Drama Abendessen - brauchen dringend Rat! :-(

    • (1) 16.04.19 - 19:05
      Inaktiv

      Hallo ihr Lieben,

      ich bin am Verzweifeln und suche dringend Rat. Irgendetwas mache ich grundlegend falsch. Ich bin für jede Hilfe offen:

      mein Sohn (4) ist zurzeit sehr schwierig. Er provoziert ununterbrochen.
      Als besonders schlimm empfinde ich das Abendessen. Es ist die einzige Möglichkeit des Tages, als Familie zusammen zu kommen und die ist mir persönlich (und auch meinem Mann) eigentlich sehr wichtig.
      Dass Kinder in dem Alter trotzen, am Tisch klapsen etc. ist auch alles verständlich, aber momentan ist es einfach kein Familienleben mehr.

      18.00 Uhr ist der Tisch gedeckt, normalerweise kommt der Papa um die Zeit nach Hause und wir essen gemeinsam. So der Plan, der ja auch vor der Trotzphase gut geklappt hat ;-) Nun ist es so, dass mein Sohn ununterbrochen beim Essen so provokativ kichert (ich kann die Art und Weise gar nicht beschreiben) und seinen kleinen Bruder damit anstichelt (8,5 Monate). Der ist dadurch natürlich total abgelenkt vom Essen. Klingt jetzt erstmal nicht so wild, aber es ist einfach JEDEN Abend so und weder der Große noch der Kleine kommen zum Essen. Wir haben versucht, die Kinder anders zu setzen, sodass sie sich nicht gegenüber sitzen - klappt nicht. Wir haben den Kleinen zuerst gefüttert (vor dem eigentlichen Abendessen) - auch dabei Fehlanzeige. Dann rennt der Große die ganze Zeit um den Tisch herum, klapst oder lacht. Außerdem finde ich das so auch nicht schön, weil ich gern möchte, das alle am Familienessen teilnehmen können.
      Wir haben ihm seinen Teller hübsch angerichtet, schon vorher alles fertig gemacht, sodass keine "Wartezeit" entsteht - auch das trägt nicht zu einem ruhigeren Essen bei. Manchmal spuckt er auch sein Essen wieder aus oder matscht damit herum.
      Allgemein behalten wir es so, dass wir ihn 3x ermahnen und nach dem 3. mal ist das Essen für ihn beendet und er geht in sein Zimmer. Leider passiert das nun jeden Abend. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, ich weiß nicht was genau wir falsch machen. Wir erklären ihm die Konsequenzen, die wir ziehen, wir reden mit ihm, wir sagen, dass wir ihn verstehen, aber dass wir und auch sein Bruder in Ruhe essen wollen. Alles hilft nichts, jeden Abend gibt es wieder nur Herumgeklapse beim Essen. Nicht, dass ihr denkt, wir würden jeden Tag irgendwas neues ausprobieren, um das zu umgehen und hier Stress auffahren.. das Ganze geht ja schon seit mehreren Wochen so und immer mal haben wir dann das ein oder andere versucht. Auch Kommentare wie "das liegt sicher daran, dass ihr von vornherein so eine hektische Aura verbreitet" stimmen einfach so nicht. Wir nehmen uns extra 1h Zeit für alles und wedeln auch sonst nicht mit dem Fräulein-Rottenmeier-Ratgeber herum.

      Habt ihr Tipps für mich? Wie gestaltet ihr das Familienessen? Haben wir das Problem selbst erschaffen und wodurch?
      Bin gespannt auf eure Meinungen. Ich bin über die aktuelle Situation wirklich traurig :-(

      • Hat er überhaupt Hunger? Klingt für mich nicht so danach, was Du beschreibst.

        • (3) 16.04.19 - 19:34

          Jedenfalls sagt er es, wenn wir das Essen dann wegräumen ;-)

          Ich gehe an sich davon aus. Er fragt schon, wenn ich den Tisch decke, ob er schon anfangen darf und wann es Essen gibt etc.

