Kita oder Tagesmutter?

    • (1) 28.11.18 - 21:06

      Hallo ihr Lieben, mein Kind wird im Juli 1 und ab September muss ich wieder arbeiten. Zwar nicht viel, aber ich immerhin. Nun frage ich mich, was denn "besser" ist. Ein Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter? Ich würde mich total über pro und contra Argumente freuen. Ich habe mir über einige Dinge zwar Gedanken gemacht, aber es gibt ja bestimmt immer noch Dinge, die ich einfach nicht auf dem Schirm habe. Ich muss dazu sagen, dass wir einen Platz in einer Kita sicher hätten und das ist hier in der Gegend fast wie ein Sechser im Lotto. Mein Hauptargument ist daher zur Zeit "Nimm bloß was du kriegen kannst, dann ist die Kinderbetreuung bis zur Einschulung schon mal safe... 😂"... Aber das ist natürlich nicht alles was zählt...

      • (2) 28.11.18 - 21:21

        Also ich arbeite auch nur ein paar Stunden und habe mich deshalb für eine Tagesmutter entschieden, weil ich meine Tochter nur die paar wenigen Stunden zur Betreuung geben möchte. In einer Kita würde ich sie schon öfter abgeben müssen. Da kommen die Kinder zu wenig in die Gruppe rein wenn sie nur ca. 2 Tage in der Woche da sind.

        (3) 28.11.18 - 21:35

        Das stärkste Argument gibst du dir schon selber. Die Betreuung ist dann gesichert bis zur Schule.
        Eine Kita ist immer wesentlich sicherer, denn ist eine Erzieherin krank wird für Ersatz gesorgt. Ist die Tagesmutter krank, dann brauchst du einen Plan B wenn du arbeiten musst. Vermutlich gibt es kaum Schließzeiten bei der Kita. Die Tagesmutter hat womöglich 30 Tage Urlaub. Damit wäre die eigene Urlaubsplanung komplett an die Tagesmutter gekoppelt.

        • (4) 28.11.18 - 22:12

          Oh, das mit den Schließungstagen und dem Ausfall im Krankheitsfall habe ich gar nicht bedacht. Noch ein wichtiges Argument auf meiner pro Kindergarten Liste... Danke!

          • (5) 29.11.18 - 08:55

            Wobei hier in Südwestdeutschland die meisten Kitas auch 25 -30 Schließtage haben. Da ist es kein Unterschied zur Tagesmutter. Für mich war tatsächlich eins der Argumente, dass hier, wenn die Tagesmutter krank ist, man schauen muss wo man bleibt. Bzw. wenn die Tagesmutter gleichzeitig eigene Kinder mit betreut oder hat, natürlich auch immer dann, wenn diese krank sind. Kenne aber auch einen Landkreis in Bayern, in dem im Fall dass die Tagesmutter ausfällt oder Urlaub hat, die Kinder in einen offenen Tagestreff gebracht werden können zur Betreuung. Den leiten zwei Tagesmütter und fangen eben die Kinder auf, die unbeingt eine Betreuung brauchen. Da musst Du dich unbedingt erkundigen. Egal ob Kita oder Tagesmutter, wie es in dem konkreten Fall läuft.

            Ansonsten bin ich pro Kita, Meine Argumente:

            - In der Kita sind es mehrere Personen die da sind. D.h. wenn eine mal mit einem Kind besonders beschäftigt ist (im Alltag wickeln, ständiges zur Toilette rennen in der Phase des trocken werden, Probleme beim Einschlafen oder auch wenn eins gerade gespuckt hat oder kränkelt, besondere Hilfe beim Essen, Eingewöhnung, wenn mal eins auf dem Spielplatz nicht hören will), dann können sich die anderen um die restlichen Kinder noch kümmern. Auch gibt es in den Kitas die ich kenne, immer noch eine Küchenkraft die sich ums Essen und ums Geschirr kümmert. Das macht eine Tagesmutter alles neben bei.
            - In der Kita ist alles sehr viel Kleinkind gerechter als zu Hause bei einer Tagesmutter. Klar ist das bei mir zu Hause auch nicht. Da habe ich aber einen 1:1 Situation mit Kleinkind, bzw. selbt wenn ich mehrere Kinder habe, dann habe ich doch keine 4-5 zwischen 1 und 3 im Normalfall, das heißt ich kann mich ganz anders kümmern

            Ich würde den Kitaplatz nehmen, wenn Du bei der Einrichtung ein gutes Bauchgefühl hast und das Argument, dass Du mit 3 nicht nochmals anfangen musst eine Betreuung zu suchen und Glück haben musst, eine zu finden, zählt für mich durchaus auch. Wenn das bei dem Platz denn Du schon hast, so ist bedeutet das deutlich weniger Stress und Hoffen und Bangen in 1,5 Jahren für dich.

