Sprache bei 2,5 jährigem jungen

    • (1) 20.11.18 - 21:40

      Hallo,

      Ich wurde im kindergarten auf die sprachentwicklung meines sohnes angesprochen.
      Er kann wohl alles perfekt nachsprechen und viele dinge auch so äußern, dass die Erzieherinnen ihn verstehen, aber oft redet er wohl auch „nonsens“, also dinge die die erzieher absolut nicht verstehen. Er zeigt dann auch nicht, was er damit meint. (Ich glaube ja, er plappert im Spiel einfach so vor sich hin und will gar nichts bestimmtes, deswegen zeigt er es auch nicht was er meint)
      Zuhause mit mir spricht er zu 90% verständlich, aber keine hochkomplexen sätze. Sowas wie: mama komm mit, können wir malen?, können wir grünen bulldog auch noch mitnehmen?
      Also nichts hoch eloquentes, aber man versteht was er sagen will.
      Manchmal plappert er auch sätze, die er aus büchern oder sendungen kennt nach, meistens wenn er im spiel vertieft ist. (Er spielt gerne szenen aus büchern oder sendungen nach).

      Er ist ein kluges kerlchen mit großem wissensdurst, kennt alle erdenklichen farben, zählt, singt den ganzen tag.

      Ich versuche immer deutlich mit ihm zu sprechen, wir lesen viel, ich mache aber keine sprachübungen (sag mal xy) mit ihm.
      Er versteht alles, aber er tut sich schwer, seine anliegen in einen schönen satz zu verpacken. Manchmal wird es dann eben ein simpler dreiwortsatz (mama buch lesen).
      Ich antworte dann: du möchtest gern ein buch lesen? Dann such dir eines aus und komm zu mir. Das macht er dann.

      Trotzdem ist der kindergarten, den er seit September besucht, mit seiner sprache nicht zufrieden und drängt auf Förderung. Sollte ich mit ihm gleich zum kinderarzt oder beobachten wir lieber, was sich bis zur U7a noch tut?

      Wie lange hat es bei euren kindern gedauert, bis aus simplen sätzen schöne, einigermaßen grammatikalisch korrekte sätze wurden?

      Ich danke euch fürs lesen 😊

      • Hallo
        Da Leidensdruck da ist und er auch langsam in das Alter kommt, in dem die direkte Kontaktaufnahme mit anderen Kindern interessanter wird, würde ich das Thema schon angehen und mir eine Einschätzung holen.

        LG

        • Danke für deine antwort.

          Der kinderarzt wäre da wahrscheinlich die erste anlaufstelle oder?

          • In eurem Fall, ja. Aber dann auch wirklich alles genau schildern, wie du es hier getan hast.
            Vor einem Jahr hätte ich das wohl auch anders gesehen und auf verwachsen gesetzt. Aber mittlerweile bin ich da recht schmerzfrei. Wir hatten es gerade mit einer Logopädin zutun, die in dem Alter vorallem auf den Leidensdruck schauten. Sowas kann nämlich auch schnell Probleme im Sozialverhalten bereiten.

            • Sein sozialverhalten ist derzeit absolut altersgemäß, er wagt sich etwas schüchtern an die anderen kinder heran und freut sich über gesellschaft, spielt aber auch gern alleine. Aber er soll natürlich nicht den anschluss verpassen, nur weil er schlechter spricht. Das würde mir im herzen weh tun, weil er ein wirklich lieber kerl ist, der andere kinder gern mag.

              Und klar, dem kinderarzt werde ich nix vorlügen oder beschönigen. Die wären auch relativ verwirrt wenn ich sage: wir sind hier wegen seiner sprachentwicklung, die aber absolut tutti ist 😂🤦🏻‍♀️

              Bin gespannt, ob er sich traut, beim arzt zu reden 😂

              • Das meinte ich jetzt auch nicht ;-) Wenn das sprechen nicht klappt, kann das zum einem extrem frustrierend sein, zum anderen auch dazu führen, dass es im Kindergarten unangenehm wird. Meine Tochter wurde da zum Beispiel schnell körperlich (hauen, beißen,..) und wurde auch so falsch verstanden. Das geht natürlich auch nicht, aber es hätte ja einen Hintergrund.
                Ich betone das deutlich schildern, weil es Ärzte gibt, die nicht weiter fragen und dann gleich abwinken. Ein eigenes Bild können sie sich, aus den paar Minuten, auch nicht immer wirklich machen. Gerade deshalb ist eine Weiterleitung zum Logopäden im Zweifelsfall sinnvoll. Die können das ganz anders angehen.

      Wann genau das bei meinem Kind angefangen hat, weiß ich nicht mehr, aber ich weiß, dass es ab 2,5 bis 3 eine unglaubliche Entwicklung gab.
      Viel wichtiger wäre für mich wie klar und richtig die bisherigen Wörter ausgesprochen werden.
      Jetzt kennt man natürlich nur deinen Eindruck und so ganz ohne was würde die Kita vielleicht nichts sagen, aber wenn du selbst nicht besorgt bist, würde ich die nächste U abwarten.

