Schnuller abgewöhnen die 1000.

    • (1) 04.12.18 - 09:59

      Hallo zusammen,

      Ich weiss, es gibt schon mindestens 1000 Threads zu dem Thema und ich glaube ich habe selbst schon auf einige davon geantwortet, aber nun ist es bei uns selbst so weit und ich bin gerade überfordert.
      Meine Tochter (im September 3 geworden) soll morgen dem Nikolaus ihre Schnuller mitgeben (im Tausch gegen ein kleines Geschenk). Sie weiss das und ist prinzipiell auch damit einverstanden. Das DIng ist nur: Sie liebt die blöden Dinger wirklich abgöttisch und ich glaube nicht, dass sie wirklich abschätzen kann, was es bedeutet, wenn sie dann wirklich weg sind. Ich erkläre ihr bspw immer, dass der Nikolaus ihre Schnuller zu kleinen Babies bringt, die sie wirklich noch brauchen. Darauf sagt sie immer. "Wenn ich ein Baby bin, bekomme ich auch wieder einen Schnuller!" #zitter
      Nun ja, jetzt habe ich eben Angst, dass wir uns damit Stress epischen Ausmasses ins Haus holen und beschwichtige immer schon, in dem ich mir denke "Sie braucht ihn doch eh nur zum Einschlafen, nach spätestens 10 Minuten spuckt sie ihn (schlafend) sowieso aus, beim Zahnarzt sind wir auch regelmässig und da ist immer alles in bester Ordnung, etc."
      In meinem Umfeld kann mir niemand den Rücken stärken, entweder haben alle Kinder den Schnuller problemlos abgegeben und einfach akzeptiert, dass er irgendwann weg war, oder sie haben den Schnuller selbst noch und die Eltern lassen sie selbst entscheiden, ob und wann sie ihn abgeben. Meine eigene Mutter ist auch keine grosse Hilfe, sie sagt nur: "Du selbst hattest den Schnuller noch bis du 4 warst"#schwitz
      Könnt ihr mich also vielleicht ein bisschen bestärken? Ich finde sie einfach zu "gross" für einen Schnuller und auch wenn die Zähne jetzt noch gut sind - besser werden sie bestimmt nicht durch das Nuckeln...
      Lg Kokosmilch

      • Meine haben ihre Schnuller jeweils mit etwa 2,5 "abgegeben".
        Bzw sie durften sich ein Spielzeug aussuchen und haben das gegen den Schnuller getauscht, und dann selber den Schnuller kaputt geschnitten!
        Wenn dann abends die Frage nach dem Schnuller kam konnten wir den kaputten zeigen.
        Klar gabs die ersten 1-2 Tage gemecker und das einschlafen hat was länger gedauert aber es war wirklich viel weniger Theater als ich gedacht hätte.
        Also nicht soviele Gedanken machen und einfach durchziehen, es waren bei uns wirklich nur die ersten beiden Nächte wo etwas gemeckert wurde, dachte auch da kommt ein riesen Drama aber war nichts

        Ich würde da nicht so ein Drama drum machen. Je unaufgeregter und stringenter die Mutter mit der Situation umgeht, desto leichter akzeptieren es die Kinder. das ist meine Erfahrung.
        Kinder in dem Alter spüren sehr genau, ob die Mutter unsicher ist und eventuell wieder "weich" werden kann und dann gibt es viel mehr Theater. Sag Deiner Tochter noch einmal liebevoll aber bestimmt, dass der Schnuller weg kommt und zieh es durch. Das wird schon werden. ;-)

        Da wird es schon Alarm geben. Aber das musst du dann aushalten.

        Ich glaube bei uns war das ne halbe Stunde. Sohnemann tat mir auch wirklich leid. Ich war auch schon kurz davor einzuknicken, aber dann war doch gut.
        Es war auch wirklich nur diese halbe Stunde, dann war gut.

        Thematisiere das lieber nicht zuviel. Mach da keine große Nummer draus.

        Und zum eigenen Schutz: entsorge sie sofort ;-)

      • Hallo

        ich finde es hängt ja auch immer vom Kind und von der Einstellung der Eltern ab.
        Persönlich finde ich jetzt den Zusammenhang zum Nikolaus nicht so schön, aber nun gut.

        Wir haben einen Zahnarztbesuch kurz vor dem 3. Geburtstag dazu genutzt (ab dem 2. Geburtstag gab's jedoch Schnuller nur noch im Bett), bei uns kam dann die Schnullerfee.
        Diese hat neben einem Geschenk auch noch einen schönen personalisierten Brief da gelassen.
        Für Kind 1 war es ziemlich hart, er ist bestimmt eine Woche lang nachts wach geworden und hat nur schwer wieder in den Schlaf zurückgefunden. Hat diskutiert und sich selbst bedauert. Kind 2 war gefühlt wirklich froh das Ding endlich los zu sein und hat (zumindest in der ersten Zeit) nachts auch ruhiger geschlafen.

