Spielbesuch - immer explosive Stimmung

    • (1) 26.04.19 - 16:05

      Hallo.

      Vielleicht kennt der Eine oder Andere meine gelegentlichen Beiträge zu meinen bei High-End Kindern, den Terrorschwestern im Alter von 3 und knapp 6.

      Eigentlich findet jeder meine Kinder süß und toll. Sind sie ja auch, süß, blitzgescheit und gerade aufgrund ihrer Plapperitis gepaart mit nicht vorhandener Scheu anderen ggü sind so viele Eltern total verzückt von Ihnen.

      Ich leider nicht. Bei der Großen ist natürlich regelmäßig Spielbesuch angesagt. Untereinander sind die Schwestern ja sowieso kaum zu bändigen, ist Besuch da, muss ich eigentlich permanent dabei sitzen, bzw die Kleine nahezu gewaltsam fernhalten, weil es einfach bei jedem Spielbesuch unabhängig vom Besucherkind permanent total eskaliert. Und das auf einem nicht tolerierbaren Niveau, weil die Schwestern untereinander dermaßen ausrasten und sich dann auch ggs verletzen. Jeweils in die eigenen Zimmer stecken wird natürlich nicht beachtet. Also muss ich die Kleine unter ärgstem Protest mit hinunter zu mir schleppen. Danach dauert es selten lange und das Besuchskind wendet sich hilfesuchend an mich, weil meine große Tochter andauernd bestimmen möchte was gespielt wird. Möchte das Besucherkind das nicht, wird das Besucherkind auch daran gehindert, selbst etwas zu spielen. Es hat nach der Nase meiner Tochter zu laufen.

      Wer meine bisherigen Berichte kennt, wird meinen Frust nachvollziehen können, wer es nicht kennt, möge es bitte verstehen, auch ich liebe natürlich meine Kinder, aber ES NERVT MICH SO UNENDLICH! Nichts, aber auch wirklich gar nichts klappt unkompliziert mit diesen Kindern. Immer muss ich voll dabei sein. Egal wann, egal wo. Wo alle anderen Kinder auf was weiß ich noch alles für Veranstaltungen ziehen gelassen werden, während die Eltern sich unterhalten, etwas trinken, gelegentlich mal angesprochen werden, muss ich immer andauernd bei den Kindern sein, weil meine Kinder ständig brutal überdrehen, sich in Gefahr bringen, sich brutalst streiten, sodass die Nachbarstadt noch das Eskalationsgekreische meiner Kleinen hört... Und NEIN, ich helikoptere nicht. Ist mein Mann dabei, schreitet er genauso ein, obwohl er viel laufen lässt. Es ist so frustrierend. Immer bin ich oder sind wir als Eltern die komplett gelackmeierten. Es macht keinen Spaß.

      Sorry, ich bin abgedriftet. Zurück zum Spielbesuch. Ist meine Groß mal auswärts, wird mir stets zurück gemeldet, wie toll doch alles läuft. Man merke die Mädels gar nicht. Auch wollen Besuchskinder immer wieder zu uns, obwohl ja auch die Besuchskinder dann hier oft Frust erleben, weil meine Große sie anzickt.

      Was kann ich denn nur machen? Im Garten ist es nicht nennenswert entspannter. Ich kann nicht immernur meine Tochter auswärts verabreden und mich so durchschmarotzen. Aber auf diese Dauermoderation hier zu Hause habe ich so unglaublich keine Lust mehr. Irgendwann muss diese endlos anstrengende Zeit doch mal aufhören. Würden hier die Spielbesuche auch zumindest überwiegend nebenher laufen, kein Problem, aber sie tun es ja nicht. Am liebsten würde ich gar keine Besuche mehr erlauben.

      Versucht habe ich auch schon alles, vorher reden, nachher reden, Besuch abbrechen, eine zeitlang keine Besuche, aber es ist und bleibt immer das gleiche Drama.

      Hat Jemand die gleichen Probleme?

      • Hey, ich würde mit Besucherkindern zum Spielplatz gehen oder in einen Park oder sie eben woanders spielen lassen, das ganze nicht öfter als 2x im Monat. Unter DEN Voraussetzungen wäre die vorerst letzte Verabredung bei uns im Haus längst gewesen. Sowas würde ich mir nicht antun und den Kindern auch genau erklären, warum.
        Hast du mal an Familienberatung/Erziehungsberatung etc. gedacht? Das geht ja auf keine Kuhhaut, was da bei euch manchmal los ist ;-).
        VG

        • Ach du, ich habe alles durch. Erziehungsbersatungen wsren lachhaft, die Tipps könntest du in der Pfeiffe rauchen.

