Betreuungsplatz in einem anderen Wohnort? Kita, Krippe, ...

    • (1) 31.01.19 - 17:33

      Es ist total verrückt... Unser Kind ist noch nicht einmal geboren und von allen Seiten hören wir: „Kümmert euch rechtzeitig um eine Betreuung, wenn ihr beide wieder arbeiten wollt.“

      Nun gut, also haben wir uns dazu hinreißen lassen, uns schon einmal „umzuhören“, auch wenn uns das in SSW 14 (!!!) etwas absurd erschien...

      Die Ausgangssituation sieht so aus, dass ich als Mutter ein Jahr zuhause bleiben möchte und dann im Sommer 2020 gerne wieder voll arbeiten würde (eventuell auch nur vier Tage, aber das muss ich ja noch nicht entscheiden). Meine Arbeitsstätte liegt 20km entfernt und ich beginne um 7 Uhr morgens.
      Mein Mann wird sowieso weiterhin Vollzeit arbeiten. Er hat einen Arbeitsweg von rund 80km und verlässt gegen 6 Uhr morgens das Haus, beginnt also auch gegen 7.

      Nun ergibt sich leider folgende Situation in unserem Wohnort.

      - Es gibt in der ganzen Stadt KEINE Kitaplätze ab einem Jahr, sondern erst ab zwei
      - Kinder, die ab einem Jahr betreut werden müssen, müssen zu einer Tagesmutter, so die Aussage der Kommune

      Nun gut, also haben wir die ganze Liste an Tagesmüttern, die wir von der Stadt bekommen haben, abtelefoniert und was ist?
      Entweder sind die Tagesmütter erst ab 2021 frei oder sie betreuen nur 3 Tage/Woche oder sie beginnen erst ab 8 Uhr...
      Keine der Tagesmütter erfüllt die Anforderungen, die unsere Berufe mit sich bringen. Familie haben wir als Unterstützung nicht vor Ort.

      Was können wir nun tun?

      Ist es theoretisch möglich, das Kind in einer (privaten?) Kita in einem anderen Wohnort betreuen zu lassen, z.B. dort, wo wir arbeiten?

      Die Situation wirkt geradezu absurd, da ich es irgendwie lächerlich finde, mich um einen Betreuungsplatz zu kümmern, obwohl das Kind noch lange nicht geboren ist... Man kann den Bedarf doch noch gar nicht richtig abschätzen. Trotzdem zeigt sich ja nun, dass es mit der Betreuung schwieriger wird als gedacht und das trotz des vermeintlichen „Rechtsanspruchs“ auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf... 🙄

      Notfalls werde ich ein weiteres Jahr zuhause bleiben müssen, aber lieber wäre mir eine andere Lösung.
      Über Anregungen und Tipps würde ich mich freuen!

      Liebe Grüße 🤗

      P.S. Falls ich im falschen Forum geschrieben habe, bitte verschieben.

      • Ich „biete“ natürlich nichts... bekomme das blaue „B“ aber nicht geändert. Sorry 😬

        Das hängt ganz davon ab wie die Privaten Krippen finanziert sind. Hier gibt es private Einrichtungen da ist es egal wo man wohnt und andere die von der Stadt subvensioniert werden und dann auch vorrangig Kinder mit Wohnsitz im Stadtgebiet nehmen. Und welche die ein paar Plätze für Kinder aus anderen Gemeinden haben. Du wirst wohl alle abtelefonieren müssen. Und ggf. auch einer später anfangen und das Kind auf acht bringen und der andere holt es ab. Das geht uns an denen Tag die ich ganz arbeite auch so. Dass ich früh gehe und mein Mann die Kinder bringt. Betreuung vor 7 gibt es hier nur im betriebskindergarten des Klinikums. Alle anderen fangen um 7 oder 7.30 an.

