Bequem...

    • (1) 05.02.19 - 12:00

      Hallo zusammen

      vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, ein Gespräch mit den Erzieherinnen hat mir noch nicht die zündende Idee geliefert.

      Meine Jungs (3,5) sind in vielerlei Hinsicht sehr bequem. Aktuell stoßen wir beim Thema selbständiges An- und Ausziehen, Zähne putzen etc. auf Widerstand.
      Sie lassen sich liebend gerne "bedienen", aber selbst machen Fehlanzeige.
      Die Aussage ist immer "keine Lust".

      Zugegeben ist es in vielen Situationen sehr hilfreich, wenn wir sie einfach anziehen, ausziehen etc. das spart natürlich auch enorm Zeit und ich helfe ihnen auch gerne, aber diese Bequemlichkeit stört mich nur langsam wirklich.
      Wie können wir den "Ehrgeiz" etwas selbst zu machen wecken?

      Habt ihr Tipps und Erfahrungen?

      #winke

      • Wir handhaben das situativ.
        Frühmorgens um 6:30 Uhr habe ich weder Zeit noch Geduld oder Nerven, dass müde, nörglige Kind permanent daran zu erinnern, sich anzuziehen. Da mache ich es. Das geht schnell und sparrt Nerven für uns beide. Ich weiß ja, dass sie es eigentlich kann. Am Wochenende, wenn genug Zeit ist und alle ausgeschlafen sind, darf sie sich allein an/ausziehen und da klappt es auch prima.
        Zähneputzen übernehme in dem Alter sowieso ich/mein Mann. Kind putzt vor, aber das "richtige" Putzen können und sollen bei einem 3 jährigen die Eltern machen.

        • Danke Dir!

          Ja, eben aufgrund der Zeitersparnis haben wir das bisher auch meistens übernommen - aber mittlerweile gibt es für die beiden überhaupt keinen Anreiz mehr irgendetwas selbst zu tun.


          "darf sie sich allein an/ausziehen " - genau das wollen beide eben gar nie...#schmoll

      (4) 05.02.19 - 12:11

      die Frage ist doch "Können" ? ... oder " Wollen" ?

      ganz ehrlich: wenn ein Kind etwas "KANN" .... und man ihm aus äusserlichen Gründen dabei hilft (weil es schneller geht oder weil es ein Morgenmuffel ist), dann ist doch nix falsch dran?

      Falsch dran ist sowas nur, wenn dadurch Enwicklungsschritte eines Kindes gebremst werden... -- wenn es also oft Verkleiden spielt, - sich sonst gerne und zügig umziehen "KANN", --- dann finde ich es nicht tragisch, wenn man hilft...

      wenn sie langsam sind und alle anderen Kinder schneller im Garten sind, - dann ist es halt so ... --- eine Erzieherin muss sowas halt auch mal aussitzen... --- Genauso wie die Mama, wenn es morgens losgeht.... : ist die Zeit zu knapp, dann ist es doch nicht schlimm, dem Kind zu helfen?

      Grundsätzlich habe ich aber nie das Argument "keine Lust" akzeptiert... -- sondern wenn es länger dauerte, weil das Kind "keine Lust" hatte, dann hatte es eben die Konsequenzen zu spüren bekommen (kürzer lesen abends, -- kürzer im Garten als die anderen usw....).....

      Der EHRGEIZ wird einfach sein: - die Konsequenz vermeiden zu wollen .... dazu muss es halt Konsequenzen geben und die Eltern und Erzieher müssen sie halt auch durchziehen...

      Bis heute gibts bei uns noch Abende, da wird gar nicht oder kürzer gelesen, wenn die Kids getrödelt haben....

      • (5) 05.02.19 - 14:24

        Danke Dir!
        Naja, bei einigen Dingen hapert es ja automatisch am Können da sie es durch Nicht-Wollen ja gar nie üben.

        "Grundsätzlich habe ich aber nie das Argument "keine Lust" akzeptiert... -- sondern wenn es länger dauerte, weil das Kind "keine Lust" hatte, dann hatte es eben die Konsequenzen zu spüren bekommen (kürzer lesen abends, -- kürzer im Garten als die anderen usw....)....." - ja und genau hierfür suche ich nach Strategien...

        • (6) 05.02.19 - 15:27

          Strategie? -- keine besondere: Ankündigung machen -> durchziehen. --- wenn du meinst, sie müssen es spüren, dann wird bei eine besonders spannenden Stelle im Buch eben Pause gemacht. -- dass sie kürzer draussen sind in der KITA werden sie selbst merken...

          also bei mir war lange Standard, dass ich gesagt habe, dass ich nur ein, statt zwei Kapitel lese, wenn sie sich jetzt nicht beeilen...
          einfach nach Situation ankündigen und kürzen.... -- es sind ja meistens Zeitdinge...

    (7) 05.02.19 - 14:09

    Ich seh das auch so... Ich weiß, dass Sohnemann es kann, es spricht also nichts dagegen es zu tun, wenn er es denn wünscht. In der Kita muss er das alles allein und zügig machen, wenn ich hier etwas zügig haben möchte, dann muss ich helfen.

    Er ist jetzt fünf und ich helfe immer noch. Einzige Voraussetzung ist, dass er vernünftig fragt. Dann finden wir einen Kompromiss.

    VG

    Zähneputzen - morgens sicherlich keine Zeit zur Auseinandersetzung, da würde ich es auch machen. Abends, sofort nach dem Essen putzen lassen, sonst ist alles an Medien verboten, kein TV, kein CD oder ähnliches.

