Kindergarten oder Kita-Platz einklagen

    • (1) 25.04.19 - 12:29

      Hallo ihr Lieben!
      So langsam hat man ja die Zusagen oder Absagen der Kindergärten bekommen. Wir geht ihr damit um, wenn ihr keinen Platz bekommen habt? Klagt ihr? Oder hat jemand vielleicht schonmal geklagt? Und falls nein, wie löst ihr es dann, bzw. was hält euch davon ab, den Platz einzuklagen? Ich habe das Gefühl, man wird einfach vertröstet. Vielleicht kann ja hier ein Austausch stattfinden. ☺️

      Liebe Grüße
      Lotta

      • Hallo,
        ich verstehe den Ärger aller Eltern die keinen Platz bekommen!

        Bevor man den Weg der Klage geht, sollte man sich jedoch erst einmal bei dem zuständigen Jugendamt melden, Situation erklären und sehen ob diese noch einen Kita Platz zur Verfügung haben oder Tagesmütter-Plätze.
        Dies kann jedoch auch bedeuten, dass man 10 + km weit fahren oder Bus und Bahn nehmen muss.
        Wieviel km maximal als „zumutbar gelten“ weiß ich nicht.
        Wenn das JA auch keine Plätze zur Verfügung hat bzw keine Zumutbaren, dann kann man den Weg der Klage gehen.

        Letztendlich bringt aber auch das für den nötigen Moment keinen Kita-Platz, denn an den Belegungszahlen der Kitas ändert sich ja nichts.

        Sch**ß Situation 😔

        Das dauerte uns zu lange. Wir haben selbst weiter gesucht und rum telefoniert. Müssen jetzt 15 Kilometer in eine andere Gemeinde fahren.
        Aber das hätte auch das Ergebnis einer Klage sein können.
        Es nervt mich nur, dass ich hier mehr bezahlen muss als in unserer Stadt.

        • (4) 25.04.19 - 13:50

          Die Mehrkosten kannst du als besondere Härte mal der Stadt mitteilen, dann könnten die Kosten übernommen werden.

          • (5) 25.04.19 - 21:19

            Okay. Dann werde ich die Dame dort mal kontaktieren, ob die Möglichkeit besteht.
            Der doofe Sprit kommt ja auch dazu.

            • Habe auch schon meinen Arbeitgeber gefragt, aber damit bin ich wohl die erste die gefragt hat nach einem Betreuungszuschusss. Man wollte sich kundig machen und warte noch auf eine Antwort.

      Es gibt wohl schon einen Fall, nach dem 3,5km bzw. 30 min mit den öffis zumutbar sind.
      Wir hatten vor, dass mein Mann zu Hause bleibt und wir den Verdienstausfall einklagen. Natürlich erst nach Bedarfsmeldung beim Amt für Familie und Soziales.

      (8) 25.04.19 - 13:55

      Wir haben den Bedarf bei der Stadt angemeldet und parallel weiter gesucht. Nächste Woche habe ich noch einen Termin beim Sachbearbeiter und wir klären, inwieweit die Kosten vorm 1. Geburtstag übernommen werden, da wir einen Platz zum 15.9. bekommen könnten, der Kleine aber ein Dezemberkind ist.
      Bei mir steht die Entfristung in Frage, daher kann ich die EZ nicht verlängern.

      Wir hatten letztes Jahr keinen städtischen Kindergartenplatz für unseren 3-jährigen bekommen, weil ich noch in EZ vom kleineren Bruder und obendrein erneut schwanger war. Bzw. bekommen hätten wir schon einen Platz (war zugesagt), aber durch vorher genannte Gründe nahmen sie ihn uns wieder weg 🤬. Eine Beschwerde brachte nichts.
      Jetzt geht er in einen privaten Kindergarten. Dem Träger ist es egal, ob ich arbeite oder nicht 👍, so lange sie pünktlich ihr Geld bekommen 😜.