      (4) 16.04.19 - 19:36

      Hallo,
      ich hab gerade keine Lösung für dich. Meine Tochter ist 3 1/2 Jahre alt und bei uns wird auch bei jeder Mahlzeit geschimpft. Sie hat Hunger und sitzt am Tisch, und dann geht es los: sie erzählt, berichtigt uns, zappelt auf dem Stuhl,... Wir ermahnen auch und nach einer bestimmten Zeit ist das Essen weg.
      Ich hoffe es ist alles nur eine Phase. Sie provozieren wo sie nur können, die kleinen.
      Wir sagen z.b.: noch 20 min, dann ist das Essen weg und so ziehen wir das auch durch.

      Ich drücke uns die Daumen, das alles bald ein Ende hat.

    • (5) 16.04.19 - 19:42

      Vielleicht hat er schon vorher Hunger und kann aktuell nicht bis 18 Uhr warten? Was bekommt er nachmittags als Snack? Was passiert wenn er schon um 17.30Uhr was zu essen bekommt? Gemeinsame Mahlzeiten sind toll und wichtig. Aber es gibt Phasen da passt es nicht zusammen. Dann probieren wir immer ein bisschen. Und von ein paar mal nicht mit einander essen geht der Grundgedanke ja nicht verloren. Vielleicht könnt ihr das über die Ostertage mal beobachten. Wir sind die anderen Mahlzeiten am Wochenende? Oder auch im Alltag?

      • (6) 16.04.19 - 19:58

        Er ist generell ein sehr, sehr schlechter Esser.
        Im Kindergarten rührt der das Mittagessen nicht an. Wenn, dann isst er nur den Nachtisch. Ideal finden wir das nicht, können es aber nicht "kontrollieren" und wenn er das Mittagessen nicht will, kann man es ihm ja nicht reinzwingen.
        Auch wenn ich selbst koche, er verschmäht alles. Wirklich ALLES.
        Frühstück geht zu Hause immer gut: am Wochenende essen wir Brötchen mit Honig/Marmelade/ selbstgemachter Nougatcreme. Unter der Woche isst er im Kindergarten. Wir geben uns auch da viel Mühe: er bekommt frisches Obst, Gemüse, Mini-Salzstangen, kleine Fischis, Käsewürfel, Mini-Wiener und feingemahlenes Vollkornbrot mit... meistens isst er nur die Salzstangen und die Mini-Wiener.
        Vesper geben wir auch mit, auch das lässt er liegen.

        Er hat einen durchschnittlichen BMI, wir waren erst vor kurzem bei der U8... Gewicht und Größe super... Arzt sagt "Phase".... geht nur leider schon sehr lang und ist sehr anstrengend.

        Ich werde probieren, ihm mal eher Essen zu geben. Danke, mal sehen, wie das wird. Mit ihm am Tisch sitzen kann ich dann nicht, der Kleine ist ja immer dabei und dann wäre es das Gleiche in grün.

        • (7) 16.04.19 - 20:32

          Moin,

          gib doch mal weniger Auswahl mit, das verleitet ja geradewegs dazu zu naschen und sich die Rosinen rauszupicken. Kinder "verarbeiten" je nach Entwicklungsstand eh maximal nur soviel Auswahlmöglichkeiten wie sie Jahre alt sind. Bei uns ist die Lösung eigentlich eher "Ein Essen und Punkt". Gerade schlechte Esser sind von diesen Pinterest-Modell-Brotdosen überfordert. Hier gibt es vor allem Salate und Müsli mit. Nudelsalat, Reissalat,verschiedene Müslis selber zusammengestellt, Jogurt mit Obst schon fertig vermengt, ...

          • (8) 17.04.19 - 13:02

            Interessant. Ich werde das auf jeden Fall probieren. Vielleicht ist es tatsächlich zu viel Auswahl. Danke #pro

      (9) 17.04.19 - 15:41

      Genau das Selbe habe ich auch gedacht? Sich am Hunger des Sohnes, nicht an einer Uhrzeit orientieren. Wenn es unbedingt jeden Abend ein gemeinsames Abendessen ein soll, kann man dem Kidn ja auch so 16.00/16.30 geben aus Obst oder nen kleinen Joghurt. Und das Abendessen dann 15 oder auch 30 Min. nach hinten schieben.

