem Aufmerksamkeitsdefizit oder erhöhter Unruhe äußern. Die Varianz der Ausprägung ist allerdings hoch, so dass auch hieran keine gesicherte Diagnose festgemacht werden kann."

              Allerdings weiß ich nicht, ob so kleine Kinder auch schon einen erhöhten Testosteronspiegel aufweisen.

              Im Gegensatz zum Klinefelter (XXY) Syndrom findet man nicht so viele Informationen darüber.

              ______________________________________________

              Eines wollte ich dir noch kurz schreiben: Hast du es schon mal mit Ersatzobjekten versucht? Logopäden arbeiten z.B. manchmal mit Kautschukschläuchen wie der hier:

              https://www.amazon.de/Kauschlauch-Myofunktionelle-Zungenmotorik-Mundmotorik-Mundmuskulatur/dp/B06XXS16LR

              Wenn er den in der Hosentasche immer Griffbereich hätte, vllt könnte das klappen? Die halten wirklich etwas aus.

              Da könnte er richtig Wut darauf aus lassen.

              Es gäbe auch Halsketten mit Kauanhängern, allerdings musst du da gut recherchieren welche für ältere Kinder geeignet sind und den härtesten Härtegrad wählen.

              Ich glaube aber, dass ein Kautschukschlauch durch seine Zähigkeit schon gut geeignet wäre und du könntest aus dem Schlauch ein Kettenanhänger anschneiden - die sind ja hohl und da lässt sich ein Lederband schon durchfädeln.

              Liebe Grüße und ich alles alles Gute

              Snow

    (13) 27.09.18 - 21:15

    Huhu...
    Es wurde ja schon ganz viel geschrieben, was es alles sein kann und was man untersuchen kann usw...

    Da du geschrieben hast, dass ihr es zuhause recht gut im Griff habt, würde ich mal davon ausgehen, dass er sich in einem sicheren Rahmen mit Unterstützung durch einen Erwachsenen durchaus adäquat verhalten kann.
    Also sollte man davon ausgehen, dass es mit der Situation im Kiga zusammen hängen muss.
    Wenn er ein I Kind ist, hat er ja sicher Stunden, die an ihn gebunden sind. Mir würde jetzt dazu einfallen, dass es eine Person gibt, die ihn so eng begleitet, dass solche Situationen ausgebremst werden können, bevor etwas passiert.
    Wenn die Kita sagt, dass es nicht ausreichend Stunden sind, könnte man doch, da du ja zuhause bist, sagen lieber 2 oder 3 Stunden 1zu1 Betreuung damit er aus dem Teufelskreis rauskommt. Kleinste Anforderung schaffen... 1 Betreuer, er und ein Kind... wenn das gut klappt, noch ein Kind dazu... dann weiter zur kleingruppe... bis es irgendwann in der großen Gruppe klappt!

    Es ist ja so, dass er weiß, dass er etwas macht was nicht gut ist. Das setzt ihn sehr unter Druck, dieser Druck muss irgendwo hin ... also entlädt er den Druck bei sich...
    (Meine Vermutungen als Pädagogische Fachkraft)
    Wenn er erstmal in einem kurzen Zeitabschnitt positive Erfahrungen macht und diese ihm dann auch GESPIEGELT werden von Erziehern und Kindern, wird er hoffentlich bald ein positives Selbstbild entwickeln. Dieses wird ihm helfen können seine sozialen Kontakte weiter auszubauen, sich angenommen zu fühlen, Freunde zu finden.
    So baut sich ganz von alleine der Druck ab, den er sich selbst macht.

    Ich hoffe, das war zu verstehen und ich hoffe, auf Erzieher die euch unterstützen!

    Alles Gute...

    Ps. Mir zerbricht mein Erzieher Herz wenn ich so inkompetente Aussagen höre...
    Was muss er spüren wenn Menschen so über ihn denken??
    Positive Seiten sehen, Stärken erkennen und fördern! Das hilft Kindern!

    • (14) 28.09.18 - 09:07

      Hallo,

      Danke für deine Antwort aber auch 2-3std persönliche Betreuung ist nicht machbar.

      Mir wurde gesagt das ihm nur 20std im Monat zustehen und dazu auch Berichte schreiben usw dazu gehört.

      Sie sagte ein Bericht kann gut 1 Std dauernd dazu muss sie ja festlegen was genau sie mit ihm macht. Auch dies geht von der Zeit ab.

      Ich muss dazu sagen ein Gespräch mit den Erzieherin zu führen ist schon schwer.

