Brauche dringend Meinungen zum Thema Erzieherverhalten

    • (1) 03.01.19 - 17:47

      Hey,

      ich komme jetzt mit einem eher etwas nicht so erfreulichen Thema und wollte mal die Meinung anderer Eltern lesen, da ich etwas überfordert bin, wie ich da jetzt noch reagieren soll.

      Mein Sohn geht seit August 2017 in den Kindergarten. Er war zudem Zeitpunkt 2 1/2 und wurde natürlich in die U3 Gruppe gesetzt. Im November ist sein Geburtstag. Dort fingen schon die ersten probleme an. Ganz am Anfang hat er das Reden verweigert und einfach nur dorthin gezeigt, was er wollte oder wohin er möchte. Ab da fing der Kindergarten schon zum drängen an zwecks Logopäde. Wir haben dies verneint, da wir erst mal sehen wollten, ob sich das ganze dann im Kindergarten verbessert. Siehe da, kurz nach seinem 3. Geburtstag quatschte er uns tagtäglich ein Ohr ab ;-)

      Ab Dezember herrschte in dem Kindergarten das größte Chaos. Die Leitung hatte gekündigt und ist weggezogen und ab da an, kündigte auch ein Erzieher nach dem anderen aus der Gruppe meines Sohnes. Ganz am Ende, wurden sogar beide U3 Gruppen zusammen geworfen mit der Aufsicht von gerade mal 2 Erziehern (das waren locker um die 22-26 Kinder. Mein Sohn hatte daraufhin auch keine Bezugsperson mehr und verhielt sich auch dementsprechend, hörte auf niemanden dort etc.
      Die Kinder wurden wohl teilweise auch einfach alleine im Raum gelassen, da man mir nicht einmal sagen konnte, wer mein Kind gebissen hatte. Auch beim abholen fiel vermehrt auf, dass die Kinder alleine im Nebenraum waren, während die Erzieher im Haupt-gruppenraum saßen.

      Ab Mai pendelte das ganze sich dann wieder langsam ein und es gab wieder zwei U3 gruppen. Auf anfragen, ob er zu den großen dürfte, wurde ein klares "Nein" als Antwort gegeben, da er noch nicht fließend genug sprechen konnte - was ich persönlich und auch unsere KIA nicht bestätigen konnten. Also gut, er sollte dann ab August regulär zu den großen - wir dachten, danach hat sich das ganze Chaos hoffentlich erledigt und warteten die Zeit ab. Eine weitere Sache hatte mich allerdings dann wieder negativ gestimmt und zwar durften die Kinder an heißen Tagen im Matsch spielen - in windeln - für mich persönlich kein Problem, man kann die Kinder ja schließlich abwaschen.
      Das durften dann die Eltern machen. Als ich dann aber feststellen musste, das der Kindergarten zu dem Zeitraum - seit mehreren Wochen! - kein warmwasser besaß, stellte ich mir schon die Frage, warum lässt man dann Kinder im Matsch spielen, wenn man nur eiskaltes Wasser anbieten kann?! Genau das hat mein Freund dann auch angesprochen und denen untersagt, das Kind im Matsch spielen zu lassen, bis das Warmwasser wieder funktioniert. Dies wurde allerdings wohl nicht für ernst genommen, daher blieb er dann Zuhause. (War zudem Zeitpunkt sowieso im Beschäftigungsverbot und daher war es kein Problem in Zuhause zu lassen).

      Wir warteten dann die Sommerferien ab und hofften das in der Ü3 Gruppe alles besser werden würde.
      Pustekuchen.
      Es fing damit an, das ständig was an ihm bemängelt wurde vonwegen er würde ja nur tippeln(nicht rennen, sondern nur kleine schritte), wäre zerstörungswütig, spricht undeutlich und er solle doch bitte trocken werden. Anfang August hatte er noch totale Panik vor der Toilette und keinerlei Gefühl gefunden, wann er musste.
      Sprich: er war einfach nicht so weit.
      Es ging dann so weit das sich teilweise ins Privatleben eingemischt wurde und Vermutung gestellt wurden, dass ich ja private Probleme hätte, mit denen ich mich selbstverständlich an besagte, für mich sehr unsympatische Person, wenden dürfe.
      Dazu wurde ebenfalls bemängelt das ich meinen Sohn zu oft zu Hause lies. Klar, Kindergarten ist wichtig, aber ist die Zeit mit den Eltern nicht wichtiger und sollte man sich nicht freuen, wenn Eltern heutzutage Zeit für ihre Kinder finden? Dies war auch meine Antwort dazu und es wurde nichts mehr dazu geäußert.

