Kita oder Tagesmutter?

    • (1) 28.11.18 - 21:06

      Hallo ihr Lieben, mein Kind wird im Juli 1 und ab September muss ich wieder arbeiten. Zwar nicht viel, aber ich immerhin. Nun frage ich mich, was denn "besser" ist. Ein Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter? Ich würde mich total über pro und contra Argumente freuen. Ich habe mir über einige Dinge zwar Gedanken gemacht, aber es gibt ja bestimmt immer noch Dinge, die ich einfach nicht auf dem Schirm habe. Ich muss dazu sagen, dass wir einen Platz in einer Kita sicher hätten und das ist hier in der Gegend fast wie ein Sechser im Lotto. Mein Hauptargument ist daher zur Zeit "Nimm bloß was du kriegen kannst, dann ist die Kinderbetreuung bis zur Einschulung schon mal safe... 😂"... Aber das ist natürlich nicht alles was zählt...

      • Also ich arbeite auch nur ein paar Stunden und habe mich deshalb für eine Tagesmutter entschieden, weil ich meine Tochter nur die paar wenigen Stunden zur Betreuung geben möchte. In einer Kita würde ich sie schon öfter abgeben müssen. Da kommen die Kinder zu wenig in die Gruppe rein wenn sie nur ca. 2 Tage in der Woche da sind.

        Das stärkste Argument gibst du dir schon selber. Die Betreuung ist dann gesichert bis zur Schule.
        Eine Kita ist immer wesentlich sicherer, denn ist eine Erzieherin krank wird für Ersatz gesorgt. Ist die Tagesmutter krank, dann brauchst du einen Plan B wenn du arbeiten musst. Vermutlich gibt es kaum Schließzeiten bei der Kita. Die Tagesmutter hat womöglich 30 Tage Urlaub. Damit wäre die eigene Urlaubsplanung komplett an die Tagesmutter gekoppelt.

          • Wobei hier in Südwestdeutschland die meisten Kitas auch 25 -30 Schließtage haben. Da ist es kein Unterschied zur Tagesmutter. Für mich war tatsächlich eins der Argumente, dass hier, wenn die Tagesmutter krank ist, man schauen muss wo man bleibt. Bzw. wenn die Tagesmutter gleichzeitig eigene Kinder mit betreut oder hat, natürlich auch immer dann, wenn diese krank sind. Kenne aber auch einen Landkreis in Bayern, in dem im Fall dass die Tagesmutter ausfällt oder Urlaub hat, die Kinder in einen offenen Tagestreff gebracht werden können zur Betreuung. Den leiten zwei Tagesmütter und fangen eben die Kinder auf, die unbeingt eine Betreuung brauchen. Da musst Du dich unbedingt erkundigen. Egal ob Kita oder Tagesmutter, wie es in dem konkreten Fall läuft.

            Ansonsten bin ich pro Kita, Meine Argumente:

            - In der Kita sind es mehrere Personen die da sind. D.h. wenn eine mal mit einem Kind besonders beschäftigt ist (im Alltag wickeln, ständiges zur Toilette rennen in der Phase des trocken werden, Probleme beim Einschlafen oder auch wenn eins gerade gespuckt hat oder kränkelt, besondere Hilfe beim Essen, Eingewöhnung, wenn mal eins auf dem Spielplatz nicht hören will), dann können sich die anderen um die restlichen Kinder noch kümmern. Auch gibt es in den Kitas die ich kenne, immer noch eine Küchenkraft die sich ums Essen und ums Geschirr kümmert. Das macht eine Tagesmutter alles neben bei.
            - In der Kita ist alles sehr viel Kleinkind gerechter als zu Hause bei einer Tagesmutter. Klar ist das bei mir zu Hause auch nicht. Da habe ich aber einen 1:1 Situation mit Kleinkind, bzw. selbt wenn ich mehrere Kinder habe, dann habe ich doch keine 4-5 zwischen 1 und 3 im Normalfall, das heißt ich kann mich ganz anders kümmern

            Ich würde den Kitaplatz nehmen, wenn Du bei der Einrichtung ein gutes Bauchgefühl hast und das Argument, dass Du mit 3 nicht nochmals anfangen musst eine Betreuung zu suchen und Glück haben musst, eine zu finden, zählt für mich durchaus auch. Wenn das bei dem Platz denn Du schon hast, so ist bedeutet das deutlich weniger Stress und Hoffen und Bangen in 1,5 Jahren für dich.

