Wohnsitz ändern wegen Kita

    • (1) 09.10.18 - 22:52

      Huhu, ich weiß das es das Thema schon mal gab, aber mich würde interessieren ob es reicht wenn nur ich meinen erstwohnsitz ändere oder ob ich meine Tochter auch mit ummelden muss um einen Kita platz in meiner wunschgemeinde zu bekommen? Mich würde interessieren wie ihr das angegangen seid. Gibt es noch ein paar Dinge zu beachten?

      Ich hab aktuell meinen Zweitwohnsitz bei meinen Eltern und würde den nun zu meinem erstwohnsitz machen. Unsere Tochter soll unbedingt dort in den kiga damit zumindest ich mit der Arbeit etwas flexibler bin. Hat viele Gründe...

      • (2) 10.10.18 - 06:09

        Hi,

        Erfahrungen wegem Kita hab ich da nicht, aber vom Studium her noch. Dein Kind ist ja vermutlich die meiste Zeit bei dir, folglich solltest du auch das Kind als Erstwohnsitz dort melden. Alles andere wirkt sehr komisch und unglaubwürdig. Stell dich darauf ein, dass gefragt wird, wie viele Tage und an welchen Tagen du dich bei welchem Wohnsitz aufhältst und es muss am Erstwohnsitz insgesamt mehr Zeit sein, sonst geht das nicht durch. Es kommt echt auf den Bearbeiter an. Meiner hat das im Studium damals genau ausgerechnet #zitter

        LG

        Isabel

        Huhu,

        ich kenne Kinder, die bei den Großeltern gemeldet sind um in eine anderen Kindergarten und eine andere Schule gehen zu können.

        Ob das rechtens ist....?

        LG Jelinchen

        • Ja ich hatte mir schon gedacht das es besser ist wenn wir beide uns ummelden. Ich bin wirklich sehr viel bei meinen Eltern, zum einen weil ich eben dort arbeite und meine Tochter in der zeit bei ihnen ist. nach der Arbeit bin ich entweder bis abends bei meinen Eltern, oder 2 Straßen weiter bei meinem Pferd. Ich habe außerdem alle meine Freunde dort und ein Mietshaus welches ich zusammen mit meinem Vater in Schuss halte, somit bin ich ebenfalls am Wochenende dort. Mein Freund ist viel unterwegs, daher schlafe ich auch öfter bei meinen Eltern, meine Tochter und ich haben dort ein eigenes Zimmer. Aus diesem Grund will ich eben auch, dass sie dort in den Kindergarten gehen kann. Ansonsten muss ich nur hin und her fahren 😔

      Also unser Kindergarten geht nicht nach dem Wohnsitz, die Schule später allerdings schon.
      Weiß ja nicht wie das bei euch geregelt ist, aber du kannst ja mit dem kindergarten sprechen und die Situation erklären.
      Könnte es nicht Probleme mit dem Kindergeld etc. geben wenn ihr nicht beide den gleichen Hauptwohnsitz habt? Und bei der Steuererklärung zB wird das doch auch abgefragt

      Wir hatten das Problem mit der Grundschule und haben uns alle bei meinem Vater angemeldet und später wieder umgemeldet.

      • Da habe ich mich schon schlau gemacht.. Meine Cousine arbeitet beim Finanzamt und steuerrechtlich ist das kein Problem. Und beim Kindergeld: wer kriegt das mit? Läuft doch für die alles weiter wie bisher...

        • Ach so, bei uns wird leider nach dem wohnsitz vergeben, hab sowohl mit den kitas als auch mit dem Jugendamt bei uns gesprochen

          Ui, da vertu Dich mal nicht! Selbstverständlich können die verschiedenen Behörden untereinander per Datenaustausch über Wohnsitz und Kindergarten- oder Schulbesuch erfahren.

          Und dann kannst Du ganz schnell Pech, dass Du Leistungen jedweder Art nachzahlen musst. Von Geldbußen etc. mal ganz abgesehen.