      Das Verschieben hätte dann auch noch zwei Vorteile: Der Papa kann erst mal ankommen, und muß nicht gleich in eine Stresssituation. Außerdem können Papa und Sohn noch etwas Zeit IN RUHE verbringen: Dann klappt das Abendessen vielleicht auch besser.

(10) 16.04.19 - 20:17

"Es ist die einzige Möglichkeit des Tages, als Familie zusammen zu kommen und die ist mir persönlich (und auch meinem Mann) eigentlich sehr wichtig."

Ich denke da liegt auch gleich der Hund begraben. Eine gemeinsame Zeit als Familie ist Deinen Kindern auch wichtig, nur die ausgerechnet mit stillem am Tisch sitzen und Essen zu verbringen ist nicht wirklich das was sich vierjährige als "Family-Quality-Time" vorstellen. Ein gemeinsames Essen im Schulalter wo man sich bewusst austauscht ok, aber in dem Alter ist spielen und Aufmerksamkeit wichtiger!


Für mich ist das Rumgekaspere klar. Endlich ist Papa da, da will man Aufmerksamkeit vom Papa und wenn halt da ausgerechnet das Familienessen stattfinden muss wird das halt dafür torpediert.

Wir haben einfach umgestellt. Der Kleine isst vorher schon ein gutes "Vesper". Papa kommt heim und wenn es irgend möglich ist spielen wir erst mal ne Runde ein lustiges Spiel (Spiele für Vierjährige dauern 10-20 Minuten), machen ne Kissenschlacht, albern ausgiebig rum. Danach isst er entweder noch einen Happen mit uns oder steht auf, spielt was, hört ein Hörspiel oder darf eine Folge seiner Lieblingssendung schauen oder schaut ein Buch an. Ich finde einfach in dem Alter sind Kinder zur Abendessenszeit einfach zu müde "nach müd kommt blöd", außerdem ist es wie gesagt für Kinder keineswegs das was sie sich unter dem Highlight des Familienlebens vorstellen. Wie ihr den Abend aufteilt liegt an Eurem Rhythmus, aber für mich ist Fakt dass das Familienessen die schlechteste Variante für Kinder ist wie man die wenige gemeinsame Zeit befriedigend verbringt.

(11) 16.04.19 - 20:24

Hallo, ich glaube es muss da jeder seinen eigenen Weg finden. Ich würde nicht mehr ermahnen, sondern ihn nehmen und wo anders hingeben. Fertig. Wenn er kommt, fragen ob er jetzt weiß- wie man sich benimmt. Konsequent sein. Essen ist dann erledigt, nein es gibt auch später nichts. Mag sein, dass ich hart bin, aber auch im Kindergarten geht es so nicht. Und von meinem Kind erwarte ich gutes Benehmen. Natürlich gibt es mal Ausnahmen, aber eben nur manchmal.

(12) 16.04.19 - 20:35

Vielleicht ist dein großer auch aufgedreht weil Papa endlich daheim ist. Bei uns ist es "ähnlich" Kind ist allerdings erst 20monat alt. Er ist richtig aufgedreht wenn Papa heim kommt. Er würde dann am liebsten auch nur Blödsinn machen und durchdrehen

(13) 16.04.19 - 20:40

Hallo

Zugegeben, wir kennen das Problem so gar nicht, aber ich Antworte dir trotzdem mal.
Mir fallen mehrere Punkte auf:
- hat dein Sohn Hunger, gibt es etwas was ihm schmeckt (meine Kinder bleiben schon alleine aus Hunger sitzen)
- ist die Uhrzeit vielleicht zu früh oder zu spät?

