Mit der Kita absolut überfordert. Was wäre das Richtige?

    • (1) 16.11.18 - 20:49

      Mein Sohn ist 4, Integrationskind im Heilpädagogischem Kindergarten. Keine genaue Diagnose. Er brauch etwas länger um zu verstehen, hat Sprachplobleme u ein schlechtes Aufgabenverständnis.
      Er ist dort seit 1 Jahr und am Anfang lief es wirklich super. Dann haben plötzlich fast alle Erzieher dort gekündigt, genaue Gründe will niemand sagen.
      Mein Sohn hat große Probleme dort. Er geht gerne hin, jedoch macht er den neuen Erzieherinnen dort zu schaffen. Sie sagen er versteht nicht was sie von ihm wollen, ist absolut nicht Aufnahmefähig u nicht mehr tragbar für die Einrichtung. Sie sagten er brauch neben der Logopädie auch Ergotherapie. Dies könne nicht im Kiga gemacht werden, die Leitung lässt keine Therapeuten in die Einrichtung. Als ich sagte ich überlege mir dass wurden sie ziemlich sauer. Von anderen Eltern habe ich erfahren dass mein Sohn sehr oft im Flur verweilt, der Gruppe ausgegrenzt wird. Isst er seine Suppe nicht auf bekommt er kein Nachtisch. Man hört die Erzieher oft seinen Namen brüllen und ich weiß nicht was ich tun soll.
      In den letzten 6 Monaten sind 2 i Kinder bereits aus der Einrichtung "geflogen" weil die Leitung sagte sie seien nicht tragbar. Nun geht es bei uns auch los.
      Was kann ich denn tun für ein harmonisches Verhältnis mit den Erziehern? Man merkt dass sie meinen Sohn missbilligen. Heute wurde geknetet u er durfte nicht mehr dran teilnehmen weil er Farben vermischt hatte. Er musste auf den Flur. Ich weiß nicht ob ich überreagiere oder ob es wirklich nicht ok ist. Manchmal sagen die Erzieher uns auch gar nicht mehr Tschüss wenn wir gehen. Was kann ich denn nur machen.

      • Hallo,
        das tut mir so um Herzen weh, wie mit deinem Sohn umgegangen wird. Ich bin Heilerzieherin und arbeite in einer Inklusionskita.
        Das Verhalten der Leitung und der Erzieher geht gar nicht. Wende dich an den Träger! Warum lässt die Leitung keine Therapeuten in die Einrichtung??
        Ich würde dir wirklich raten, das Gespräch mit dem Träger zu suchen und sich parallel dazu nach einer guten anderen Einrichtung umzusehen?
        Alles Liebe!

          • (5) 17.11.18 - 11:56

            Nein, tut er nicht unbedingt! Habe selber die Erfahrung gemacht, dass der Träger mich unterstützt hat und der stellvertretenden Leitung nahegelegt hat, sich was anderes zu suchen. In dieser Einrichtung würde sie mit so einer Einstellung (sie mobbte mich arg; bin Erz.) nie den Leitungsposten bekommen. (bis sie mich mobbte war sie heißer Kanditat als baldige Nachfolgerin der Leiterin).

            Bei dir wurde ich noch mal mit der Leiterin und den Gruppenerzieherinnen sprechen. Nimm dir jdm.als Zeugen mit. Da würde ich persönlich, ganz klar schon mal ansprechen, dass es doch eine integrative (Inklusions)Einrichtung ist.
            Du aber den Eindruck hast, dein Kind,das Hilfe benötige, werde rausgedrängt, WEIL er halt ein Integrationskind ist.
            Ich würde auch "androhen", dass ich weiter zum Träger gehe, wenn sich ihre Arbeit nicht einer tatsächlich intégrativen Einrichtung entsprechend ändere bei deinem Kind.

            Wenn die dann imemr noch auf stur schalten schreibe ein paar Situationen auf und wende dich wirklich an denTräger Die kennen zwar die Mitarbeiter, aber kennen doch nicht jeden Schritt und jedes Verhalten haargenau.

      (6) 16.11.18 - 21:16

      Moin,

      was Du da beschreibst geht gar nicht, die kommen da ja mit Sachen nicht zurecht die selbst in unserem Regelkindergarten kein Thema sind! Bei uns gibt es z.B. keine mehrfarbige Knete damit eben nix vermischt werden kann. Dann sollen Sie Deinem Kind nur eine Knete geben und die andere wegräumen! Durch die ganzen "Ausschlüsse" fällt ja sogar auch wichtige Förderung für Dein Kind weg!

