Wie erklären?

    • (1) 26.09.18 - 17:31

      Hallo!

      Mein Kind ist Integrationskind im RegelKiGa (das einzige).
      Leider ist es öfter mal grob zu den anderen Kindern. 😞

      Es wird am Verhalten gearbeitet (Frühförderung, Ergo..) und wir erziehen auch.
      Der I- Status hat ja seinen Grund. Es handelt sich nicht um ein unerzogenes Kind, sondern um ein Kind mit Beeinträchtigungen, die aber nicht “sichtbar“ sind (kein ADHS!).

      Jetzt ist es so, daß sich einige Eltern über mein Kind beschwert haben und mit mir reden wollen.

      Was soll ich den anderen Eltern sagen?
      Was würdet ihr hören wollen?
      Also nur kurz und knapp oder ausführlich und mit Entschuldigungen?

      Danke und liebe Grüße!
      Krokant

      • (2) 26.09.18 - 18:17

        Naja, zum eine wäre eine Erklärung schon notwendig, zum anderen würde ich mir aber auch einen Lösungsvorschlag wünschen, wie man die anderen Kinder schützen kann.

        Eine ganz kurze Entschuldigung wäre auch nicht verkehrt, auch wenn du natürlich nichts dafür kannst.

        • (3) 26.09.18 - 20:28

          Hallo!

          “Den“ Lösungsvorschlag gibt es nicht, aber wir arbeiten mit den Erzieherinnen und dem Therapeuten Team zusammen. Ich kann leider nicht versprechen, daß das Verhalten in absehbarer Zeit verschwindet.

          Ich verstehe die anderen Eltern natürlich!

          LG!

      (4) 26.09.18 - 18:24

      Ich würde mich auf jeden Fall bedanken bei den Müttern, dass sie direkt auf dich zukommen und das Gespräch mit dir suchen. Zeig auch Verständnis für die Kinder die von deinem Sohn geärgert wurden.
      Ich denke die andern Mütter würde genau das beruhigen, was du beschrieben hast, nämlich dass dein Sohn nicht unerzogen ist, sondern dass ihr viel mit ihm macht um das Verhalten zu ändern. Sei offen und ehrlich und erkläre warum er sich so verhält und welche Beeinträchtigungen er hat.

      • (5) 26.09.18 - 20:34

        Hallo!

        Bedanken werde ich mich nicht, wenn ein Rudel Mütter über mich herfällt. 😬

        Nein, im Ernst, ich verstehe die Eltern! Ich werde die Erklärung kurz und bündig halten, so wie im Ausgangstreat geschrieben.

        LG!

    (6) 26.09.18 - 19:04

    Hi ich habe auch ein I-Kind und wenn mein Kind andere körperlich angehen würde, dann wäre das freilich furchtbar. Aber sorry: zu Kreuze kriechen musst du nicht und das würde ich auch nicht tun.

    Ich würde kurz erklären dass er ein I-Kind ist, das im Hintergrund bereits einiges läuft, ihr in Betreuung und Behandlung seid. Dass eines der ganz großen Ziele ist, seine Impulskontrolle zu verbessern, es zu vermeiden, dass es so weit kommt das er andere Kinder angeht, verletzt, haut.
    Ein Bedauern über die Situation würde ich äußern, aber ich würde sicherlich nicht zu Kreuze kriechen und sicherlich nicht in eine überschwängliche Entschuldigung übergehen. Da wäre ich nämlich sehr vorsichtig!

    Es ist auch nicht deine Aufgabe hier Lösungsvorschläge zu präsentieren, berufe dich lieber auf die gute und kooperative Zusammenarbeit mit dem Kitapersonal und sichere zu, dass ihr gemeinsam am Ball seid und an einem Strang zieht.

    Ich würde mich definitiv nicht angreifen lassen und mich auch nicht klein machen!

    Was du auch nicht vergessen darfst: du machst dich andauernd stark für dein Kind, indem du den Weg der Förderung, Betreuung und Unterstützung eingehst und gemeinsam mit allen Ärzten, Therapeuten und Pädagogen daran arbeitest. Ein „besonderes“ Kind zu haben können sich andere, unbeteiligte Eltern gar nicht vorstellen, dabei hast du ein riesen Päckchen zu tragen, du leistest als betroffene Mutter eine Menge - darauf kannst du stolz sein!