Es klingt schon ein wenig „verbissen“, ich denke auch deine Vorstellung von „in Ruhe essen“ könnten evtl. ein wenig hoch sein. Vielleicht könntet ihr auch eine andere Variante von Familienzeit finden und vielleicht auch so (zumindest mal für eine Zeit) den Druck rauszunehmen.

Wichtige Dinge besprechen mein Mann und ich meist ohne Kinder, heißt beim gemeinsamen Essen hat jeder bei uns „Redezeit“. Und Ob das dann eher rumalbern und „Quatsch“ ist oder „ernste“ Gespräche ist erst mal zweitrangig.

Bei uns ist es auch immer abhängig davon was es zu essen gibt (selbst beim vorbereiten helfen, gemeinsam kochen hilft auch sehr) und bei uns auch wie der Tisch gedeckt ist, wie das „Ambiente“ ist (Kerzen, Porzellan und Blumen machen bei uns eine andere Stimmung als Brotttüten und Essiggurkengläser #rofl).
Und da meine Jungs meist sitzen bleiben, sind wir auch entspannter wenn sie doch früher aufstehen wollen.

Ich wünsch euch alles Gute
#winke

(14) 16.04.19 - 21:57

>> Wir erklären ihm die Konsequenzen, die wir ziehen, wir reden mit ihm, wir sagen, dass wir ihn verstehen, aber dass wir und auch sein Bruder in Ruhe essen wollen. Alles hilft nichts <<

Ich würde nicht mehr erklären oder reden. Er kennt die Erwartungshaltung und er kennt die Konsequenzen - warum jeden Abend wieder diskutieren? Weiterhin würde ich nicht dreimal ermahnen. Bei Aktionen wie um den Tisch rennen, Essen ausspucken und rummatschen wäre bei mir nach der ersten Ermahnung Schluss mit dem Essen.

Er ist vier Jahre alt und hält aktuell Ausschau nach seinen Grenzen - die müsst ihr ihm aufzeigen. Manchmal finde ich dieses dauernde erklären und diskutieren schlimm. Vor allem da du selbst schreibst, dass es nichts bringt.

Du strebst so sehr nach dem gemeinsamen Abendessen - an dem jeder teilnehmen soll - dass du dich von deinem Sohn hochnehmen lässt, anstatt das Theater konsequent zu unterbinden.

(16) 17.04.19 - 09:23

Genau solche Essenssituationen werden in einem Podcast von "Das gewünschteste Wunschkind" besprochen. Ich glaube es war die Folge "Erziehung ohne Strafen" (bin mir aber nicht mehr sicher).
Der Titel hört sich nun sich strickter an als der Podcast wirklich ist. Hier wurden einige interessante Lösungsansätze gegeben ums solche Situationen zu lösen.

(17) 17.04.19 - 11:17

Ein paar Denkansätze:
- wahrscheinlich würde es jedem Kind sehr schwer fallen, still und ruhig am Tisch zu sitzen, wenn gerade erst der papa nach hause gekommen ist. Hat Dein Sohn Zeit genug zur richtigen Begrüßung, Kuscheln, Spaß machen mit dem Papa, bevor er still auf dem Stuhl sitzen muss?
- DEINE Vorstellung von Tischverhalten sind offenbar: ruhig sein und sich gut benehmen und essen. Die Vorstellungen Deines Sohnes sind: Spaß haben, quatschen, erzählen und nebenbei was essen. Beide Seiten kann man verstehen. Versuche einen Kompromiss zu finden: mal rumalbern und Quatsch machen muss auch gestattet sein, wenn das Essen nicht zu kurz kommt.
- Familienzeit mit einer Mahlzeit gleichzusetzen, finde ich von Dir etwas gewagt. Was hat denn das Kind von dieser "Familienzeit"? Ein Kind hat sicherlich ganz andere Bedürfnisse bzgl. der familienzeit, es will gemeinsam Spaß haben, kuscheln, spielen etc.
- und weil Du mehrfach betonst, dass er ein schlechter Esser sei: da sein Gewicht und seine Gesundheit offenbar völlig ok sind, isst Dein Sohn ganz offensichtlich genau richtig und nicht "schlecht". Erwachsene haben da auch wieder einen ganz andere Vorstellung, als Kinder. Ich würde einzig darauf achten, dass er seinen Hunger nciht nur mit Süßkram stillt. Wenn er schon zum Mittag nur den Nachtisch isst, dann würde es bei mir nicht auch noch ein süßes Frühstück geben. Das finde ich einfach zu ungesund.

