Mobbing im Kindergarten

    • (1) 13.11.18 - 08:45

      Guten Morgen, #winke

      heute bräuchte ich einmal ein paar Meinungen bzw. Denkanstöße zu folgender Situation:

      Mein Kleiner ist 4,5 Jahre alt und geht zur Betreuung in den Kindergarten.
      Dort fühlt er sich sehr wohl, hat feste Freunde, mit denen er sich auch privat trifft, wir Eltern verstehen uns etc.

      Nun ist es aber so, dass mein Sohn seit knapp 2 Wochen immer wieder über Kopfschmerzen klagt und abends manchmal Bauchweh hat.
      Das sind sporadisch auftretende Symptome.
      Ich habe dies abklären lassen, aber außer einem Infekt ist körperlich nichts ersichtlich.

      Ich beobachte in solchen Fällen sehr genau, und gestern in einem Gespräch hat sich mein Verdacht bestätigt.
      Im Kindergarten ist es so, dass zwei Jungs (einer davon sein "bester Freund" mit dem er privat sehr gerne spielt) ihn gezielt ärgern.
      Nun sind das jedoch keine einmaligen Angelegenheiten, sondern immer wieder auftretende Fälle.
      So wird ihm an der Jacke gezogen, er wird geschubst etc.
      Die beiden Jungs machen das nicht ausschließlich nur bei meinem Sohn, sondern auch bei anderen Kindern. Da das eine kleine Kerlchen aber privat ganz anders ist, weiß ich, dass es hier einfach Gruppendynamik im Kindergarten ist und der eine einfach mitläuft bei dem Unsinn, welcher der andere macht.

      Meinen Sohn nimmt das Ganze aber sehr mit, ihn macht das traurig, da er kein Kind ist, welches über die körperliche Ebene geht.
      Er kennt seine Grenzen und versucht auch die der anderen zu respektieren.
      Er ist wirklich sehr empathisch und sagt auch selber, dass er die anderen nicht zurück ärgert, da diese ihn dann wieder ärgern würden und es dann den ganzen Tag so gehen würde.
      Nach einer Weile ist das Vorgefallene auch erst einmal wieder Geschichte und sie spielen wieder zusammen, bis zum nächsten Vorfall.

      Jedoch erzählt er mir abends davon und ich merke wie traurig er darüber ist, wir reden und ich versuche zu erklären, auch dass die Anderen einfach noch nicht so weit sind, um seine Grenze erkennen zu können, dass er diese aber bewusst aufzeigen muss und sich im Notfall auch verteidigen muss.

      Im Kindergarten habe ich die Situation heute angesprochen und auch hier wurde die Situation bereits beobachtet und gezielt versucht zu lenken, dass das nicht immer klappt ist klar, aber ich vertraue da der Einrichtung.

      Wie würdet ihr versuchen euer Kind zu stärken?

      • Ich würde meinem Kind raten, dass er sich in diesem Fall - zumindest kurzzeitig - andere Spielkameraden sucht. Er muss nun aber leider lernen, mit diesen Situationen selbst umzugehen. Kinder ärgern sich und vertragen sich schnell wieder. Du kannst ihm nur immer wieder sagen, dass wenn ihm die Reaktionen der anderen Kinder nicht gefallen, er dann eben nicht mehr mit ihnen spielen soll. Tut er es dann doch, war es wohl auch nicht so schlimm.

        Ich halte dieses Verhalten für absolut normal, das ist bei uns auch schon in dieser Form aufgetreten. Körperlichkeit und Ausgrenzen gehören nun mal ab einem gewissen Alter dazu.

        • Natürlich ist es normal in diesem Alter und ich traue ihm sehr wohl zu, dass er bis zu einem gewissen Grad diese Situation auch tragen kann, ABER eben nur solange wie er für sich sagt, dass es in Ordnung ist.

          Er ist bei der Wahl der Kameraden sehr offen und spielt auch sehr viel mit anderen, das ist nicht das Problem.
          Ich danke dir, für deinen Beitrag.

          • Es gibt aber nunmal immer Situationen im Leben, die für einen selbst nicht in Ordnung sind. Das ist normal und er muss lernen, damit umzugehen. Das kann er aber nicht, wenn du in dieser Situation bereits von einem "Mobbing" sprichst und ihm klar signalisierst, dass diese Verhaltensweisen so nicht sein dürfen.

            Natürlich muss er sich nicht schubsen lassen. Dennoch muss er die Situation ertragen oder sich wehren - viel Anderes bleibt nicht. Auch die Erzieher können und sollen natürlich darauf achten, aber die Kinder klären das doch untereinander.

