Bei ADHS Medikinet 0,5 mg)

    • (1) 31.01.19 - 15:03

      Hallo,
      bei meinem 5jährigen Sohn wurde ADHS festgestellt. Nun hat der Arzt die Dosis erhöht. Icfh soll ihm morgens 1 Tbl. (0,5 mg) und mittags nach dem Kindi eine Tbl. (0,5 mg) geben.

      Mir ist wirklich nicht wohl bei dem Gedanken meinem Kind solche Hämmer geben zu müssen. Auf der anderen Seite will ich ja meinem Kind helfen. Er soll in diesem Jahr eingeschult werden, aber im Kindi wurde halt sein Drang nach Aufmerksamkeit bemerkt und auch daheim ist es sehr schwer. Er kann jetzt total lieb sein und im nä Moment austillen. Ich will doch meinem Kind helfen und daß er auch endlich mal zur Ruhe kommt.

      Wer hat gute Erfahrungen mit Medikinet und wie schnell soll eine Wirkung bemerkbar sein?

      Danke schon mal für eure Antwort. Ich bin halt total verzweifelt, daß mein Kind das hat.

      Ute

      • Ich kenne es nur so dass man die Diagnose erst stellt wenn das Kind schon in der Schule ist... wart ihr bei einem Kinderpsychotherapeuten? Gewisse Symptome kann man auch super mit Psychotherapie behandeln! (Dauert natürlich länger und ist aufwändiger auch ffür die Eltern)
        Aber Methylphenidat macht ja auch zB Wachstumsvverzögerungen, deswegen sollten Schulkinder in den Sommerferien absetzen um das aufzuholen.
        Also ich würde auch nicht so gern einem Kita Kind schon was geben wenn es vermeidbar ist...

        • Also das man in den Ferien das Medikament absetzt ist inzwischen ziemlich überholt weil man das Medikament nicht von Null auf Hundert absetzt. Und dann musst man es normalerweise, wenn man es vernünftig macht langsam wieder aufstocken.
          Mein Sohn hat im übrigen keinerlei Wachstumsstörungen und kriegt sein Medikament durchgehend!

          Ela

          • Ich habe es im Studium noch so gelernt. Kann natürlich sein dass es überholt ist. Dass dein Sohn keine Wachstumsverzögerung hat, ist natürlich schön, aber es ist ja auch nur eine mögliche Nebenwirkung. Keine die auf jeden Fall auftritt, was nicht heißt, dass.das nicht vorkommt.
            Ich bin nicht gegen Medis, im Gegenteil!!
            aber eben immer unter Kosten Nutzen Abwägung. Und bei einem Kita Kind, was mich nicht mal eingeschult ist, man also die Diagnose eigentlich nicht wirklich gut stellen kann, weil das Kind noch keine Aufgaben hat, auf die es sich so stark und ausdauernd konzentrieren müsste, finde ich eben sehr schwierig. Jeder muss es selbst entscheiden, aber die TE hat ja nach Meinungen gefragt. Meine ist: wenn es mein Kind wäre, würde ich definitiv erst Psychotherapie versuchen. Würde ich übrigens immer. Und wenn es dann keine Verbesserung gibt, würde ich Medis geben.
            Ich wünsche euch allen, dass es euren Kindern besser geht, egal mit welcher Behandlung🍀

            • Hi du! Freut mcih das du antwortest. Die meisten fühlen sich ja eher auf den Schlips getreten wenn man sie kritisiert. Ja du hast sicherlich Recht, es gibt ne Menge Dinge die mit der Zeit überholt sind. Wer weiß was sie wohl in einigen Jahren feststellen.

              Was die Medis angeht sind es natürlich keine Smarties die die jeweiligen Kinder schlucken. Ich selbst hatte damals auch überlegt ob ich das geben will oder nicht, aber dann aus Instinkt gehandelt. Bei und half es gut. Aber was sicherlich nicht so ist das man Kinder ruhig stellt ( Ausnahmen mal abgesehen).
              Bei meinem Sohn wurde es mit knapp 5 Jahren festgestellt also an sich auch vor dem Schulalter. Mir war natürlich bekannt das man es wohl erst mit dem Schulalter verlässlich feststellen könnte. Wir hatten die Diagnose aber sogar 2x bekommen und von 2 verschiedenen Ärzten. Somit kann ich davon ausgehen das es passt. Bei uns jedoch kam beim zweiten Arzt auch noch der Autismus dazu. Ich hatte auch schon immer gemerkt das bei uns was anders ist nur hätte ich es damals nicht benennen können.

              Ela

              • Na klar, wenn das Kind so große Probleme hat, auf jeden Fall will man da helfen um auch zB sozialen Anschluss zu haben. Ich habe nur schon echt viele gesehen (nicht Eltern, auch Ärzte!!!) die sagen “oh schwierig? Na dann adhs. Gib mal Medis“. Deswegen bin ich immer sehr zurückhaltend...

                • Ja da geb ich dir durchaus Recht, denn viele sind unerzogene Rotzlöffel ( gibt es aber muss nicht immer so sein) und weil sie sooo schrecklich sind müssen sie wohl ADHS haben. Tja die Echten werden dafür dann nicht mehr ernst genommen. Traurig. Aber dieses Medikament ist auch kein Allheilmittel.
                  Es gibt auch Ärzte die ADHS nicht für voll nehmen. Ich denke schon das man hier das komplette Umfeld und die Erziehung mit einbeziehen muss in die Dianosefindung.

                  Ela

        Und Du hast in die Ruchtung studiert?

        • Ja hab ich

          • Liest sich leider sehr leichenhaft und jeder der wirklich Ahnung hat verteufelt Medis nicht

            • Wenn du richtig gelesen hättest, würdest du erkennen, dass ich gesagt habe, dass ich absolut für Medis bin, aber eben nach guter Risiko Nutzen Auswertung und bei Adhs erfolgt die leider oft nicht (durch die verordnenden Ärzte, nicht die Eltern). Und dass ich persönlich bei meinem Kind erst alle anderen Optionen ausschöpfen würde - was die ursprüngliche Fragestellerin getan hat, wie sie in einem späteren Post geschrieben hat.

              • Ich empfehle Dir mit wirklich betroffenen zu sprechen,meine ich nicht böse,die nun erwachsen sind...
                Die werden Dir alle die gleiche Geschichte erzählen
                Sind wir ehrlich so ist auch dies eine „ Behinderung“ die gesellschaftlich nicht akzeptiert ist und auch nie wirklich gut wird
                Ich kenne wirklich viele Erwachsene und ALLE sind der Meinung es wurde zu lange gewartet
                Die meisten die gegen Medis sind,ändern Ihre Meinung ganz schnell sobald diese selbst betroffen sind in welcher Form auch immer( da soll ganz schnell das störende Kind in der Klasse der Tochtr entfernt werden)
                Echte ADHS werden ohne Medis nicht auskommen

    Ich würde es so lange raus zögern wie möglich. Mein Bruder und ich haben es erst in der Realschule bekommen. Vorher geht es meist auch ohne. Die Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen.

    Hallo,

    Kannst du versuchen, deinem Kind vorerst anders zu helfen?? Den Alltag überdenken, TV Konsum und andere Medien, Ernährung!?
    Ich habe eine auffällige Tochter und kann nachempfinden, das man Not hat. Jedoch sehe ich so eine Medikamentengabe eher Kritisch. Wenn du schon ein seltsames Gefühl hast, dann denk nochmal drüber nach!!

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