Zuckerfrei mit Kitakind - wer hat Erfahrung?

    • (1) 28.01.19 - 16:51

      Hallo in die Runde :-),
      wir leben (mal mehr, mal weniger) zuckerreduziert.
      Ich möchte gern meine eigene Zuckersucht - die definitiv besteht und mich mächtig nervt #augen - loswerden und am liebsten komplett auf "zuckerfrei" umsteigen. Ich spreche von zugesetztem Zucker, bevor hier die "Gemüse enthält auch Zucker"-Diskussion losbricht.
      Nun haben wir ein Kitakind daheim, und ich frage mich, ob es unter Euch Familien gibt, die "zuckerfrei" mit ähnlich alten Kindern leben. Ich möchte nicht die Geburtstagsmuffins in der Kita verbieten, oder die Handvoll Gummibärchen beim Spielbesuch....aber bei uns zuhause würde ich diese Ernährung gern konsequenter leben.
      Habt Ihr Tips? Rezepte? Empfehlungen?

      Danke! #blume

      • (2) 28.01.19 - 16:59

        Ich lebe seit nach Weihnachten zuckerfrei. Die Kinder bekommen in der regel abends 3 Gummibärchen oder ein Stückchen Schokolade. Das läuft zur Zeit weiter. Aber alle Kekse und co am Nachmittag wurden verbannt. Das Marmeladeglas darf noch leer gegessen werden aber dann will ich kein neues aufmachen. Müsli morgens ist sowieso zuckerfrei. Und mit ein bisschen Mühe beim Nachmittagssnack klappt es ganz gut. Mein Plan ist dass wir die nächsten Wochen reduzieren und dann wirklich alle gemeinsam zwei oder drei Wochen zu Hause zuckerfrei schaffen.
        Für mich selber ist der Fruchtzucker und das weiße Mehl deutlich schwieriger als der industriezucker musste ich feststellen. Unsere Kinder sind 3,5 und 6,5.

        • (3) 28.01.19 - 22:05

          Hallo,
          danke für Deine Antwort. Zum Frühstück essen wir Müsli mit ein paar Rosinen, und bisher ist es so, daß sie in die Kita zusätzlich zum Frühstück einen Kinderkeks (mit Xylit) mitbekommt.
          Nachmittags gibt es dann eine „richtige“ Süßigkeit (Keks, ein Stück Schoki, kleiner Fruchtjoghurt, o.ä.).
          Ich hab jetzt nur während der Weihnachtszeit gemerkt, als es rundum Süßkram hagelte, wie sich die Maßstäbe ziemlich verschoben haben, und das nervt mich. Leider ist unsere Kita auch eher kontraproduktiv, dort werden z.B. 4 Wochen nach Fasching noch die Restbonbons an die Kinder verfüttert #augen.
          Ich backe im wesentlichen selber (auch Brot), Vollkorn wird hier zum Glück gern gegessen. Vielleicht sind wir schon gar nicht so schlecht dabei, aber Eure Antworten geben mir auf jeden Fall Gedankenfutter und motivieren mich.
          Habe vorhin eine Nachbarin getroffen, die mit 31 kaum noch eigene Zähne im Mund hat, das motiviert auch ;-).
          #winke

          • (4) 29.01.19 - 16:30

            Gerade der Kinderkeks zum Frühstück finde ich muss nicht sein. Dann lieber ein bisschen Obst/Rohkost und Brot oder Knäckebrot...
            Ansonsten hilft es mir wenn ich für die Kinder Süßigkeiten da habe die ich nicht esse. Für mich selber war die erste Woche hart und jetzt das Wochenende da waren Familienfeiern mit Kuchen. Zum einen fällt es mir bei selbst gebackenem Kuchen deutlich schwerer als bei Keksen und zum anderen versucht doch irgendwie jeder ein Stück aufzuschwatzen. Aber ich habe es geschafft und bin standhaft geblieben. Bin erstaunt wie gut es klappt obwohl im Büro der Januar wie immer total stressig ist und zu Hause unsere kleine gerade auch eher anstrengend ist und ich sonst auch abends erschöpft aufs Sofa gesunken bin und Schokolade gefuttert habe oder auch nachmittags erstmal ein paar Kekse gebraucht habe. Einfach anfangen das wird schon und dadurch wird es auch für die ganze Familie weniger an Zucker.

