kein Toilettengang vorm Schlafengehen

    • (1) 20.02.19 - 08:39

      Hallo, mein 5jähriger weigert sich konsequent, abebds vorm ins Bett gehen nochmal zwecks Pipi machen zur Toilette zu gehen. Er ssgt immer, dass er nicht muss, manchmal grinst er dabei und ich weiß genau, dass er vorhat, im Bett in die Nachtwindel zu machen, obwohl ich immer sage, dass sie nur für das nächtliche Auslaufen im Tiefschlaf gedacht ist, nicht für das absichtliche Pipi machen. Da die große Schwester auch noch eine Nachtwi dem trägt und nachts immernoch nicht zuverlässig trocken ist, egal was wir probiert haben (u.a. keine Nachtwindel tragen), versteht er auch nicht, dass es langsam an der Zeit ist, zumindest den ersten Schritt zum nächtlichen Trockenwerden (abends vorm Hinlegen zur Toilette) zu machen.
      Ich sage immer, dass die Windel morgens ein paar Mal trocken sein muss, wenn sie weggelassen werden soll. Das ist bei ihm nie der Fall, manchmal läuft die nachts auch noch aus. Bei der großen Schwester (7) gab es schon Phasen ohne Windel, dann aber immer wieder die Rückschläge mit täglichem oder nächtlichem Bettwäsche wechseln. Da ist die Nachtwindel natürlich einfacher. Aber irgendwann muss sich das doch mal auswachsen!?
      Habt ihr Tipps oder eigene Erfahrungen? Im Alltag spricht man ab einem gewissen Alter ja nicht mehr über sowas mit anderen Eltern. Ich weiß da nie, ob es bei uns noch normal ist und ob andere das "Problem" längst nicht mehr haben.

      • Bei meiner Tochter war die Windel morgens auch immer gut voll und trotzdem war sie sofort trocken, als wie sie weggelassen haben. Sie wusste einfach, dass sie eine Windel trägt und hatte gar nicht das Bedürfnis, zur Toilette zu gehen. Dein Sohn scheint da ähnlich bequem zu sein. Ich würde es einfach mal ein paar Tage versuchen.

        Auch im Bekanntenkreis gab es viele Kinder, die von jetzt auf gleich trocken waren, als die Mütter im Urlaub die Windeln zu Hause vergessen hatten.

        Auch wenn viele das anders sehen mögen, ich finde, auch trocken werden ist ein Prozess. Bei manchen klappt es sofort, so wie auch manche Kinder aufstehen und loslaufen. Andere Kinder brauchen ein bisschen, haben gute und schlechte Tage, müssen auch ein bisschen üben...

        So war es bei meinem Sohn. Er wollte keine Nachtwindel mehr, hat dann ein paar Tage ins Bett gemacht. Aber dann wurde er wach, wenn er ins Bett gemacht hat. Wieder ein paar Tage später wurde er kurz davor wach, dann wurde er rechtzeitig wach und dann konnte er den Urin bis morgens aufhalten. Das hat ein bisschen gedauert, aber er hat die Zeit gebraucht, auch wenn es blöd für mich und die Waschmaschine war.

        Wenn medizinisch nichts dagegen spricht, würde ich es einfach mal versuchen.

        lg

        Welche Konsequenz hat es denn für ihn, wenn er sich weigert, zur Toilette zu gehen?

        warum hast du denn bei beiden Kindern eine Nachtwindel so lange zugelassen? Warum ging das so lange? Gleich bei ZWEI Kindern?, - ich glaube, da hast du in der Anfangszeit der Trockenwerdphase bei beiden etwas verpasst... Gerade einer 7jährigen noch eine NaWi anzuziehen finde ich jetzt, wenn kein Krankheitsbild vorliegt eher erziehungsgeschuldet, statt organisch und somit musst Du das Thema jetzt durchsetzen......

        natürlich gehts ein paar mal daneben, wenn man die Windel weglässt --- eine Matte unters Laken und dann eben ein paar Tage lang das Laken wechseln, gehört da u.U. halt dazu... -- habt ihr hier aus Wasch-Bequemlichkeit zu schnell nachgegeben?
        Also gerade bei der 7jährigen (wenn sie gesund ist), würde ich schleunigst eine Unterlage kaufen und mit Ankündigung (ab nächsten Montag) konsequent ohne Rückweg die Windel weglassen... durch diese Waschtage müsst ihr dann durch... (oder es geht, wenn du deutlich genug bist, eben doch). ---- also mehr als ein großes Glas zu Trinken gibts bei uns z.B. zum Abendessen+danach auch nicht mehr. - da würde ich in der Anfangszeit auch drauf achten... -- ausreichend Flüssigkeitszufuhr kannst du ja tagsüber kontrollieren...

        ein paar Wochen später kannst du dich ja an den kleinen machen... -- aber ich kann ihn verstehen... wenn die "große" noch eine Na-Wi kriegt, -- dann hat er ja das beste Negativbeispiel vor sich...

        • Besser kann man es nicht ausdrücken.