      Nach dem Gespräch fingen dann direkt die nächsten Probleme an: Er wurde öfters mit großem Geschäft nicht gewickelt. Das es maaaaal vorkommt - okay. Aber das man ihn 4x hintereinander mit nem "Stinker" in der Windel abholt und mir mein eigener Sohn sagt "ich hab doch xy wickeln gesagt", da hört es dann bei mir auch irgendwann auf. Das Problem wurde angesprochen, mein Sohn wurde daraufhin als Lügner hingestellt. Ab da, war diese Erzieherin einfach nur noch ein rotes Tuch. Ein Gespräch mit der Leitung war nicht möglich, da diese einfach kaum bis nie da war.
      Also war mein Sohn nur noch von Donnerstags und Freitags in der Kita, während besagt Erzieherin nicht dort war.
      Vor den Weihnachtsferien ließen wir ihn jetzt 2 Wochen ganz raus. Die Zeit nutzten wir für Ausflüge und ein intensives Toilettentraining, da dass Interesse von ihm mittlerweile da war.
      Es hat wunderbar funktioniert!

      Heute dachte ich mir, es wäre der perfekte Zeitpunkt es wieder mit dem Kindergarten zu versuchen. Ich hatte unten Bescheid gegeben (morgengruppe), zwecks toilettentraining, das man ihn öfters mal zur Toilette schicken soll und in seinem Fach ein paar Pants-windeln liegen. Es wurde bejaht.
      Als ich ihn dann abholte, war leider wieder keiner aus seiner Gruppe anzutreffen, den ich fragen konnte, ob das mit der Toilette geklappt hatte.
      Ein anderes Kind aus seiner Gruppe, meinte dann zu mir, er wäre heute nicht auf klo gewesen. Okay, mein gott halb so schlimm, erster Tag nach den Ferien.
      Zuhause musste ich dann wieder mal feststellen, dass alles ignoriert wurde und er ganz normale, VIEL zu kleine Windeln trug.

      Ich bin selbst Kinderpflegerin und weiß wie stressig so ein Kindergartenalltag sein kann, aber hier hab ich langsam das Gefühl, das komplett gegen die Eltern gearbeitet wird. Es werden Forderungen gestellt, vonwegen das Kind muss trocken werden, fließend sprechen können etc, aber sobald das Kind im Kindergarten ist, wird komplett dagegen gearbeitet.

      Was würdet ihr machen? Den Reden scheint ja leider nicht viel zu bringen bzw wird einfach ignoriert.

      Ich weiß nicht. Sicherlich läuft es nirgends immer optimal. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es immer mehr Eltern gibt die das Haar in der Suppe suchen, aus Mücken Elefanten machen, Dinge aufbauschen, allergisch reagieren wenn das eigene Goldkind nicht in den Himmel gelobt wird.....

      Lass dein Kind zu Hause und mache es selbst. Oder suchen eine andere Einrichtung. Ich bin mir sicher, dass ihr dort nicht auf einen Nenner kommen werdet.

      • Mir geht es nicht darum, dass mein Kind jeden Tag gelobt wird, sondern darum das ich nicht jeden Tag da hin gehe, mein Kind abhole es nicht ständig bemängelt wird oder einfach null mit den Eltern kooperiert.
        Alles was bemängelt wurde, wurde widerlegt von Fachpersonen die genau für diese Bereiche zuständig sind...kaum wurde gesagt, es sei nicht nötig, kommt der nächste Grund.