      (5) 28.01.19 - 16:59

      Na einfach weglassen :-)! Ich würde einfach insgesamt die Süße runterfahren und auch nicht Zucker durch Agavendicksaft, Datteln, Bananen & Co. ersetzen.
      Obst, Gemüse, Brot, Nudeln, Kartoffeln, mal ein Glas Saft, das reicht völlig an Kohlenhydraten bzw. Zucker.
      Da bedarf es gar keiner extra Rezepte. Kuchen eben eher außerhalb bei Einladungen, Süßigkeiten ncht mehr kaufen (oder eben nur in kleiner Menge)....
      Ich finde, das ist der natürliche Weg der "Entzuckerung"/"Entsüßung".
      Welche Situationen speziell bereiten dir denn Sorgen oder wofür brauchst du ein Rezept?
      LG

      • (6) 28.01.19 - 22:16

        Huhu :-),
        danke auch Dir für die Antwort. Jaaaaaa, „einfach weglassen“ - sag das mal einem Süchtel wie mir #schwitz. Sobald ich Streß in irgendeiner Form habe, schreit alles in mir „ZUCKER“, es ist wirklich gruselig. Wirklich. Gruselig. Eklig.
        Ich weiß für mich persönlich, daß es bei mir mit einer Reduktion (zumindest derzeit) nicht klappen wird. Bei mir muß, fürchte ich, der kalte Entzug her #schwitz.
        Das will ich meinem Kind aber nicht unbedingt zumuten, denn ich hätte Sorge, daß es dann bei ihr ins Gegenteil umschlägt und sich Gier auf Süßes entwickelt. Ich gönne ihr auch beileibe ihren Keks oder Geburtstagsmuffins, mal ein Eis oder oder oder.
        Aber wenn man mal grob überschlägt, welche Zuckermengen insgesamt pro Tag zusammenkommen, finde ich das ziemlich übel und möchte gern zumindest in unserem Alltag noch weiter davon weg......falls Du also z.B. ein schönes Rezept für zuckerfreien Kuchen o.ä. hast - gern her damit #freu.
        #winke

    (7) 28.01.19 - 18:31

    Ich vertrete die Ansicht, dass es keine vernünftige Alternative zu Zucker, das heißt in diesem Fall Saccharose, gibt.
    Entweder schmeckt es fies (z.B. Stevia) oder es ist eben Zucker, nur in anderer Form. Die oft gepriesenen getrockneten Datteln enthalten 60% Glucose und Fructose.

    Also hilft nur weglassen. Man muss das Verlangen überwinden. Ich tracke seit 4 Wochen mein Essen und versuche, nicht mehr als meinen Grundumsatz an Kalorien zu mir zu nehmen. Dabei isst man automatisch ganz anders. Und das Verrückte ist: Mir fehlt nichts.
    Ich kaufe keine Süßigkeiten mehr. Hier wird gerade das aufgefuttert, was seit Weihnachten da ist. Meine Tochter isst automatisch auch weniger Süßes, weil ich mehr Alternativen anbiete.

    Und wenn ich einen Kuchen backen bzw. auch essen müsste, dann mit Zucker!