          Ob das ein "erschwindelter" Kindergartenplatz Wert ist, musst Du selbst entscheiden.

          Ich würde Dir auch raten, Kontakt mit den Kindergarten aufzunehmen und nach der Aufnahmemöglichkeit zu fragen. Vielleicht ist es ja auch ohne zu tricksen alles ganz einfach?

    (10) 10.10.18 - 17:29

    Weiß ja nicht, was deine Cousine beim Finanzamt macht, aber zu sagen, das ist kein Problem halte ich für fahrlässig. Je nachdem wie die Entfernungen zur Arbeit sind (Stichwort Werbungskosten) oder wenn du doppelte Hsushaltsführung angibst, bist du mitten in der Steuerhinterziehung.
    Abgesehen davon dass es sozialbetrug ist, sich so in die Kita zu schmuggeln. Damit betrügst du nämlich das Kind, dass tatsächlich dort wohnt und keinen Platz bekommt.
    Und: ist dein Freund auch Vater des Kindes? Wenn nein, könnte das ja auch Auswirkungen auf Unterhalt und aufenthaltsbestimmung haben oder? Wobei ich mich da null auskenne.
    Unterm Strich stellt sich mir nur die Frage, warum du nicht einfach umziehst?

    • (11) 10.10.18 - 21:39

      Also erst mal danke für alle konstruktiven Beiträge! Usaby, meine Cousine weiß glaube ich sehr wohl was sie sagt und von Steuerhinterziehung zu sprechen obwohl du selber sagst du hättest keine ahnung... No go! Es spricht auch niemand von doppelter Haushaltsführung ;-) und ja, mein freund ist der vater meines Kindes und das Kindergeld bleibt von der ganzen sache unberührt weil das personen- und nichts ortsgebunden ist. Sicher muss das alles nicht jeder gut finden, aber es ist nun mal so, dass die alternative dazu wäre, dass ich keine Sekunde länger arbeiten dürfte, weil ich Punkt 14 Uhr mein Kind abholen müsste. Ansonsten könnte das die Oma machen. Zudem würde ich morgens zur Arbeit fahren in den Ort wo meine Eltern wohnen, dann fahre ich aus wieder zurück um mein Kind aus der Kita zu holen, um dann wieder in den Ort meiner Eltern zu fahren weil ich dort Pferd, Haus, Familie und Freunde habe. Wenn ich den wohnsitz ändern und gar nichts mit dem Ort zu tun hätte, dann fände ich das auch mist. Aber so ist es ja nicht. Und warum ich nicht dorthin ziehe? Weil ich mit meinem Freund zusammen wohne und nicht komplett bei meinen Eltern einziehen möchte... So wie es grade ist, ist es für uns alle ja völlig OK...

      • Naja ob es so wie es ist OK ist ist deine Sache. Überlege dir aber was das für Konsequenzen für dein Kind hat auf Dauer.
        Ich arbeite auch dort wo meine Eltern wohnen und meine Tochter ist wenn ich arbeite bei ihnen oder in der Kinderstunde. Ich habe sie aber trotzdem am Wohnort angemeldet. Das ist ihr Zuhause. Ich möchte das sie dort ihr soziales Umfeld aufbaut. Sie soll nicht zurück stecken und Zuhause ohne Freunde da sitzen und unglücklich sein und darauf angewiesen das wir die fahren nur weil ich es einfacher haben will. Wollt ihr in den Ort deiner Eltern ziehen dauerhaft würde ich sagen das ist OK und essen verstehen. So hört es sich aber an das es bequemer ist und du lieber bei deinen Eltern bist und dem Pferd und deinen Freunden. Wenn du dich und deine Tochter ummeldest wie fühlt es sich für das Kind an. Mama und Papa sind nicht mehr zusammen. Ich wohne nicht bei Papa. Bei Papa fühle ich mich unwohl weil ich hier keine Freunde habe und hier nicht sein möchte aber ich möchte bei Papa sein.....