        Wie bei vielem, ist einfach die Haltung der Eltern wichtig.

        Viel Erfolg

        • Hallo wallpaper,
          ich hätte die Schnullerfee ehrlich gesagt auch bevorzugt, aber meine Tochter hat sich den Nikolaus als "Übeltäter" quasi selbst ausgesucht:-D
          Sie hat im Sommer bei einer Freundin ein tolles Spielzeug gesehen und diese hat ihr erzählt, dass der Nikolaus ihr das geschenkt hat, weil sie ihm ihre Schnuller mitgegeben hat...
          Daraufhin wollte sie natürlich auch ein tolles Geschenk vom Nikolaus haben - als Gegenleistung für ihre Schnuller.
          Wir haben auch Schnullerbäume bei uns in der Stadt - hätte ich auch schöner gefunden, als den Nikolaus, wollte aber dann nicht noch mehr "Fantasiefiguren" ins Spiel bringen und dann erklären müssen, warum zu dem einen Kind der Nikolaus, zu dem anderen die Schnullerfee und zum nächsten nochmal wer anders kommt...#schwitz
          Deshalb hab ich die Idee mit dem Nikolaus einfach aufgegriffen und hoffe jetzt einfach, dass meine Tochter es einigermassen sportlich nimmt...#schwitz
          Lg Kokosmilch

      Hallo,

      bei meinen Sohn kam die Schnullerfee kurz vorm Geburtstag, wo er drei wurde.
      Ist jetzt etwa 6 Wochen her. Er war -leider auch tagsüber- ein totaler Schnullerjunkie.
      Am ersten Abend ohne Schnuller ging er problemlos ins Bett und schlief ein.
      An Tag zwei hat er Terz gemacht und ich hätte fast den Schnuller wieder geholt. Mit trösten ging er dann doch irgendwann schlafen.
      Tag 3,4 und 5 war ok, er hat ein bißchen länger zum einschlafen gebraucht, aber nicht wirklich lang.
      Ab und an hat er, wenn er müde wurde oder Frust/ Wut hatte, nach seinem “Nuller“ gefragt, aber recht selten.
      Seit drei Wochen aber nicht einmal mehr.
      Neulich war sogar ein Kind mit Schnuller hier, hat ihn überhaupt nicht interessiert.

      Und ich hab ne Woche vor der Schnullerfee noch gesagt, dass das nie was gibt. Dafür hat es echt gut geklappt :).

      Ich hab halt nur drauf geachtet, dass er richtig hundemüde abends war.

      Viel Erfolg!

      Ganz ehrlich: ich würds nicht machen.
      Das kann echt nach hinten losgehen, aus eigener Erfahrung.
      Bei meiner Tochter kam die Schnullerfee mit 3 Jahren und 10 Monaten. Sie hatte zum Schlafen immer 3 Schnuller. Ich fand sie auch viel zu gross für den Schnuller. Aber totaler Schnuller-junkie.
      Über die Schnullerfee hatten wir oft gesprochen, aber ich hab gemerkt, es passt noch nicht.
      Irgendwann war ich dann mit ihr shoppen (Geschenk für Freundin kaufen) und sie hat zufälig so'n kleines Kuschelkaninchen gesehen, dass sie unbedingt haben wollte. Da hab ich gesagt, ok, aber dann kommt der Schnuller weg (war ganz spontan). Hab dann zusätzlich so getan, als ob ich die Schnullerfee angerufen hätte. Also kam dann in der Nacht drauf die Schnullerfee. Tochter war einverstanden. Aber was es eigentlich bedeutet, ohne Schnuller wirklich einschlafen zu müssen, hat sie natürlich nicht absehen können.
      Die ersten Nächte danach waren echt der Horror. Sie war wirklich auf Entzug.
      Insg. hat es ca 6 Monate gedauert, bis das Einschlafen abends ruhiger wurde.
      Sie ist eh ein Kind, dass abends schlecht abschalten kann, weil ihr alle Erlebnisse des Tages nochmal durch den Kopf gehen. Da hat ihr der Schnuller beim runterfahren eben sehr geholfen, und der war dann weg. Das Einschlafen hat somit immer 1-2 Stunden gedauert. Es kamen da noch andere Faktoren dazu, warum's immer so lange gedauert hat, und wir waren uns lange nicht klar darüber, dass der fehlende Schnuller immer noch seinen Beitrag dazu leistet. Das ist uns leider erst viel später bewusst geworden.
      Im Nachhinein hätte ich ihr den Schnuller noch bis zum 4. Geburtstag lassen sollen und es da versucht bzw sie wirklich selbst entscheiden lassen sollen. Dann hätten wir uns einiges an Drama erspart.
      Kann aber sein, dass das bei uns eben ein Extremfall war.

