Kleine Zicke, Ratlose Eltern

    • (1) 15.12.18 - 02:00

      Guten Abend,

      Ich bin zur Zeit wieder Schwanger wir haben aber bereits eine 4 1/2 Jahre alte Tochter.

      Kurz zu Ihrer Geschichte:

      Die Schwangerschaft mit ihr damals war schon mehr als Turbulent schon das Herzchen schlug damals 1 - 2 Wochen später als es hätte sein müssen auch das ganze Wachstum bis zu 23SSW war immer 1 - 3 Wochen zurück. In der 25+4 SSW kam sie mit 31.5cm länge und 480g per Not Kaiserschnitt zur Welt. Sie wurde knapp 4 Monate in der Frühchen Station der Kinderklinig hoch gepeppelt und hatte von anfang an einen vorverlegten Würge-reflex sowie eine durch frühgeburt hervorgerufene Schluckstörung dadurch wurde sie größtenteils bis zum 2 Lebensjahr über Nasale Magensonde ernährt. Ab da haben wir manchmal sogar Nächte, Tage und Stunden damit verbracht ihr das Essen beizubringen wie man es uns in der Lebenshilfe vorgeschlagen hat. Als Sie in den Kindergarten kam lernte sie von den anderen Kindern das Essen wohl auch selbstständig Spaß machen kann bis zu dem Tag als die Erzieherinen ihr einfach die Flasche geklaut haben und sie seit dem her komplett alleine ist - LEIDER NUR IM KINDERGARTEN - Und damit fängt auch schon unsere Problematik an....

      Kommt sie vom Kindergarten nach Hause ist Sie erstmal mehr als nur schlecht gelaunt, erstmal wird gekuschelt mal Papa mal Mama und niemand anders darf sie Anfassen oder ansprechen. Anschließend ziehen wir endlich die Jacke aus nachdem Sie gemerkt hat das sie sich Nassschwitzt weil sie sie nicht ausziehen will.
      Sie kommt ohne Pampi nach Hause entweder sie schafft es 1 -2 stunden hier zu hause auch auf toilette zu gehen oder es wird solange rebelliert bis die pipi von alleine läuft oder wir uns breitschlagen lassen ihr doch ihre geliebte Pampi anzuziehen....#aerger

      Und irgendwann nach dem ganzen Prozedere wird dann auch mal ENDLICH freillig gegessen - vorrausgesetzt es gibt Nudeln, Pizza, Pommes, Kinder Pinguin, Kinderriegel oder TicTacs - gibt es das nicht Rebelliert sie auch nochmal bis zu 1 Stunde bis sie endlich etwas isst wwas nicht nur aus Fett oder Schokolade besteht. #aerger Als belohung bekommt sie dann natürlich auch etwas süßes wenn sie brav gegessen hat. Dann gehen wir meist hoch in ihr Zimmer und sie darf Mogli gucken, mit viel Glück schaff ich es dann auch mal eine Unterhaltung mit ihr aufzubauen wie es im Kindergarten war, und was sie dort heute gemacht haben, ob sie Spass hatte oder ob sie wieder jemand geärgert hat. Wenn ihr Papa dann Duschen war, geht entweder sie auch schnell duschen oder wir gehen alle Zusammen ins Wohnzimmer und schauen gemeinsam einen Film, nach kurzer Zeit passt ihr das aber auch nicht mehr selbst wenn sie den Film aussuchen durfte also stielt sie sich davon zur ihrem Onkel und spielt mit ihm.
      < Ihr Onkel ist der geistig und körperlich Behinderte Adoptiv sohn meiner Oma die Verstorben ist und für den ich auch die Pflegschaft übernommen habe, er liebt Kinder über alles >
      zwischendurch kommt sie dann fragen für etwas süßes oder wenn sie ihre Pampi Nass hat, wenn sie aber aber ein Häuffchen gesetzt hat - was man selten riecht - rennt sie SOLANGE damit rum bis es weh tut oder sie einen Wunden popo davon hat - was meist schon innerhalt der ersten Stunde der Fall ist. Dann bekommt sie natürlich Ärger warum sie wieder nichts gesagt hat von meinem Mann (ich darf ihr ja keine Pampi machen). So wenn das erledigt ist besitzt sie ihr eigenes Tablet mit Kinder sperrcode worauf sie gerne Mogli oder diverse andere Serien und Kinderfilme gucken darf für Maximal 2 Stunden Abends wenn sie keine Lust hat zu Spielen. Das Reicht ihr aber nicht und sobald es heisst jetzt ist Tablet gucken vorbei das Tablet muss jetzt Schlafen wird extrem rumgebockt, geschrien, geweint oder ganz schlimm getretten und gehauen. Bis wir sie beruhigt haben ist dann auch fast Bettzeit, ich darf sie sogut wie nie ins bett bringen dafür ist der papa super... Da wird auch wieder nur rumgebockt, rumgezickt und in den meisten Fällen endet es mit richtigen Wutanfällen sie erst wieder aufhören wenn wir einfach das Licht ausmachen und das Zimmer verlassen.

