Tägliche Pflege bei Neurodermitis

    • (1) 04.10.18 - 09:34
      Inaktiv

      Einen schönen guten Morgen,
      ich hab mal eine Frage. Mein Sohn (fast 4 Jahre alt) hat Neurodermitis. Ich hoffe es verwächst sich noch, denn teilweise ist es so schlimm, dass er sich blutig kratzt. Wenn es so schlimm ist, gehe ich zum Kinderarzt und der verschreibt uns jedes Mal Kortison. Für die tägliche Pflege hat er uns eine Fettcreme von Linola empfohlen. Die scheint jedoch nicht das richtige zu sein. Der Kinderarzt meinte, dass er mir da leider nichts richtig empfehlen kann, weil er bis jetzt noch keine Creme entdeckt hat, die bei allen Kindern wirkt. Wir müssen uns da wohl etwas durchprobieren.
      Deshalb wollte ich euch mal fragen welche Cremes ihr für eure Kinder mit Neurodermitis benutzt und vielleicht auch wie teuer die sind.
      Liebe Grüße
      Steinkind

      • Hallo,
        ich würde einen Termin in einer kinderdermatologischen Ambulanz machen statt immer zum Kinderarzt zu gehen. In der Ambulanz wird nicht nur auf die Haut geguckt, sondern auch auf die Ernährung, Allergien, die Psyche von Kind und Eltern, eine umfassende Sache also.
        Von reiner Fettcreme wie Linola ist man lange weg bei Neuro. Es werden eher kühlende, juckreizstillende und entzündungshemmrnde Basiscremes empfohlen, auch auf Wäsche mit Silber schwören viele.
        Meine Älteste hatte im Alter eures Sohnes Neuro, jetzt hat es sich so ziemlich verwachsen, sie ist 13. Pflegen tut sie immernoch, aber es gibt kaum noch Schübe.
        VG

        • Da schließe ich mich an. Bei jedem hilft etwas anderes. Bevor du zig Produkte testest und/oder an der Ernährung bastelt, erspart euch beiden die Leidenszeit und sucht einen guten Kinderdermatologen bzw. geht in eine kinderdermatologische Ambulanz. Die haben dort schon zig andere Fälle gesehen und haben dadurch eine gute Nase, in welche Richtung es bei euch gehen könnte.

          Alles Gute für euch, und ich hoffe, euch kann schnell geholfen werden.

      Dermasence Adtop Creme hat uns sehr geholfen. Für die Schübe trotzdem nach wie vor Kortison, alles andere wäre nur eine Qual für das Kind. Wird ja auch nur lokal aufgetragen. Bei Sophie hat es sich verwachsen, sie ist jetzt 7. Seit mindestens 2 Jahren brauchte se kein Kortison mehr, auch die Basispflege konnten wir auf ein Minimum einschränken, greifen aber nach wie vor immer wieder auf die Adtop Creme zurück.

      Da muß man sich leider durchtesten. Was dem einem hilft, bringt dem anderen nichts.

      Ich würde auch statt zum Kinderarzt mal zum Hautarzt gehen. Eine Bekannte hat es bei ihrem Sohn durch eine Ernährungsumstellung gut in den Griff bekommen. Jetzt hat es sich wohl verwachsen.

      Ich habe anders gelagerte Hautprobleme, aber schau dir mal die Produkte von Bioturm an. Die haben auch so kleine Probenpakete mit diversen Cremes, da könntet ihr erstmal ausprobieren, was euch gut hilft.

      https://www.bioturm.de/.cms/Probenpakete/776-1

      Ich schaue mir bei Codecheck immer genau die Inhaltsstoffe an und bei den Produkten, die ich von Bioturm verwende bin ich sowohl von der Wirkung als auch den Inhaltsstoffen bisher sehr zufrieden.

      Beide kinder und auch ich hatten/haben neurodermitis in schwacher form. Uns helfen produkte mit urea am besten. Auch gerne was billiges. Wichtiger als welches produkt man verwendet ist, finde ich, das regelmässige eincremen am ganzen körper. Also nicht nur die zurzeit betroffene stelle! (Dort brauchen wir auch kortison!) ich habe letzten winter bei der damals vierjährigen morgens und abends gecremt!

