Kaputtes mit Geld ersetzen!?

    • (1) 08.10.18 - 13:48

      Hier mal ein Beispiel, hätte gerne eure Meinungen dazu.

      Ein Kind macht im Kindergarten (mutmaßlich mutwillig) eine Sache kaputt. Diese muss er ersetzen, entweder durch eigenes Spielzeug oder durch Plündern der Spardose und dann Ersatz kaufen.

      Wie sinnvoll haltet ihr die Regeln im pädagogischen Sinne:
      1. Versteht ein zB 2,5 jähriges Kind (Kids sind alle im Alter zwischen 1 und 6) den Wert bzw Geldbetrag einer Sache, egal ob eine Legopuppe oder ein Schaukelpferd?
      2. Bestraft man damit die Kinder oder lernen sie etwas dabei?

      #danke schonmal für eure Meinungen

      mamili

      Ersatz finde ich okay. Allerdings nicht als pädagogische Maßnahme.

    • Mmh... ich weiß nicht so ganz genau, ehrlich gesagt.

      Unsere Tochter (grad 3) hat eine Spardose. Würde sie jetzt etwas mutwillig (wobei ich mich mit der Definition etwas schwer tue) zerstören, würde ich ihr schon sagen, dass ich das von ihrem Geld ersetze. Sie versteht natürlich noch nicht, ob ich jetzt 10 oder 100 Euro nehmen würde, also den Wert dessen, aber das grundsätzliche, dass es "von ihrem Geld" ist, würde sie wohl schon verstehen.

      Sie bekommt aber auch manchmal schon etwas "von ihrem Geld", wenn wir z.B. auf den Flohmarkt gehen und hat sehr schnell gelernt, dass man davon etwas, aber eben auch nicht unendlich viel, kaufen kann. Ein bisschen Bezug zu Geld hat sie also schon.

      Mein Problem daran, wie schon kurz erwähnt, was heißt mutwillig?! Ich würde das vermutlich tatsächlich ausschließlich in Fällen machen, wie z.B. im Laden, wenn sie etwas in die Hand nimmt, ich sie bitte, es wegzulegen, weil es kaputt gehen kann, sie es nicht weglegt, ich ein zweites Mal verwarne und sie ggf auch bereits darauf hinweise, dass sie es bezahlen muss, wenn es kaputt geht. Wir hatten so eine ähnliche Situation mal mit einem Ü-Ei (das sie dann natürlich auch nicht essen durfte). Also. Nur, wenn eindeutig nicht gehört + Konsequenz angekündigt. Ich vermute, das schließt Situationen im Kindergarten von vornherein aus.

      • Einen Beweis wer es nun kaputt gemacht hat und in welcher Situation hat man ja nicht. Nur das was die Erzieher erzählen/gesehen haben/glauben. Und das Kind gibt es ja auch nicht immer zu, bzw. sagt ja auch mal "Nein, das war ich nicht", daher das mutmaßlich mutwillig, beweisen kann es ja keiner.... bzw woher will man wissen, dass es nicht einfach zB blind wütend im sich geschlagen hat und zufällig dabei etwas umgefallen ist? - Keine Ahnung.. deswegen frage ich euch ja ;-) Und wie gesagt der Sinn dahinter ist meine größte Überlegung...

    (7) 08.10.18 - 17:49

    Ich kenne Kindergartenkinder, die tatsächlich mutwillig, sprich bewusst und mit voller Absicht, immer wieder etwas kaputt gemacht haben. Diese Kinder waren dann auch nicht mehr 2,5 sondern 5 oder 6.
    In diesen Fällen finde ich es in Ordnung, wenn die Kinder die Konsequenzen tragen müssen und auf sinnvolle Weise für Ersatz sorgen müssen.
    Allerdings denke ich nicht, dass Geld aus der Spardose indiesem Alter viel Sinn macht, aber wahrscheinlich müsste man das von Fall zu Fall entscheiden.

    Mein Sohn hatte mal ein Kartenspiel im Kindergarten kaputt gemacht.

    Wir hätten das nicht ersetzen müssen, aber ich habe ihm erklärt (er war 4) das dies so nicht geht und die kinder und auch er kein Uno mehr spielen können.

    Da hat er sein Spiel von zuhause mitgenommen und es der Gruppe geschenkt.

    Er war halt schon 4 und hatte ein anderes Verständnis zu der Sache.

    Ich denke es kommt aufs Alter und die reife an. Aber mit Geld würde ich jetzt nichts in der Kita ersetzen.
    Das verstehen sie wohl erst recht nicht.