    • (8) 28.01.19 - 22:21

      Huhu,
      danke für Deine Erfahrungen. Essen tracken, das wäre auch mal was für mich, glaube ich.
      Das Verlangen überwinden, genau das versuche ich auch. Ist total übel #schock#rofl
      Wir essen allgemein zwar nicht viel Süßkram (Saft und Softdrinks mögen wir zum Glück gar nicht, immerhin etwas #schein), aber wenn die Schachtel Kekse im Schrank ist, gibt‘s kein Halten mehr. Streß oder Kummer bedeuten bei mir absoluten Verlust der Impulskontrolle, leider, und es nervt mich soooooo.
      Welche Alternativen bietest Du Deiner Tochter denn an?
      #winke

      • (9) 29.01.19 - 07:43

        Naja, hier gibt es halt Obst, mal ein Miniwürstchen oder diese kleinen Laugennuggets nachmittags zum snacken. Bananenquark mag die Lütte auch gerne. Und wenn sie explizit nach Schokolade oder Weingummi fragt, dann bekommt sie auch mal was. Wenn es nach der Kita aber erstmal einen Snack gab, hält sich das tatsächlich in Grenzen.

        Ich habe in der Weihnachtszeit auch einiges an Süßkram in mich reingefuttert. Das mit dem Stressessen kenne ich nur zu gut. Aber ich halte das jetzt schon seit 4 Wochen durch. So lange hat es noch nie geklappt. Für mich ist es wirklich eine große Hilfe, mein Essen abzuwiegen und zu notieren, weil ich dadurch einen besseren Überblick bekomme, was ich mir überhaupt leisten kann.

(10) 28.01.19 - 19:26

Huhu!

Nun ist mein schöner langer Text weg #schmoll

Wir leben seit über einem Jahr zuckerfrei und es war einfacher als erwartet.

Söhnchen kennt es mit seinen 2 Jahren nicht anders, die Mädels hatten irgendwie einfach kein Problem damit. Ich habe meine Ernährung umgestellt und sie haben einfach weiterhin so gegessen wie ich.

Die große hat anfangs im Geschäft noch eifrig nach zucker gesucht und stolz dinge ohne angeschleppt und inzwischen denkt man nicht mehr drüber nach und kauft einfach alles ohne.

Auf feiern dürfen sie wählen. Ich habe öfter eine zuckerfreie alternative dabei (nur bei meiner Verwandtschaft, da geht das in Ordnung). Sonst dürfen sie da auch normal kuchen essen. Ebenso in schule oder Kita.

Ich kaufe keine Süßigkeiten und stelle täglich obst hin. Das war aber immer schon so. Ab und an backe ich (ich habe im zuckerfrei thread in den topfguckern vor ein paar tagen ein paar Rezepte eingestellt). Wir brauchen es nicht mehr so süß und das ist toll.

Es dauert 2-3 Einkäufe, aber dann hat man schnell den dreh raus.

Liebe grüße
Hopsi

  • (11) 28.01.19 - 22:28

    Hallo Hopsi,
    das klingt toll! #pro Ich schau mal bei den Topfguckern rein und lasse mich von Dir inspirieren.
    Vielen Dank für Deinen Bericht, das macht mir Mut. Wie gesagt, bei „zuckerreduziert“ sind wir ja schon, aber irgendwie fühlt es sich für mich noch nicht ausreichend an - ich will ganz weg von dem Mist. Finde ich gut, wie Du es bei ßDeinen Kindern handhabst, etwa so stelle ich mir das hier auch vor.
    Ich bleibe dran! #winke

(12) 28.01.19 - 20:25

Was genau bewegt dazu ? Ich denke immer alles in Maßen u mit Ziel macht mehr Sinn als das für andere so mitzuentscheiden. Wer das tun möchte, kann es machen aber ein Kind so durch Kiga und Schulzeit zu führen - braucht gute Argumente. Ich finde den normalen Umgang mit nicht gesunden Lebensmitteln zu lehren ist wichtiger als ein akzeptieren aber hochziehen ständiger Frustmomente beim Kind zu provozieren. Wie unangenehm nur Wasser oder ungesühnten Tee zu trinken während andere Kakao schlürfen nach einem schönen Winterausflug. Die Brotzeit in der Schule wird ständig verglichen - täglich über Gemüse und Brot zu sitzen während andere mal ein Marmelade Brot genießen ... für mich kommen strikte Zucker verbote nicht in frage