      • Danke für deine antwort!

        Ich bin schon etwas besorgt, sonst würde ich hier nicht fragen.
        Also was positiv ist: er hat definitiv einen großen wortschatz und spricht die meisten dinge auch verständlich aus (sch-laute sind aber zb ein problem)
        Was mir negativ auffällt: er tut sich soo schwer einen satz zu formulieren! Und das bereitet mir etwas bauchschmerzen.

        Ich hätte absolut nichts gegen Logopädie, wenn der kinderarzt die Notwendigkeit sieht.
        Und na klar, die Erzieherinnen sagen das sicher nicht ohne grund. Sie sagen aber auch, dass er in den 9 wochen, die er jetzt dort ist, fortschritte gemacht hat. Trotzdem spricht er einfach zu schlecht für sein alter...

        • Es gibt Laute, die kommen später. Laut Logopädin kommt der sch Laut zum Schluss. Durchschnittlich bei 4 Jahren und 11 Monaten.
          Verwechselt er Mal kUnd g, d und t kann sich das auch noch verwachsen, sollte mit 4 Jahren weg sein.

          Im Kindergarten sprechen die Kinder auch schlechter als zu Hause, da sich die Kinder die falsche Aussprache von anderen Kindern, die auch nicht alle richtig sprechen, anschauen. Als Eltern kann man sein eigenes Kind immer besser verstehen als andere.

          Logopädie macht dann Sinn, wenn sich Dein Kind längere Zeit am Stück konzentrieren kann. Die Logopädin wird mit dem Kind spielerisch die Übungen machen. Dennoch muss sich das Kind konzentrieren können. Dein Kind hört sich völlig normal an. Lies ihm viel vor und bald wirst Du sehen, dass er mehr spricht.

          Es ist aber auch schwer einen Satz zu formulieren.
          Mein Kind hat da auch kurzzeitig soetwas wie gestottert, sich verhaspelt.
          Sch-Laute kamen irgendwann.
          Rein aus dem Bauch würde ich sagen, dass dein Kind kein Thema hat.
          Hast du dich in der Kita mal umgehört? Wie sprechen denn die anderen Kinder so?
          Aber im Endeffekt tut es auch nicht weh, mal nen Termin beim Kia zu machen und ihn zu fragen. Dann fühlt sich die Kita auch nicht ignoriert und das ist gut fürs miteinander.
          Zum Logopäden schickt unsere Kiä erst ab vier, bei der Tochter einer Bekannten hat sie ab drei mal die Ohren checken lassen, aber deren Kinder haben wirklich auffallend schlecht gesprochen. Komischerweise beide. Aber beim Sohn war es einfach ne Muskelschwäche, bei der Tochter sollte es mit Paukenröhrchen besser werden, aber ich denke, dass auch sie zur Logopädie gehen wird.
          Sie wird bald vier und ich verstehe kaum etwas von dem was sie sagt.
          Ihr Sohn spricht inzwischen sehr gut. Zur Einschulung wird also alles vergessen sein.
          Lange Rede kurzer Sinn ;-) wärt ihr bei unserem Kia, würde wohl nichts passieren :-)

    Hallo,

    ich bin etwas verwundert. Er ist 2,5! Mein Sohn war spät und wir haben überlegt, ob man da langsam drauf schauen muss - der hat aber mit 2,5 Jahren gerade mal einzelne Wörter gesagt...

    LG

    • Hallo 😊

      Wahrscheinlich setzt da jede kita andere Maßstäbe an 🤷🏻‍♀️
      Unsere kita ist leider!!! eine selbst-ernannte elite-kita, von den kids wird viel erwartet. Ich hab das im hinterkopf, aber man macht sich natürlich trotzdem sorgen, wenn die Erzieherinnen schon nach 9 wochen alarm schlagen.

      Wie alt ist dein sohn jetzt und wie hat er sich entwickelt? Habt ihr Logopädie in Anspruch genommen?

      • Mein Sohn wird im Februar 4. Wir haben keine Logopädie in Anspruch genommen und auch der Kinderarzt war immer vollkommen zufrieden.

        Er spricht heute absolut altersentsprechend von der Lautbildung her, sein Wortschatz und seine Ausdrucksweise ist eher "fortgeschritten".

    Es redet doch keiner davon, gleich schwere Geschütze aufzufahren. Gerade wenn das Kind bereits unter der Situation leidet und sich sichtlich schwer tut, schadet es nichts, ganz unverbindlich nachzuforschen. Es kann nichts sein, es kann aber auch sein, dass etwas Hilfe benötigt wird. Es verwächst sich nicht alles von alleine und warten kann unter Umständen aus einer Kleinigkeit etwas viel größeres machen, für ein Kind was dann vielleicht bereits ins (Vor)Schulalter kommt.

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