    Klar möchte niemand das sein Sonnenschein verletzt wird, das würden Mütter mit „besonderen“ Kindern auch nicht wollen!
    Aber es wird daran gearbeitet, es werden keine Däumchen gedreht. Du bist transparent und kooperativ und betreut und fachlich unterstützt werdet ihr auch.

    Es läge an der Kita hier laut zu werden, so wenn sie euer Kind unter dem jetztigen Bedingungen nicht stemmen können. Sollen Therapeuten, Ärzte und Kita zu einem Austausch finden und mit deiner Kooperation Lösungen bzgl des SPFBs suchen, notfalls mit zusätzlicher I-Kraft oder einen Wechsel wenn es gar nicht geht. Denn auch dein Kind braucht eine Atmosphäre, in der nicht alle Kinder Angst vor ihm haben müssen und ihn meiden, ausgrenzen und als bösen Schläger wahrnehmen müssen. Das ist nämlich ein Teufelskreis - und wenn es noch keiner ist, dann wird es zu einem, da kannst du dir sicher sein.

    Also: du machst alles richtig, stell dich ja nicht als Opfer hin welches ja hilflos ist! Bedaure die Situation, bleibe aber stark und bestimmend bzgl der bereits laufenden Maßnahmen!

    Lg und viel Kraft wünsche ich dir!

    • (7) 26.09.18 - 19:07

      Meine Antwort bezog sich NICHT auf die Antworten der anderen User. Ich hatte die anderen Antworten noch gar nicht gelesen.
      Im Großen und Ganzen stimme ich Ihnen auch zu.
      LG

      (8) 26.09.18 - 20:50

      Hallo!

      Vielen Dank für deine Antwort!

      Ich habe noch ein “gesundes“ Kind und kann mich natürlich in die anderen Eltern einfühlen.

      Es war schwierig, überhaupt den Platz zu bekommen. Jetzt ist die Frage, I- Helfer oder HPT/SVE.

      Ich werde keine Diagnose nennen und auch nicht zu Kreuze kriechen. Kurz und höflich natürlich, aber auch betonen, daß wir ALLE dran arbeiten. Ich hoffe, es kommt an.

      Mir graut schon davor, mir gegenüber eine Übermacht Mütter zu haben, die mich angehen...

      Ich wünsch dir alles Liebe!
      Krokant

      • (9) 26.09.18 - 21:02

        Du dann mach es nicht! Ich finde die Konstellation ohnehin total ungünstig: du alleine gegenüber einer Überzahl aufgebrachter Mütter.

        Habt ihr einen Fachdienst der in die Einrichtung kommt? Wenn ja: sprich mit diesem darüber!
        Eventuell stellt er sich an deine Seite, plus Kitaerzieherin! Habt ihr in der Kita eine mit heilpädagogische Zusatzausbildung?

        Bespreche das vorab mit den anderen Instanzen.
        Ich habe mich auch schon gefragt ob ich das machen würde, also alleine hingehen und ich muss sagen: ich würde das nicht machen. Ich würde um einen neuen Termin bitten und im Vorfeld ankündigen, das diese Besprechung nicht von dir alleine wahrgenommen wird und du rechtzeitig Bescheid geben wirst, wer beteiligt sein wird!

        LG und Toitoitoi

        • (10) 27.09.18 - 10:41

          Hallo!

          Die Erzieherinnen sind dabei. Das Ganze soll am Elternabend besprochen werden.
          Unsere Frühförderkraft kann leider nicht dabei sein.

          Ich glaub, ich gönn mir vorher noch mindestens 1-2 Tafeln Schokolade, dann pack ich das schon! 😬🙃

          Viele Grüße!
          Krokant

      (11) 27.09.18 - 09:47

      Guten Morgen, du Liebe!

      Ich unterschreibe die Antwort von Snowdrops 100%!

      Mir stellte sich bei Deiner Antwort allerdings die Frage, warum Du die Diagnose nicht mitteilen möchtest?
      Das würde doch zu mehr Verständnis der anderen Mütter führen?