          Du weißt ja gar nicht, wie oft wir das schon gemacht haben. Aber wenn es keine "Waschtage" sind, durch die wir "dann durch müssen", sondern Waschjahre mit ständiger Unterbrechung des kindlichen Schlafe und täglicher Müdigkeit des Kindes deswegen, greift man dann halt irgendwann zu der Variante, bei welcher das Kind morgens ausgeschlafen ist. Es gab auch schon trockene Wochen und Monate ohne Windel, dann aber wieder nasse Monate, und irgendwann geht das an dir elterliche und auch kindliche Substanz. Und solange das Kind nicht drunter leidet und es völlig ok findet, im Gegenteil stärker unter dem nächtlichen nassen Bett leidet, warum es nicht einfacher gestalten?

        • Ich bin gespannt auf den Ultraschall, der bald ansteht bei ihr, weiß aber auch nicht, was man machen kann, wenn organisch etwas nicht stimmen sollte. Was könnte denn theoretisch nicht stimmen organisch? Kennt sich da jemand aus?

      Ich würde den Machtkampf rausnehmen.
      Ich weiß, dass es an die Geduld geht...mein Mittlerer hat auch überdurchschnittlich lang, bis er vier Jahre und drei Monate war, eine Windel gebraucht.
      Aber ein Machtkampf beschleunigt es ja nicht, er sitzt ja eh am längeren Hebel.

      Meinst du, er pinkelt gleich, wenn er im Bett ist? Dann könntest du ihn ja noch mal rausholen und wickeln, dass die Windel für die Nacht reicht, das könnte ihm vielleicht auch bald zu blöd werden.

    Vielleicht hilft dir unsere Geschichte.
    Sie Große bräuchte noch ewig nachts eine Windel. Wir haben immer wieder Nächte ohne Windel probiert. Sie merkte es nicht Mal als sie klatsch nass wurde. Die Kinderärztin hat es bildlich erklärt. Die Blase ruft das Gehirn an, sie wäre voll. Es wäre Zeit für das WC. Das Gehirn schlief aber zu tief und ignorierte alle Anrufe. Also ließ die Blase irgendwann los.. Bett nass. Es ist ein Lernprozess. Es gibt Kinder, da funktioniert es erst viel später. 10% jährlich von den Betroffenen schaffen es dann, spätestens mit 11 Jahren haben es solche Kinder geschafft. Organisch war alles gesund.
    Jedenfalls hat es mit 6 Jahren angefangen, dass sie es bemerkte sobald sie nass wurde (wir haben es ohne Druck immer wieder Mal für ein paar Tage versucht). Nachts einmal wecken und auf WC setzen hat mit fast 7 Jahren funktioniert. Sie war dann aber nicht ausgeschlafen und es würde den Lernprozess nicht fördern. Mit 7 Jahren und 3 Monaten hat es plötzlich geklappt. Meistens hält sie die komplette Nacht durch, manchmal steht sie auf und geht auf das WC. Die erste Zeit gab's noch 1-2 Mal monatlich Unfälle. Inzwischen ist sie 8 und es funktioniert einwandfrei.

    Mein Mittlerer ist grad 6 geworden. In der Probierphahse gibt's einen Unfall pro Nacht, den er aber selbst merkt. Ich glaube, er wird bald so weit sein.

    Die Windel gibt's erst nach dem Vorlesen. Er hat eine Zeitlang gerne absichtlich rein gemacht.
    Er geht oft freiwillig vorher auf Toilette. Ansonsten hilft es manchmal, dass die Toilette aber so Durst hat 😇.

    Also Stress machen hilft am wenigsten. Die Große war traurig, dass es immer noch nicht klappte. Sie war doch schon so groß.

    Ich kann noch spezielle Pipi Spannbetttuch empfehlen z.B. von IKEA. Sind nicht so teuer.

    • Danke für deine nette Antwort! Der Tipp mit der Nachtwindel erst nach dem Vorlesen ist auch super! Und dass die Toilette so Durst hat...darauf wär ich nicht gekommen. Aber darauf fährt er sicher ab, Wo e ich ihn kenne 😂

      • Schlafen deine Kinder sehr sehr tief? Meine Nummer 1 und 3 waren solche Kinder. Da hättest du mit Trompeten ins Zimmer stürmen können. Die haben tief und selig geschlummert. Der Arzt sagte, das solche Kinder sehr spät nachts trocken werden.

        Der Spuk hörte trotzdem von einem Tag auf den anderen auf. Hätte ich niemals gedacht.

        Das Hirn hat einfach nicht registriert, das die Blase voll ist. Das hat auch nix mit Erziehung zu tun.

Ich würde beiden Kindern keine Nacht Windel mehr anziehen. Ich sehe das Problem da hauptsächlich in der Bequemlichkeit. Ich würde gute Matratzen schoner aufziehen (Wechsel da haben) und gut. Beide Kinder anfänglich nachts wecken. Finde ich sinnvoller als schulkindern nachts Windeln an zu ziehen. Nachts im nassen zu liegen ist wesentlich unangenehmer als mit Windel

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