      Sie bekommt alles von uns, sie hat immer unsere aufmerksamkeit, und wir versuchen ihr bei allen Problemen irgendwie zu helfen aber wir schaffen es einfach nicht und ich Persönlich habe das Gefühl das ich nur dazu gut bin um die Schokolade aus dem Kühlschrank zu holen oder um ihr die Fernsehserie einzuschalten alles andere habe ich das Gefühl mach ich komplett alles falsch bei ihr.
      und das ist erst so richtig extrem seit ich Schwanger bin.

      kennt ihr das vielleicht von Euren Zwergis und hat jemand eventuell eine Idee wie ich/wir da noch was verbessern oder anders machen könnten?

      Liebe Grüße und Danke

      • (2) 15.12.18 - 03:47

        Oh je, da hatte eure Tochter ja einen schweren Start ins Leben! Das tut mir leid!
        Ist euch klar, welchen Schaden das viele fernsehen am Gehirn eures Kindes anrichtet? Verbringt ihr keine Zeit draußen, mit anderen Kindern? Ein Kind in diesem Alter sollte niemals täglich und sicher nicht länger als 20 Minuten Fernsehen. Der Süßigkeiten Konsum ist auch bedenklich. Unklar ist auch, wieso sie keine Bindung zu dir hat (wie du es beschreibst). Sucht euch dringend Hilfe! ( erziehungsberatung oder ggfs jugendamt) im Interesse eures Kindes (es kommt ja auch schon das zweite).

        (3) 15.12.18 - 05:01

        Hi,

        euer Anfang klingt ja echt heftig. Ich glaube eure Tochter braucht die volle Aufmerksamkeit, wenn sie zu Hause ist.
        Wie lange ist sie denn im Kindergarten? Vielleicht ist es ihr auch zu lange?
        Ich finde den Medienkomsum absoluzt extrem. Das solltet ihr dringend einschränken auf maximal 30 Minuten am Tag.
        Versucht bitte einen Rhytmus zu finden, der auch nach draußen gehen, spielen etc. beinhaltet.
        Also vom Kindergarten heim, erstmal kuscheln, vielleicht kannst du ihr ja etwas vorlesen in der Zeit. Oder sie will da einfach ihre Ruhe. Dann kann sie sich ja auch für ne halbe Stunde zurückziehen und ne CD hören oder so.
        Vielleicht erst anschließend essen, nach dem Essen auf den Spielplatz, in den Park/ Wald oder was auch immer. Danach nach Hause und gemütlich machen, ein Spiel spielen, mit ihren Spielsachen spielen oder auch im Haushalt mithelfen lassen.
        Sie sollte mit 4,5 Jahren sich auch alleine beschäftigen können ohne Medien. Z.B. mit Lego, Autos, Puppen spielen, malen, ... da gibt es so viele Möglichkeiten.
        Holt euch bitte Unterstützung, vielleicht auch über das Jugendamt/ den sozialen Dienst. Vielleicht wäre ein Familienhelferin passend.
        Was sagt denn der Kindergarten, wie ist es dort?

        LG , viel Kraft und starke Nerven

        Isabel

        (4) 15.12.18 - 07:31

        Hallo,
        Oh je, ich kenne mich mit solch extremen frühchen nicht aus und denke, dass ihr ganz schön was durch habt. Und ich denke, das ist auch der Knackpunkt. Es ist sehr schwer als Eltern eines gefährdeten Babys sich von der Idee zu lösen, dass man um jeden Preis unterstützend wirken muss. Es wird Zeit für euch ihr Aufgaben zu geben und ihr was zuzutrauen. Ich weiß nicht, welchen Entwicklungsstand sie hat, aber unsere 3,5 jährige faltet im Kindergarten Wäsche und näht Knöpfe an. Hier zu Hause von Wäsche falten keine Spur. Das ist aber eine Frage des forderns. Ihr werdet nicht umhin kommen die Abläufe zu ändern. Wenn meine Tochter Kiga Schluss hat, trinken wir zuerst ne Milch und essen etwas Obst, oder Kekse etc. Dann stille ich ihren kleinen Bruder und sie muss sich beschäftigen. Manchmal lesen oder spielen wir. Dann erledige ich noch was im Haushalt und dann bereiten wir gemeinsam das Abendessen zu. Sie hilft mir mit ihrem Messer beim schneiden oder macht den Nachtisch weitestgehend allein. Wenn ich merke sie ist alle, darf sie eine halbe Stunde Fernsehen. Traut ihr was zu. Alles gute!