            Nur als Anmerkung: eine Freundin von mir hatte in diesem Kitajahr in einer kleinen Kita bereits an 5 Tagen das Problem, dass die wegen Krankheitsausfällen nicht öffnen konnten, weil es nur 2 Erzieher für 40 Kinder gewesen wären. Das ist natürlich nicht die Regel, tendenziell hat man natürlich mehr „Personaldecke“.
            Mein Sohn war erst bei einer Tagesmutter (ein Glücksfall, die Krankentage kann ich an einer Hand abzählen) und ist mit 3 in die Kita gekommen. Ich bin froh, dass wir es so gemacht haben. Tagesmutter ist einfach noch ne ganze Ecke ruhiger, behüteter, familiärer. Klar, schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten. Für uns war Tagesmutter die richtige Entscheidung.

      Arbeitest du jeden Tag und hast du plan b zur Betreuung wie die oma?

      Bei einer tamu würde ich immer bedenken "was ist wenn sie krank ist " kann ich mein kind dann problemlos zu oma bringen oder Problemlos meine Arbeitszeit verschieben, ok.....Ansonsten kann wäre mir so eine Betreuung zu unsicher.

      Was ich immer pro Tagesmutter sehe ist, die Gruppe Kinder. Ich würde meinen, mein Kind hätte sich dort leichter getan bei der Eingewöhnung.

      Dagegen: Urlaub der Tamu, Krankheit der Tamu und die Betreuungszeiten. Auch hätte da definitiv nochmal ein Wechsel in die Kita statt gefunden, was meinem Kind auch nicht leicht gefallen wäre.

      Unser Kitaplatz war auch ein Sechser im Lotto. Überhaupt einen bekommen zu haben und dann: Öffnungszeiten die mich flexibel sein lassen, keine langen Schließwochen, ich habe „nur“ das Kindkrankproblem, eine feste Gruppe von Anfang bis Ende der Kitazeit. Wobei man jetzt hier das offene Konzept eingeführt hat, aber Sohnemann ist knapp 5 und damit eher Nutznießer.
      Klar haben wir hier das Thema mit Personalknappheit, nicht alles hier begrüße ich mit Applaus, aber in Summe war es das Richtige.

      Ich bin ein totaler Kita-Fan. Es kommt natürlich auf die Kita an und wir haben da wirklich Glück gehabt bisher.
      In einer Kita gibt es feste Standards, deren Einhaltung durch das Zusammenspiel und in gewisser Weise auch gegenseitige Kontrollieren durch mehrere verschiedene Fachkräfte gesichert ist. Bei einer Tagesmutter, die ihr eigener Herr ist, hätte ich da nie die volle Gewissheit. Eine feste Tagesstruktur mit klarwn Ritualen ist in einer Kita absolut verlässlich. Auch gibt es immer besobdere pädagogische Angebote, Auftritte, Gesangstreffen auf dem Nikolausmarkt usw. Um jeden Geburtstag rum gibt es Entwicklungsgespräche und jederzeit Erziehungstipps. Es werden Entwicklungsmappen ausgefüllt, die am Ende der Kindergartenlaufbahn herausgegebenen werden... eine wunderschäne Erinnerung!
      Fazit: eine Kita ist eine Einrichtung mit einem klaren pädagogischen Anspruch, Standards, mehreren Bezugspersonen, mehr Auswahl an Spielkameraden (ab 3 werden Freunde immer wichtiger...) und hinzu kommen schon die von den anderen genannten Argumente. Ich wwürde ganz klar die Kita bevorzugen.😊

      (10) 29.11.18 - 06:50

      Da gibt es eigentlich kein besser oder schlechter, da schon die KiTas und Tagesmütter /Tagespflegen an sich riesige Unterschiede aufweisen.

      Es gibt KiTas mit Krippe, mit altersgemischten Gruppen, mit unterschiedlichen Betreuungsschlüsseln, verschiedenen Konzepten...
      Es gibt Tagesmütter, die alleine betreuen oder auch Tagespflegen mit mehreren Tagesmüttern.
      Manche Tagesmütter sind gelernte Erzieher, manche betreuen im eigenen Haushalt, andere haben extra angemietete Räumlichkeiten.