  • (18) 17.04.19 - 13:22

    Danke für den Beitrag.
    Ich möchte gern auf einige Punkte reagieren, da ich damit nicht ganz einverstanden bin.

    - Ich stelle mir nicht vor, dass meine Kinder beim essen still sitzen und keinen Ton sagen. Ich hatte schon befürchtet, dass dieses Bild aufkommt, daher möchte ich es hier noch einmal verdeutlichen: es geht um die Situation, wie er seinen Bruder anstichelt sowie dieses provokative Kichern dabei (ich kann es nicht beschreiben, vllt. kennt's der ein oder andere). Wir reden durchaus über lustige Dinge am Tisch, albern auch mal herum, von Stillsitzen war auch keine Rede. Dass Kinder herumzappeln ist mir klar, ich war nicht anders.

    - Ich finde es sehr wertend von dir, anzugeben, dass ich Familienzeit mit Mahlzeit gleichsetzen würde. Nichtsdestotrotz hat das Einnehmen einer gemeinsamen Mahlzeit am Tag als Familie einen hohen Wert für mich, den ich so in meiner Kindheit gelernt habe und gut finde.

    - Zeit zum Spielen mit Papa ist gegeben. Wenn der Papa nicht nach Hause kommt (Dienstreise) ist es das Gleiche, auch am Wochenende, wenn er den ganzen Tag spielen konnte. Ich werde diesen Punkt trotzdem nochmal aufgreifen und evtl. mal probieren, 1/2 h später Essen zu machen (da ich ab 21.00 Uhr noch arbeiten muss und wenigstens auch 30min mit meinem Mann verbringen möchte ist das manchmal schwierig).

    - Thema "schlechter Esser": das ist ja gerade der Punkt, der uns stört. Nicht, dass er wenig isst, sondern dass er nur Süßes isst. Sein Frühstück, das Mittagessen und das Vesper lässt er liegen und isst im Kindergarten den Nachtisch bzw. jeden Tag bringt ein Kind Kuchen mit. Ich finde das nicht optimal und bin mir auch nicht sicher, wie man das irgendwie eindämmen könnte. Ich möchte nun auch nicht, dass ein Zettel im Essensraum hängt, auf dem steht "X. darf keine Süßigkeiten essen!", so wie ich es schon von anderen Kindern beobachtet habe.... Auch jetzt an Ostern wird es von Oma und Opa - auch wenn wir sie bitten, KEINE Süßigkeiten zu schenken - wieder etwas geben... "ist doch nur was Kleines".... ich nehme es ihm nicht weg und ja, ich habe es deutlich gemacht, aber ich lasse mein Kind trotzdem weiterhin die Großeltern besuchen, da ich nicht wegen Süßigkeiten den Kontakt verbieten will (habe ich hier im Forum auch schon mal angesprochen und als Rat bekommen).
    Süßes Frühstück gibt es - ich betone es noch einmal - lediglich am Wochenende. Die Marmelade bereite ich aus frischen Früchten ohne Zucker selbst zu, ebenso die Nougatcreme. Süß ist es trotzdem, aber ich halte auch nichts davon, ihm das komplett zu verbieten.

    VG

    • (19) 17.04.19 - 16:29

      Du reagierst etwas gereizt auf mein Posting, in welchem ich lediglich Denkanstöße geäußert habe. Da war gar nichts wertend. Ich kenne dich nicht und kann hier nur Vermutungen anstellen. Ob sie zutreffen oder nicht, musst du selbst entscheiden.
      Du schreibst von „provokantem Kichern“ und „Bruder anstacheln“, ich schreibe von „Quatsch machen“ und „rumalbern“. Manchmal ist es hilfreich, die Dinge anders zu benennen, um nicht so eine negative Sicht zu haben und die Sache entspannter sehen zu können.

