Weinen beim Abgeben im Kindergarten

    • (1) 22.10.18 - 07:50

      Hallo zusammen,

      unser Sohn ist dreieinhalb Jahre alt und geht seit September in den Kindergarten. wir sind vor einem Jahr umgezogen und er war zwischenzeitlich bei einer Tagesmutter. davor war auch schon im Kindergarten.

      Leider weint er immer noch sehr beim abgeben. es fängt schon zu Hause an, dass er sagt er möchte nicht in den Kindergarten und auf dem Weg dahin. spätestens beim Jacke und Schuhe ausziehen quengelt und heult er.

      Beim abgeben im Gruppenraum heult er dann, klammert sich fest oder rennt weg, so dass ich ihn auf dem Arm an die Erzieherin übergeben muss. Das ist jetzt seit September wirklich gar nicht besser geworden.

      Wenn ich ihn frage warum er nicht in den Kindergarten möchte sagt er, „es ist blöd“. wenn ich frage, was blöd ist, sagt er nur „alles“. Er sagt, er möchte zu Hause bleiben oder mit mir zur Arbeit gehen. Ich erkläre ihm dann, dass das nicht geht, weil mein Chef das nicht erlaubt. Hilft aber nichts er sagt immer nur er möchte nicht in den Kindergarten.

      Die Erzieherinnen sagen das ist noch ganz normal und wird sich geben. Sie meinen ich mach das schon ganz gut das ich ihn schnell abgebe und mich nicht lange von ihm verabschiede.

      Ich habe auch nicht den Eindruck, dass es ihm im Kindergarten nicht gefällt. Er scheint sehr beliebt zu sein und spielt schon mit verschiedenen Kindern. ein Kind war auch schon ein paarmal zu Besuch bei uns. Nach dem Kindergarten erzählt er auch immer was er alles gemacht hat. wenn ich ihn aber frage, ob er morgen wieder hingehen will sagte natürlich „nein das ist blöd.“

      Hat jemand eine Idee, wie ich ihm das morgens einfacher machen kann oder wie lange es dauert bis sich das gibt?

      Liebe Grüße!

      • Ich kenne diese Situation weil ich es gerade auch so erlebe. Nach einigen problemlosen Wochen möchte mein Kind (3) auch lieber daheim bleiben. Weinen und jammern schon vor der Ankunft dort. Aber beim holen immer lachen und spielen zu beobachten. Ich denke es ist ein testen und eine Phase. Die mal mehr ausbricht mal weniger. Habe Geduld und frage mal die Erzieherinnen wie schnell er sich beruhigt wenn du gehst. Meiner ist nach 2 min schon mitten im Spiel obwohl beim gehen großes Theater. Das sind auch kleine Schauspieler 😉

        Hallo,

        oh ja das kenne ich zu gut. Bei unserem Sohn hat das ca. 6 Monate gedauert bis es wirklich vorbei war.

        Auch er ging eigentlich gern, hatte viele Spielkameraden bzw. kannte bereits einige Kinder in seiner Gruppe (u.a. den Sohn unserer besten Freunde)

        Die Erzieherinnen meinten das manchen Kindern trotzdem das morgendliche Abschiednehmen lange schwer fällt. Es dann möglichst kurz zu machen ist der richtige Weg, auch wenn es weh tut.

        LG
        Tanja

        Hi,

        meiner geht seit Februar und wir hatten bis August nie Probleme und dann auf ein Mal, eine Woche vor den Ferien, gab es Theater beim Abgeben. Musste ihn dann auch einer Erzieherin auf den Arm geben. Nach den Ferien war es dann noch 2 Tage so, dann wurde es von Tag zu Tag besser. Jetzt war er 2 Wochen krank und er sagt jetzt wieder, er will nicht hin. Mal mehr mal weniger.
        Beim Abgeben geht es dann aber meistens ohne Probleme. Aber zu Hause kommt gerade beim Schuhe anziehen oft: Da ist langweilig, ich will nicht, der Kiga hat zu usw. 😊

        Beim Abholen kommt er mir dann meist freudestrahlend entgegen und er hat auch viel Spaß dort. Er kommt da wohl eher nach seinem Papa, der ist halt auch in den Kiga, aber wenn der Mal ausgefallen ist, war das auch kein Problem😁.
        Der Sohn einer Kollegin hat bis zum Vorschuljahr beim Abgeben geweint, dann ging es.
        Manche brauchen wohl einfach länger.

      • Das ist normal und geht vorbei.
        Dein Kind braucht etwas länger , um anzukommen es wird mit der zwit besser. Vielleicht kannst du versuchen das Thema Kindergarten am morgen gar nicht so zu thematisieren, ihr lieber bespricht was ihr nach dem Kindergarten macht oder so. Vielleichthilft es im und er hat etwas auf das er sich freut. Dir kann es helfen, wenn du mit der Erzieherin sprichst, ob er sich gleich beruhigt und ins Spiel findet, dann kannst du mit einem besseren Gefühl zur Arbeit gehen. Es wird immer gute und nicht so gute Tage geben, wir Erwachsene sind auch nicht immer so glücklich wenn wir zur Arbeit müssen, und würden an machen Tagen auch lieber zuhause bleiben.

        Danke für Eure Antworten.