  • (13) 28.01.19 - 22:37

    Hallo,
    Du hast vielleicht meinen Beitrag nicht ganz gelesen - von striktem Zuckerverbot gegenüber meinem Kind ist da nicht die Rede, im Gegenteil. Sie soll gern in Maßen ihre Süßigkeiten genießen oder auch bei Feiern oder schönen Gelegenheiten ihren Muffin oder Kakao haben :-).
    Ich würde aber gern diesen alltäglichen „nebenbei“-Zuckerkonsum in unserem Alltag weiter zurückfahren. Und zwar ohne daß es wehtut, daher meine Frage nach anderen Erfahrungen.....
    Das Thema Kita-Frühstück ist tatsächlich so eine Sache: wenn ich mir da ansehe / anhöre, wie viele Kinder täglich Pudding, Milchschnitte & Co. in der Brotdose haben, wird mir schlecht. Wenn‘s nur ein Marmeladenbrot wäre....#gruebel.
    #winke

    (14) 29.01.19 - 05:45

    Guten morgen!

    Ich denke, der te geht es um industriezucker.

    Meine kinder trinken bspw. Reismilch mit backkakao. Der schmeckt ihnen und mir so gut wie früher der andere auch. Auch saft ist kein tabu, allerdings habe ich ihn hier tatsächlich stark eingeschränkt. Es fragt aber auch keiner danach und wenn doch, dann dürfen sie. Es gab jedoch immer saftschorlen, übrigens bei den meisten anderen Familien auch.

    In die frühstücksbox meiner Kinder kommen normale wurst- und käsebrote. Da spricht doch nichts gegen. Allerdungs ist die wurstauswahl begrenzt. Frustriert wird da niemand. Im Gegenteil. Dadurch, dass ich eben ohne zucker backe, bekommen sie eher mal etwas "süßes" als früher.

    Es ist nicht leicht zucker vom Gedanken an eine Belohnung loszulösen - in den Köpfen der Umgebung. Bei den kids selbst ist das kein Problem.

    Liebe grüße
    Hopsi

    • (15) 29.01.19 - 13:15

      Bei dem letzten Punkt stimme ich dir echt zu! In meinem Kopf ist es auch so fest verankert, dass ich mich zB bei nem stressigen Tag abends mit Süßem "belohne" - was für ein Quatsch.
      Und bei meinem Sohn kommt dieser Impuls, etwas Süßes quasi als Belohnung darzustellen, auch noch immer wieder hoch. Aber je mehr ich mir darüber bewusst werde, dass das so nicht sein muss, desto einfacher lässt es sich vermeiden.

(16) 28.01.19 - 21:30

Hm, ich weiß das ist eigentlich am Thema vorbei und wo genau ihr alles Zucker konsumiert, aber ... meine Erfahrung ist dass die "Zuckersucht" bei mir direkt mit dem Stresslevel zusammenhängt. Sprich wirklich zielführend war bei mir dass es im Kopf klick gemacht hat und ich darauf achte dass ich eben das Stresslevel senke, bewusster lebe im sportlichen und psychischem Sinn (oder wie ich das mit dem Stress reduzieren nennen soll". Das hat die Zuckergeschichte bei mir weit besser "in den Griff" gebracht als ne konsequente Ernährungsumstellung, die lief da quasi nebenbei mit. Sprich besser als jedes Rezept half bei mir die halbe Stunde Joggen am Abend um den Stress abzubauen und ein gutes Gefühl zu bekommen, dann ruft die Schoki auch gar nicht mehr so laut ;-)