      Unsere Tagespflege hat beispielsweise genausoviele Schließtage wie die KiTa - also wäre das kein Argument.

      Man kann die Betreuungsformen kaum vergleichen, nur sehr spezielle Betreuungsangebote.

      Meine Tochter ist zB in einer Tagespflege (2 Tagesmütter) mit 8 Kindern U3.

      Die Tagesmütter sind beide gelernte Erzieher, betreuen in eigenen Räumlichkeiten, fertigen eine Dokumentation an, bieten Ausflüge, Feiern, Bastelangebote und Co., haben 30 Schließtage parallel zum Kindergarten, die gleichen Öffnungszeiten usw.

      Der einzige Unterschied ist eben die Schließung bei Krankheit.

      Von daher zählen alle von meinen Vorschreibennen genannten Pros und Contras immer nur für spezielle Einrichtungen.

      VG Isa

      (11) 29.11.18 - 06:57

      Ich will nur kurz was zum angesprochenen Thema "Krankheit der Tagesmutter" sagen. Unsere Tagesmutter hat nämlich durchaus Ersatz in der Hinterhand, so dass wenn, dann schon beide krank ausfallen müssten, bevor wir das Problem hätten.
      Mir wäre prinzipiell die Krippe für meinen Sohn zwar zunächst lieber gewesen, da wir aber keinen Platz bekommen haben, musste ich mich mit dem Gedanken Tagesmutter arrangieren. Und er liebt seine Tamu. Ich bilde mir auch ein, dass er seltener Krankheiten mitschleppt. Die derzeit überall anzutreffende Schniefnase mal außen vor gelassen. Aber Freunde berichten bei ihren Kindern innerhalb von gerade Mal vier Monaten von Hand-Mund-Fuß, Magen-Darm und Bindehautentzündung. Auch hier die Schnoddernasen ignoriert.
      Ich hoffe aber trotzdem auf einen Platz in der Krippe/Kita im Sommer. Auch wenn er seine Tamu schmerzlich vermissen wird.

      Für mich als gelernte Fachkraft wäre die Kita vorzuziehen - denn tagesmütter haben keine vollwertige pädagogische Ausbildung. Ich hab's hier im Forum schon oft gelesen und habe es auch von Freunden gehört, es kommt oft vor, das tagesmütter unpädagogisch handeln. Da werden plötzlich Dinge von den Eltern gefordert, damit das Leben mit dem Kind bei der Tagesmutter einfacher wird. Das Kind soll plötzlich stoisches töpfchentraining machen, es soll nicht mehr gestillt werden, es soll dies oder das machen... die Tagesmutter reflektiert ihr Handeln am Kind ganz anders und setzt andere Maßstäbe.
      Ich würde mein kind nur zu einer Tagesmutter geben, die vorher schon im Beruf in Krippe oder Kindergarten tätig war, wo ich mir sicher sein kann, das sie pädagogisch durchdacht handelt.

      Zum zweiten ist da natürlich, wie bereits erwähnt, die Sache mit den krankheitstagen und dem Urlaub der Tagesmutter.

      Dritter Punkt wäre für mich vorallem das Thema impfen. Ich weiß ja nicht wie es in anderen Regionen ist, aber hier gibt es leider viele tagesmütter, die bevorzugt Kinder nehmen, die nicht geimpft sind. Ich würde mein kind nicht mit anderen ungeimpften Kindern regelmäßig alleine lassen wollen.

    (15) 29.11.18 - 07:40

    Hallo,
    ich habe beides durch und würde eine KiTa jederzeit der Tagesmutter vorziehen!
    Hauptargument sind Ausfälle bei Krankheit / eigenen familiären Belastungen der TaMu (4 Wochen Schweinegrippe #zitter und ich schwanger ...)

    Ich mag die TaMu heute immer noch sehr, habe aber Kind 2 und 3 in die Kita gegeben und fand es dort deutlich besser. Mehr Kontakt zu anderen Kindern, wenig Ausfälle.

    Viel Glück bei der Entscheidungsfindung
    rotihex

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