            (6) 29.11.18 - 22:55

            Nur als Anmerkung: eine Freundin von mir hatte in diesem Kitajahr in einer kleinen Kita bereits an 5 Tagen das Problem, dass die wegen Krankheitsausfällen nicht öffnen konnten, weil es nur 2 Erzieher für 40 Kinder gewesen wären. Das ist natürlich nicht die Regel, tendenziell hat man natürlich mehr „Personaldecke“.
            Mein Sohn war erst bei einer Tagesmutter (ein Glücksfall, die Krankentage kann ich an einer Hand abzählen) und ist mit 3 in die Kita gekommen. Ich bin froh, dass wir es so gemacht haben. Tagesmutter ist einfach noch ne ganze Ecke ruhiger, behüteter, familiärer. Klar, schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten. Für uns war Tagesmutter die richtige Entscheidung.

      Arbeitest du jeden Tag und hast du plan b zur Betreuung wie die oma?

      Bei einer tamu würde ich immer bedenken "was ist wenn sie krank ist " kann ich mein kind dann problemlos zu oma bringen oder Problemlos meine Arbeitszeit verschieben, ok.....Ansonsten kann wäre mir so eine Betreuung zu unsicher.

      (8) 28.11.18 - 23:06

      Was ich immer pro Tagesmutter sehe ist, die Gruppe Kinder. Ich würde meinen, mein Kind hätte sich dort leichter getan bei der Eingewöhnung.

      Dagegen: Urlaub der Tamu, Krankheit der Tamu und die Betreuungszeiten. Auch hätte da definitiv nochmal ein Wechsel in die Kita statt gefunden, was meinem Kind auch nicht leicht gefallen wäre.

      Unser Kitaplatz war auch ein Sechser im Lotto. Überhaupt einen bekommen zu haben und dann: Öffnungszeiten die mich flexibel sein lassen, keine langen Schließwochen, ich habe „nur“ das Kindkrankproblem, eine feste Gruppe von Anfang bis Ende der Kitazeit. Wobei man jetzt hier das offene Konzept eingeführt hat, aber Sohnemann ist knapp 5 und damit eher Nutznießer.
      Klar haben wir hier das Thema mit Personalknappheit, nicht alles hier begrüße ich mit Applaus, aber in Summe war es das Richtige.

      (9) 28.11.18 - 23:33

      Ich bin ein totaler Kita-Fan. Es kommt natürlich auf die Kita an und wir haben da wirklich Glück gehabt bisher.
      In einer Kita gibt es feste Standards, deren Einhaltung durch das Zusammenspiel und in gewisser Weise auch gegenseitige Kontrollieren durch mehrere verschiedene Fachkräfte gesichert ist. Bei einer Tagesmutter, die ihr eigener Herr ist, hätte ich da nie die volle Gewissheit. Eine feste Tagesstruktur mit klarwn Ritualen ist in einer Kita absolut verlässlich. Auch gibt es immer besobdere pädagogische Angebote, Auftritte, Gesangstreffen auf dem Nikolausmarkt usw. Um jeden Geburtstag rum gibt es Entwicklungsgespräche und jederzeit Erziehungstipps. Es werden Entwicklungsmappen ausgefüllt, die am Ende der Kindergartenlaufbahn herausgegebenen werden... eine wunderschäne Erinnerung!
      Fazit: eine Kita ist eine Einrichtung mit einem klaren pädagogischen Anspruch, Standards, mehreren Bezugspersonen, mehr Auswahl an Spielkameraden (ab 3 werden Freunde immer wichtiger...) und hinzu kommen schon die von den anderen genannten Argumente. Ich wwürde ganz klar die Kita bevorzugen.😊

      (10) 29.11.18 - 06:50

      Da gibt es eigentlich kein besser oder schlechter, da schon die KiTas und Tagesmütter /Tagespflegen an sich riesige Unterschiede aufweisen.