      Ob jetzt Ergotherapeuten zugelassen werden müssen weiß ich nicht, wir machen das "privat" weil ich auch immer in engem Kontakt mit den Therapeuten stehen will und wissen will was gemacht wird, was wir noch tun können. Bei uns würde aber auch der Kindergarten mit den Therapeuten zusammenarbeiten, sprich sich auch mal auf ein Gespräch treffen, sich austauschen was die Therapeuten meinen was das Kind an Förderung braucht.

      Also, nein du reagierst absolut nicht über.
      Was Du tun kannst weiß ich aber leider nicht weil das in jedem Bundesland anders ist, gäbe es ne Alternative?
      Ich sehe da allerdings eher kein Bedarf an "harmonisches Verhältnis", ich sehe da eher deutlichen Handlungs- und Redebedarf mit Erziehern und Träger! Also eher auf die Barrikaden gehen, einfordern. Wobei Du schreibst dass schon 2 Kinder geflogen sind ... vermutlich weil die Eltern muckten. Scheiß Situation, sorry, schau dass Du was anderes findest wenn irgendwie möglich.

      Wenn Du sagst keine Diagnose, arbeitet ihr mit einem SPZ zusammen, wer betreut ihn auf Ärzteseite? Haben die keinen Tipp wo er gut aufgehoben und gefördert werde?

      LG
      WuschElke

    • (7) 16.11.18 - 21:58

      Hi mag ja sein dass es ein „Heilpädagogischer Kindergarten“ war, jetzt scheint er das definitiv nicht mehr zu sein. Die I-Kinder fliegen raus? Das ganze Personal hat gewechselt? Was für heilpädagogische Fachkräfte stehen dort jetzt auf dem Programm?

      Wie Elke schreibt: die Handhabe ist von BL zu BL unterschiedlich. Fakt ist aber: es gibt eklatante qualitative Unterschiede und diese Kita scheint zumindest aktuell Untergeschoss zu sein. An der Harmonie zu arbeiten sehe ich da ehrlich gesagt als das letzte Übel. Da stimmt es offensichtlich vorne und hinten nicht. Bei uns ist es so, dass die Kita dem Bezirk bestätigen muss, dass sie den SPFB (Sonderpädagogischen Förderbedarf) stemmen können - das kann eure Kita offensichtlich nicht (mehr) gewährleisten. De facto ist die Bewilligung in dieser Kita hinfällig geworden : Kläre das!
      Nehme Kontakt zu anderen Kitas auf! Frage mal eure Therapeuten: stellt da wer den Fachdienst? Wenn ja: Wo? Kennen sie Einrichtungen welche in Frage kämen?

      Seid ihr in einem pädiatrischen Zentrum wie das SPZ angegliedert? Wenn ja: mache umgehend einen Termin aus.

      Falls es möglich ist, würde ich mein Kind vorerst zuhause lassen. Mit I Status muss du das zumindest ab einer bestimmten Dauer melden. Besprich die Begründung mit euren Ärzten. Solche Umstände - ich hätte ja fast Zustände geschrieben- können deinem IKind mehr schaden als fördern/helfen.

      Sei dir gewiss: das ist nicht eure Einrichtung. Die müsst ihr erst finden., also leg los und vereinbare Termine und bring Unterstützung ins Rollen!

      Alles liebe 💕

      Nimm ihn raus!

      Klar, abhauen ist feige, aber ich glaube, manchmal ist es der richtige Weg. Du bist nicht dabei, wenn dein Sohn in der Kita ist. Er ist den Erzieherinnen ausgeliefert. Wenn du jetzt gegen die Kita vorgehst (was natürlich richtig wäre), weißt du nicht, was sie dann mit deinem Kind machen.

      Ich würde mir eine bessere Kita suchen.

      lg

      (9) 17.11.18 - 09:52

      Hallo,

      wie schon geraten wurde, würde ich als erstes mit dem Träger sprechen.
      Es kann zwar sein, dass die hinter der Leitung stehen, aber was hast Du zu verlieren?

      Wenn es gut läuft, bessert sich etwas, wenn es schlecht läuft, musst Du eine andere Einrichtung für Deinen Sohn suchen.
      Wenn Du gar nicht erst das Gespräch suchen willst, solltest Du gleich einen anderen Platz suchen gehen, denn so ist die Kita für Deinen Sohn nicht zumutbar.