      • Sie schaut viel zu viel tv - da liegt mit der größte Hund begraben. Auch das sie ein eigenes Tablett hat, ist alles andere als förderlich. Sie braucht kein Gerät oder irgendwelche Serien, sie braucht euch, eure Aufmerksamkeit und liebe! Und dazu gehört auch Grenzen setzen. Eine Grenze z.b. wäre, maximal einen Schokoriegel pro Tag, nicht mehr. Ansonsten solltet ihr mit ihr spielen, rausgehen.

        Ich weiß wie anstrengend das Thema essen sein kann, ich habe als Kind auch sehr schlecht gegessen und auch nur ausgewählte Lebensmittel. Habt ihr euch mal wegen einer fütterungsstörung beraten lassen? Ich denke, psychologische Begleitung bei dem Thema wäre auch gut. Ich würde jedenfalls den ganzen süßkram streichen - und vor allem auch so gut wie nichts mehr davon im Haus haben! Des weiteren könntet ihr beginnen, sie mit in die Verantwortung für das Essen zu nehmen. Mit ihr zusammen das Essen machen, neue Lebensmittel entdecken. Dabei könntest du auch die Bindung zu ihr stärken. Das Ding ist, das es dauern kann, bis sie freiwillig mitmacht, wenn sie so abhängig vom tv ist und sich bis jetzt immer mit ihrem Willen durchgesetzt hat, was es zu essen gibt. Ich würde das Tablett wegnehmen und ihr höchstens eine halbe Stunde pro Tag, also eine Folge von irgendeiner Serie, zugestehen. Danach bleiben Tablett und tv aus. Und wenn du das Wohnzimmer abschließen musst. Dann kann sie entweder in ihrem Zimmer spielen oder sie begleitet dich in die Küche, um beim Essen machen mitzuwirken. Dann wird sie entweder aus Langeweile irgendwann begreifen, das sie auch so spielen kann oder kommt zu dir. Wichtig ist, das ihr aber standhaft bleiben müsst bei ihrem Theater. Ihr werdet nicht voran kommen, wenn ihr eurer Tochter nicht deutlich zeigt, das es da keine chance auf durchbrüllen gibt. Sie hat bis jetzt wunderbar gelernt, das sie mit genügend Theater alles bekommt, was sie will. Und das erklärt such, wieso sie insgesamt so mies drauf ist. Ein Kind, das Eltern hat, die in ihren Entscheidungen immer wieder hin und her wechseln und keine klaren Grenzen haben, machen einem Kind Angst und geben Unsicherheit. Das Kind kann so nie wissen, woran es ist und wird immer lautstärker seinen frust darüber kund tun. Sie braucht dringend ganz klare Strukturen, die dann auch wirklich felsenfest sind und nicht umgangen werden! Es wird dauern, es wird hart sein, bis sie von ihrem Trip runtergekommen ist. Aber wenn ihr jetzt nicht eingreift, dann wird es nur noch schlimmer.

        Es gibt einen Grund, warum Kinder grade die strengsten Erzieher in einer Einrichtung am liebsten haben - das fällt immer wieder auf. Denn die zeigen dem Kind ganz klar, wo es steht, was seine Möglichkeiten sind. Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Und dadurch festigen sich auch die Beziehungen zwischen groß und klein.

        Sie kann bei euch fordern und fordern, wozu sollte sie euch also ernst nehmen oder gar eine Bindung haben? Egal worum es geht, essen, tv, Windel - sie bekommt, was sie will und das alles wird sich nicht ändern, wenn ihr nicht daran arbeitet. Es wird nur schlimmer, eure Tochter wird noch unzufriedener und immer schwerer aus diesem Loch rauszuholen sein. Sie ist jetzt schon ein tyrann - und braucht dringend eure Hilfe.

        Hallo, durch euren schweren Start habt ihr natürlich einen ganz besonderen Blick auf eure Tochter, zum Teil verständlich.
        Das, wie es zuhause bei euch läuft, fände ich ganz schwer auszuhalten. Da ist ja null Erziehung, es scheint keine Regeln und keine Grenzen zu geben. Dass 4Jährige mal rebellieren, kommt vor. Aber dass es nur Fett-Zucker oder Nudeln geben darf, sie ihre Jacke nicht auszieht, bis sie nassgeschwitzt ist, sie stundenlang bockt und schreit, nur in die Windel macht etc.pp. - da würde ich mir von extern Rat holen. So geht das doch nicht weiter. Ich vermute, durch den schweren Start hat die Kleine immernoch den "Armes-Hascherl-Status" bei euch und es gehen viiiiiele Dinge durch, die sonst nicht durchgehen würden ohne die Vorgeschichte. Das kann nicht gut gehen auf Dauer.
        Alles Gute für euch 3!