            Meine Tochter musste auch in ihrem neuen Kindergarten das erste Mal lernen, dass sie sich gegen andere Kinder wehren muss und dass sie nicht jedermanns Liebling ist, so wie es im alten Kindergarten war. Das hat mir auch leid getan und ich fand es nicht schön, aber trotzdem müssen die Kinder da (alleine) durch.

            Mann kann sie immer nur darin bestärken, dass sie sich andere Spielkameraden suchen können oder dass sie dann eben ihren "Freunden" nichts Gutes mehr tun, wenn sie von ihnen geärgert werden. Außerdem machen diese Jungs das ja nicht nur mit deinem Kind, sondern auch mit anderen, also ist es nicht auf dein Kind bezogen.

      "So wird ihm an der Jacke gezogen, er wird geschubst etc."
      "Nicht nur bei ihm"

      Weißt du überhaupt, was Mobbing ist?

      • Liebe Kathy04,

        natürlich weiß ich was Mobbing ist, verstehe die Frage nicht, vielleicht kannst du mich aufklären.

        Auch in diesem Alter gibt es Mobbing, auch die völlig normale Aussage "Dann bist du nicht mehr mein Freund", ist eine Form der emotionalen Erpressung und Form von Mobbing.

        • Du klingst wie jemand, der sein Pseudowissen ausschließlich aus Ratgebern bezieht, jedoch selbst null Erfahrung hat.
          Wach auf, Mädel, das hier ist das Leben unter völlig normalen 4Jährigen #freu. Die zupfen mal an dessen und dessen Jacke #rofl, es wird gerangelt und auch "du bist nicht mehr mein Freund, wenn..." gesagt. Du interpretierst da etwas hinein, was völliger Quatsch ist. Begib dich öfter unter mehrere Kindergartenkinder, dann erhältst du einen Einblick ins Real Life.
          Stärke deinem Sohn den Rücken, bringe ihm bei, wie man mit Nachdruck "Hör auf Linus!!!" sagt, sonst wird er bald jeden Pups im Raum als ganz persönlichen Angriff und Mobbing betrachten ;-).

        Man kann es auch übertreiben...

        "Dann bist du nicht mehr mein Freund", ist eine Form der emotionalen Erpressung und Form von Mobbing.
        Das ist jetzt nicht wirklich Dein Ernst, oder?
        OK, dann sind die Krippen, Kindergärten und Grundschulen voll von Mobbing. Dann sind wahrscheinlich 99% aller Kinder deurtschlandweit (besser: weltweit) Täter von Mobbingattacken.

        • #rofl

          Gestern hat unser Dreijähriger zu mir gesagt "Du bist nicht mehr mein Freund." Darauf hab ich gesagt "Ich bin ja auch nicht Dein Freund, sondern Deine Mama - und die muss eben manchmal schimpfen." ;-)

          Jetzt überlege ich gerade, ob ich mir vielleicht psychologische Hilfe suchen sollte, wenn ich von meinem eigenen Kind gemobbt werde ... #schwitz#rofl

    Und wer sagt, dass das in Ordnung ist?!?!?! Kinder die ERZIEHUNG genießen wissen, dass man nicht schubst und am Ärmel zieht! Unter Asozialen ist das vielleicht normal. Davon gibt's ja genug!

(14) 13.11.18 - 09:10

Hallo,

ich würde Deinem Sohn auch raten, sich andere Freunde zu suchen. Wer sich so verhält, wie diese Jungs, ist kein Freund und auf den kann er verzichten.

Für den anderen Jungen wäre das ebenfalls ein Vorteil. Der merkt dann nämlich, dass sein Verhalten weitere Konsequenzen hat, als ein paar kritische Worte von der Erzieherin, die vermutlich zum einen Ohr rein und zum anderen raus geht.

Außerdem soll Dein Sohn sich nicht alles gefallen lassen. Er kann z.B. laut "Hör auf xy zu machen, Z!" sagen. Das bekommen dann alle mit, und das findet das andere Kind wahrscheinlich unangenehm.

So etwas muss Dein Sohn sowieso lernen, weil die Kinder auch in der Schule immer wieder auf Rabauken und Mobber treffen.

LG

Heike

(15) 13.11.18 - 09:20

Das ist doch kein Mobbing!

Du musst dein Kind stärken. Das er richtig so ist wie er ist (mein Sohn ist auch kein Chaosjunge), das er sich Hilfe holen soll wenn es schlimm ist, er laut und vehement sagen soll, dass er das nicht möchte. Das er im Zweifel eine Weile mit wem anders spielt.

Stärke deinen Sohn so, das ihn solche Kleinigkeiten nicht gleich aus der Bahn werfen.

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