      Ich persönlich würde da mit offenen Karten spielen- sonst wird doch nur laienhaft von den anderen Müttern spekuliert?
      Wenn sie wissen, mit was sie es zu tun haben, können sie bestimmt besser damit umgehen und Euch/ Dein Kind evtl. unterstützen, indem sie ihren eigenen Kindern die Situation Deines Kindes erklären können.

      Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke für das Kommende! #klee

      LG

      • (12) 27.09.18 - 10:37

        Hallo!

        Danke für deine Antwort!

        Wir haben noch keine gesicherte Diagnose, nur eine Verdachtsdiagnose.
        Das Problem ist, daß wahnsinnig viel getratscht wird. Und ich aus Erfahrung weiß, daß mein Kind sofort einen Stempel aufgedrückt bekommt. 😩Und das reicht mir dann schon, wenn wir selber endlich wissen, was unser Kind hat.

        Mir ist eigentlich nur wichtig, daß die anderen Eltern wissen, daß mein Kind nicht einfach nur ungezogen/verzogen ist, sondern wirklich was dahintersteckt.

        Viele Grüße!
        Krokant

        • (13) 27.09.18 - 10:44

          Ja, ich verstehe Dich! Diese Stigmatisierung würde ich für mein Kind auch nicht wollen.

          Dein letzter Satz ist super, genau so würde ich das den Müttern sagen! #pro

          Ich wünsche Euch alles Gute #klee

          (14) 28.09.18 - 21:26

          Dein Kind hat den Stempel schon so leid es mir tut.

          Ich kenne das selber. Mein Sohn ist der böse unerzogene der alle Kinder haut.

          Und wenn ich doch mal mit einem Elternteil ins Gespräch komme sind sie völlig überrascht wenn ich Ihnen sage das er nichts dafür kann.

          Ich sage aber auch gezielt welche Verdachts Diagnosen es gibt und das ich fleissig hinterher bin.

          Ich hatte es sogar beim ersten Elternabend erzählt da ich ja wusste das es mit meinem Sohn Probleme gibt.

          Seither kam nie ein Elternteil auf mich zu.

          Aber durch sein Verhalten hat er den Stempel ob ich will oder nicht.

(16) 27.09.18 - 12:09

Hallo,
ich würde ein Gespräch führen zusammen mit einer Erzieherin. Vielleicht wäre ein Elternabend auch geeignet, wo du erklären kannst, wenn du denn möchtest, warum dein Kind so handelt, wie es handelt und dass es Unterstützung bekommt. Ich finde Offenheit da immer gut. Aber dss ist natürlich sehr privat.
An den Pranger stellen lassen würde ich mich nicht, dazu gibt es keinen Grund.
LG

(17) 27.09.18 - 16:26

Ich verstehe nicht so recht, wieso die Eltern jetzt mit DIR reden wollen! Wenn der Kindergarten Integrationskinder aufnimmt, dann muss er dafür sorgen, dass diese Kinder entsprechend gefördert und eben auch "gebändigt" werden. Was kannst du denn nun dafür? Finde ich ein bisschen frech, das auf deinen Schultern abzuladen.

Unsere Tochter hatte auch grad' Probleme mit dem neuen Integrationskind, aber ein Gespräch mit der entsprechenden Fachkraft hat es sofort gelöst.

(18) 28.09.18 - 16:12

Hallo,

ich überlege gerade, wie grob dein Kind zu anderen ist. Bei uns im Kindergarten gibt es viele grobe Kinder. Manche mit I-Status, manche ohne Erziehung.

Bisher sah ich noch nie einen Grund darin, mich bei den betreffenden Eltern zu beschweren. Entweder sind die Eltern bei euch im Kindergarten sehr empfindlich oder die Situation ist tatsächlich so schlimm, dass die Erzieher die anderen Kinder nicht schützen können. Dann braucht dein Sohn eine 1:1 Betreuung, jemanden, der ihn im Kindergarten begleitet.

Erklären musst du dich nicht. Eine Entschuldigung fänd ich aber nett, v. a. wenn ein bestimmtes Kind häufig betroffen ist und verletzt wird.

LG

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