      • (7) 15.12.18 - 14:11

        Weißt du was für mich in deinem Text eine der Schlüsselstellen ist:
        Wir gehen nach oben und gucken fern, dann gehen wir nach unten und gucken fern und selbst wenn sie den Film aussuchen durfte will sie lieber spielen....

        Über diesen Teil solltet ihr vielleicht mal nachdenken.

        • (8) 15.12.18 - 14:38

          Ich glaube ich habe den text etwas falsch dargestellt. Natürlich spielen wir auch mit ihr und natürlich gehen wir auf den Spielplatz sie ist aber in der lebenshilfe im kindergarten von 7-15uhr und gg 16uhr zuhause alles was sie möchte machen wir auch mit ihr und das fernsehen sind ca 1 std am tag es sei den sie ist wirklich vollkommen KO dann darf sie länger gucken. Und ja dadurch daa sie ein Frühchen war hat sie natürlich bei uns den Status Quo sie ist unser Leben. Wer würde den nixht alles für sein Kind tun? Und wie gesagtvso extrem ist das erst seit ich wieder schwanger bin vorher war sie ab und zu auch so aber nicht jeden Tag.

          • Sie WAR ein Frühchen, sollte jetzt aber allmählich wie eine gesunde 4Jährige behandelt werden mit allen Rechten und auch Pflichten. Sie ist k.o.? Dann kann sie eine CD hören oder sich auf ihr Bett legen. Warum guckt sie dann einen Film (1 Std. oder sogar noch länger?!). Es klingt so, als käme Prinzesschen nach Hause und alle würden nur auf Wunschesäußerungen warten und parat stehen.
            Der Schuss geht bald gewaltig nach hinten los. Allerspätestens mit 2 Kindern wird es so nicht mehr klappen.

            (10) 15.12.18 - 18:07

            Ja, ich würde alles tun, sie dürfen das nur nicht wissen.😜
            Alles machen, was sie sich wünscht? Nein. Versuche schon mal jetzt sie daran zu gewöhnen, dass du nicht immer ja sagst. Denn mit dem Baby geht es oft einfach nicht. Wenn du jetzt schon mal limitierst vermeidest du vielleicht, dass sich der Frust dann geballt Bahn bricht, oder gar gegen das Baby richtet. VG

            (11) 16.12.18 - 11:26

            Eventuell bietest du ihr etwas anderes entspannendes an, wenn sie ko ist. Fernsehen ist für ihr kindergehirn nicht entspannend, sondern setzt viele Reize. Vielleicht wäre ein Hörspiel beim Malen oder chillen auf dem Sofa auch etwas für sie.
            Das du schwanger bist zeigt ihr Vielleicht, dass sie bald nicht mehr alleinige Mittelpunkt ist. Das heißt sie wird vermutlich viel testen, wie sie die meiste Aufmerksamkeit bekommt. Übst du jetzt nicht mit ihr, dass sie eben nicht rund um die Uhr eure Aufmerksamkeit hat, dann könnte das mit dem Baby problematisch werden.
            Schritt für Schritt ein bisschen mehr alleine beschäftigen am Tag. Das muss gar nicht der große Knall sein, aber im Zimmer ein Hörspiel alleine hören kann eine vierjährige. Dabei kann sie runter kommen und sich entspannen, wenn der Kindergarten anstrengend war.
            Essen ist bei vielen Kinder im den Alter ein anstrengendes Thema. Aber auch mit vier versteht man ein: " das was gekocht wurde wird gegessen oder du schmierst dir eine Scheibe Brot ".
            Um so mehr Tam Tam um das Essen gemacht wird, um so mehr steigern sich auch die Kinder in das Thema rein. Das nimmt sie natürlich gerne als Anlass für mehr Aufmerksamkeit.

            Für vierjährige gilt meistens (nicht bei allen): sie brauchen nicht mehr die volle Aufmerksamkeit, sondern Raum sich zu entfalten. Die Aufmerksamkeit die sie bekommen sollte dann für sie aber eine hohe Qualität haben.

            Und wenn du wirklich nicht weiter weißt, dann scheu dich nicht dir Hilfe von aussen zu holen. Einfach mal zur Beratung gehen. Manchmal hilft einem der Blick von aussen ja mehr.

            Es tut mir leid, das ihr so einen schweren Start hattet, aber mit dem Medienkonsum tut ihr ihr keinen Gefallen.

            Eine Stunde am Tag ist zu viel. Bei uns gibt es nur am Wochenende eine Stunde tv. Tablet und Handy sind für meine Kinder tabu.