  • (17) 28.01.19 - 22:43

    Huhu :-),
    ja, absolut. Ein schlechter Tag oder Streß im Job resultiert bei mir echt oft im Notstop an der Tanke auf dem Heimweg - Haribo kaufen. Und essen. #klatsch
    Das ist meine eigene Baustelle, und Du gibst mir da eine gute Anregung, wie dem Übel zu begegnen ist!
    Zuhause essen wir schon recht bewußt Zucker und im Vergleich mit anderen auch nicht viel, glaube ich. Aber ich will ganz weg davon (für mich), und möchte meine Familie gern mitnehmen, ohne daß es zu sehr wehtut ;-). Ich glaube einfach, daß die Vorteile so groß sind, daß sie eine gewisse Anstrengung lohnen.
    Liebe Grüße! #winke

Rezepte?

Zum Frühstück Müsli: Haferflocken, Rosinen, Obst, evtl Nüsse, Milch. Auch Quinoa gepufft, gemalene Mandeln...

Mittags wird gekocht. Eh ohne Zucker. Gemüsepfanne mit Reis, Kartoffeln mt Gemüse...

Nachmittags Obst. Apfel, Birne, Obstsalat, Mandarinen.

Abends Brot. Ja, Mortadella enthält auch Zucker. Leberwurst auch.


Das bringt mich zu der Frage, warum man Kinder (!) komplett zuckerfrei ernähren sollte. Zucker gehört zu einer ausgewogenen Ernährung dazu - natürlich in Maßen. Es sollte m.M. nach nicht gerade in der Wurst versteckt sein. Aber Marmelade, Apfelmus, etwas süßes Kakaopulver...

Meine Kinder essen wenig Süßes - unter anderem, weil ich mit meinem Obstangebot nachmittags meist schnell genug bin, bevor der Schmacht auf Süßes einsetzt.
Allerdings war meine Große auch immer die erste, die nach einem Kindergeburtstag gekotzt hat. Mehrfach habe ich im Job gefehlt, weil die Große die vielen Süßigkeiten auf einer Party nicht vertragen hat. Jetzt ab Schulalter wird es besser - allerdings ißt sie auch Zuhause mehr Süßes, weil sie selbst mehr hat.
Natürlich gebe ich meinem Kind keinen Zucker, damit es ihn gewohnt ist.
Aber Ernährung sollte meiner Ansicht nach nicht radikal sein - in keiner Richtung.

LG!

  • Guten morgen!

    Seit wir zuckerfrei leben, haben wir weder Erkältungen noch die meine kinder zuvor laufend heimsuchenden paukenergüsse mehr gehabt. Die Neurodermitis der großen ist komplett weg. Meine kinder sind ausgeglichener als früher und haben einen ausgeprägteren geschmackssinn. Sie haben ein besseres Gefühl fürs essen entwickelt und nebenbei die Lust am kochen entdeckt. Die Mandeln der mittleren haben sich stark zurück gebildet.

    Da wir sonst nichts geändert haben, schiebe ich das durchaus auf den Zucker. Das ist keine Hexerei.

    Welchen Nutzen haben kinder von zucker? Es gibt auch glutamat auf der Welt. Brauchen kinder das auch? Ich weiß nicht, wieso sie ausgerechnet zucker essen sollten. Ist es wirklich fraglich, ob zucker gesund ist?

    Ich ernähre meine kinder zuckerfrei, da mir die Argumente fehlen, weshalb sie zucker essen sollten. Dennoch gönne ich jedem seine nutellastulle und meine kinder ebenso. Aus gesellschaftlichen gründen essen sie in der schule deshalb auch mit. Ausgrenzung sollte nicht das Ziel gesunder Ernährung sein.

    Liebe grüße
    Hopsi

    • (20) 29.01.19 - 08:43

      Du bringst das echt super auf den Punkt, Hopsi! Genau so empfinde ich es auch.
      Du motivierst mich sehr #freu#winke

      Das heißt, ihr ernährt euch komplett Zuckerfrei? Also auch ohne Marmelade, Apfelmus, Cornflakes, ... Keine Wurstwaren mit Zucker?