      Es gibt KiTas mit Krippe, mit altersgemischten Gruppen, mit unterschiedlichen Betreuungsschlüsseln, verschiedenen Konzepten...
      Es gibt Tagesmütter, die alleine betreuen oder auch Tagespflegen mit mehreren Tagesmüttern.
      Manche Tagesmütter sind gelernte Erzieher, manche betreuen im eigenen Haushalt, andere haben extra angemietete Räumlichkeiten.

      Unsere Tagespflege hat beispielsweise genausoviele Schließtage wie die KiTa - also wäre das kein Argument.

      Man kann die Betreuungsformen kaum vergleichen, nur sehr spezielle Betreuungsangebote.

      Meine Tochter ist zB in einer Tagespflege (2 Tagesmütter) mit 8 Kindern U3.

      Die Tagesmütter sind beide gelernte Erzieher, betreuen in eigenen Räumlichkeiten, fertigen eine Dokumentation an, bieten Ausflüge, Feiern, Bastelangebote und Co., haben 30 Schließtage parallel zum Kindergarten, die gleichen Öffnungszeiten usw.

      Der einzige Unterschied ist eben die Schließung bei Krankheit.

      Von daher zählen alle von meinen Vorschreibennen genannten Pros und Contras immer nur für spezielle Einrichtungen.

      VG Isa

      (11) 29.11.18 - 06:57

      Ich will nur kurz was zum angesprochenen Thema "Krankheit der Tagesmutter" sagen. Unsere Tagesmutter hat nämlich durchaus Ersatz in der Hinterhand, so dass wenn, dann schon beide krank ausfallen müssten, bevor wir das Problem hätten.
      Mir wäre prinzipiell die Krippe für meinen Sohn zwar zunächst lieber gewesen, da wir aber keinen Platz bekommen haben, musste ich mich mit dem Gedanken Tagesmutter arrangieren. Und er liebt seine Tamu. Ich bilde mir auch ein, dass er seltener Krankheiten mitschleppt. Die derzeit überall anzutreffende Schniefnase mal außen vor gelassen. Aber Freunde berichten bei ihren Kindern innerhalb von gerade Mal vier Monaten von Hand-Mund-Fuß, Magen-Darm und Bindehautentzündung. Auch hier die Schnoddernasen ignoriert.
      Ich hoffe aber trotzdem auf einen Platz in der Krippe/Kita im Sommer. Auch wenn er seine Tamu schmerzlich vermissen wird.

      (12) 29.11.18 - 07:23

      Für mich als gelernte Fachkraft wäre die Kita vorzuziehen - denn tagesmütter haben keine vollwertige pädagogische Ausbildung. Ich hab's hier im Forum schon oft gelesen und habe es auch von Freunden gehört, es kommt oft vor, das tagesmütter unpädagogisch handeln. Da werden plötzlich Dinge von den Eltern gefordert, damit das Leben mit dem Kind bei der Tagesmutter einfacher wird. Das Kind soll plötzlich stoisches töpfchentraining machen, es soll nicht mehr gestillt werden, es soll dies oder das machen... die Tagesmutter reflektiert ihr Handeln am Kind ganz anders und setzt andere Maßstäbe.
      Ich würde mein kind nur zu einer Tagesmutter geben, die vorher schon im Beruf in Krippe oder Kindergarten tätig war, wo ich mir sicher sein kann, das sie pädagogisch durchdacht handelt.

      Zum zweiten ist da natürlich, wie bereits erwähnt, die Sache mit den krankheitstagen und dem Urlaub der Tagesmutter.

      Dritter Punkt wäre für mich vorallem das Thema impfen. Ich weiß ja nicht wie es in anderen Regionen ist, aber hier gibt es leider viele tagesmütter, die bevorzugt Kinder nehmen, die nicht geimpft sind. Ich würde mein kind nicht mit anderen ungeimpften Kindern regelmäßig alleine lassen wollen.

    (15) 29.11.18 - 07:40

    Hallo,
    ich habe beides durch und würde eine KiTa jederzeit der Tagesmutter vorziehen!
    Hauptargument sind Ausfälle bei Krankheit / eigenen familiären Belastungen der TaMu (4 Wochen Schweinegrippe #zitter und ich schwanger ...)

