Karies bei 3jähriger Betäubung ja/nein

    • (1) 17.10.18 - 21:00

      Hallo,
      wie oben schon zu lesen ist bin ich mir leider sehr sicher, dass die Zahnshcmerzen meiner Tochter Karies bedeuten. Jetzt steht der Zahnarzttermin an und mir wurde von der Arzthelferin mitgeteilt, dass in ihrer Praxis bei Kindern generell ohne Betäubung gebohrt wird. ich kann mich sehr gut an sehr schmerzhafte Behandlungen während der Kindheit erinnern.
      Habt ihr Erfahrungen ob es mit oder ohne Spritze sinnvoller ist? Bisher geht sie gerne zum Zahnarzt und wenn es einmal heftig gezwickt hat ist dieses Verhalten bestimmt vorbei...
      Ich sage wie immer Danke für eure Antworten#blume

      • (2) 17.10.18 - 21:10

        Geh doch bitte zum Kinderzahnarzt. Ein normaler Zahnarzt könnte hier ein Trauma setzen... das wird das zur zahnarztangst führen. Beim Kinderzahnarzt (meistens reine privatleistung) gibt es genügend Erfahrung, dass das Kind vertrauen gewinnt und freiwillig mitmacht. Das kostet aber Zeit ... und die hat der Normale Zahnarzt nicht, wenn er kostendeckend arbeiten will.

        • (3) 17.10.18 - 21:53

          Danke für deine Antwort - ich habe hier bei keinen gefunden. Ich kann mir einfach nciht vorstellen, dass es ohne Spritze gut verlaufen kann...

          (4) 19.10.18 - 10:57

          Hallo!

          Das kann ich absolut nicht bestätigen. Es gibt Allgemeinzahnärzte (den Begriff "normaler Zahnarzt" kann ich nicht leiden, das würde ja bedeuten, dass alle anderen Ärzte nicht normal sind. Man sagt ja auch nicht "normaler Arzt", wenn man zum Allgemeinmediziner / Hausarzt geht!), die können super auf Kinder eingehen und haben auch reichlich Erfahrung mit Kindern. Kinderzahnärzte sind vielleicht in einigen Bereichen zusätzlich ausgebildet, aber ohne das entsprechende Einfühlungsvermögen nutzt die beste Ausbildung nichts. Und leider sagt die Zusatzbezeichnung (Kinderzahnheilkunde ist keine Facharztausbildung, sondern lediglich ein Tätigkeitsschwerpunkt) nicht viel über die Qualifikation des Zahnarztes aus. Unsere Nachbarin ist mit ihren Kindern bei einer Zahnärztin mit Tätigkeitsschwerpunkt "Kinderzahnheilkunde". Meine Tochter ist mit den beiden Mädchen befreundet, und als die jüngere (1 Jahr jünger als unsere Tochter) ca. 3 Jahre alt war, hat meine Tochter berichtet, dass Mädchen dürfe keine Süßigkeiten mehr essen, weil sie "eine Stelle am Zahn" hätte. Diese "Stelle" war eine beginnende Karies - und zwei Jahre später berichtet mir die Mutter, dass das Mädchen in Narkose 4 Kinderkronen bekommen hätte - mit der Aussage "Bin ich froh, dass die Zähne jetzt endlich gemacht sind!" Lernt man das in der Ausbildung, dass man Karies bei Kindern so lange beobachtet, bis es fast zu spät ist? Hätte man bei der 3jährigen die "kleinen Stellen" gleich adäquat versorgt, wären die Kronen überflüssig gewesen. Aber eine Sanierung in ITN bringt natürlich mehr Geld als die mikroinvasive Versorgung kleiner Läsionen. Und mit ein bisschen Einfühlungsvermögen kann man auch 3-4jährige Kinder so gut führen, dass sie eine kleine Füllung machen lassen.
          Mein Sohn hat an den letzten Milchbackenzähnen eine Schmelzbildungsstörung. Die hat dazu geführt, dass bei ihm mit 4 Jahren Füllungen notwendig wurden. Er hat problemlos 3 Füllungen machen lassen - ohne Betäubung bei einer Allgemeinzahnärztin. Leider hat sich auch meine Hoffnung zerschlagen, dass er sich durch diese Erfahrung besser die Zähne nachputzen lässt. Er sagt jetzt: "Wenn die Zähne kaputt sind, gehen wir halt wieder zur S. (Zahnärztin), die repariert die dann!"

