Eigene Kind bei Besuch unverschämt und überdreht.Was tun?

    • (1) 25.04.19 - 21:13

      Hallo zusammen!

      Folgendes Verhalten meiner sechsjährigen Tochter stört mich sehr:
      Sobald sie Besuch von Freunden hat, benimmt sie sich wie ein anderer Mensch. Sie ist mir gegenüber respektlos, hält sich nicht an Regeln und ist total überdreht. Sie ist normalerweise ein sehr vernünftiges, liebes Kind. Aber wenn jemand da ist, möchte Sie "cool" sein und schießt über Grenzen hinaus. Versteht mich bitte nicht falsch, mir ist völlig bewusst, dass Kinder auch mal Quatsch machen und ich drücke bei Besuch wirklich schon beide Augen zu und lasse viel mehr durchgehen als ich es normalerweise tun würde. Aber irgendwann ist es eben auch mal genug und meine persönliche Grenze ist erreicht. Aber auch wenn ich ganz klar und deutlich sage, dass jetzt genug ist, hört sie nicht auf. Nach jedem Besuch setze ich mich mit ihr hin und erkläre ihr, dass mich so ein Verhalten verletzt und auch stört. Jedesmal verspricht Sie es nicht mehr zu machen, aber sobald wieder Besuch da ist (das kann bereits am nächsten Tag der Fall sein) fällt Sie wieder in das selbe Muster.

      Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Wie geht ihr damit um? Gibt es dann irgendwelche Konsequenzen und wenn ja dann welche?

      • Auf die Antworten bin ich gespannt. Hier ist es das Gleiche in Grün. Ich habe sogar mal einen Besuch deswegen ausfallen lassen, weil sie sich beim letzten Besuch so benommen hat. Dreimal darfst du raten, was es gebracht hat.Ich fühle also mit dir.

      Hi,
      ich denke im Vornherein den Besuch ausfallen zu lassen tut weniger weh, als ihr wieder eine neue Chance zu geben und wenn das Besuchskind DANN gehen muss, weil sie es vergeigt hat.
      Ich glaube das wird ihr richtig zu denken geben, weil es dann eine Konsequenz ist, die Just in diesem Moment erfolgt und nicht erst „nächstes Mal“.
      Und ja, dann SOLL es weh tun.

      • Daran hatte ich tatsächlich auch schon gedacht. Aber dann denke ich immer, dass ich dadurch auch das Besucherkind bestrafen würde. Aber du hast recht, dass würde sie sicherlich nachdenklich stimmen.

        • Du könntest ihr die Konsequenz vorher einmal ankündigen und ihr sagen, dass sie sich dann auch vor dem Besuchskind rechtfertigen muss, wenn sie sich nicht an die Abmachung hält, also an eure Familienregeln. Das sollte zusätzlicher Ansporn für die Kleine sein, dass sie nicht in eine unangenehme Situation vor ihrer Freundin kommt.

          • Hm, vielleicht versuche ich das mal. Wenn es Besserung bringt, wäre das natürlich toll. Wobei mir trotzdem noch das Besucherkind leid täte, da dies sich ja auch schon auf die Verabredung gefreut hat. Aber da muss ich wohl in den sauren Apfel beißen.

            • Ich finde die Vorstellung schrecklich, ein anderes Kind rauszuschmeißen, weil mein Kind sich daneben benimmt. Auch wenn dein Kind sich dann rechtfertigen muss, ist es doch auch eine Strafe für das Besuchskind. Dann würde ich von vorneherein keinen Besuch einladen.

        Der Sohn meiner Freundin hatte eine zeitlang auch die Phase, dass er bei Besuch völlig neben der Spur lief und sich auf einmal an die simpelsten Regeln nicht mehr gehalten hat. Meine Tochter hat sehr oft und gerne mit ihm gespielt - und er auch mit ihr. Meine Freundin hat mich dann eingeweiht, dass sie als letzte Konsequenz, wenn ihr Sohn wieder seine "5-Minuten" hat, den Spielbesuch abbricht.
        Das hat sie zwei- oder dreimal so durchziehen müssen, dann hat er es begriffen und sich normal benommen.

        Ich würde auch die eltern des besuchskindes informieren, dass es passieren kann, dass der besuch kurzfristig abgebrochen werden muss und ihr kind nicht zwingend schuld sein muss.

Der Fehler ist das du ihr diese Dinge durchgehen lässt wenn Besuch da ist. Die Regeln sollten immer gleich sein und die Konsequenzen auch.In unsere Haus hat sich Gast an unsere Regeln zu halten funktioniert es nicht wird der Besuch beendet.Was aber nie vorkam ich erkläre unsere Hausregeln und die Konsequenzen Punkt.

  • Dadurch das ich eher eine strenge Mama bin, versuche ich bei Besuch ein Auge zu zudrücken. Sonst würde ich nur noch schimpfen. Zudem habe ich Angst vor den Reaktionen der anderen Eltern. Möchte nicht als Spielverderberin dastehen. Es fällt mir wirklich schwer bei Besuch durchzugreifen, weil ich mir gleichzeitig Gedanken darüber mache, was wohl die Eltern sagen, wenn ich die Kinder maßregel.

    • Also hier gab es nie Probleme eigentlich finden und fanden es immer alle gut vor allem die Eltern. Haben auch öfter Besuch von okökindern die zu Hause Kopf stehen sich aber bei uns prima anpassen gerne kommen und die Eltern finden es klasse das die mL was anderes kennenlernen. Hier gibt es viele Regeln aber kommen tun sie alle gerne. Ausnahmen einige gibt's im Urlaub aber eher die Bettgehzeit Süßigkeiten usw schlechtes Benehmen wird generell nicht toleriert möchte ja auch nicht das Kinder sich anders wo schlecht Benehmen.

    Und genau DAS weiß deine Tochter :-). Die beste Gelegenheit also, mal richtig aufzudrehen ;-).

Danke für eure Idee. Genau das werde ich versuchen. Ich führe heute nochmal ein Gespräch mit meiner Tochter. Und erkläre ihr meine Konsequenz fürs nächste mal. Vielleicht wäre es sogar sinnvoll eine Art Zeichen zu vereinbaren sobald es mir zu viel wird, damit sie weiß:"bis hierher und nicht weiter". Die Eltern der Besucherkinder werde ich einweihen damit sie nicht total überrascht sind. Ich hoffe Sie nehmen es mir nicht übel.

Schwierig.

Hast du nicht eine große Cousine oder ältere Tochter von einer Freundin, mit der du "Besuche zu Hause" üben kannst?

Meine Tochter war immer ganz aus dem Häuschen, wenn ihre große Cousine zu Besuch kam und hat auch "hochgedreht" allerdings nie so wie du berichtest. Aber bei dem Besuch, natürlich abgesprochen mit dem Besuch, kann man dann auch verbieten und sofort richtig stellen.

  • Verwandschaft haben wir hier leider keine... Große Schwester einer Freundin eher auch nicht.
    Wir bekommen heute tatsächlich wieder Besuch und habe es der mama erklärt. Sie ist damit einverstanden. Unserer Tochter ist ja zum Glück nicht die ganze Zeit so, habe das Gefühl sobald ein Punkt erreich wurde, geht es los. Und dann kann sie sich nicht mehr stoppen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur etwas empfindlich. Für mich sind Verhaltensweisen, um die Mama extra zu provozieren, ein no go. Andere hätten damit vielleicht kein Problem damit. Deswegen bin ich da dann auch etwas in Zwiespalt.

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