        (13) 12.10.18 - 19:53

        Ich sage ja nicht, dass du steuern hinterziehst. Ich sage nur: falls jemand Werbungskosten geltend machst u.a. Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, dieser jemand aber tatsächlich gar nicht fährst, ist das Steuerhinterziehung!
        Wo ist das ein no Go? Verstehe ich nicht...

        wie dem auch sei, wenn ICH das in unserem Kindergarten mitkriegen würde, würde ich direkt bei der Stadt anrufen und mich beschweren! Ich empfinde das als ungerecht! Egal wie du argumentierst, letzten Endes bleibt es für mich Rosinen pickerei und ja, auchvwenn du es nicht hören willst: Betrug!

Hallo!

Das kommt aufs Bundesland und die Kita im Einzelnen an.

Oft sind Gastkinder aus anderen Gemeinden möglich und werden auch problemlos genehmigt, allerdings kann es auch sein, dass Kinder aus der Sitzgemeinde bevorzugt berücksichtigt werden müssen.

Insbesondere in Großstädten gibt es oft deutlich weniger Probleme, weil viele Eltern aus dem Umland in der Stadt arbeiten und da z.B. eine Kita neben dem Büro haben. Und auch Kitaplätze gibt es in Städten oft mehr. Auf dem Land, mit begrenzten Kita-Kapazitäten, müssen die Gemeinden die wenigen Plätze für die ansässigen Kinder reservieren um ihre Krippenplatz-Quote einhalten zu können. Und dann gibt es noch zig Sonderregelungen - etwa dass Kinder aus der eigenen Kirchengemeinde in einer Kita die die Kirchengemeinde gehört, bevorzugt werden. Oder wenn der Vermieter der Chef vom Ortsteilverein ist, dann hat der Interesse, dass bevorzugt Kinder aus diesem Ortsteil genommen werden. Oder es gibt eine Kooperation mit einer Firma, die bevorzugt eigene Angestellte versorgt wissen will.

Kurz gefasst: Du musst wirklich vor Ort nachfragen.

(16) 10.10.18 - 21:54

Hallo,
das Kind kann nicht alleine "woanders wohnen". Entweder Mutter oder Vater müssen mit dort gemeldet sein. Hier hat ein Zweitwohnsitz ausgereicht, das ist aber nicht überall der Fall. Ein Anruf bei der Gemeinde genügt. War alles offen und ehrlich, Kindergarten, fremde Gemeinde wussten alle Bescheid.
VG

Hallo.

Es ist sicher nicht überall gleich.

Meine Zwillinge gehen auch in einer anderen Gemeinde in den Kindergarten. Bei uns muss man zumindest im Kreis wohnen. In dem Dorf wo meine Mäuse in die Kita gehen wohnen meine Schwiegereltern.
Das war dann auch noch positiv für die Aufnahme.

Wie weit wohnt ihr von dem Ort weg? Ist es kenne option das ihr euch in der Gemeinde eine Wohnung sucht und alle dort hin zieht?

LG

  • Nein das ist keine Option, da wir eigentum zusammen haben und das langfristig auch unser lebensmittelpunkt sein soll. Zur Schule wird sie dann auch später dort gehen. Es geht mir lediglich um den Kindergarten. Der Kindergarten weiß übrigens Bescheid über den Plan den ich habe, sie haben mir sogar dazu geraten es so zu machen...

    • OK. Das ist natürlich dann was anderes.

      Wobei meine 2 nächstes Jahr in den Kindergarten bei uns im Ort wechseln. Weil ich möchte dass sie mit bekannten Kindern in die Schule kommen.

      Meine gehen nur dort hin, weil ich wo ich bei uns keinen Platz bekommen habe.
      Leider ergeben sich durch die Entfernung keine spielmöglichkeiten mit anderen Kindern oder Eltern. Weil den Eltern das Fahren einfach zuviel ist.

      Ich würde wenn möglich meine Kind immer in den Kindergarten tun wo man wohnt und auch zur Schule geht.