        Ich stelle mir momentan einfach nur die Frage an wen ich mich wenden kann, wenn es derzeit einfach keine Leitung gibt, an die man sich wenden kann. Mit besagter Erzieherin bringt ein Gespräch leider nichts bzw. das was sie erreichen soll, erreicht sie nicht (Thema, aufs Klo schicken, statt einfach das Kind wieder zu wickeln)

        (8) 04.01.19 - 07:44

        Hi Tosse,
        durch den gravierenden Personalmangel ist leider nicht jeder Kiga eine tolle Aufbewahrungsstation für die Kleinen.
        Wir hatten selber einen Kiga erwischt, den man im Nachhinein hätte verklagen sollen...
        Es gibt leider Arbeiter, die machen diesen Job nicht aus Berufung, weil sie Kinder lieben, etc. Es ist für viele auch nur ein Job, der Stress bedeutet und auch Arbeitgeber, die man einfach nicht mag. Und das es Kids ausbaden müssen, sorry, ist leider auch so.
        Die Leitung ist oftmals machtlos, Entlassung bedeutet oft Personalmangel oder kurzfristige Schliessung von Grupoen.

        Und wenn das Kind schon mal in den Brunnen gefallen ist, kann man nur noch wechseln. Wine Depressive Kollegin (Sekretörin...)die sich im Ton vergreift, auf verschiedenen Höhen fliegt, etc, kann man noch irgendwie umgehen...jetzt hab mal solche im Kiga, die täglich psychisch labil sind ...passiert leider genauso.
        Oder kennst du Kollegen die von iben nach unten treten,,,,,gibts bei Erzieherinnen genauso nur sind die „unten“, die Kinder.

        lg
        lisa

    Guten Abend,

    ich denke, du übertreibst keinesfalls. Wenn mein Kind mehrmals mit einer vollen Windel nach Hause kommen würde, würde ich mich schon fragen warum das so ist.
    Ansonsten scheint der Ablauf in der Kita ja auch nicht so super zu sein.
    Du kannst dich nur an die Erzieher oder an die Leitung wenden, die es ja gerade wieder nicht gibt. Dann bleibt der Träger oder das zuständige Amt. Ansonsten würde ich hier eher eine andere Kita suchen.
    Die Fronten scheinen verhärtet zu sein und mit einem unguten Gefühl lässt man sein Kind ja nicht in einer Einrichtung.
    Viel Glück!

    Hi also ich bin jetzt einfach mal so frei und sage dir was ich ganz ehrlich denke.
    Ich denke, dass "Meinungen zu hören" nicht das ist, was du wirklich möchtest. "Meinungen zu hören" impliziert schließlich auch, dass man dir nicht ggf (wenn man anderer Meinung ist) keinen Zuspruch gibt.

    Verstehe mich nicht falsch, teilweise kann ich deinen Ärger nachvollziehen. Aber halt auch nur teilweise.

    Was spricht denn dagegen, dein Kind mal logopädisch begutachten zu lassen?
    Kinderärzte sind nicht die Fachleute um das wirklich beurteilen zu können, daher stellen sie ja auch bei Bedarf entsprechende Verordnungen aus, um genau eine solche fachliche Beurteilung zu bekommen.
    Ein Kinderarzt, welcher mein Kind nur selten und stets nur kurz zu Gesicht bekommt (Us, Krankheit, Impfungen usw.) und die Einschätzung der Kita bei einem solch wichtigen Thema komplett ignoriert und als Nonsens abschmettert, wäre mit Verlaub (habe ich bereits hinter mir) die längste Zeit unser Kinderarzt gewesen. Wäre ein Wechsel nicht möglich (gibt es ja auch), würde ich als Mutter mit Nachdruck eine entsprechende Verordnung zur fachlichen Beurteilung einfordern.

    Sprachentwicklung ist ein so wesentlicher Baustein in der kindlichen Entwicklung, sodass ich da an deiner Stelle längst am Ball geblieben wäre. Selbst heute noch, wird der Output deines Kindes von seiten der Kita vermerkt und angesprochen und dein Kind ist längst über 3 Jahre alt und zählt somit zu den Risikokindern bzgl SES.
    Behaltet deine Kinderärztin recht, dann wird eine Sprachtherapeutin auch nichts zu beanstanden haben. Aber lass es nur mal Kleinigkeiten sein: Besser jetzt Aussprachfehler mit fachlicher Unterstützung ausbügeln und fördern, als dass sich Aussprachefehler verschleppen und festigen, ggf. einen Rattenschwanz nach sich ziehen. Für den späteren Lese-Rechtschreiberwerb, spielt die Sprachentwicklung nachweislich eine große Rolle. Vllt braucht dein Kind einfach auch nur ein paar Logostunden, das ist echt nicht die Welt - kann aber unheimlich viel bringen und ausbügeln.