        Heute war es besonders schlimm. Er hat den ganzen Weg ununterbrochen gesagt, er will nicht in den Kindergarten. Den ersten Wegrenn-Schrei-Anfall gabs noch draußen vor der Tür des Kindergartens. Ich habe ihn dann rein getragen und ihn umgezogen. Oben angekommen, war die Erzieherin gleich da, was eigentlich gut ist. Ich drückte ihr noch was in die Hand und in dem Moment rannte er auch schon wieder weg. Er rannte im Pullover zur Tür raus. Ich ihn also geschnappt und der Erzieherin übergeben. Er hat sich so an mir fest geklammert, dass ich ihm wirklich die Hände an meinem Schal öffnen musste. Drinnen hat er sich auf den Boden geworfen und gewütet.

        Für mich ist das auch echt furchtbar. Eigentlich bin ich heute im Homeoffice und hätte ihn zuhause lassen können. Aber vermutlich mache ich es uns damit nicht leichter. Mir blutet wirklich das Herz, wenn ich ihn so sehe. und ich habe auch ein bisschen Angst, dass er den Kindergarten als sowas negatives sieht, dass er nie gerne hingehen wird.

        Also, Hilfe! Was kann ich noch tun? Ich werde heute mal versuchen, das Gespräch mit der Erzieherin zu suchen. Denn es wird eigentlich jeden Tag schlimmer, statt besser. So kann es nicht weitergehen...

        LG, Tomate

        • Ich würde noch mal mit der Erzieherin reden, vielleicht war ja doch etwas? Gab es eine richtige Eingewöhnung oder eine harte Ablösung ?

          Manchmal kann eine Kindergarten Pause Wunder wirken

          Vielleicht braucht er auch einen etwas sanfteren Abschied? Kurz ein Buch anschauen, noch winken...


          Schau mal in die Bücher von Dr. R. Posth er hat viel zu dem Thema geschrieben, wirklich sehr einfühlsam

          Manchmal möchte das Kind auch nur erleben das es in seinen Wünschen und Bedürfnissen gesehen wird und auch mal zuhause bleiben darf?

          Lass dich nicht von der schwarzen Pädagogik des letzten Jahrtausends verrückt machen: da wirst du hören er müsse da jetzt durch und du müsstest es durchziehen ...

          • Es gab eine Einhewöhnung, die dauerte 3 Wochen und lief eigentlich ganz gut. Da weinte er beim Abgeben eigentlich nicht und meckerte nur ein bisschen, dass ich draußen warten solle.

            Kiga-Pause haben wir jetzt über ein verlängertes Wochenende. Aber ich bin berufstätig und habe keinen Urlaub mehr. Omas haben wir auch keine in der Gegend.

            Hm, das mit dem sanfteren Abschied glaube ich eher nicht. Er war am alten Wohnort ja auch schon im kiga und dort ging es am besten, wenn wir ganz schnell gemacht haben. Er mag diesen Abschiedsmoment einfach nicht, verständlicherweise.

            Das mit dem gehört werden verstehe ich. Neulich sind wir zum Turnen, erst wollte er nicht, dann schon. Als wir dann ankamen, wollte er plötzlich gar nicht mehr. Hab dann mit ihm gesprochen und gesagt, dass wir wieder gehen, wenn er nicht möchte. Und dass er ja immer so fleißig indem kiga geht und deswegen kann er jetzt auch einfach mal nicht zum Turnen. Oder ich hole ihn schon vor dem Essen ab, wenn er sagt er möchte nicht bleiben (und es mir
            Möglich ist) Er wird also gehört, weiß nur nicht, ob das beim kiga so sinnvoll ist mit dem Zuhause Bleiben.

            Konnte heute nicht mit

            • Konnte heute nicht mit der Erzieherin sprechen nur mit einer anderen. Sie meinte, es war alles gut nach ein paar Minuten und er hatte einen guten Tag. Sie meinte auch, dass ist sehr hart für die kleinen Kinder und sie müssen sich langsam daran gewöhnen.

              Werde die Tage versuchen mit seiner Bezugserzieherin zu sprechen. morgens ist das halt wegen dem ganzen Theater schwierig.

              Hallöchen Tomate,

              ich gebe auch mal meinen Senf dazu...
              Ich finde, wenn Kinder so deutlich zeigen, dass etwas nicht stimmt, dann muss man darauf reagieren. Was für ein Vertrauensmissbrauch wenn man das einfach abbügelt. Die Situation ist ja nicht erst seit gestern so und hört sich für mich auch nicht nach eine "Testphase" an.
              Vielleicht rudert ihr noch einmal zurück....?
              Wenn möglich Kindergartenpause und dann eine neue Eingewöhnung?
              Ich würde tatsächlich erst gehen, wenn mein Kind sich beruhigt hat und ins Spiel gefunden hat oder eine Beziehung zu den Erziehern aufgebaut hat.

              Diese schnellen Abschiede sind vielleicht für das eine Kind passend- heißt aber noch lange nicht, dass das für das andere Kind auch gilt!

              Unser Sohn hatte auch etwas Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung. Die Erzieher befürworteten auch einen schnellen frühen Abschied...Mein Herz und mein Kind haben mir aber was ganz anderes gesagt.

              Wir sind gut damit gefahren auf unser Bauchgefühl zu hören und gegen die Erzieher zu entscheiden. Unser Sohn hat fast 6 Wochen Eingewöhnung gebraucht...Aber nun geht er gerne und stets ohne Weinen!

              Wenn dein Bauchgefühl sagt, so geht das nicht - dann geht das so nicht und ihr braucht eine neue Strategie! Sprich noch mal mit den Erziehern... Vielleicht haben sie eine Idee...Wenn nicht denk Dir selber etwas aus...Was tut deinem Kind gut, was gibt ihm Sicherheit, an was kann er sich orientieren?

              Ich wünsche Euch alles Gute !

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