Kind zuhause komplett anders

    • (1) 05.03.19 - 14:04

      Hallo zusammen!

      Kennt das jemand? Wenn mir im Kindergarten von meiner Tochter berichtet wird denke ich ganz oft es wird von einem anderen Kind gesprochen. Dort ist sie schüchtern traut sich nichts zu und fängt oft an zu weinen, wenn mit ihr geschimpft wird...Oft wird mir gesagt, dass sie gar nicht wissen wie es in der Schule werden wird. Bei sämtlichen Tests Bielefelder Screening , Mathe -Test ist sie grenzwertig... Motorik-Test wurde jetzt gemacht, Ergebnis weiß ich noch nicht (will ich eigentlich auch nicht, wird eh auch grenzwertig sein#kratz)....

      Zuhause uns gegenüber oder ihrem Bruder versucht sie immer ihren Willen durchzusetzen (sie bekommt ihn natürlich nicht#nanana), ist sehr wortgewandt macht Vorschulblöcke am laufenden Band. Kann argumentieren und diskutieren....
      Auch bei ihren Freunden zuhause ist sie offen und kann ihre Meinung und Bedürfnisse
      äußern.
      Fährt Fahrrad und Ski, schwimmt (hat das Seepferdchen) und geht zum Tanztheater...

      Also ein komplett anderes Kind. Unser KIA kann es sich auch nicht erklären, dort ist sie wie bei uns eventuell etwas zurückhaltend.

      Heute war dann Schuleingangsuntersuchung und da hatte ich schon total Bammel vor#schwitzund was soll ich Euch sagen, alles war super.Auch diese Ärztin kann sich ihr Verhalten in der KITA nicht erklären.

      Beim rausgehen bei der Ärztin meinte meine Tochter nur sie gehe, gott sei Dank, nicht mit den Jungs aus ihrer Gruppe in eine Schule sondern in eine andere....

      Und ich glaube da liegt der Hase im Pfeffer, die Jungs sind unsagbar wild und dürfen dies in der Gruppe auch ausleben.... Fussballspielen im engen Flur mit Lederball , Türen schlagen, Eltern Zunge raus strecken und ähnliches wird toleriert und auch von den Erziehern "gut" gefunden...Sprechen bringt da nichts, ich denke da müssen wir jetzt das letzte halbe Jahr durch.....

      LG und danke fürs Lesen
      misspiggy

      • Da hat deine Tochter wahre Worte gesprochen: Gottseidank muss sie nicht mit diesen Jungs auf eine Schule.

        Und allein aus deiner Beschreibung finde ich den Kindergarten deiner Tochter auch nicht gut, bzw. die Erzieher, die dort das Verhalten dieser Jungs nicht unterbinden, wohl noch gar gutheißen.
        Es besteht meiner Meinung nach hohe Verletzungsgefahr beim Fußballspielen mit Lederball in einem engen Gang und beim Türenzuknallen - sowie zu erwartende Sachschäden durch - naja - „Vandalismus“ möchte ich es schon nennen.
        Dass Eltern (fremden Eltern???) die Zunge rausgestreckt wird und dass das toleriert wird, ist ja wohl nicht deren Ernst? Da gehören die Kinder aber ganz klar in ihre Grenzen verwiesen und ich bin sogar so ein Mensch, der sich schämt, wenn sich (auch fremde Kinder) unter meiner Aufsicht so benehmen würden.

        Es ist letztendlich, meiner Meinung nach auffällig, dass deine Tochter im Kindergarten so schlechte Leistung bringt, und nur dort, wahrscheinlich,weil sie sich dort nicht wohlfühlt. Womöglich wird sie dort weder gesehen, noch hat irgendjemand wirklich Lust ihr eine Umgebung zu schaffen, in der sie gerne Leistung.

        Jetzt zieh das wie gesagt die 6 Monate durch und dann seid ihr auch durch mit dem Thema Kindergarten. Für 6 Monate noch was anderes suchen, lohnt sich ja nicht wirklich noch.