    Ich mag die TaMu heute immer noch sehr, habe aber Kind 2 und 3 in die Kita gegeben und fand es dort deutlich besser. Mehr Kontakt zu anderen Kindern, wenig Ausfälle.

    Viel Glück bei der Entscheidungsfindung
    rotihex

    (16) 29.11.18 - 07:42

    es sind ja nur Teilzeitstunden: da würde ich auf jeden Fall die KITA nehmen, da dort die Zeiten gesichert sind.
    Da Du ja trotzdem viel Zeit mit Deinem Kind verbringen wirst, ist die "Exclusiv-Mama-Zeit" ja da. -- Bei einer Mama, die jeden Tag 5 Stunden oder mehr arbeiten muss würde ich wegen der Bindung und direkteren Bezugsperson zu einer TaMu tendieren, -- aber wenn es nur stundenweise ist, dann wäre gerade wegen der Sicherheit und des sicheren Platzes bis 6 Jahre schon die Kita eine gute Wahl für Dich. ---

    (17) 29.11.18 - 08:44

    Ich bin absolut pro Kita, wenn der Personalschlüssel stimmt.
    Tages Mütter sind mir oftmals nicht so gut ausgebildet. Ich persönlich finde es schwer, eine gute zu finden. Dann sind sie nicht so verlässlich wie eine Kita, dafür meist flexibel.
    Zudem finde ich die größere Altersspanne in der Kita gut.
    Natürlich gibt es auch schlechte Kitas, keine Frage. Es lohnt sich immer individuell zu gucken und auf seinen Bauch zu hören. Du musst dein Kind mit gutem Gefühl abgeben können.

    Alles Gute

    (18) 29.11.18 - 08:51

    Hallo, man muss wirklich das Angebot der speziellen Tagesmutter mit der Kita vergleichen.

    Was mir noch eingefallen ist. Häufig betreuen Tagesmütter eher die Altersgruppe U3. Wenn sie mit den Kindern auf den Spielplatz geht wird es vormittags dort leer sein (ich meine Ü3-Kinder) - weil doch die meisten Kinder mit 3 in den Kindergarten gehen - es fehlen dann vielleicht Spielkameraden im gleichen Alter.

    Weiteres Problem könnte sein, wenn dein Kind mit 3 in den Kindergarten gehen soll. Wenn dort eine Krippe angeschlossen ist werden zuerst die aufrückenden Kinder aufgenommen, dann noch diverse andere Kriterien (Geschwisterkind etc.) und erst dann werden die Gruppen mit den anderen Kindern aufgefüllt - sofern überhaupt noch Plätze frei.


    Meine beiden Kinder waren jeweils in Krippe und Kindergarten. Eine einzelne TaMu kam für mich nicht in Frage.

    VG
    B

    (19) 29.11.18 - 08:57

    Hey!
    Wir haben uns U3 bzw. U2 bewusst für eine Tagesmutter entschieden. Die Gründe waren:

    - Wir brauchten Betreuung von 11 bis 17 Uhr, in der KiTa wäre das nur ganztags gegangen, das wollten wir aber nicht. Warum auch, wenn Junior vormittags zuhause bleiben kann.
    - Im Krankheitsfall und bei Urlaub gibt es eine Vertretungsregelung. Die KiTa hat übers Jahr 20 Schließungstage plus ca. 3 Konzeptionstage. Da gibt es dann maximal Notgruppen in anderen KiTas bei fremden Erziehern; allerdings ist das dann auch wirklich "Fremd"-betreuung; die vertretende Tagesmutter kennt die Kinder, weil sich die Tagesmütter auch so regelmäßig treffen.
    - Die Gruppenstärke ist kleiner. Eine Tagesmutter betreut hier 3-5 Kinder, in der KiTa ist der Betreuungsschlüssel 1:6 und somit ist die ganze Gruppe 12 Kinder groß. Das finde ich für einen gerade einmal Einjährigen zuviel Trubel.