    Anziehen, da sprich doch mal mit der Erzieherin und frag, ob du mal ein Kind in Schlafanzug bringen kannst. Im Kindergarten hat er dann genug Zeit, um sich selber anzuziehen.

    Und ja, jetzt mußt du einfach die Nerven behalten und nicht nachgeben. Deinen Kindern tust du damit Gutes.

    Weißt du welche Dramen sich in der Sportumkleide im 1. Schuljahr abspielen, weil sich einige Jungs (eigentlich nur Jungs) nicht selber anziehen können? Gerade wenn nach dem Unterricht keine Heinzelmama die Hosen und Pullover auf rechts gezogen hat?
    Zieh es jetzt durch!

    • Lol....da gibt es schon Lesemütter und Brötcheneltern, das wär doch mal was Neues: Heinzelmama! Dreht jedes Shirt auf rechts, entknuddelt die Socken, stellt die Schuhe gerade #rofl

      • Unter Lesemütter kann ich mir was vorstellen, aber was sind Brötcheneltern? Beide arbeitend, also Brötchen verdienend?


        lg lene (aus dem Babyforum un deshalb unwissend)

        • Das sind hier, gibt's an allen Schulen, zumeist Mütter (gibt aber auch Omas), die 1-3 × im Monat morgens Dutzende Brötchen schmieren und dann in der großen Pause auch an Schüler und Lehrer verkaufen. LG

Erstmal würde ich versuchen herauszufinden was können sie überhaupt alleine anziehen auch wenn es dauert .Aber auf gar keinen Fall in der Woche oder unter Zeitdruck besser am Wochenende und ohne los zu müssen . Lass sie erstmal allein machen auch wenn sie wahrscheinlich nicht begeistert sind und der Elan nicht besonders hoch ein Anreiz ist auf jeden Fall hilfreich sprich wenn ihr angezogen seid dann können wir gleich auf den Spielplatz … . Wichtig ist das sie sich bemühen und es versuchen wenn nicht alles klappt oder auch wenn die Hälfte verkehrt rum ist erstmal egal . Hilfestellung geben , erklären woran man sieht das das Shirt wie rum muss aber zur Not auch lassen dann ist der Druck eben hinten oder das Shirt auf links erstmal ist wichtig das sie es überhaupt irgendwie anbekommen haben .Wenn Zeit ist immer wieder üben und dann auch konsequent bleiben ein zu bequem nicht durchgehen lassen . Ich hatte auch so ein bequemes Exemplar beim anderen ging es etwas besser #schein zu meinen Töchtern gar kein Vergleich die wollten schon früh alles alleine und selbst als ich noch angezogen habe haben sie schon mitgeholfen und die Ärmchen passend gestreckt . Mit 5,5 Jahren ging es dann beim großen nachdem wir das oft ausgesessen haben und mein Kind einmal auch im Schlafanzug im Kindergarten war ( war ihm egal #gruebel , ich war es leid ) . Interessanterweise als einmal Bauarbeiter draußen waren konnte er sich plötzlich auch alleine anziehen#augen . Wenn sie wollen dann können Jungs durchaus wenn ich es tuen würd dann würden sich meine Jungs aber auch mit 8 und 10 noch anziehen lassen ;-)
Anziehen macht er seid dem aber Socken sind immer noch lästig , ist das Shirt auf links und man weißt drauf hin kommt ein "ach ist doch egal " , Schuhe sage ich auch oft genug das sie vernünftig angezogen werden sollen . Schuh aufmachen wird überbewertet nur wenn er gar nicht reinkommt dann wird der Klett oder die Schleife aufgemacht erstmal versucht er es so dementsprechend sehen die Schuhe natürlich aus wenn dauernd hinten die Kappen eingetreten werden #augen. .

Hallo,

ich sehe spontan zwei Möglichkeiten:

a) du bist sicher, dass sie es können. Dann könnt ihr euch z.B. um die Wette anziehen (nicht die Jungs um die Wette!, sondern du und einer der beiden, dein Mann und der andere!). Natürlich in kleinen Schritten. Also etwa so: Wetten, dass ich schneller meine Unterwäsche anhabe als du?
Oder: wetten, dass ihr die Schlüpfer noch nicht anhabt, wenn ich bis 5 gezählt habe? So schnell seid ihr nie im Leben!

b) sie sollen es erst lernen. Dann mit viel Zeit und lohnenden Anreizen:
Anziehmännchen legen.
Münze werfen: bei Kopf zieht Mama das nächste Teil an, bei Zahl das Kind selbst.
Nur wer angezogen ist, darf mit Papa zum Bäcker gehen. Leider ist Mama grad in der Dusche und Papa muss noch schnell... (Mit der anderen Hand helfen geht natürlich...)

Immer mal verbal herausfordern: das kannst du noch nicht. Oder doch? Ach, glaub ich nicht, nein, das kann nicht sein. Doch? Na, das musst du mir aber mal zeigen!

Vielleicht ist ja was dabei?

LG!

Wie wäre es mit einem "Ich hab´s geschafft!"-Plan?

Für jedes Mal xy geschafft, gibt es einen Punkt/Smiley/Aufkleber. Ist der Plan voll, gibt es eine vorher ausgemachte Belohnung.

Ist der Plan voll, ist auch klar, jetzt kann das Kind es. Ab jetzt wird es auch alleine gemacht und konsequent eingefordert.

Hat hier in vielerlei Varianten und unterschiedlichen Kindern schon gut funktioniert.

lg

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