        • Vielen Dank für Deine Einschätzung! Ich habe selbst noch einen größeren Sohn und hätte die Krise bekommen, wenn er sich so verhalten hätte wie die Jungs dort. Aber das hätte er gar nicht von daher wäre das nie ein Problem gewesen.

          So schlimm wie die Erzieher jetzt rüber kommen sind sie gar nicht#hicks sie sind schon liebevoll (manchmal zu "weichgespült";-)) und manche Sachen z.B. was das Fussball spielen angeht finden sie dort im Flur bei den Gardroben okay. Ich bin da schon, nachdem meine Tochter nen Ball abbekommen hat, ins Fettnäpfchen getreten, als ich meinte dass der Flur sich zum Fussball spielen nicht eignen würde (vor allem sind auch u3 Kinder in der Gruppe).

          Diesbezüglich sind sie halt stur und anstatt meiner Tochter mal ,wenn sie wegen einer Kleinigkeit anfängt zu weinen zu sagen, dass es jetzt keinen Grund zum weinen gibt wird sie halt immer aufwendig und ausgiebig getröstet#kratz

          LG

      Hallo!

      Ich glaube, zu deinen eigentlichen Problem hast du die Antwort schon bekommen.

      Aber zu dem Satz hier:
      "Oft wird mir gesagt, dass sie gar nicht wissen wie es in der Schule werden wird"
      möchte ich dir was sagen.

      Mein großer Sohn war mutistisch und ist auch so eingeschult worden. Die Kita-Zeit war schrecklich. Solche und ähnliche Sätze hörte ich andauernd. Immer wurde mit Schule "gedroht" und/oder subtil Schuld zugewiesen. Ich war total besorgt und ängstlich und hatte keine Ahnung, was man von mir eigentlich erwartete.

      Was soll ich dir sagen? Schule war für uns alle die Befreiung schlechthin. Die nahmen das Kind so wie es eben war. Er hat die ersten vier Schuljahre schweigend verbracht und es war vollkommen in Ordnung so.
      Er geht jetzt in die 9. Klasse eines Gymnasiums, ist da total engagiert, ist im SV-Vorstand und ein sehr guter Schüler.

      Manchmal würde ich gern in den Kindergarten gehen und "Siehste!" rufen, aber das wäre albern.

      Also, lass dich nicht verunsichern. Deine Tochter wird das wuppen!

      LG

    • (5) 07.03.19 - 16:37

      Hallo,

      zu Hause war ich auch nie schüchtern. ;-)

      In der Gruppe ist das immer nochmal eine andere Geschichte. Da ist es viel schwieriger für die Kinder, sich durchzusetzen, gerade bei einer Horde wilder Jungs.

      Ich beobachte auch hier an der Grundschule, dass zunehmend Jungs kommen, die null Benehmen haben und keinerlei Grenzen kennen. Da wird über Tische und Bänke getobt und geschubst, getreten und geschlagen, als wären die anderen Kinder Boxsäcke. #aerger
      Die Schule macht letztendlich gar nichts, außer mit den Eltern zu reden, was nichts bringt. Die können oder wollen sich nicht durchsetzen, sonst wären die Kinder ja nicht so.

      Ich hoffe, die Grundschule, wo Deine Tochter hin soll, greift durch. Sonst geht es da nämlich genauso weiter.

      Ich würde mit den Erzieherinnen sprechen und denen ganz klar sagen, dass es nicht angehen kann, dass ein solches Benehmen der Jungs geduldet wird und dass ich mich beim Träger erkundigen werde, ob das so gewollt ist, falls das so weiter geht.

      Allgemein selbstbewusster werden Kinder z.B. wenn sie Kampfsport machen. Es gibt auch Selbstbehauptungskurse für Kinder.

      Aber bei einem gewissen Grad an Rabaukentum wird es auch für selbstbewusstere Kinder schwierig. Unser Sohn (9) ist eigentlich normal selbstbewusst, würde ich sagen, aber auch ihm wird das teilweise zu viel.

      Was die Leistungen Deiner Tochter angeht, denke ich, dass die besser werden, wenn sie sich wohl fühlt. Das muss man abwarten. Aber die Schuleingangsuntersuchung deutet ja darauf hin.

      LG

      Heike

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