    Zur pädagogischen Ausbildung kann ich nur sagen, dass es mich nie gestört hat, dass die Tagesmütter "nur" einen mehrwöchigen Kurs absolvieren. Ich hatte zwei Tagesmütter, beide waren mehrfache Mütter und Großmütter, hatten jede Menge Erfahrung und waren einfach toll im Umgang mit den Kids. Außerdem darf man nicht vergessen (ich spreche für NRW), dass die Erzieherausbildung sehr allgemein ist. Erzieher können nach ihrer Ausbildung ja nicht nur in der KiTa arbeiten, sondern auch mit Schulkindern oder Jugendlichen, etwa in Hort oder Kinderheim. Der Umgang mit Kindern unter 3 Jahren war zumindest bis vor ein paar Jahren gar kein Teil der Ausbildung, weil es das einfach nicht gab. Deshalb müssen die Erzieher(innen), die hier die U3-Betreuung machen, auch eine Fortbildung absolvieren. Die entspricht dann ziemlich genau dem, was die Tagesmütter machen.

    Also ich würde einfach schauen, wie die KiTa zu eurem individuellen Betreuungsbedarf passt und dann entscheiden.

    Viel Erfolg!

    (20) 29.11.18 - 10:55

    Hallo,
    ich finde da muss man auch auf das Kind schauen. Nicht jedes Kind kommt mit knapp 1 Jahr schon in der 30 Kind starken Kita mit 6 verschiedenen Erziehern zurecht. Wenn ihr eine Tagesmutter finden würdet, die eine Erzieher Ausbildung hat und vielleicht nur 2 oder 3 Kinder nimmt, würde ich das einer größeren Kita vorziehen. Bei uns in der Region gibt es für Tagesmütter "Springer", die dann im Krankheitsfall einspringen und die Urlaubstage sind vergleichbar mit den Schließtagen einer Kita. Einziger Nachteil wäre dann meiner Meinung nach, dass man mit 3 wieder wechseln muss.
    LG

    (21) 29.11.18 - 12:26

    Malzeit...

    Wir haben inzwischen mit beidem Erfahrungen gemacht und ich sehe bei beidem Vor- und Nachteile.

    TaMu: Unser Großer Sohn war knapp zwei Jahre bei einer TaMu und hat sich immer sehr wohl gefühlt. Es war eine kleine Gruppe von 5 Kindern, schönes familiäres Umfeld, extra Spielzimmer im Keller, eigener Garten. Die TaMu war gelernte Kinderpflegerin und hat auch vorher im KiGa gearbeitet. Sie war auch ziemlich auf unserer Wellenlänge, das passte von Anfang an. Gerade für meinen Großen war es die richtige Entscheidung, der wäre mit einer Krippengruppe eher schlecht zurecht gekommen, weil er so viel Trubel nicht gut abkonnte. Auch die Eingewöhnung im KiGa war sehr schwer für ihn.
    Großer Nachteil hier ist aber wirklich Krankheit der Tagesmutter! Es gibt zwar die Möglichkeit das Kind bei anderen Tagespflegen zu parken, aber das sind fremde Personen. Das könnte ich nicht guten Gewissens machen. Am Ende hatten wir tatsächlich den Worst Case, die TaMu fiel 3 Monate vor KiGa Start wegen schwerer Krankheit aus. Der Vertrag wurde aufgehoben und wir mussten zusehen wie wir das Kind betreut bekommen, was dank Oma und Schichtarbeit und sehr verständnisvollen Kollegen und Vorgesetzten auch ging, aber frag mich nicht mehr wie!#gruebel

    Krippe: Unser Kleiner landete in einer Krippe, weil ich keine TaMu gefunden habe, die noch Kapazität gehabt hätte. Aber für ihn passt das wieder perfekt! Er ist ein kleiner Wirbelwind, dem es gar nicht wuselig genug sein kann. In einer kleinen Tagespflege wäre er vllt sogar eher ein Störfaktor gewesen. So findet er immer jemanden, den er mitziehen kann.
    Ausfall der Erzieher tangiert mich nicht, muss die Einrichtung abfangen.
    Schließtage decke ich seit Jahren mit freien Tagen ab, da ich diesbezüglich in der Pflege recht flexibel bin.
    Aber man muss auch Abstriche machen. Es gibt immer irgendwelche Punkte, die man nicht gut findet. Mit Pech sind die eingesetzten Betreuungskräfte einem völlig unsympathisch, muss man dann aber durch. bestimmte Vorgehensweisen die man so nicht gut geregelt findet, muss man meist akzeptieren, mit einer Einzelperson kann man einfacher Kompromisse finden.