    Wickeln: einfach nochmal ansprechen. Auch wenn ich das Wort Training in diesem Zusammenhang überhaupt nicht leiden mag, verstehe ich was du meinst. Dennoch sehe das mal etwas lockerer am ersten Tag und erinnere das Personal einfach nochmal daran. Insgesamt scheint die personelle Situation dort schwierig zu sein, worin ich auch die Kernproblematik sehe. Und mehrmals am Tag auf Toilette begleiten ist in einer Kita nun wirklich übertrieben in der Forderung. Das geht schlicht und ergreifend nicht.

    Alleine lassen darf man auch U-3 Kinder nach eigenem Ermessen (man kennt die Kinder, passende Rahmenbedingungen wie Räumlichkeit, Gefahrensquellen abgesichert, Tageszeit und Strukur usw.) in einem angemessenen Zeitfenster. Es ist sogar pädagogisch unzulässig, die Kinder nonstop unter Aufsicht zu haben. Klar muss man in Rufbereitschaft sein, klar nicht weit entfernen, klar ein überschaubares Zeitfenster einhalten.

    Eine Bissverletzung geht innerhalb von einer Sekunde und nicht immer melden sich gebissene Kinder durch lautes Weinen. Manche melden sich gar nicht, manche beißen wütend zurück oder hauen das Beißerkind und der Konflikt endet somit.
    Manche Kinder weinen, aber für sich und leise, sodass man es im Gruppentrubel gar nicht mitbekommt, wenn sich das Kind nicht ausreichend bemerkbar macht, man es nicht unmittelbar gesehen hat oder sich kein anderes Kind meldet welches erzählt das XY weint. Die Antwort der Erzieherin war natürlich unüberlegt. Als Erzieherin sollte man wissen wie schnell so etwas passieren kann und ebenso, dass es manchmal einfach entgehen kann. Wie das jetzt in eurem Falle war, vermag ich nicht zu beurteilen. Maybe war es die Schuld der Erzieher dass es ihnen entgangen ist, maybe waren sie zu unachtsam, nicht anwesend und nicht in der hierfür nötigen Rufbereitschaft. Ich weiß es nicht.

    Anwesenheit: ich finde es für dein Kind sehr sehr schwierig, ihn unregelmäßig und mit solch großen Pausen zu bringen.

    Lügen: Puh, also das kann hier wohl niemand beurteilen wie das war. Hat sie denn wortwörtlich gesagt, dass euer Kind ein Lügner sei? Hat sie das Wort gelogen in den Mund genommen? Das fände ich nämlich auch äußerst dreist und unprofessionell. Würde ich mir definitiv nicht gefallen lassen. Aber als Reaktion darauf mein Kind 3 Tage die Woche nicht zu bringen, halte ich für eine sehr schlechte Reaktion darauf, welche auch auf Kosten des Kindes und der Gesamtgruppe geht.
    Oder hat die Erzieherin lediglich gesagt, dass das nicht wahr ist und du interpretierst es so, als würde sie deinem Kind unterstellen ein Lügner zu sein?
    Denn selbstverständlich würde ich als Erzieherin sagen, dass etwas nicht wahr ist, wenn ein Kind etwas behauptet was nicht stimmt.
    Aber wenn ersteres der Fall war und sie dein Kind als Lügner betitelt hat, dann würde ich mich beschweren und erneut ein Gespräch suchen. Jenes nicht zwischen Tür und Angel, sondern bei einem terminierten Elterngespräch. Je nachdem was dieses Gespräch ergeben sollte ggf. berschweren und versuchen eine andere Kita für mein Kind zu finden.

    Leitung: wie sieht es mit stellvertretender Leitung aus? Die muss es eigentlich geben. Irgendeinen Ansprechpartner muss es ja geben und irgendwer muss den Job der Leitung machen - wer macht das denn? Sicherlich keine x-beliebige Erzieherin, denn diese bräuchten eine entsprechende Qualifikation um das bewerkstelligen zu können. Dafür muss man geschult sein.
    Wenn es keinen Ansprechpartner gibt, dann halt beim Träger beschweren.