        • Mein Mann kann theoretisch zwischen 7-8 Uhr anfangen aufgrund von Gleitzeit. So käme ggf. auch eine private Einrichtung in der Stadt seines Arbeitsplatzes in Frage, wenn sie ab 7 Uhr geöffnet hätte. Ab 8 Uhr käme für uns beide beruflich nicht in Frage. Dann müsste ich zuhause bleiben.

          Aber gut zu wissen, dass nicht alle Einrichtungen wohnortgebunden sind. Danke! Dann werde ich da mal ansetzen. 🙃

          • Warum würde ab 8 Uhr für dich nicht in Frage kommen? Das wäre doch alles verhandlungssache..
            Ich werde auch nach einem Jahr wieder arbeiten gehen müssen. Manchmal muss man sich, seinen Job, seine Lebensverhältnisse ändern, wenn man sich dazu entschlossen hat ein Kind zu bekommen. Ich werde, wenn mein Arbeitgeber mir mit den Zeiten nicht entgegen kommt, mir einen anderen Job suchen.

      da ich es irgendwie lächerlich finde, mich um einen Betreuungsplatz zu kümmern, obwohl das Kind noch lange nicht geboren ist...

      Na ja, zwischen Geburt und Platzbedarf liegt ja nur ein Jahr. Du weißt ja schon, wann Ihr anfangt zu arbeiten und Ihr könnt Euch ja überlegen, wieviel Stunden Du arbeiten möchtest.

      • Ja, „lächerlich“ klingt vielleicht überheblich, aber so ist es für mich nun einmal. Ich bin in der 14. SSW...

        Was weiß ich, wie es ist, wenn das Kind da ist. Ich kann jetzt natürlich sagen, dass ich fünf Tage arbeiten gehen möchte, dass meine Arbeitszeiten soundso sind usw.
        Und nachher kommt doch alles anders, weil ich mich doch nicht vom Kind trennen kann, weil vielleicht gesundheitlich etwas nicht stimmt oder, oder, oder.
        In der Theorie kann man alles planen, aber wie es in der Praxis ist, weiß ich doch gar nicht und prophylaktisch einen Platz organisieren, um dann doch kurzfristig alles umschmeißen, ist für mich auch nicht das Gelbe vom Ei.

        Mir ist schon klar, dass die Einrichtungen nicht auf uns gewartet haben, aber meine Kernfrage war ja, ob man seine Kinder ggf. auch an einem anderen Wohnort unterbringen kann oder ob jemand andere Tipps hat...

    Der Rechtsanspruch besteht auf Betreuung, nicht auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf ;-)

    Ihr solltet überlegen, ob ihr beide 7 Uhr anfangen müsst.
    Als mein Ex und ich noch zusammen waren, haben wir uns das aufgeteilt, einer fing früh an, der hat das Kind dann geholt, der andere brachte das Kind morgens und hat dafür länger gearbeitet.
    Gerade auch weil, Sohnemann mit einem Jahr und doch harter Eingewöhnung noch nicht so ewig in der Kita sein sollte.
    Ja, es ist hart wie die Betreuungssituation in einigen Gegenden ist, aber diese auch noch maßgeschneider auf den Job zu brauchen, macht es nicht leichter.
    Aber ja, ich denke rein private Kitas nehmen euch sicher auch außerhalb eures Wohnortes auf. Wir haben hier eine, die absolut stadtunabhängig arbeitet, die würde das machen. Kostet aber in der Grundbetreuung 1200€ im Monat....

    • Ja, das mit dem Rechtsanspruch war ungünstig ausgedrückt. 😅 Aber der Hintergrund ist ja u.a. trotzdem die Vereinbarkeit. Es besteht sogar ein Anspruch vor dem ersten Geburtstag, wenn die Eltern arbeiten, meine ich... 🤔

      Wie dem auch sei: ich werde mich mal nach privaten Kitas umsehen.