    Je nach Kind und Einrichtung kann beides sehr Gut oder sehr schlecht sein. Ich hatte auch immer die Bedenken bezüglich TaMu, die hier schon mehrfach erwähnt wurden. Dazu noch immer der Gedanke, dass in einer großen Einrichtung immer noch jemand ist, der das eigene Handeln für einen reflektiert. Aber unsere Alte TaMu hätte ich jederzeit wieder genommen für die Betreuung des Kleinen. Auch wenn ich jetzt doch recht zufrieden bin mit der Krippe, und sehe dass es ihm dort sehr gut geht.

    (22) 29.11.18 - 12:35

    Hallo
    ich habe hier neulich von einem ernüchternden ersten Versuch bei einer TaMu geschrieben und war schon fast so weit, mein Kind in eine Krippe zu geben.
    Nun haben wir eine wirklich tolle TaMu gefunden und sind an der Eingewöhnung.
    Der Vorteil bei uns: auch der Ehemann ist von der Vermittlungsstelle abgeklärt und kann im Notfall einspringen.
    Sie nimmt nur 3 Kinder, das sehe ich als den allergrössten Vorteil.
    Sie ist ursprünglich Krankenschwester, hat 2 grosse Kinder.
    Sie bildet sich ständig weiter.
    Geht mit den Kindern zB in Elternzentren, zu Treffs usw. (Ab und zu)
    Hat das Equipment (zB Zwillingskiwa)

    Eine Kita hat natürlich auch ihre Vorteile:

    die Abläufe sind geschult
    Das Personal ist geschult
    Es gibt immer mehrere Kontrollinstanzen
    Natürlich auch die Absicherung bei Krankheit usw

    Aber ich persönlich würde da immer nach dem eigenen Gefühl gehen: was hast du davon, dein Kind 10h/Tag abgeben zu können, wenn es sich dann in der grossen Gruppe unwohl fühlt?
    Wenn die Kita dir einen tollen Eindruck macht, die Erzieher engagiert und auf deiner Wellenlänge sind, dann spricht sicher nichts dagegen.
    Ansonsten kannst du dir aber auch parallel einfach mal ein paar Tagesmütter angucken, vielleicht ergibt sich da ja was tolles.
    LG

    (23) 29.11.18 - 16:00

    hallo,

    ich hatte beides und kann daher sagen, dass beides vor- und nachteile hat.
    tagesmutter ist halt privat. du musst da schon großes vertrauen haben. die tagesmutter hat meist ihre eigenen regeln die es so im kiga nicht gibt. bei uns war es so, dass sie drauf bestanden hat, meinen sohn nicht aufzuwecken, wenn ich ihn abholen wollte und er noch geschlafen hatte. ich bin dann oft umsonst hin und dann ne stunde später nochmal.. zudem war sie auch oft krank und hat das oft erst zehn min. vorher mitgeteilt, bevor wir auf dem weg zu ihr waren. das war extrem nervig. was aber sehr gut war war, dass die tolles essen gekocht hat und unser sohn dort tatsächlich zur familie gehört hat. er durfte auch oft entscheiden, was gekocht wird.
    am anfang waren es so 3-4 kinder. mal 2 am anderen tag 4. das war toll. am ende war er oft das einzige kind was ihm nicht so gefallen hat. wir sind dann in den kiga gewechselt.
    beim kiga hast du das problem mit krankheitszeiten wie bei der tagesmutter nicht. auch sind es natürlich viel mehr kinder und meist auch ein tolles abwechslungsreiches angebot (was aber auch eine tagesmutter bieten kann). und ich finde, beim kiga bekommt man halt mehr mit auch wenn was nicht so gut läuft.
    generell würde ich es aber von der qualität der tagesmutter oder des kindergartens abhängig machen. und natürlich davon, was auch zu deiner arbeitszeit passt.
    unser großer war ehr ruhiger, daher war die tagesmutter zu beginn der betreuung doch ideal. unser zweiter sohn ist ein ganz anderer typ und war mit 15 monaten schon begeisterter kindergartengänger. er hat es halt so vom großen bruder gesehen und erlebt. bei der tagesmutter wäre es für ihn glaube ich zu ruhig gewesen..


    lg
    eddi

    Wenn ich die Wahl hätte, würde ich IMMER die Kita bevorzugen!