            (13) 17.12.18 - 13:41

            Wenn sie so ko ist, ist fernsehen auch nicht das richtige. Setz dich mit ihr hin, lies ein Buch oder höre ein Hörspiel. Die bewegten Bilder sind für den Kopf so anstrengend, auch wenn das Kind ruhig sitzt. Kinder kämpfen dann total gegen ihre Müdigkeit an und werden nur noch quengeliger. Außerdem schlafen die meisten danach unruhiger, da es so viel zu verarbeiten gibt. Gegen ein bisschen fernsehen ist ja nichts einzuwenden, aber ich würde das nicht in die tägliche Routine aufnehmen und auch nicht für so lange.

      (14) 15.12.18 - 15:21

      Also nur 20-30 Min. fernsehen gibt es bei uns auch nicht, sind aber 2 Kinder und beide haben eigene Wünsche. Es kommt drauf an, was das Kind sieht, nur einfach Mogli ist auch nicht das beste. Meine Kinder lieben Bastelvideos oder Tanzvideos, da werden sie auch angeregt etwas nachzumachen. Wir beschränken die Fernseh-/Tablettzeit aber und kündigen es auch rechtzeitig an, wenn wir bald ausmachen, damit es berechenbar für die Kinder ist und somit der Frust gering bleibt. Je nach Tag sehen sie mal mehr, mal weniger. Sie machen es auch von sich aus aus, weil wir es lockerer sehen. Aber bei uns steht auch eins fest, Fernseher und Tablett gehören uns Erwachsenen, wir leihen sie nur aus. Es ist ein Privileg für die Kinder, was sie auch verlieren können und das wissen sie.
      Langeweile ist für ein Kind extrem wichtig. Ihr müsst kein Entertainer sein und sonst was machen mit dem Kind. Ein Kind wird von alleine kreativ und lernt selbstständig zu denken und Ideen zu haben.
      Im Kindergarten herrscht ein anderer Ton. Dort wird euer Kind wie die anderen behandelt und der Gruppenzwang sorgt für Anpassung. Dies sorgt dafür, dass sie selbstständig isst und trocken ist. Zuhause läuft es anders und euer Kind weiß es und nutzt die Bequemlichkeit aus. Dass sie ausgeschimpft wird, wenn ihr Po wund wird, versteh ich echt nicht. Sie ist 4 und kann die Konsequenzen ihrer Handlung verstehen. Der wunde Po ist da schon Strafe genug. Besorgt ihr Unterhosen, die sie nicht mag (langweilige), welche sie aber nach dem Einnässen nur bekommt. Die tollen Unterhosen (mit Motiv etc.) bekommt sie nur, morgens, sodass sie motiviert (;D) ist, trocken zu bleiben. Kinder nässen sich eben auch mal ein, das ist schon unangenehm genug, lass sie das auch spüren indem ihr sie nicht umzieht, sondern sie das alleine macht ggf. mit eurer Hilfestellung. Sie ist alt genug und kann Aufgaben übernehmen, so z.B. ihre Dreckwäsche in die Waschmaschine legen.
      Ein schöner Spruch: Eltern bestimmen, was es zu Essen gibt, Kinder wieviel. Frag nicht nach, was sie zu Essen haben möchte, sondern lege es fest. Wir handhaben es so, allerdings mit Mitspracherecht indem z.B. die Kinder das Gemüse, die Beilage oder das Fleisch mitbestimmen dürfen. Ich mach es nicht immer, aber mit Ausstechern kann man schöne ansprechende Teller gestalten. Alles mundgerecht schneiden und Fingerfood ist auch für ein Kind ansprechend. Oder verstecktes Gemüse in der Soße, einfach pürieren und nicht verraten.
      Bei uns gibt es auch Süßzeug, aber eben begrenzt, nicht zu viel und nicht zu wenig, aber höchstens bei Nachfrage. Ein Kind sollte seine eigenen Grenzen kennenlernen, so auch beim Süßzeug, denn die negative Erfahrungen sind auch wichtig in der Entwicklung. Ja, mein Kind durfte sich einmal mit 3 richtig vollfressen bis zur Übelkeit und Bauchschmerzen. Wir hatten sie vorgewarnt. An dem Tag hat sie gelernt, auf ihren Bauch zu hören und rechtzeitig aufzuhören. Sie kann nein zu Süßigkeiten sagen, weil ihr diese negative Erfahrung eine Lehre war. Wir haben sie damit aber nicht allein gelassen, sondern ihr Beistand und Verständnis gegeben.
      Ihr lasst euch breitschlagen und knickt ein, das weiß euer Kind und nutzt es natürlich vollkommen aus, würde jeder tun. Macht eurem Kind klar, was Grenzen sind und v.a. auch die persönlichen Grenzen von ihr und euch. Erklärt ihr, weshalb ihr wie handelt und z.B. etwas jetzt nicht geht, statt ihr das Leben so bequem wie möglich zu machen. Ich verstehe, dass sie und auch ihr einen echt schweren Start hattet, das hat Spuren hinterlassen.