          Wir sind seit über einem Jahr in einer Kinder- und Jugendpsychiatriepraxis. Diagnose immer, ganz normale Kinder im Sinne von keinen wirklichen Diagnosen. Die Therapeutin sieht aber auch, dass das brisante eben ist, dass zum eine die Kleine eine wahnsinnig niedrige Frustrationstoleranz und einen Wahnsinns ausgeprägten Willen hat, zum anderen die Große durch ADHS Tendenzen zeigt, was aber bislang nicht derart relevant ist, das medikamentös behandelt werden muss.

          Ich habe an coachings teilgenommen, die Therapeutin hier den Alltag begutachtet usw alles mit dem Fazit, dass meine Linie vollkommen ok ist, die ich hier fahre. Und was soll man da mehr tun? Ohne Not die Kinder medikamentös ruhigstellen? Sie sind halt an der oberen Skala von anstrengend aber normal. Ich bin auch an der normalen Skala und naturgemäß echt an der Grenze des leistbaren angelangt, aber auch da, was soll man tun? Da müssen wir alle irgendwie durch, denn mal 3 Monate hier ausklinken wird nicht gehen.

          • Erst einmal: I feel you! Ich habe auch ein kompliziertes Kind und das kann einen in den Wahnsinn treiben. Zum Glück ist mein zweites Kind super pflegeleicht. Erst einmal Hut ab, dass du den Alltag mit zwei solchen Exemplaren meisterst!
            Zwei Tipps habe ich, die mir teilweise geholfen haben. Ich kann dir nicht versprechen, dass sie nicht in die Fraktion "Kann man in der Pfeife rauchen" gehören.
            Mit meinem komplizierten Kind habe ich ein Ruheritual eingeführt, eine Art Kindermeditation für so 10 Sekunden, die ich anfange, wenn er überdreht. Klappt definitiv nicht immer, hilft aber manchmal. Der zweite Tipp ist, setze dir sehr explizite Ziele vorher mit deinen Kindern, keine zu großen. Diese Verhaltensziele sollten so genau wie möglich formuliert sein. Wenn sie jetzt zum Beispiel ihre Freundin anschreit, weil die nicht das Gleiche spielen möchte wie sie. (oder was auch immer sie dann tut) Dann ist das Ziel für den Besuch nur, dass sie genau in dieser Situation nicht schreit. Wenn sie dann schreit, weil die Freundin ein Spiel gewinnt, wäre das eine andere Situation. Wenn ein Ziel etabliert ist, nimmst du dir das nächste Ziel vor.

      (6) 26.04.19 - 17:49

      Hallo,
      ich habe 2 Jungs. Ich habe die Verabredungen immer so gelegt, dass ein Kind Besuch hatte und das andere Kind bei seinem Freund verabredet war.

      So konnte ich mich auf ein Kind und seinen Besuch konzentrieren und die Geschwisterrivalität fiel schon mal weg.

      VG
      B

    • Ich kenne dein Problem diese Spielbesuche im Kindergartenalter waren für mich immer ein Horror bei den ersten Kindern habe ich es ertragen inzwischen tue ich mir das nicht mehr an verabredet wird sich hier erst ab Schulalter wenn es läuft . Ich hatte auch immer das Geschwisterproblem sprich ein Kleinkind das ständig mitmischen wollte und auch noch ein Baby bzw. Krabbelkind . Auch sonst war das verabreden schwierig bei uns war es nämlich auch so das mein Kind immer bestimmen wollte und wenn der Freund oder die Freundin nicht so wollte hatte mein Kind schnell keine Lust mehr , die Kinder wussten meist nicht was sie spielen sollten " Mama uns ist langweilig , was sollen wir machen ? " Vorschläge waren nicht von langer Dauer alle paar Minuten wollten sie oder besser gesagt mein Kind etwas anderes #gruebel. Irgendwann ging es dann nach draußen nur im Garten war es auch nicht entspannter da hatten sie genauso schnell fertig . Das Ende vom Lied es wurde raus und rein gelaufen , ich war abwechselnd nur am vermitteln , das Besuchskind am trösten oder bei Laune zu halten , mein anderes Kind versuchen fern zu halten weil drei eins zu viel war und die großen sich gestört fühlten usw. . Für jedes Kind ein Spielpartner lief auch nicht besser dann haben sie zu viert gestritten und sind noch öfter raus und rein gelaufen #augen . Als das zweite mit verabreden anfing war es genauso schwierig dann hatte ich hier teilweise schon einen Schulkind sitzen das Hausaufgaben erledigen sollte und wie es so ist waren die Hausaufgaben an diesem Tag natürlich besonders schleppend oder mein ältestes Kind wollte selber zu einer Verabredung gebracht werden hieß für mich dann die ganze Bagage inkl. Besuchskind musste mit zum wegbringen . Davon abgesehen das dieses Verabreden für mich immer sehr anstrengend war weil ich so viel gefordert war fand ich es furchtbar so ans Haus gefesselt zu sein . Ab 3/4 Klasse kann man die Kinder immerhin auch mal ein paar Minuten alleine zu Hause lassen (vorher würde ich das mit fremden Kinder für die ich die Verantwortung habe nie machen ) und sie fordern auch nicht mehr so sehr das ist deutlich entspannter .