      Mein Mann kann theoretisch zwischen 7-8 anfangen. Aber muss dann eben auch vorher noch einige km fahren. Bei mir ist die Arbeitszeit leider nicht zu verändern... 🙁

(10) 31.01.19 - 18:40

Bei uns werden Tagesmütter vom Kreis bezuschusst. Als ich mit der Sachbearbeiterin telefoniert habe, hat sie mir gesagt, dass prinzipiell auch die Betreuung durch eine Tagesmutter an meinem Arbeitsort im Nachbarlandkreis möglich wäre, da sie auch diese Kosten übernehmen würden. Vielleicht solltet Ihr das mal erfragen und dann ggf Eure Suche auf die Tagesmütter an den Arbeitsorten ausweiten.

Hallo.

In den neuen Bundesländern haben fast alle kitas 6-17 Uhr geöffnet. Hilft dir leider nicht weiter. Tendenziell kannst du bei kitas in euren Wohnort dir eher "abschminken" so früh zu arbeiten. Eine Betreuung für die frühen Morgenstunden zu finden ist schwer und bei einem einjährigen kind sicher "traumdenken" ebenso 2 vollzeit arbeitendende mit einem einjährigen kind! Aber das ist Ansichtssache.

Bei uns werden erst alle Gemeinde Kinder bevorzugt.. da nicht mal diese alle Plätze bekommen können, ist es für "fremde" unmöglich hier einen Platz zu bekommen.

U3 Betreuung gibt es hier erst ab 7:30.. ü3 dann ab 7uhr. Früher gibt es im Umkreis von ca 30km nicht.

(14) 31.01.19 - 22:35

Also... Ich kann dir leider nichts zu Betreuung außerhalb der eigenen Stadt sagen, denn das ist überall anders. Meine Kollegin hat das gemacht, aber wie gesagt, das läuft überall anders. Aber ich würde gern zwei andere Dinge loswerden ;-) und zwar 1. bei uns konnte man ein Kind nicht vor Geburt irgendwo anmelden. Erst bei Geburt bekam man beim Jugendamt eine Nummer (Kinderpass oder so), damit ging das dann.
Und 2.: dein Kind ist noch nicht geboren und es ist ja vermutlich dein erstes Kind. Aus meiner Erfahrung mit meinem kann ich dir sagen: du machst dir wahrscheinlich noch keine Vorstellung davon, wie belastet so ein Morgen sein kann, wenn man ein Kind wecken muss ;-) ich weiß, wenn man wirklich zwingend muss, ist das was anderes. Aber wenn du die Wahl hast (und dein Kind wie meins ein Langschläfer sein sollte - damit meine ich bis 7.30 Uhr) würde ich das Kind niiiiieeeeemals so weit vor dem natürlichen Aufstehen wecken. Das wäre in unserer Situation wirklich der Horror :-)
Ich arbeite auch (Teilzeit) und jede/r darf es für sich selber entscheiden (wenn man wie gesagt die Wahl hat) wie viel gearbeitet werden soll. Aber ich kann für mich nur sagen: die Arbeit nach einem Jahr tat und tut mir total gut, ich hätte nicht bis 3 oder länger zu hause bleiben wollen. Aber gleichzeitig ist es eben auch toll schon um 14uhr abzuholen und dann noch was gemeinsam machen zu können. Daher ist mein Appell immer: überleg ob es wirklich Vollzeit sein muss oder ob auch 50 oder 80% reichen, zumindest bis 3.
Alles Gute noch für deine Schwangerschaft 🍀

Ich finde es nicht sinnvoll, das Kind in einem Kindergarten im anderen Wohnort anzumelden. Wenn es in die Schule geht und niemanden aus der Kita kennt, ist das doch extrem schade für das Kind.

An deiner Stelle würde ich erst einmal warten bis das Baby da ist. Dann würde ich zeitnah telefonieren und mein Problem den Ämtern schildern. Es wird sich doch bestimmt eine Lösung finden lassen.

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