      • (15) 15.12.18 - 19:31

        Nunja einige können einfach nicht lesen und andere haben genau verstanden wovon ich geredet habe...!

        Ich Danke Euch auf jedenfall sehr für die vielen Rückmeldungen und werde Vieles mal versuchen so umzusetzen, da es unser erstes war und nicht jeder direkt von Anfang an die PERFEKTEN Eltern sein kann denke ich ist es auch in Ordnung nicht sofort alles 100% richtig zu machen.

        Ganz besonderes Danke an: schasch das mit dem Essen hat heute sogar ausnahmsweise geklappt weil wir ihr erzählt haben das die "BratenSoße mit Erbsen" eigentlich ein riesen großes Schokomoor mit Flummis ist. Und sie die Flummis schnell essen muss bevor sie in der Schokosoße verschwinden. Es war ein Voller Erfolg.

        Kurz zu den anderen: WIR GEHEN MIT UNSERER TOCHTER RAUS ES GIBT ABER AUCH KINDER DIE SOGUT WIE ENDLOS UN- K.O BAR SIND.

        • (16) 16.12.18 - 06:21

          Liebe Sherasade,

          warum gleich so unfreundlich. Zum Glück weißt du, wie unsere Kinder drauf sind.
          Meine Tochter gehört auch zu der Sorte mit viel Energie. Aber bei ihr hilft nur viel Bewegung, am Besten im Freien. Wir sind beispielsweise 2km ins Turnen gelaufen, um danach ne Stunde im Turnen zu sein. Das hat sie bereits mit 3 Jahren gemacht, damit sie eben Abends müde genug war. Ich bin alles andere als eine perfekte Mutter. Das ist doch auch normal. Keiner ist perfekt. Es kommt nur darauf an, sein Bestes zu geben, sich selsbt auch mal kritisch zu sehen und zu versuchen Dinge zu verändern, die nicht gut laufen. Auch ich arbeite an mir und bin mal recht zufrieden und in manchen Punkten auch sehr unzufrieden mit mir. Und ja, es ist harte Arbeit an sich zu arbeiten, vor allem wenn man es als man selbst klein war anders vorgelebt bekommen hat. Wir sitzen doch alle im selben Boot. Keiner ist perfekt und das ist auch gut so.

          LG

          Isabel

          (17) 16.12.18 - 08:57

          "das die "BratenSoße mit Erbsen" eigentlich ein riesen großes Schokomoor mit Flummis ist. Und sie die Flummis schnell essen muss bevor sie in der Schokosoße verschwinden."

          Dein Ernst #schock? Was denkst du, wie lange dein albernes Vorgaukeln bei einer 4Jährigen funktioniert #kratz?

          Warum sind es nicht einfach Bratensoße mit gesunden Erbsen und warum muss sie besonders SCHNELL essen?

          Ich denke, ein hilfreicher professioneller Blick von außen auf euren Familienalltag kann nur von Nutzen sein. Mit 1 Kind und erst recht mit 2. Ihr wirkt auf mich sehr jung und völlig unerfahren nach 4 Jahren Elternsein. Nicht böse gemeint, aber da kann von außen sicher einiges an Hilfestellung kommen, das es für euch alle angenehmer macht. Alles Gute für euch 3 bzw. 4!

    (18) 15.12.18 - 15:42

    Hi.
    Ich sehe das Problem auch komplett in der Freizeitgestaltung eurer Tochter. Ihr macht eigentlich überhaupt nichts geistformendes mit ihr. Nur hohles Fernsehgucken oder aufs Tabletstarren (hier hab ich NULL Verständnis wieso man seinem 4 jährigem Kind sowas überhaupt in die Hände gibt).
    Geht mal raus, macht euch draußen müde, geht spazieren, spielen, lest zusammen Bücher usw.! Euer Kind wird euch irgendwann sowas von auf der Nase rumtanzen. Ihr müsst da mal nen Strich ziehen!
    Und das mit den Süßigkeiten und Trash Food find ich auch ganz schlimm. Am besten fängt man sowas nicht an. Ich würde einfach nix mehr kaufen und fertig. Koch normal frisches essen, der Hunger treibt es rein, glaub mir! Und wenn sie vorher bockt und heult, dann muss sie da durch. Wenn du das Verhalten da jetzt einreißen lässt, hast du richtig beschissene Jahre vor Dir.