      Das zuständige Referat wäre uns schon behilflich gewesen bei der Suche, aber wir hatten keinen Bock ggf. quer durch die Stadt fahren zu müssen, wenn ein städtischer Kiga direkt gegenüber ist (das war der, der uns den zugesagten Platz wieder weggenommen hatte).

      ICH würde immer zusätzlich gucken. Eine Klage dauert.

      Wir haben dieses Jahr auch keinen Platz bekommen. Ich habe vor der Platzvergabe (die lief von 18.02 bis 31.03) schon Härtefallbedarf beim Jugendamt angemeldet, weil ich in der Ausbildung bin und unbedingt meinen Sohn irgendwo betreuen lassen muss. Und das leider auch 9 Stunden am Tag, das bieten die meisten Tagesmütter hier nicht an.
      Dann war klar, wir bekommen keinen Kitaplatz. Ich hab dann meine Dame vom Jugendamt angerufen, die mit mir wegen Tagesmüttern geguckt hat. 3 Möglichkeiten hatten wir sogar. Eine Großtagespflege ist es dann geworden. Anderer Stadtteil, aber nur 10 Minuten Fahrt und auf dem Arbeitsweg meines Mannes. (Allerdings fängt mein Mann früher an zu arbeiten, als die Tagespflege öffnet, aber das regeln wir schon irgendwie).
      Für nächstes Jahr haben wir gute Chancen auf einen Kitaplatz, allerdings nicht in der Wunschkita. Da steht mein Sohn auf Platz 15 der Warteliste. Bei der Kita direkt gegenüber von unserem Haus auf Platz 2.

      Hätte es bei keiner Tagesmutter geklappt (wegen dem Bedarf von 44 Stunden/Woche) hätte ich ohne zu zögern geklagt.

      Problem an der Sache ist nur, dass man dafür ja schriftliche Absagen braucht. Da kam eine jetzt Ende April. Bis man dann also was in trockenen Tüchern hätte, ist es schon fast zu spät.

      Oh super, hier sind ja einige Antworten zusammengekommen! 🙂

      Ja, also bei uns sucht die Stadt auch weiter und sagte uns, dass es auch sein kann, dass wir nix bekommen.

      Nun klagen wir und suchen dazu selber weiter. Es gibt aber wohl auch ein Eilverfahren. Na ja, mal abwarten, was kommt.

      Die privaten Kitas sind uns leider zu teuer.
      Hab auch schon überlegt, eine Elterninitiative zu gründen, aber das ist ganz schön viel Arbeit! 😅

      Hallo, eine Freundin aus Leipzig hat es eingeklagt, hat natürlich auch Recht bekommen. Genützt hat es am Ende aber auch nichts weil es einfach keinen freien Platz gab. Weder in der Kita noch bei einer Tagesmutter. Sie hat dann nach nochmal 3 Monaten warten einen Platz bekommen.

    Hier bei uns fehlen derzeit 50 KiGa Plätze. Auch unsere Tochter hat keinen bekommen.
    Viele vollen hier ne Sammelklage machen.
    Ich halte mich da raus. Die Gemeinde ist dabei einen komplett neuen Standort zu errichten und zwei Kindergärten zu erweitern. Sie kümmern sich aber es geht halt nicht von heute auf morgen.
    Wir haben das Glück das wir ein Spielkreis Angebot bisher schon drei Tage vormittags genutzt haben was wir noch ein Jahr nutzen können und weil wir keinen Platz haben und ich arbeite können wir das jetzt sogar an 5 Vormittagen nutzen und sollte ein Platz frei werden kann sie wechseln.
    Ich habe lange mit der Leiterin telefoniert und sie hat echt Probleme. Sie würde gerne alle nehmen aber es geht nicht und dann entscheiden wer bekommt einen Platz und wer nicht ist nicht leicht. Wir haben mit ihr zusammen die Lösung gefunden so konnte ein Kind welches zu alt für den Spielkreis ist einen Platz bekommen.
    Klar hätte ich gerne den Platz für unsere Kleine gehabt aber dann hätte daß andere Kind zuhause bleiben müssen ohne irgendwas. Das fände ich nicht gut.
    Die Leiterin war seht froh das wir offen geredet haben. Sie hatte auch viele Eltern die nicht so viel Verständnis hatten. Und ich muss sagen sie gibt sich wirklich Mühe.