      Wow, wenn ihr das so konsequent durchzieht ist das ja ganz schön komplex! Unsere Tochter verträgt keine Laktose, ich weiß also was es heißt, ständig Zutatenlisten zu lesen. (Klar wird das weniger, aber spätestens im Urlaub steht man im fremden Supermarkt und liest wieder Zutatenlisten...)

      Und Brot? Backt ihr selbst oder fragt ihr beim Bäcker nach der Zutatenliste?

      Zu deinem Vergleich:
      Kurzes googlen ergab, dass Zucker bereits 600 n.Chr aus Zuckerrohr gewonnen wurde. Glutaminsäure wurde 1866 erstmals von einem Chemiker extrahiert und ist als Zusatzstoff zugelassen. Hm, das ist schon ein Unterschied... Für Glutamatzusätze gibt es immer schon Obergrenzen, für Zucker (noch) gar keine.
      Wenn Kinder im Verlauf einer Magen-Darm-Grippe unterzuckern kann das sehr gefährlich sein - u.a. löst starke Unterzuckerung wiederum Brechreiz aus. Also ja, der menschliche Organismus braucht Zucker, kann den aber normalerweise selbst aus anderen Kohlenhydraten "herstellen".

      Also nix für Ungut, aber hier mal eben Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist doch Quatsch.

      Ich bin ganz bei dir, dass heutzutage viel zu viel Zucker konsumiert wird. Und finde es unmöglich, dass Salami Dextrose enthält, Schinken Traubenzucker und Brot Laktose.

      Aber deshalb jeglichen Haushaltszucker zu verbannen, niemals Kuchen zu essen oder Apfelmus einzukochen? Oder nur außerhalb der eigenen 4 Wände, um sich nicht auszugrenzen, das finde ich schon extrem, ja.

      Ohne Süßigkeiten leben wir oft wochenlang, Saft gibt es nur zu besonderen Gelegenheiten und Kuchen genauso selten.
      Aber meine Älteste ißt sehr gerne Wurstbrot, alle 14 Tage gibt es Milchreis mit Apfelmus (noch bis Ostern vom eigenen Apfelbaum - mh!) und in die Milch darf man sich ein Löffelchen Kakaopulver rühren. Zuckerfrei also nicht, gesund, glaube ich, trotzdem.

      LG!

      • Huhu!

        Ich habe mit meinem Beispiel lediglich versucht zu verdeutlichen, dass es dinge gibt, die man essen könnte, aber längst nicht muss. Ich esse auch keinen rosenkohl. Das ist ok, aber bei zucker ist das für viele ein Problem. Zucker hat diese Stellung meiner Meinung nach nicht verdient.

        Ich rede übrigens ausschließlich von raffiniertem weißen zucker. Ich würde niemals auf obst verzichten. Und meine kinder erstrecht nicht. Zucker sollte bloß nicht isoliert auf den speiseplan, sondern mit dem guten drumherum, finde ich. Daher gibt es Äpfel statt lollies.

        Wir essen tatsächlich ungesüßte Cornflakes (gibt es inzwischen fast überall), Brot und wurst und alles eben einfach ohne zucker. Kriegt man alles, aber auch ich drehe eben häufiger die Packungen um.

        Apfelmus friere ich aus unseren Äpfeln ein. Das hätte ich sowieso gemacht. Wir lieben das sehr. Milchreis mache ich mit Äpfeln. Das ist süß genug für uns. Wir leben nicht nur von Wasser und Brot.

        Wir haben uns anfangs darüber unterhalten, wieso ich keinen zucker mehr essen wollte und sie haben dann einfach mitgemacht.

        Ich bin nicht hin und sagte, ab jetzt gibt es nichts mehr. Sie dürften auch,wenn sie wollten. Allerdings in Maßen. Aber sie fragen nicht. Dennoch genießt die große in der schule bestimmt Ihren geburtstagsmuffin, aber sie spricht nicht drüber. Ich denke nicht, dass ihr das wichtig ist oder besonders auffällt.