    (19) 15.12.18 - 16:55

    Was ich mich gefragt habe: wann wäre denn Zeit eine Bindung aufzubauen? Ich meine.. Sie ist im Kindergarten..kurz kuscheln..dann wird wegen essen diskutiert..dann gibt es tv..und dann geht's ins Bett.

    Ich habe auxh frühchen- nur nicht so extrem früh- und ich weiß wie es ist wenn man ggf ums Leben gebangt hat..da sieht man einiges lockerer.. ich habe mir aber zum Glück früh angewöhnt keine sonderwünsche pausenlos zu erfüllen.

    Gegessen wird was auf'm Tisch steht.. unser Kiga kocht auch nicht für jedes Kind separat. Es wird ausgewogen gegessen.. mal Pommes.. mal Nudeln mit gemüsesoße oder oder. Süßigkeiten gibt es hier ohne festen Muster.. Sie fordern es selten ein.. jez im Dezember etwas mehr.


    Ich würde erstmal anfangen den Tag zu strukturieren..Kiga/kuscheln/draußen spielen oder drinnen spielen/alleine spielen lassen während du essen machst.

    Wenn Sie im Kiga ausgewogen isst.. dann würde ich nicht diskutieren wegen Pommes.. schneide die Kartoffeln selbst und ab in den Backofen. Man kann nicht alles komplett ändern. Denke süssigkeiten reduzieren und tv gucken reduzieren..das sind erstmal zwei große Aufgaben

    (20) 16.12.18 - 08:51

    Ganz offen, ich würde euch zu einer Erziehungsberatung raten. Was deine Tochter pro Tag an Süßigkeiten konsumiert und an TV schaut, schaffen meine beiden Großen nicht in einer Woche! Du sagst, sie hat keine Lust, zu spielen? Ja klar, sie wird ja den ganzen Tag berieselt. Anscheinend ja so lange, dass sie selbst irgendwann keine Lust mehr auf Fernsehen hat!
    Sie hat ein eigenes Tablet? Mit vier? Das geht gar nicht, ganz ehrlich! Zwei Stunden abends Medienzeit plus mehrere Stunden pro Tag ist VIEL zuviel! In dem Alter sollte es höchstens eine halbe Stunde pro Tag sein.
    Ich lese aus deinem Beitrag nichts heraus mit "rausgehen an die frische Luft, im Garten oder Wald toben, auf den Spielplatz gehen, Spielbesuch empfangen oder jemanden besuchen gehen". Wie sieht es damit aus?

    Was die Ernährung angeht, ist klar, dass sie nur Süßes ist, wenn sie es immer kriegt. Stell einen Teller mit Brot, Rohkost und Obst auf den Tisch und lass ihn stehen. Sie wird essen, wenn sie Hunger hat. Wenn sie tobt, erklär ihr immer wieder geduldig, dass es jetzt keine Süßigkeiten gibt, und tröste sie, aber bleib konsequent! Kein gesundes Kind verhungert vor gedecktem Tisch. Und anscheinend ist deine Tochter ja körperlich in der Lage, normales Essen zu essen.

    (21) 16.12.18 - 20:18

    Hi.Ich glaube auch, dass eine Erziehungsberatung/Familienberatung für euch EK sehr guter Ansatz wäre. Ich würde Fernseher und Co. erstmal verbannen und den Tag anders gestalten.
    Dass bietet sich die nächsten Wochen an, Abwechslung reinzubekommen.... und nach den Ferien wird dies fortgeführt...

    Entzerren würde ich auch die ganze Trockenwerden Geschichte....ihr da erstmal entgegenkommen und kein Diskussonsfeld mehr bieten...aber auch das nichtsauberwerden vorhalten und damit negativ behaften. Wenn ein Tag ohne Windel klappt dies loben und positiv darstellen....
    Insgesamt also weg vom negativen Blickwinkel hin zum positiven...


    Muss sie denn nachmittags schon essen ? Oder reicht dies abends? Sie bekommt ja wahrscheinlich mittags etwas oder? Beim kochen mithelfen lassen fördert auch oftmals den Appetit. Unser Kind ist auch ein schlechter Esser...manchmal gibt es auch besonders dekoriertes...Pizzagesichter o.ä.