      Wir dachten noch nicht ans abgewöhnen weil wir nie geglaubt hätten das ginge.. dann kam Besuch und der gleichaltrige Sohn erzählte stolz er braucht den nicht mehr. Da packte meiner alle zusammen hab sie mir und sagte ich auch groß ! Thema erledigt - nicht mehr danach gefragt ! Obwohl bis dato täglich benötigt gewesen beim schlafen - also locker angehen löst sich oft von allein viel Glück euch

      Wenn sie den nur zum einschlafen braucht, wird das nicht so dramatisch. Wäre sie tagsüber auch wie bescheuert am nuckeln, hätte ich an deiner Stelle erstmal alle tsgschnuller der schnullerfee übergeben. Aber so iat sas doch ideal. Lass es auf euch zukommen :)
      Gibt 1000 und mehr andere Kids, die haben das auch gemeistert und die Zähne freuen sich!

      • Ja, sie braucht ihn wirklich nur zum einschlafen. Hin und wieder, wenn sie tagsüber müde ist, fragt sie zwar danach, akzeptiert aber, wenn ich ihn ihr dann nicht gebe...
        Danke euch allen für eure Antworten und Erfahrungen.
        Ich versuche jetzt wirklich ganz entspannt an die Sache ranzugehen und werde abwarten, was passiert;)
        Lg Kokosmilch

    Die Frage ist: hat sie noch ein Saugbedürfnis was es zu stillen gilt? Denn wenn du ihr dann den Schnuller weg nimmst, wird sie ihr Bedürfnis an anderen Dingen befriedigen.

    Ich selbst habe bis 6 Jahre extrem an Fingern genuckelt. Meine Tochter (bald 3) hat auch ein stark ausgeprägtes Saugbedürfnis und saugt und kaut (wenn sie den Schnuller nicht hat) auf ihren Händen, Kleidungsstücken, Gläsern, Tischkanten und wer weiß was, herum..

    Laut unserer Zahnärztin sollten wir ihr - "in Gottes Namen" - den Schnuller wieder geben.
    Also, nur weil du sie zu groß findest, ist sie es mit 3 nicht unbedingt.

    Das gilt es, als erstes zu beurteilen.

    Weiter kann ich dir allerdings auch nicht helfen, weil meine 3 jährige den Schnuller definitiv noch in bestimmten Situationen braucht.
    Wenn sie ihn nur zum einschlafen benötigt und es aus zahnärztlicher Sicht keinen dringenden Handlungsbedarf gibt, würde ICH ihn ihr auch lassen, denn:
    Kognitiv glaube ich auch nicht, dass sie einschätzen kann dass der Schnuller weg ist, wenn der Nikolaus ihn mitnimmt. Ihre Einwilligung ist daher als "nichtig" zu werten.

    Ich würde da auf die kognitive Reife warten, wo sie das wirklich versteht.

    Meine Flocke war auch so um 3 Jahre rum, als ich fand, dass es Zeit wird schnullerfrei zu leben....
    Ich habe mich entschlossen den Schnuller Tag für Tag etwas abzuschneiden, damit dann irgendwann nichts mehr da ist, an dem man nuckeln kann und sie das gute Stück selber abgibt. So die Idee...

    Also irgendwann, nach einem langen Gespräch über das Leben ohne Schnuller, habe ich den ersten Schnitt getan. Meine Tochter nimmt ihn und spuckt ihn sofort wieder aus. Um dann festzustellen, dass sie zu groß ist für den Schnuller.

    Damit hätte ich niemals gerechnet. Ich habe auch mit schreien, weinen etc. gerechnet. Aber so cool...

    Und deine schafft das auch.;-)

    Danke nochmal für eure Antworten, ich kann schon ein kleines Update geben: meine kleine liegt gerade neben mir und schlummert seelenruhig und zwar OHNE Schnuller ;)
    Hab sie gefragt, ob wir heute schon mal üben möchten und sie war einverstanden.
    Wäre toll, wenn es so bleibt. Drückt mir die Daumen;)
    Schönen Abend euch allen.
    Lg Kokosmilch

    Bei uns gab's Schnuller nur bis zum ersten Geburtstag, damit die Zähne gescheit wachsen können.

    Meine kleine Cousine hat bis 4 nachts einen Schnuller gehabt und da sieht man auf den Fotos, dass die Zähne dem Schnuller den Raum gelassen haben.
    Das hat mich immer abgeschreckt#zitter

    Vielleicht kann man sie bei abendlichem Theater ("Ich will meinen Schnuller") damit ködern, dass sie ja schon ein "großes Mädchen" ist. Wenn sie darauf beharrt, ein Baby zu sein, dann darf sie aber auch andere Dinge nicht, die sie seeehr liebt. - Ein bisschen fies und erpresserisch, kann aber funktionieren:-)

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