          Wie Du schon so schön schreibst: Bei Kinderzahnärzten ist vieles Privatleistung, Geld bringt dem Zahnarzt eben v.A. der Zahnersatz. Und da Kinderzahnärzte keinen aufwändigen Zahnersatz machen müssen, muss man halt zuzahlen. Wir haben in der Stadt eine Kinderzahnarztpraxis, die auch Kieferorthopädie macht. Reihenweise kommen hier die Eltern von ihr zu uns, weil sie ihnen eine teure Privatbehandlung aufschwatzen wollte, die zu einem späteren Zeitpunkt von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt worden wäre. Eine Mutter meinte mal zu mir "Wenn eine Behandlung wirklich erforderlich ist, bin ich ja durchaus bereit, dafür Geld auszugeben. Aber ich bin nicht bereit, der Fr. Dr. ... ihre teure Praxisausstattung zu finanzieren."

          LG

          • (5) 01.11.18 - 10:33

            Ohne jetzt das Thema vertiefen zu wollen.aber die gkv zählt für eine Kinderbehandlung ein Appel und Ei..kein Zahnarzt arbeitet kostendeckend, geschweige denn Gewinführend wenn man ein kleines Kind, welches Angst hat behutsam an eine Behandlung heran führt... das dauert eben und brauch Zeit und ggf. Auch auf 2-3 Termine verteilt. Die gkv zählt aber nur einen Festbetrag (zweistellig)... den nur einmal... egal wie oft das Kind kommt. Daher ist bei einem Kinderzahnarzt fast alles privatleistung. Denn es wäre nicht bezahlbar... oder arbeitest du gerne entgeltlos und legst sogar noch Geld oben drauf um dein Personal zu bezahlen?
            Wie gesagt... das Thema ist komplex. Mit einem so kleinen Kind welches Angst hat... und der Zahnarzt dann schon so eine Aussage macht... niemals würde ich da hingehen. Dazu kenne ich zu viele angstpatienten aus der Praxis meines Mannes ...... die dann nach Jahrzehnten noch mit den Kinderzahnarztbesuchen zu kämpfen haben.

            • (6) 01.11.18 - 11:56

              Hältst Du die Option denn für besser, dass man so lange wartet, bis sich eine Narkose "lohnt", auch wenn man dann mit einfachen Füllungen nicht mehr klar kommt? Ich nicht.
              Und die GKV zahlt für eine Kinderbehandlung nicht weniger als für eine Erwachsenenbehandlung - mit dem Unterschied, dass man bei Kindern unter 15 sogar Kunststofffüllungen im Seitenzahnbereich abrechnen kann (sei 1.7., da man hier kein Amalgam mehr verwenden darf).
              Abgesehen davon hat nicht der Zahnarzt sondern die Helferin die Aussage gemacht. Und im Übrigen wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass es gute Allgemeinzahnärzte gibt, die auch Kinderbehandlungen machen, ohne das Kind damit zu traumatisieren, während es eben unter den Kinderzahnärzten eben auch welche gibt, die nicht gut sind. Eine Spezialisierung im Bereich Kinderzahnheilkunde (welche übrigens in der Regel eine rein theoretische Weiterbildung ist) bedeutet ja nicht automatisch, dass man für Kinder der bessere Zahnarzt ist.

              LG

      (7) 17.10.18 - 22:02

      Viele Ärzte arbeiten mit Lachgas, vielleicht ist es auch was für euch.

    (9) 17.10.18 - 22:43

    #winke

    Grundsätzlich ist für mich Zahnarzt ein heikles Thema und um meiner Tochter diese Angst zu ersparen, habe ich hohe Ansprüche.

    Ohne Spritze finde ich indiskutabel! Obwohl die selbst natürlich auch kein Spaß fürs Kind ist, Lachgas oder eine Kurznarkose finde ich (je nach Behandlungsumfang) sinnvoll.

    Lg
    Nina

    (10) 18.10.18 - 03:19

    Ich würde auch niemals ohne Betäubung bohren lassen. Das sind für mich unerträgliche Schmerzen, da ich gerade im Mundraum äußerst empfindlich bin. Aber wenn die mit Lachgas arbeiten, hätte die Arzthelferin dir das ruhig mal sagen sollen.