    Viel Glück und lg

    • (22) 17.12.18 - 01:45

      Danke schonmal wird werden das versuchen über die Ferien ansonsten holen wir uns im Januar Hilfe.
      Also das Problem ist sie bekommt teilweise immer noch Sondernahrung hochkalorische Trinknahrung von Nutrini die bekommt sie quasi seit geburt erst neutral milch und dann gabs Vanille schoko erdbeer banane wahlweise und das zeug ist nunmal süß wir hattrn und haben teilweise noch den druck da sie mit 4 ½ jahren nur knappe 12kg wiegt darauf zu achten das sie genug isst und mit normalem essen hatte das nicht geklappt. Der arzt sagte damals lasst sie essen egal was sie isst Hauptsache da kommt was rein und im kindergarten gibts um 9uhr frühstück um 12:30mittag gg 18uhr gibt es bei uns meist abendbrot wo sie eigentlich Hunger haben müsste nur eben nicht auf vernünftiges Essen das klappt im Kiga aber zuhause nicht.
      Nochmal sie schaut nicht andauernd fern Sondern wir haben bisher das gemacht worauf sie Lust hatte fernsehen war 1 std am Abend oder eben 1std tablet Mogli oder sonstiges für Kinder. Wenn sie lieber puzzeln möchte puzzeln wir wenn sie raus möchte gehen wir raus unser Garten ist ein halber Spielplatz inklusive Kaninchenställen wir gehen auvh zu freunden oder ins Abenteuer indoor spieleland im sommer outdoor natürlich. Ich weis das es nicht richtig ist ihr jeden Wunsch zu erfüllen aber nein sagen und dabei zu bleiben ist auch nicht immer einfach.... Macht mich das jetzt als Mutter schlechter?

      Ich bin nicht schlecht gelaunt oder reagiere unpassend bzw aggresiv auf Beiträge ich kann nur nicht verstehen wenn man sie nicht richtig liest und versucht mir dann noch paradigen zu wollen sie schaut zuviel fern was wir bei 1 stunde am Tag nicht viel finden. Ich hab nach rat idee für eine Lösung gefragt JA aber sicherlich auvh nur dann wenn man alles gelesen hat und mich so lese ich es als teilweise die unfähigste mutter hinstellt den das bin ich mit 28 sicherlich nicht ich hab lediglich auvh versucht bei meiner tochter das richtig zu machen was meine mutter bei mir falsch gemacht hat.

      • Zu der "nur" einen Stunde Fernsehen kommen laut deiner Aussage aber auch noch bis zu zwei Stunden Tablet am Tag. Drei Stunden Medien an einem normalen Wochentag erlaube ich nicht mal meiner großen Tochter und die ist elf Jahre alt.

        Du möchtest einen Rat, bist aber beleidigt, wenn der Rat ist, dass ihr auch an euch arbeiten müsst.

        Zucker und Fernsehen machen viele Kinder unleidlich, aber es ist halt für Eltern schön bequem. Und aus dieser Spirale müsst ihr rauskommen, wenn ihr euer Familienleben dauerhaft für alle Beteiligten verbessern möchtet.

(24) 17.12.18 - 10:44

Du hast es schon oft genug gehört: Fernsehkonsum einschränken.
Ich finde 1 Std täglich für ein 4-Jähriges Kind einfach zu viel.
Du schreibst irgendwo, dass sie von 7-15 Uhr im Kiga ist und im Ausgangspost, das sie dann zu Hause erstmal total schlecht gelaunt ist. Das ist normal, sie muss wahrscheinlich erstmal runterkommen vom langen Tag.
Gerade deswegen würd ich erst gar kein Fernseh anmachen. Das sind wieder viele neue Eindrücke, die auch noch verarbeitet werden müssen.
Ich glaube nicht, dass sie durch TV entspannt.
Statt TV anzumachen, lieber noch länger kuscheln, vorlesen, singen oder was anderes ruhiges machen.
Und Süssigkeiten als Belohnung würd ich gar nicht machen und den Konsum auch noch mehr einschränken. Irgendwie hab ich das Gefühl, sie hat gar kein "normales" Essverhalten, was wahrscheinlich irgendwie nicht zu umgehen war, da sie ja ein extrem Frühchen war.
Vielleicht könntet ihr euch nochmal an eine Ernährungsberatung wenden, die sich mit Frühchen auskennt?
Mir kommt es auch so vor, dass sie keine Grenzen gesetzt bekommt, sondern sie einfach immer alles bekommt was sie will. Auch Frühchenbedingt wahrscheinlich. Ihr habt ja echt einiges durchgemacht, seit froh, dass ihr sie habt und wollt immer das beste für sie und tanzt nach ihrer Pfeife. Aber sie braucht trotz allem Regeln und Grenzen. Vielleicht habt ihr die ja auch und ich hab den Text falsch aufgefasst.
Wutanfälle in dem Alter sind übrigens normal.
Wenn ihr mit dem Verhalten so nicht ganz zurechtkommt. wäre vielleicht ein Förderzentrum für Frühchen eine Anlaufstelle? Um ihr Verhalten zu analysieren und evtl Tipps mit auf den Weg zu bekommen wie ihr damit umgeht.
Wahrscheinlich merkt sie auch die kommende Veränderung durch deine Schwangerschaft und reagiert deswegen extremer.
Hut ab, was ihr bisher geleistet habt mit eurem Frühchen!

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