    Warum?

    - Eine Tagesmutter arbeitet gewöhnlich allein. Jemand der Allein arbeitet ist unbeobachtet in seinem tun und kann unbemerkt Regeln brechen und keinem fällt es auf! (Völlig gleichgütlig welche.)
    -Du hast in der Krippe pro Gruppe mehrere Erzieherinnen - dein Kind hat also eine frei Wahl wen es als "Bezugserzieherin" wählt und auch du selbst kannst dich mit der Erzieherin gut austauschen, mit der du zwischenmenschlich am besten klar kommst.
    -In der Krippe ist die Wahrscheinlichkeit niedriger das Gesetze gebrochen werden, Missbrauch stattfindet etc. Weil hier kollektiv weggesehen werden müsste. Je mehr Menschen auf einander acht geben und Kitas werden teilweise (gefühlt) stärker kontrolliert was auch Konzepte etc. anbelangt, dass hier Misstände unwahrscheinlicher zu erwarten sind als bei einer Tagesmutter, die auch wenn sie die Kinder nicht missbraucht, vielleicht den ganzen Tag nur vorm Fernseher parkt, unbeaufsichtigt lässt oder oder oder!
    -Du hast feste Schließtage die du kalkulieren kannst. Da muss schon was großflächiges passieren, dass die Krippe wegen Krankheitsfällen dicht machen würde. Eine Tagesmutter bringt da schon mehr zusammen (wenn sie selbst krank ist - kann sie nicht betreuen) und nicht immer vorab kalkulierbar. Sie hat auch Anspruch auf Urlaub.... und wenn man nur vom Durchschnittlichen Wert ausgeht, dass ein Arbeitnehmer im Schnitt 13 Tage im Jahr krank gemeldet ist laut KK und man jetzt NUR mit dem Mittelwert arbeiten würde, der auch mal deutlich höher liegen könnte.... hast du hier weniger Beständigkeit und Zuverlässigkeit was die Betreuung betrifft. Ich meine unsere Krippenleitung wurde letztes Jahr mit Windpocken (von einem Kind) angesteckt und weil sie die schon hatte, bekam sie Gürtelrose. Wenn ich mir vorstelle, alles wäre nur auf sie alleine aufgebaut und keine anderen Erzieherinnen da die das mitstämmen! Wäre sie 2 Monate komplett ausgefallen! Nur wegen sowas!
    -Kinderkrippen arbeiten mit Konzepten, sie unterstehen gewöhnlich einem bestimmten Träger und bieten diverse Förderung an. Der Essensplan ist kristallklar und transparent - bei einer Tagesmutter muss man glauben was gesagt wird - ob es der Realität entspricht... siehst du nicht, weil es kein Mensch kontrolliert!
    -In der Krippe hat dein Kind ein größeren Pool aus Kindern von denen es lernen und mit denen es sich anfreunden kann. Eine Tagesmutter die Kleinstkinder und (Babys) betreut hat gewöhnlich nur 3-5 Kinder parallel.

    (25) 30.11.18 - 09:50

    Würde sagen das kommt wirklich sehr auf die jeweilige Kita oder Tagesmutter an. Unbedingt ein eigenes Bild davon machen! Am besten durch Hospitation, das Konzept und die Leute kennenlernen.

    Unser Sohn geht in eine Kita und wird sind super zufrieden damit!! Was uns dort besonders gefällt: Es kann total individuell auf die Bedürfnisse eingegangen werden, Bring- und Abholzeiten, Schlafzeiten, Essenszeiten - all das ist sehr flexibel. Es gibt ein großes Angebot, viele Räume, zwei eigene Gärten. Krippe und Elementarbereich sind ganz eng beisammen, d.h. das Kind kann bis zur Schule in der Einrichtung bleiben. Bilinguale Kita, die Pädagogen haben viele tolle Zusatzausbildungen und lernen voneinander.

    Ich hab keine Erfahrungen mit einer Tamu, kann mir aber vorstellen, das einiges davon dort nicht oder schwer zu realisieren ist.
    Unser Sohn ist aber auch recht wild, hat gern Abwechslung. Könnte mir vorstellen, dass einige Kinder es auch gern ruhiger mögen. Mehr Rituale, weniger verschiedene Kinder und Erzieher, die wären bei einer Tamu evtl besser aufgehoben..

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