    (11) 18.10.18 - 06:12

    Ich bin grade etwas verwirrt - der Zahnarzt bohrt ohne Betäubung, nur weil sie ein Kind ist??? Ich dachte, diese Zeiten gehören schon seit meiner Kindheit der Vergangenheit an! Bei meinem kleinen Bruder wurde mit vier das erste mal gebohrt, er bekam vor dem pieks im Mund auf die Stelle etwas eisspray, damit er die Nadel nicht spürt und dann wurde das betäubt. Ich würde niemals zulassen, das bei meinem Kind ohne Betäubung gewerkelt wird, wenn es weh tut. Ich bin selbst sehr empfindlich und ich hab wegen einigen Vorfällen Angst vorm Zahnarzt, das will ich nicht für mein kind.

    Wenn du keinen kinderzahnarzt finden kannst, frag einfach sämtliche anderen Praxen ab, wer mit Betäubung und feingefühl an die Sache geht! Oder such direkt einen für angstpatienten, der wird definitiv gut auf deine Tochter eingehen!

    (12) 18.10.18 - 06:36

    Hallo!
    Es gibt durchaus kleine Kariesstellen, die man ohne Betäubung entfernen kann. Da tut die Spritze mehr weh als alles andere.
    Was natürlich dagegen spricht ist, dass sie jetzt schon Zahnschmerzen hat

    (13) 18.10.18 - 07:13

    WIr haben leider viel Erfahrung auf dem Gebiet. Mein großer (jetzt 5) hat seit ca. einem halben Jahr ziemlich kariesbefall (kein Mensch weiß warum, test vmit färbetabletten war ok, er benutzt sogar zahnseide, was lt Zahnarzt in dem Alter unüblich ist). Die ersten zwei oberflächlichen Löcher haben wir beim normalen Zahnarzt machen lassen ohne Betäubung. Ging aber auch nicht in die Tiefe. War kein Problem.
    Leider fielen die Füllungen immer wieder raus, so dass jedes Mal tiefer "sauber gemacht" werden musste. Daraufhin haben wir uns auf die Suche nach einem kinderzahnarzt gemacht. Wir wohnen sehr ländlich und fahren jetzt dazu in die nächstgelegene Großstadt, aber das lohnt sich auch! Wir haben seine Zähne jetzt mit einer kurzen Vollnarkose machen lassen. Und er geht nach wie vor sehr gerne hin, hat keine Angst.
    Die Behandlung hat trotzdem die Kasse gezahlt, wir haben nur die hochwertige Kunststofffüllung selbst bezahlt, normalerweise wird bei Kindern oft Zement benutzt, der ist aber nicht so langlebig.

    Also mein Rat: wirklich ab zum kinderzahnarzt, auch wenn man ein stückweit fahren muss.
    Alles gute!

    (14) 18.10.18 - 07:19

    Hi,

    ohne Betäubung geht gar nicht. Was ist das denn für ein Arzt?
    Es gibt auch die Möglichkeit Karies ganz ohne Bohren zu entfernen. Z. B. mit Ozon.
    Evt. musst du weiter fahren, aber lieber das, als ein Kind mit Zahnarzt Trauma.

    (15) 18.10.18 - 08:47

    Wie schon viele empfohlen haben, such dir einen Kinderzahnarzt. In Milchzähnen halten Füllungen schlechter, die, die unser durchaus guter Zahnarzt bei meinen Kindern gesetzt hat, sind alle wieder herausgefallen.
    Unsere Kinderzahnärztin betäubt mit STA-The Wand. Vor kleinen Kindern nennt sie das Zauberstab. Das ist schmerzfrei und die Kinder dürfen dabei noch DVDs gucken und sind abgelenkt. Meine Kinder sind zwar schon älter, aber vor Spritzen haben sie trotzdem Angst. Ohne Betäubung ist aber auch oft keine Alternative.

    (16) 18.10.18 - 09:01

    Meine Zahnärztin sagte mir neulich auch, dass man bei Kindern bei einer oberflächlichen Karies eher ohne Betäubung arbeitet, weil die Betäubung an sich den Kindern sehr viel Unwohlsein bereitet. Bei einer oberflächlichen Karies hat man beim Bohren keine Schmerzen, die Betäubung bringt also keinen Mehrwert, sondern ängstigt das Kind.

    (17) 19.10.18 - 11:04

    Hallo!