      Auf mich macht es den Eindruck, als seien die neuen Erzieherinnen mit Deinem Sohn entweder überfordert oder hätten keine Lust, ausreichend auf ihn einzugehen.
      Beides ist eigentlich unmöglich in einer heilpädagogischen Kita. Die sind ja für solche Kinder da.

      Erzieherinnen sind auf dem Arbeitsmarkt leider Mangelware, weil kaum jemand diesen anspruchsvollen Job bei der schlechten Bezahlung machen will.
      Wenn in Eurer Einrichtung das Betriebsklima schlecht ist, wofür diese Kündigungswelle spricht, spricht sich das unter den Erzieherinnen in der Gegend herum und dann hat die Einrichtung Probleme, gute Mitarbeiterinnen zu bekommen.

      Die Kinder dauerhaft täglich einer für sie unerträglichen Situation auszusetzen, kann die Kinder richtig psychisch schädigen. Unser Sohn war in der 2. Klasse kurz vor einer Depression, weil die Situation mit seiner damaligen Klassenlehrerin so katastrophal war. Wir mussten ihn da auch raus nehmen. Weil er auch unterfordert war, konnte er an der gleichen Schule eine Klasse höher springen, aber wenn er nicht unterfordert gewesen wäre, hätten wir die Schule gewechselt.
      Das ist keine Flucht, sondern eine Maßnahme, um sein Kind zu schützen.

      LG

      Heike

      (10) 17.11.18 - 10:05

      Ich könnte platzen bei solchen Kollegen.
      Ich komme aus dem Geschäft...Bin gelernte Erzieherin und habe Erziehungswissenschaften und Soziale Arbeit studiert.

      Ich bin entsetzt! Wer ist denn der Träger dieses Haufens? Bitte um ein Gespräch bei der Leitung! Bereite dich fachlich gut vor. Gibt es in der Einrichtung ausgewiesene I-Plätze? Hat dein Sohn einen I-Status?
      Die Einrichtungen bekommen Geld und Personal für solche Plätze.

      Bitte die Elternvertreter hinzu. Such die weitere Experten aus einer Erziehungsberatungsstelle, die dich bei dem Gespräch fachlich begleiten können.

      Ich befürchte, der Drops ist für euch dort gelutscht.... Möchtest du dein Kind denn dort wirklich lassen?

      Geknetet und Farben vermischt - Na und zum Kuckuk! #aerger
      Das macht mein 3 Jähriger non stop auch ohne I-Status um zu schauen was passiert...Dann würde mein Sohn nur auf dem Flur sitzen....

      Du merkst, ich bin wirklich sauer...Ich finde zu reagierst keinesfalls über!

    (13) 17.11.18 - 11:23

    vermutlich sind das zwei paar Schuhe...

    1. die neuen Erzieherinnen, die nicht nur Dein Kind, sondern vermutlich auch mit anderen nicht so umgehen, wie man es wünscht.

    2. die Art des Kindergartens an sich und der Förderbedarf Deines Sohnes.

    Bei uns in der Stadt gibt es einen Förderkindergarten --- und einen Sprachheilkindergarten -- und eine "fitte" Gruppe in einer Behindertenschule mit angegliedertem Kindergarten.

    Würde für Euren Sohn vielleicht nicht irgend eine passende Kindergartengruppe in fahrbahrer Reichweite sein, die sich gezielt in der Kindergartenzeit drum kümmert, eventuelle Defizite zu bearbeiten, statt dass ihr bei der Einschulung erst so große Probleme bekommt und dann eventuell falsch landet?

    Viele Eltern wollen ihre Kinder nicht in Einrichtungen für besondere Bedürfnisse anmelden. - Wollen nicht akzeptieren, dass das Kind (wenn auch eine leichte) Behinderung hat.

    Ganz ehrlich? Manches kann man gezielt im Kindergartenalter so bewusst fördern, dass eventuell der Anschluß in eine normale Regelgrundschule geschafft wird. Also überlegt euch vielleicht, ob ihr nicht im Kindergartenalter auf eine angepasste Kita umschwenkt mit Ziel, ben auf eine Regelgrundschule zu ermöglichen?

    Bei dem was Du schilderst wird er in einer Regelgrundschule selbst mit I-Kraft nicht bestehen können. Also warum nicht jetzt intensiv umschwenken?

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