      Und zum Essensthema muss ich sagen, dass Du anscheinend meinen Hinweis nicht so recht verstanden hast. Mag ja sein, dass du nicht kontrollieren kannst, was er im Kindergarten isst - auch wenn hier ein Gespräch mit der Erzieherin sicherlich nötig wäre, denn eine vernünftige Pädagogin würde es wohl nicht dauerhaft zulasssen, dass ein Kind gar nichts vom gesunden Essen, dafür aber ausschließlich vom Nachtisch isst.
      Aber lassen wir das außen vor.
      Dann hast du als Mutter immer noch in der Hand, was dein Kind zum Frühstück und zum Abendessen isst. Und wenn ihr es dann zulasst, dass er Nutella- oder Marmeladenbrötchen isst, dann war das eure eigene Entscheidung.
      Das bisschen Süsskram zu Feiertagen macht den Kohl nicht fett. Den 10 oder 12 Feiertagen pro Jahr stehen immerhin 240 andere Tage gegenüber, wo du es steuern kannst, was dein Sohn morgens und abends isst. Und wenn dich das Süße stört, dann musst du es eben zumindest morgens streichen. Denn wenn nichts anderes da ist, wird das Kind schon das essen, was es gibt, er wird sich ja kaum nur von einem Nachtisch pro Tag ernähren.
      Und wenn er anfangs mal ne Mahlzeit auslässt, weil er auf was anderes hofft, dann wird er davon auch nicht verhungern. Dann wird ihm halt zur nächsten Mahlzeit wieder das gesunde Essen angeboten und das Süße weiterhin weggetan.

(20) 17.04.19 - 20:51

Also zunächst mal würde ich nicht sagen, dass dein Sohn zurzeit schwierig ist, sondern dass eure Beziehung oder die zwischen mehreren Familienmitgliedern schwierig ist.

Sehr wahrscheinlich liegt es nicht am Essen an sich, also dass er zu wenig Hunger hat oder Ähnliches, das habt ihr ja auch schon quasi ausgeschlossen. Die Stimmung am Familientisch drückt oft aus, wie die Stimmung in der Familie gerade ist. Wenn euer Sohn an dieser Stelle so gar nicht mit euch kooperiert, dann wahrscheinlich, weil er auf etwas aufmerksam machen möchte, aber natürlich noch nicht die Worte dafür findet bzw das sowieso völlig unbewusst geschieht. Oder er bemerkt Spannungen, sei es zwischen dir und deinem Mann oder einem von euch und einem der Kinder oder dass dein Mann von der Arbeit gestresst ist.. irgendetwas, was unausgesprochen im Raum steht, Kinder sind super sensibel auf so etwas.
Einige andere Ideen kamen ja hier schon, dass dein Sohn vielleicht eine andere Vorstellung davon hat, wie er gemeinsame Familienzeit verbringen möchte oder seinen Vater eben erstmal für sich braucht. Das sind alles nur Denkanstöße, nur ihr könnt herausfinden, was wirklich los ist.
Mein Sohn ist letztens beim Kuchen backen nahezu ausgerastet und erst nach viele Tränen kam heraus, dass er im Kindergarten ein Problem hat. Man sollte das denke ich also nicht so isoliert betrachten.
Ich würde zuallererst versuchen, mit dem Kind ins Gespräch zu kommen. Hast du vermutlich ja auch schon. Was kam dabei heraus? Versuch ganz ohne Wertung da ranzugehen, deinem Sohn wirklich zuzuhören und dann erst mal darüber nachzudenken.