    MfG Snow

    Ich muss sagen, dass du bzw. deine Vorstellungen und Forderungen an den Kiga sehr anstrengend klingen.
    Du kannst nicht erwarten, dass alles sofort umgesetzt wird und die Bedürfnisse deines Sohnes und auch von euch Eltern sofort gestillt werden. Neue Abläufe (z.B. das Kind soll auf Toilette) sind nunmal schwerer in den (Kiga-)Alltag zu integrieren als zu Hause.
    Das durch den Personalmangel einiges nicht gut läuft ist nicht schön aber nunmal Realität. Wenn du eine 1:1 oder zumindest bessere Betreuung wünschst, musst du andere Wege gehen. Ich erkenne in deinem Text jedenfalls kein Fehlverhalten der Erzieher...
    Vielmehr solltet ihr auch euch reflektieren: (z.B.) Warum hört euer Sohn nicht auf andere Erzieher?

    Außerdem schreibst du, dass er häufig zu Hause bleibt: Sicher gibt es keine Kiga-Pflicht aber ein Kind, was ständig fehlt, kann nunmal viel weniger umfassend eingeschätzt werden von den Erziehern, als eins, dass an allen Aktivitäten teilnimmt. Entsprechend schwierig ist es dann auch für sie, auf dein Kind einzugehen. Ihr steht euch also sicher auch etwas selbst im Weg...

    Ich habe auch denn Eindruck, dass das Kind irgendwie in den Brunnen gefallen ist und du dich mit der Einrichtung nicht mehr anfreunden können wirst.
    Gibt es denn Möglichkeiten für einen Wechsel?

    Ansonsten muss dringend geredet werden.
    Du musst die Erzieher in ihrem Handeln verstehen, sie dich.

    Kritisch sehe ich aber auch die Unregelmäßigkeit, mit der du dein Kind in den Kiga bringst.
    So entstehen keine Routinen. Vertrauen kann nicht aufgebaut werden. Usw....
    Ich seh schon bei meiner Motte, was nur die Schließung über die Feiertage "angerichtet" hat.

    Es ist natürlich toll, wenn ihr so viel Zeit mit ihm verbringt.
    Aber wäre dann keine Alternative ihn schon mittags abzuholen?

    Schwierige Situation.
    Bei einigen Deiner Punkte kann ich Dein Missfallen verstehen. Wenn man sein Kind in die Kitabetreuung gibt, finde ich es durchaus wichtig, dass man das mit gutem Gefühl tut und überzeugt ist, dass es dem Kind dort gut geht und sich die Erzieher ausreichend kümmern. Das scheint bei Dir schon seit langem nicht der Fall zu sein. Daher würde ich an Deiner Stelle nach einer anderen Einrichtung schauen.
    Nein, ich finde es nicht normal, dass Kinder mehrfach überlange in einer vollen Windel gelassen werden oder das verlangt wird, dass 3 jährige trocken sein müssen.
    Allerdings finde ich auch, dass Deine Erwartungen an einigen Stellen überzogen sind. Ich finde es durchaus normal, dass Kinder auch ohne Erzieher in einem Nebenraum sitzen/spielen. Warum auch nicht? Du beobachtest doch Dein Kind zu hause auch nicht jede Minute, oder? Ich kenne wirklich keine Kita, wo sich Kinder nicht auch unbeaufsichtigt in anderen Räumen aufhalten können.
    Ich verstehe ebenfalls die Forderung der Kita, dass Du Dein Kind nicht immer so lange zu Hause läßt, sondern dass es regelmäßig in die Kita geht. Bei uns zB wäre es gar nicht möglich, sein Kind nur an 2 von 5 Tagen in die Kita zu bringen. Für einen reibungslosen Ablauf und vor allem eine gute Integration des Kindes in die Gruppe, sollte ein Kind regelmäßig am Kita-Alltag teilnehmen.
    Aber wie auch immer: wenn Du selbst kein gutes Gefühl in dieser Kita hast, dann schau nach einer Alternative.