      Das geht nur zwischen Tür und Angel.

      Ein Bericht bekomme ich nur wenn ich explizit danach Frage weil der psychater einen braucht oder weil es um die Verlängerung des i Status geht.

      Diese Woche ist er nur Montag in die Kita gegangen da sie dann sowas wie Vorschule machen.
      So werde ich es (wenn möglich) auch lassen.

      Habe leider auch Termine wo ich ihn nicht mitnehmen kann.
      Wie z.b. nächste Woche im khs wo alles für die Geburt besprochen wird.

      Meine Freundin steckt gerade mitten im Umzug sonst würde sie ihn da nehmen. Obwohl sie lieber mich begleiten würde. Aber sie möchte bis Mitte Oktober fertig werden falls die kleine vor November zur Welt kommt, da sie dann meine Kinder nimmt.
      Und er freut sich schon riesig drauf :)

      • (15) 28.09.18 - 19:21

        Darf ich fragen in welchem Bundesland ihr lebt?

        Klar müssen Berichte geschrieben werden. Ein Hilfeplan. Aber wenn von ihm eine Fremd- oder Eigengefährung ausgeht könnte man doch versuchen eine persönliche Assistenz zu bekommen...

        Aber das ist eigentlich Aufgabe der Leitung und den Förderkräften das in Gang zu bringen...

        • (16) 28.09.18 - 20:39

          Wir leben in berlin und er geht in eine kirchliche Kita.

          Aber ich stehe mit dem Problem leider nicht alleine da. 2 andere Kinder sind wohl wegen dem gleichen Problem nicht mehr in der Kita.

          Ich bekomme halt immer nur zu hören wie schlimm er war und das man daran arbeiten muss. Dieses tue ich privat schon wo ich kann. Aber mehr kann ich nicht leisten.

          Die Kita selbst sagt das sie daran arbeitet aber davon sehe ich nichts, da ich auch kaum Infos bekomme.

          Letztens sollte er ein Bild malen wie er sich in der Kita sieht.

          Er malte sich in der Mitte und alle anderen Kinder im Kreis um ihn rum. Er sagt das ist sein Gefängnis.

          Als die Erzieherin ihn drauf hinwies das doch dort Lücken sind und er da durch kann ohne zu hauen/schubsen sagte er : Nein das geht nicht, dafür bin ich zu gross.

          Und ich denke wenn man das Gefühl hat im Gefängnis zu sein dann will man ausbrechen. Kommt man aus der Situation nicht raus versucht man es halt mit Gewalt.

          Ich alleine sehe wenn es ihm zu viel wird und kann ihn da raus holen.

          Er schafft es leider nicht. Und die Erzieher müssen sich noch um andere Kinder kümmern. Die i Erzieherin hat ausser ihm noch 3 weitere Kinder.

          Ich habe mich jetzt an eine Stelle vom Amt gewendet und da gehe ich Montag hin.
          Sie tendiert schon dazu ein paar Tage in die Kita zu gehen und das alles zu beobachten.

          Vielleicht bekommt er dann mehr Hilfe.

          • (17) 28.09.18 - 21:17

            Das würde ich euch sehr wünschen...

            Gut, dass du weiter kämpfst... es lohnt sich! Aber es kostet viel Kraft.

            Ich kenne mich leider nicht mit den Bedingungen in Berlin aus... aber ich würde alles daran setzen, dass er eine Persönliche Assistenz bekommt!!

            Das mit dem Bild finde ich zeigt auch, dass Alle auf ihn schauen... auf sein Verhalten... und wenn Alle von einem GLAUBEN, dass man sich "schlecht" benimmt, beginnt man das Bild auch so zu füllen...

            Ich hoffe für Euch, dass sich dort was ändert...

            Alles GUTE

            • (18) 28.09.18 - 23:31

              Sehe ich auch so.
              Oh man, mir tut dein Kleiner richtig richtig leid :(
              Er scheint auch ein richtig kluger Kopf zu sein, reflektiert sich/sein Verhalten selbst und nutzt eine Metapher um zu erklären wie er sich in der Gruppe fühlt. In diesen Punkten scheint er echt sehr weit zu sein, dass sollte m.E. durchaus Beachtung/Anerkennung finden.

              Ich wünsche euch so sehr, dass sich dein Kampf für deinen Jungen sehr bald auszahlen wird.
              Ich drücke euch fest die Daumen.

              Alles Liebe und schöne Grüße von Bay nach Berlin

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