        Vegetariern geht es vermutlich ähnlich. Dann essen die kids irgendwann -manche zumindest - vermutlich auch einfach kein Fleisch mehr. Ich habe alternativen angeboten und die wurden akzeptiert. Dennoch bin ich sicher, dass andere leute sich ebenfalls mindestens so gesund ernähren wie wir - nur auf einem anderen Weg.

        Liebe grüße
        Hopsi

        Hi, es gibt Apfelmus ohne Zucker, das noch reichlich süß schmeckt, zB beim DM. Und bei Cornflakes genau das Gleiche. Ich versuche Zucker auch da raus zu halten wo er wirklich überflüssig ist...
        (mal eben reingegrätscht)
        Grüße

(24) 29.01.19 - 08:14

Ganz verstehe ich dein Problem nicht.
Deine Kinder sollen zu Hause zuckerreduziert leben. Aber das tun sie doch bereits, oder? Wenn du es noch konsequenter willst, lass den Zuckerstoffaustauschkram und die Süßigkeiten weg. Kein Kind braucht einen Keks in der Brotdose oder Gummibären am Nachmittag. Wenn dich das stört, ersetze es.

Und du selbst möchtest möglichst zuckerfrei leben. Wo genau ist da das Problem? Du musst zu dir doch einfach nur noch ein bisschen strenger sein als zu den Kindern.
Ich würde vorallem weniger nach Produkten mit Austauschstoffen schauen, sondern lieber generell auf süße Sachen verzichten. Du musst das einfach durchziehen.

Zuckerfrei kochen ist kein Problem, lediglich Kuchen geht mMn nicht wirklich. Klar kann ich Zuckererstz verwenden oder von mir aus auch Bananen, aber im Prinzip betrüge ich mich damit ja nur selbst.
Besser ist sicher entweder gar keinen Kuchen esssen, oder eben einen mit wenig Zucker backen und davon nur ein kleines Stück.

(25) 29.01.19 - 09:24

Hallo,

wie oft gibt es denn bei Euch zu Hause Kuchen oder andere Süßspeisen? #kratz

Bei uns gibt es an Geburtstagen Kuchen oder wenn ältere Verwandtschaft zu Besuch kommt, was nicht häufig vorkommt.
Nachtisch gibt es hier nie, bzw. wenn, ist das ein Stück Obst.

An den paar Gelegenheiten kann man auch Kuchen mit Zucker essen bzw. einfach weniger Zucker nehmen.
Ich habe noch nie einen Kuchen mit Zuckeralternativen gegessen, der mir geschmeckt hätte. Da esse ich lieber keinen Kuchen.

Wenn man wenige Fertigprodukte, keinen Fruchtjoghurt und keine Cornflakes oder Müsli mit Zucker isst, spart man auch schon eine Menge, ohne, dass der Geschmack des Essens leidet.
Unsere Kinder essen total gerne Haferflocken mit Rosinen und Apfelmus (ohne zugesetzten Zucker) oder Naturjoghurt mit Rosinen und manchmal Honig.
Schokolade, Nutella und Gummibärchen wegzulassen, bzw. auf ab und zu mal zu beschränken, ist ja kein echtes Problem.
Bei uns gibt es z.B. schon immer nur Sonntags Nutella, wenn vorher ein Brot mit anderem Belag gegessen wurde.

Das Verlangen nach Zucker nimmt übrigens ab, wenn man die "Sucht" los ist. ;-)
Ich (schon immer schokoladensüchtig) habe aufgrund von Magen-Darm-Problemen in den letzten zwei Monaten das Essen von jeglichen Süßigkeiten eingestellt. Das war zwei, drei Tage lang hart, aber seitdem geht es. Das ist wirklich eine Art von Entzug.

LG

Heike

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