    Puuuhhh....

    Also ich werd das Gefühl nicht los, dass es besser wäre, dass ihr euer Kind daheim betreut und gut ist
    Anscheinend macht ja die Kita alles falsch und arbeitet absichtlich gegen euch (in euren Augen)
    Mal im Ernst, euer Kind isf nicht das einzige... es kann nicht jedes Kind mehrmals am Tag persönlichen auf Toilette begleitet werden. Auch wenn ein Kind mal gebissen wird, hat das nix damit zu tun, dass die Erzieher ihre Arbeit nicht richtig machen...das geht so schnell im Tumult und nicht jedes Kind meldet dich dann laut weinend.
    Zum matschen im kalten Wasser....der Sommer 2018 war sooo heiß und sonnig, da ist es doch eine willkommene Abwechslung für die Kinder mit kaltem
    Wasser zu spielen... auch bei und gibt es eine Matschanlage, da kommt keinesfalls warmes Wasser raus und diese isf vom Frühjahr-Herbst in Betrieb...
    wie soll es bitte auch umsetzbar sein, alle Kinder im Matsch spielen zu lassen, aber deins die ganze Zeit zu beaufsichtigen, dass es ja nicht mit dem kalten Wasser in Berührung kommt...!?

    Stell dir einfach mal vor, du betreust 20 Kinder mit deinem Mann zusammen und jede Mutter, die ihr Kind früh bringt gibt dir eine extra „Anweisung“ was heute wieder anders gehandhabt wird bei jedem Kind...

    Ich wünsch euch alles Gute...

    Also vom Thema trocken werden enthalte ich mich mal.

    Was das sprechen angeht, ich habe auch mal ein Kind mit mutismus betreut, sprich, das Mädchen hat nur im Kiga kein Wort verloren, wirklich kein tönchen in den drei Jahren. Da hätte es gar nichts gebracht, das Kind zur Logo zu schicken.
    Prinzipiell sollten Eltern und Erzieher zusammen arbeiten. Und ich habe es bislang nur selten erlebt, das Erzieher falsch mit ihren Einschätzungen lagen und den Eltern grundlos etwas immer wieder auf dem Schirm gequatscht haben. Erzieher sehen eher kleine Baustellen, weil sie eben die Erfahrungen haben und ich finde, das darf man auch mal ernst nehmen und abchecken lassen. Ihnen auch zeigen, ja wir nehmen das ernst und gehen dem mal nach.
    Stell dir mal vor, dein Kind hätte nicht nach dem dritten Geburtstag seine Sprache ausgepackt. Ihr hättet wertvolle Zeit zur Förderung verloren. Andere Eltern haben sich an dieser Stelle beschwert, das Erzieher eben zu spät darauf hingewiesen haben. Liest man immer wieder hier im Forum.

    Das die Erzieher es nicht gut finden, das euer Kind so oft große "fehlzeiten" hat, verstehe ich auch irgendwo. Euer Kind hat somit dort gar keinen Rhythmus. Es verpasst Dinge. Da wird evtl ein Projekt angefangen, bastelarbeiten, oder oder oder und euer Kind ist immer mal wieder nicht da. Kann Dinge nicht mit beenden, verpasst wichtige Dinge. Fänd ich als Erzieherin auch blöd fürs Kind und für die Gruppe insgesamt, denn euer Kind ist Teil einer Gruppe.

    Das hin und her mit dem hier in die Gruppe, da in die Gruppe ist nicht nur eine Frage, ob das Kind dazu bereit ist, sondern auch, ob die gruope dazu bereit ist. Genügend Platz? Ruhe für ein neues Kind? Oder in dem Moment zu viele Veränderungen, dass ein neues Kind in der Gruppe nicht passend aufgefangen werden könnte, wenn es etwas hat?

    Es kann ja sein, dass in der Einrichtung nicht alles rund und toll läuft. Gerade in Zeiten mit oft wechselndem Personal ist es kritisch. Aber für mich liest sich dein Beitrag such so, als wenn du zu stark in eine Richtung schaust und vieles andere außer acht lässt.

    Wenn du zu fest gefahren bist in der Situation, dann such einen neuen Kindergarten.

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