      LG

      • Ja, es gibt immer positiv und negativ. Ich muss aber sehen wie es für mich am einfachsten ist, weil ich natürlich alles regeln muss, da mein Freund den ganzen Tag arbeitet. Und da ich mich eben auch in Zukunft viel an dem Ort wo meine Eltern wohnen aufhalte, ist es ja gar kein Problem wenn sie dort mal Freunde besuchen will... Und es ist nicht so das sie am Zweitwohnsitz niemanden kennt, wir haben durch diverse baby Kurse Kontakt zu einigen Müttern und Kindern in gleichem Alter. Ich versuche einfach für uns alle das beste zu tun, aber dazu gehöre eben auch ich und man hat als Mutter eh schon einen 24/7 job, ich finde da darf ich es mir dann auch mal gönnen für mich etwas zu vereinfachen...

(21) 11.10.18 - 05:52

Ich würde mal sagen, die Legalität Deines Plans ist so semi.
Den Erstwohnsitz muss dort sein, wo Dein Lebensmittelpunkt ist. Und da könnte man in Deinem Fall Argumente sowohl für den einen aber eher für den anderen Wohnsitz finden.

Und die musst Du finden, weil der Gedanke: 'Das merkt doch keiner!' völlig falsch ist. Deine Tochter weiss, das sie eigentlich / auch noch woanders wohnt. Und das wird sie in aller kindlichen Unschuld irgendwann / irgendwem erzählen. Wenn's blöd läuft, erfährt es so eine Mutter, deren Kind auf KiTa-Warteplatz 105 steht und bei der Gemeinde anfragt, wie es denn sein könne, das ihr Kind warten muss, während Kinder die gar nicht wirklich in der Kommune wohnen, aufgenommen werden. Und dann brauchst Du gute Argumente für den Erstwohnsitz.

Steuerlich sollte es tatsächlich schnuppe sein (ausser bei den Fahrtkosten, die Du steuerlich geltend machen möchtest), genauso wie für's Kindergeld. Zumindest solange Du und Deine Tochter den gleichen Wohnsitz haben.


Grüsse
BiDi

Ich habe einfach den Zweitwohnsitz bei meinen Eltern angegeben inkl meiner Kinder. So ging es!

Hallo 👋

wir hatten damals auch so ein Problem, unser Kind besuchte die Krippe in Wohnort A (haben dort auch gewohnt), was super war da meine Mutter dort arbeitet und ihn jeden Tag mit nach Hause nehmen konnte.

Dann haben wir uns aber ein Haus gekauf (ein Dorf weiter, aber andere Stadt) und da kam bei mir auch die Frage auf, ob ich mich nicht einfach ummelde mit meinem Sohn zu meinen Eltern damit er auch dort zum Kiga gehen kann, die Kita Leiterin hatte mir davon abgeraten, da sie wirklich erst vor kurzem den Fall hatten, dass ein Vater mit seinen Kindern bei seinen Eltern gemeldet war, aber eigentlich wo anders wohnt, der musste dann Strafe zahlen plus die gesamten Gebühren nachzahlen für die Zeit des ummeldens (es gab damals in Ort A keine Kita Gebühren , in seinem wirklichen Wohnort schon).

Also das hab ich mir noch Einmal überlegt und einen Gastantrag gestellt, der jedoch nicht bewilligt wurde, jetzt geht unser Sohn also bei uns in den Kindergarten.

Deswegen erkundige dich wirklich sehr gut, nicht das hinterher doch noch was kommt.

Liebe Grüße :)

  • Also bei uns kostet der Kindergarten gleich viel, das macht keinen Unterschied. Und ich finde meine Argumente sind vielversprechend ;-) sollte es dennoch raus kommen und ich muss ein Bußgeld zahlen... Tja, dann ist das so... Mir ist selber auch bewusst, daß das nicht nur Vorteile hat. Sollten wir uns zum Beispiel während der Kindergarten Zeit wieder erwarten doch noch für ein zweites Kind entscheiden, könnte es sein das ich die Entscheidung bereue, da ich dann vielleicht wieder öfter am Zweitwohnsitz bin... Aber auch dann finden wir sicher eine Lösung

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