    (9) 08.10.18 - 20:23

    Wenn ein Kind etwas absichtlich kaputt macht, gehört es sich mMn, dass das Kind seinem Alter entsprechend Wiedergutmachung leistet. Auch Kinder sollten lernen für Fehler gerade zu stehen. Fehler macht jeder, aber es gehört viel Mut dazu, dafür die Verantwortung zu übernehmen. Das ist es, was ich meinem Kind mitgeben möchte.

    Wir hatten vor einigen Wochen folgende Situation: Junior und sein bester Freund haben „experimentiert“ und dabei Kitaeigentum absichtlich zerstört. Unbemerkt von meinem Sohn erzählte mir die Erzieherin beim Abholen was passiert war. Sie wollte den „Übeltätern“ die Möglichkeit geben, alles selbst zu erzählen und eine Lösung zu überlegen.

    Mein Sohn erzählte mir, was vorgefallen war und wir haben zusammen überlegt, was er machen kann. Er meinte, er würde sich entschuldigen und der Erzieherin eine Blume schenken. Er hat sich dann zu Hause hingesetzt und einen Strauß Blumen gemalt.

    Am nächsten Tag hat er sich in meinem Beisein (als Rückenstärkung) entschuldigt und das Bild übergeben. Zu Hause haben wir nochmal thematisiert, dass man fremde Sachen bicht ungefragt weg nimmt und schon gar nicht kaputt macht. Für meinen Sohn wars das dann.

    Ich habe hinter seinem Rücken der Kita Ersatz angeboten, was aber gar nicht gewollt war. Auch für die Kita war es mit seiner ernsthaften Entschuldigung erledigt.

    Den geldlichen Wert hätte er eh noch nicht verstanden.

    (10) 08.10.18 - 21:02

    Das Kind versteht die pädagogische Massnahme nicht ABER die Eltern sollten trotzdem gewillt sein, mutwillige Zerstörung ohne Wenn und Aber und egal welches Alter, zu zahlen.

    Parallel muss dem Kind halt immer wieder beigebracht werden, das man anständig mit ALLEN Dingen umgeht, egal ob eigenes, Kindergartenspielzeug, etc.

    lg
    lisa

    (11) 08.10.18 - 21:40

    2,5 Jahre ist noch sehr klein wirklich verstehen tuen sie das noch nicht aber wenn es wirklich mutwillig war würde ich schon eine Konsequenz ziehen . Mein Kind müsste als Wiedergutmachung eins seiner Lieblingsspielzeuge abgeben . Ich denke schon das auch so kleine Kinder beim nächsten Mal überlegen ob sie bewusst etwas kaputt machen . Meine Kinder haben hier zu Hause auch schon Sachen bewusst kaputt gemacht das es dann wirklich kaputt war haben sie erst verstanden als es schon zu spät war bzw. als ich das kaputte dann in den Müll geworfen habe haben sie dann schnell erstanden das hier alles was kaputt gemacht wird wegfliegt und auch nicht ersetzt wird ganz egal was es war . Wenn etwas aus versehen kaputt geht ist es etwas anderes kann passieren , das reparieren wir oder ersetzen es . Geld aus der Spardose halte ich für Quatsch mit Geld können so kleine Kinder noch gar nichts anfangen für sie hat das keinen Wert .

    (12) 08.10.18 - 22:11

    Mit 2,5?
    Halte ich für sinnlos.
    Da hatte mein Kind auch mit Sicherheit kein Geld.

    (13) 09.10.18 - 10:36

    3 Jährige haben doch überhaupt keinen Bezug zu materiellenWerten !
    Eher auf emotionaler Ebene! Daher ergibt es für mich überhaupt keinen Sinn??
    Pädagogisch totaler Quatsch!

    (14) 09.10.18 - 18:30

    Hallo
    mit 2,5 verstehen Kinder den Wert noch nicht. Allerdings kenne ich Kinder die auch im Vorschulalter noch Dinge mutwillig zerstören. Was meiner Meinung nach nicht okay ist.

    Es sollte definitiv nicht der Zeitpunkt verpasst werden den Kindern die Wertigkeit von Dingen nahezubringen und das es nicht selbstverständlich ist, dass es uns so gut geht.


    Wenn mein Kind in dem Alter von 2J etwas im Kindergarten zerstört hätte, würde ich natürlich für den Schaden aufkommen und es meinem Kind altersgemäß erklären.
    Bei älteren Kindern kann die Idee es durch das Kind zu ersetzen meiner Meinung nach schon pädagogisch sinnvoll sein.

    Was für ein Blödsinn. Sorry! Aber Kinder in dem Alter gelten nicht grundlos als Strafunmündig. Weil sie die Folgen ihres Handelns noch gar nicht abschätzen können. Solche Maßnahmen sind ab dem grundschulalter legitim. Aber ein Kleinkind hat doch nicht mal ein Verständnis für Geldwert.

    Völlig daneben und bringt überhaupt nix.

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