    Ich würde einfach nicht viel auf die Aussage der Helferin geben. Vielleicht behandelt der Zahnarzt kariöse Läsionen einfach schon sehr früh, sodass eine Betäubung gar nicht erforderlich wird. Mein Sohn hat mit 4 kleine Füllungen ohne Betäubung bekommen, das hat er problemlos weggesteckt. Oder er hat andere Methoden zur Schmerzreduktion - bei Kindern kann man z.B. ganz viel mit Hypnose erreichen. Vielleicht setzt er auch Lachgas ein ... Und vielleicht schickt er auch die Kinder, die er aufgrund der Kariesausdehnung nicht ohne Betäubung behandeln kann / will, einfach weiter. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ein Zahnarzt wissentlich einem Kind starke Schmerzen zufügt, wenn es sich vermeiden lässt - und das lässt es sich immer!

    LG

    Frage? Wie soll man ein Kind mit 3 Jahren ohne NARKOSE (nicht Betäubung sondern Narkose) dazu bringen bohren beim Zahnarzt mitzumachen? Mein Sohn würde sich auch gar nicht erst die Betäubungsspritze setzen lassen! Der wäre ja traumatisiert fürs Leben nach so einer Behandlung. Mal ganz ehrlich. Ich hab schon beim Zahnarzt gearbeitet und Patienten die genau sowas in ihrer Kindheit erfahren haben, sind ALLE im Erwachsenenalter Angstpatienten geworden. Weist du (neben der Vorstellung bei einem Kind was die Ursache dafür darstellt) wie furchtbar das mit anzusehen ist. Wenn Erwachsene gestandene Männer mit TRÄNEN in den Augen und Schweißperlen auf der Stirn bei jeder Bewegung vom Zahnarzt zusammenzucken also woll dieser auf sie einprügeln? Frauen wie Männer denen man als Helferin die Hand halten muss und gut zureden und viel Geduld benötigt damit sie den nächsten nötigen Schritt überhaupt ohne Kreislaufzusammenbruch meistern können. Die einen HEULEND im Behandlungszimmer erzählen warum sie so eine Angst entwickelt haben und es IMMER Geschichten aus der Kindheit sind die dazu geführt haben!!!!

    Ganz ehrlich sobald es bei meinem Sohn heißen sollte, Karies - es muss gebohrt werden etc. Geh ich zur nächstgelegenen Zahnklinik und lass ihn für diese Behandlung in Narkose legen! Bzw. in einen Dämmerschlaf versetzen, dass er nix davon mitbekommt aber nicht so tief weggeknockt wird wie bei der Narkose. Das gleiche ist im übrigen auch üblich für CT Untersuchungen oder MRT weil man sich dafür null komma null bewegen darf. Das kannst du nicht mal durch anschnallen verhindern.

    Betäubungsspritze bringt bei einem Kleinkind auch nix. Ich bin kein Angstpatient aber ganz ehrlich die Spritzen die beim Zahnarzt für Betäubungen zum Einsatz kommen sind weder angenehm noch sehen sie angenehm aus. Da bekomm selbst ich der eigentlich total entspannt beim Zahnarzt ist, kurzzeitig einen Anstieg der Pulsfrequenz und mir schlägt mein Herz bis zum Hals. Mein Kind der eh zur Ängstlichkeit neigt und sehr schmerzempfindlich ist... der würde ja schon beim Anblick der monströsen Spritze einen kompletten Nervenzusammenbruch bekommen und die Spritze betäubt ja auch nur die Stelle... man bleibt ja wach... bekommt das bohren akkustisch noch mit und den Druck ebenfalls.

    Ganz ehrlich im Kindesalter und vor allem im Kleinkindalter... no go!

    (19) 24.10.18 - 06:31

    Guten Morgen ,
    Also meine Tochter ist auch fast 3 und letzte Woche bei kontrole würde auch Karies entdeckt . Was aber bei uns gut ist , das sie noch keine Schmerzen hat . Wir haben jetzt nächsten Freitag bei mein vertrauten Zahnarzt Termin . Ich bin gespannt wie das überhaupt wird . Zahnarzt meinte , es wird ohne Betäubung versucht . Wie gesagst , weil sie keine Schmerzen hat . Solange man keine Schmerzen hat , ist der Karies nur oberflächlich und bei bohren kann nicht weh tun .
    Übrigens seit meine Tochter 1 Jahr ist gehen wir alle 6 Monate zur kontrole .

Top Diskussionen anzeigen