    • (15) 27.04.19 - 00:41

      "Sie hatte auch viele Eltern die nicht so viel Verständnis hatten. "

      Na ja, es ist schwer Verständnis zu haben, wenn Job und Finanzen auf dem Spiel stehen.

      Wir kämen auch mit einer Spielgruppe an ein paar Vormittagen nicht klar. Und so wird es vielen gehen.

      VG Isa

      • (16) 27.04.19 - 22:25

        Aber wenn sie nur 50 Plätze hat und 70 Anmeldungen muss sie welchen absagen.
        Und unsere Spielgruppe ist für unsere Tochter jetzt fünf Tage in der Woche von 8 bis 12. Das ist die gleiche Zeit wie Kindergarten.
        Ich gehe auch arbeiten und mein Mann auch, wir haben vor drei Jahren ein Haus gekauft und renovieren noch. Also bin ich auch darauf angewiesen außerdem braucht unsere Tochter es für ihre Entwicklung. Nur Mama ist langweilig, da kann ich lesen, basteln, spielen und machen was ich will.
        Aber die Leiterin kann sich keine Kindergarten Plätze aus den Rippen schneiden. Sie macht was sie kann und alle irgendwie zu versorgen.
        Es sind alleine im letzten Jahr 30 Kinder in der Gemeinde zugezogen im Kindergarten alter. Mit sowas kann der Kindergarten nicht planen und die Gemeinde auch nicht.
        Ich finde da sollte man schon Verständnis haben und auch Respekt vor einer Kindergarten Leiterin die alle anruft, Möglichkeiten bespricht und sich kümmert das alle die sich anmelden möglichst eine Lösung finden und wenn nicht mit dem Wunschplatz aber mit einer Übergangslösung das niemand die Existenz verliert. Sie könnte auch ne Absage schicken und alles andere wäre nicht mehr ihr Problem.

Hallo,

wir haben auch geklagt und werden jetzt erneut klagen, da wir ab Sommer keinen Platz haben. Es ist ein Trauerspiel und kostet enorm viele Nerven. Wie werden auch den Verdienstausfall einklagen. Dazu habe ich aber noch keine Erfahrungen.
Wenn du von der privaten Kita einen Platz bekommen würdest, kannst du auch die Mehrkosten einklagen, wenn dir das Jugendamt keinen Platz anbieten kann.

Liebe Grüße und viel Kraft #winke

Manja

  • Oh nein! Das ist ja furchtbar ärgerlich! Aber wieso müsst ihr zweimal für einen Platz klagen? Gab es denn trotzdem keinen?

    • Ich habe es gewagt mehrere Kinder in die Welt zu setzen, die jeweils einen Kita Platz benötigen. Für die Größere haben wir also die Klage schon durch, zumindestens das Eilverfahren. Aber auch hier gilt Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Dinge. Also trotz Beschluss des Gerichts haben wir keinen zumutbaren Kitaplatz. Und nun wird meine Jüngste 3. Damit endet die Betreuung der Tagesmutter bei uns hier. Und obwohl die Gemeinde dies schon 2,5 Jahre weiß, dass meine Tochter 3 wird und damit einen Kitaplatz braucht, ist sie nicht in der Lage ausreichend Kitaplätze zu schaffen. Damit kann einer von uns ab Sommer nicht mehr arbeiten gehen und damit müssen wir den Verdienstausfall einklagen. #zitter:-(#heul
      Trotzdem würde ich immer wieder klagen auch wenn es wirklich Nerven raubt. Denn wenn alle die Situation hin nehmen, dann wird sich nichts ändern.

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