Ich möchte dir das Buch "Essen kommen: Familientisch - Familienglück" von Jesper Juul empfehlen. Genau eure Situation ist darin natürlich nicht geschildert, aber ähnliche und es gibt viele Denkanstöße. Was das Verhalten bedeuten könnte etc.
Ich bin mir recht sicher, dass es irgendetwas tieferliegendes als nur ein ungünstiger Zeitplan dahintersteckt und dass dein Kind darauf aufmerksam machen möchte. Versuch genau hinzuschauen und zuzuhören, dann wirst du es sicher herausfinden.

(21) 18.04.19 - 05:21

Ich habe 6 groß bekommen und habe mich in solchen Situationen nicht provozieren lassen.
Solltest Du alles ausschließen können was ihr zur Verbesserung beitragen könnt so würde ich ganz klar in aller Ruhe( nach vorheriger Ansage) Konsequenzen folgen lassen.
Ist das Kind überhaupt hungrig?
Will es gesehen werden?
Mein Mann hat immer noch 30 Minuten ganz intensiv mit den großen Kinder gespielt und sich unterhalten vor dem Essen und da sind alle ganz fröhlich an den Tisch gekommen.
Sollten es Grenzen austesten sein,ganz klar würde mein Kind den Tisch verlassen müssen und würde den Rest des Abends in seinem Zimmer verbringen.
Aber Strafen sind für mich immer das letzte Mittel gewesen,bei genauer Betrachtung war doch meist Aufmerksamkeit die so ein Zwerg gerade vom Papa in so einer Situation gebraucht hat.

(22) 18.04.19 - 12:29

Ich habe ein sehr schlecht essendes und ein sehr gut essendes Kind, aber am Tisch sitzen beide nicht gern.
Die große weil sie meistens nach einem Löffel genug hat und der kleine weil er mit seinen 16 Monaten noch nicht so richtig begreift dass im Hochstuhl aufstehen oder über den Tisch krabbeln sich eher nicht so gehört.
Zu Abend essen wir getrennt, erst gegen 18 Uhr die Kinder, und wenn die zwei im Bett sind dann wir.
Sonst würden wir Erwachsenen nämlich gar nicht zum Essen kommen.

Die Große hat außerdem noch Probleme mit der Feinmotorik, für sie ist der Umgang mit Besteck oder das korrekte Halten eines beschmierten Brotes eine echte Herausforderung.
Also unterstützt einer die Große beim Essen, und einer passt auf dass der kleine nicht versucht den Joghurt direkt aus dem Becher zu trinken.
Wer fertig oder satt ist darf aufstehen, den jeweils anderen aber nicht stören. Gegenseitig füttern ist allerdings erlaubt.

Beim gemeinsamen Essen auswärts oder mit Besuch bin ich ein einziges Mal richtig laut geworden, ich hatte Hunger und bin einfach nicht zum Essen gekommen weil die Große nur am Hampeln und Motzen war und rumgeheult hat dass alle essen und niemand mit ihr spielt (achso, sie ist 4).
Nach meinem Ausraster gab es ein paar Tränchen, die wurden getrocknet, ich habe ihr erklärt warum ich so laut geworden bin, und seitdem wird sitzen geblieben (oder sich zumindest ruhig verhalten).

Zum Essen wird hier niemand gezwungen, aber auch ich habe das Recht eine Mahlzeit einzunehmen. Und zwar ohne ständig unterbrochen zu werden.

Wenn wir nur zu viert sind starten wir alle am Tisch, jeder isst so viel wie er mag, und wer fertig ist darf aufstehen und sich anderweitig beschäftigen. Ohne die noch essenden zu stören.

Für den der aufsteht ist das Essen dann aber auch beendet.

(23) 04.05.19 - 13:33

Hey:)

habt ihr diesen Stress nur abends oder zu jeder Mahlzeit? Vielleicht ist er kein ''Abendesser'' .Nicht jeder hat abends noch richtig hunger. Wenn das Essen nach dem 3. Ermahnen wegkommt, geht er dann ohne Essen ins Bett?
Ich denke irgendwann wird er merken, ok dass ist nicht so toll hungrig ins Bett zu gehen und setzt sich mit euch hin.

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