      (10) 04.10.18 - 18:52

      Hallo,
      unser Sohn hat auch Neurodermitis, aber in einer abgeschwächten Form dank guter Pflege.
      Vorbeugend cremen wir täglich morgens und abends mit dieser Creme:
      https://www.sanicare.de/a-derma-exomega-control-geschmeidigmachende-creme-400ml-13814661
      Diese wurde von der Hautärztin empfohlen. Im Akutfall cremen wir auf Empfehlung der Ärztin mit einer einfachen Fettcreme (wir nehmen Vitahorm Baby-Fettcreme, ca. 2,50 €). Die Ärztin sagt, dass man bei einer Kinderhaut nur im absoluten Notfall Cortison nimmt.
      Kortison kann für die Haut ganz üble Folgen haben, das sehen wir bei meiner Schwiegermutter, die aufgrund einer Erkrankung jahrelang Kortison zu sich genommen hat. Die Haut hat sich so stark verändert, das geht schon in Richtung "Papierhaut" (oder wie sagt man dazu?). Die Haut reisst schnell ein und heilt sehr sehr schlecht. Von daher lassen wir gerne die Finger von Kortison, wenn es eben anders geht.
      Ansonsten duscht unser Sohn nach Möglichkeit auch nicht täglich. Zum Duschen nimmt er ein Duschgel ohne irgendwelche Zusätze von der DM-Eigenmarke (kostet 2,00 € eine Tube). Baden gibt es bei ihm nur, wenn er erkältet ist.
      Lg
      Elsa01

      (11) 04.10.18 - 20:45

      Ich habe auch etliches bei meinen mädels durch. Geholfen hat immer nur kortison.

      Seit letztem Winter haben wir diese Lotion und ich musste seitdem kein kortison mehr nutzen!

      https://www.medpex.de/la-roche-posay-trockene-haut-neurodermitis-pflege/roche-posay-lipikar-baume-ap-balsam-p10749928

      Hoffe, du findest das richtige für euch!

    (13) 04.10.18 - 21:33

    Es gibt kein Allheilmittel.

    Mein mittlerer Sohn hat es von mir geerbt. Meine Tochter blieb verschohnt. Mein Baby neigt zwar zu trockener Haut, aber einen echten Schub noch nicht.

    Wir hatten neuroderm Lotio eine Zeit lang gut Nehmen können. Aber die Haut gewöhnt sich dran... derzeit sind wir bei eucerin basispflege.
    Aber bei einem
    Schub wird advatanmilch (mit cortiosin) benutzt. Alles andere wäre eine Qual und würde nur zu Entzündungen führen. Also ohne cortisonsalbe geht es meiner Meinung nach bei einer normalen neurodermitis nicht. Entzündete Haut ist offen für keime und schnell fängt man sich noch einen Hautpilz ein. Insofern ... wir hoffen auch dass es sich verwächst. Er hat es seit der 5. Lebenswoche und da war es echt Massiv. Ein kinderhautarzt meinte, ein allergietest übers Blut kann man bei entsprechenden Leidensdruck durchführen um weitere Dinge ausschließen zu können. Aber bei einem vollgestellten Baby hatte das damals noch keinen Sinn gemacht.

    Inzwischen haben wir unseren Weg gefunden. Ich weis dass er wie ich ein Problem mit Zuviel Haselnuss hat (also Nutella ist einzuschränken) und schwitzen wirkt sich auch negativ aus. Was wir sonst noch so machen:
    Eher kühler Baden und kühler anziehen... kein Parfüm im
    Waschmittel und keine Weichspüler. Baden hin und wieder mit Öl und Buttermilch. So wenig Schaum wie möglich beim Händewaschen benutzen. Im Sommer unbedingt ans Meer ... Salzwasser und Meeresluft sowie Sonne tuen gut.

    Irgendwie muss man sich wirklich austesten. Insbesondere wenn man eben nicht so eine ganz leichte Form hat. Lass ihn auf Nahrungsmittel testen... oft begleitet die neurodermitis ja eine Allergie.
    Ein kinderallergologe sollte euer nächster weg sein.

    🍀

    Mit Neurodermitis ist es echt knifflig. Unsere Tochter ist fast 7 Jahre alt und hat schwere Neurodermitis. Ganz viel ist bei dieser Krankheit durch Ernährung erschwert . Diese Spielt eine zentrale Rolle, auch wenn man das nicht denken mag. Also geht mal zu einem Facharzt und lasst euch beraten. Es gibt Nahrungsmittel die eine Neuro begünstige und lässt man diese weg wird es deutlich besser. Ausserdem ist die Haut in der Lage sich sehr schnell an eine Pflege zu gewöhnen. Häufiges wechseln ist daher oft von Nöten weil man denkt das hilft nicht mehr. Wir haben viele Jahre probiert und sind nun seit über einem Jahr bei A Derma geblieben. Sie hat eine Pflegecreme sowie Duschgel für den Sommer und eine für den Winter. Wir achten darauf was sie isst und seitdem ist es deutlich besser geworden.

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