      Ich kenne es nicht in dem Ausmaß. Nur das mit dem 3jährigen Geschwisterkind dass ich immer fernhalten muss.

      Hast du denn eine Mutter bei der deine Tochter regelmäßig zu Besuch ist, die du mal fragen kannst wie spielen dort abläuft? Wie viel sie dabei ist, wenn dein Kind dort zu Besuch ist? Und ich würde meiner Tochter auf jeden Fall eine klare Ansage machen, dass wenn sie nachdem du die kleine rausgenommen hast mit ihrem Spielbesuch nur streitet, ihr mal x Wochen oder Tage alle spielbesuche absagt. Egal ob sie irgendwo hingeht oder jemand zu euch kommen soll.

      (9) 26.04.19 - 20:28

      Ich würde tatsächlich für ein Weilchen keine Besuche mehr dulden. Und ihnen immer wieder erklären warum

      Hallo,
      ganz so schlimm ist es hier zwar nicht,
      aber ich versuche auch immer, das kleinere Kind auch zu verabreden - im Idealfall so, dass ein Kind mit Freundin bei uns ist und das andere auswärts. Zum Glück gibt es Freundinnen mit Geschwistern, bei denen die Eltern das Problem kennen und umgekehrt auch anfragen ;-)

      Außerdem überlege ich mir etwas für das "übrig bleibende" Kind, das attraktiv ist: etwas basteln o.ä. Wenn das sehr attraktiv ist, kläre ich das vorher mit der Großen.

      Und die Große hat dann die klare Anweisung, sich als Gastgeber um ihren Besuch zu kümmern. Der Besuch soll glücklich sein. Dazu gehört, dass sie selbst Essen anbieten darf, das ich vorbereitet habe (Apfel, Weintrauben...). Aber auch, dass sie herausfindet, was das Besuchskind gerne spielen möchte.

      Bei uns hilft es auf jeden Fall, die Gastgeber-Rolle einzunehmen. Auch, die Jacke für das Besuchskind aufzuhängen.

      Viel Erfolg weiterhin!

      (11) 27.04.19 - 09:33

      Ich würde dir auch empfehlen die Verbredungen bei euch erstmal einzustellen. Sprich mit den anderen Eltern, erkläre die Situation.

      Mein Sohn hat einen Freund dessen Mutter derzeit auch keine Verabredungen zuhause zulässt. Der hat auch einen kleinen Bruder und es läuft wohl auch nicht gut dort. Hier (ich habe auch noch ein Kleinkind) ist es aber gar nicht problematisch, der Junge kommt also zu uns ohne Gegeneinladung. Für mich ok denn ich weiß ja warum und hier läuft es mit diesem Jungen (ist fast zwei Jahre älter als meiner) richtig gut. Ich habe auch was davon wenn er hier ist weil er quasi den Großen bespasst.

      Und mehr als ein oder zweimal die Woche wird sich hier nicht verabredet. Jeden Nachmittag brauche ich das auch nicht.

      (12) 27.04.19 - 11:10

      Stecke etwas mehr Zeit in die Planung passender Spielverabredungen und verabrede Dein zweites Kind beim anderen Kind. -- mal so rum, - mal andersrum.

      Ich versuche das so oft wie möglich hinzukriegen: entweder 4 hier -- oder jeweils ein Kind wo anders. ---

      Dein grundsätzliches Problem ist es, dass du nicht streng genug durchgreifst, wenn dann doch mal ein Besuch da ist. -- das zweite Kind macht dann etwas mit Dir, -- oder spielt in seinem Zimmer... -- wenn die großen nicht wollen, dass Mini mitmischt, dann musst du strenger durchgreifen, dass mini die großen eben in Ruhe lässt. heisst: ich sorge dafür, dass Mini mit mir oder etwas anderem abseits der großen beschäftigt ist.

      (13) 29.04.19 - 08:35

      Hallo,

      auch wenn du das vermutlich nicht hören möchtest.
      Dein Kind ist 6 Jahre alt und nicht 2.

      Bei mir würde sie weder andere besuchen (fehlende Abwechslung bei den Besuchen), noch Besuch bekommen, fertig.
      Gleiches gilt für die kleine Schwester, da kann sie es gleich mit lernen.

      Sorry, High-End Kinder, was ist das wieder für ein Modebegriff ?

      Kommt die Große zur Schule ?? Dann viel Spaß und mein Mitleid für Lehrer und Mitschüler.

      LG
      Tanja

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