Warum Krippe?

    • (1) 17.05.19 - 13:10

      Ist das der neuste Trend?
      Sobald das Kind 1Jahr alt ist, ist ihm zu Hause langweilig und braucht unbedingt andere Kinder zum spielen... Glauben die Eltern das wirklich?
      Jetzt mal ehrlich, Kinder fangen ca. ab dem 3 Lebensjahr an mit anderen zu spielen. Alles vorher ist meist ein "jeder spielt für sich" an einem gleichen Platz.
      Und das schlimmste überhaupt, meistens werden die Krippenplätze von Eltern belegt, wo ein Elternteil daheim ist!
      Ich mein natürlich gibt es einen geringen Teil der dies nutzen muss, okay. Aber liebe Mamis wenn ihr doch daheim sind, warum lasst ihr eure kleinen nicht bei euch???
      Oder wenn Omas da sind, glaubt mir alles ist besser als Krippe! Die kann noch so gut sein aber die Nähe die die Kinder brauchen, bekommen sie nicht wie daheim.
      Und denkt doch an die Eltern die einen Platz brauchen und ihn nicht bekommen, weil ihr ihn belegt.
      Wenn ich höre das alle Muttis zum Muttertag in die Krippe zum frühstücken kommen können, weil daheim, da werd ich sauer. Und all diese Muttis glaubt ihr eurem Kind entgeht etwas? Glaubt ihr euer Kind lernt dadurch mehr als daheim in einer 1zu1 Betreuung? Glaubt ihr eure Kind ist wirklich dort besser aufgehoben, als bei euch? Glaubt ihr eure Kind ist dort glücklicher? Ich verstehe diesen Trend wirklich nicht.
      Natürlich gibt es Mamis die keine Wahl haben, aber wenn es doch machbar ist, warum dann die Krippe?

      • (2) 17.05.19 - 13:26

        Leben und leben lassen. Nicht jede Frau ist ne Vollblutmutti und ja: vielleicht lernen deren kinder in der Krippe mehr, als daheim.

        • Wenn man aber in der Rubrik "baby" liest, ist von Stillen und sogar Langzeitstellen, bedürnisorientierten Erziehung, Tragemamas, Familienbett die Rede.
          Da wird sich bis zum Umfallen aufgeopfert und ab dem ersten Geburtstag heißt es: Tschüss mein Schatz, Mami holt Dich dann um 17;00 Uhr wieder ab.
          Das widerspricht sich auffällig wie ich finde.

          • (4) 18.05.19 - 10:12

            Fuer mich nicht. Da mein Kind daheim sehr viel Naehe erfaehrt, kann es sehr gut in eine sehr gute kleine private Krippe gehen und sich da auch gut zurecht finden .
            Ja wir haben Langfestgestellt und ein Familienbett.

        • (6) 18.05.19 - 20:20

          Bedürfnisorientiert meint auch die Bedürfnisse der Eltern! Und wie viele Kinder sind bis 17 Uhr in der Krippe? Hier (Großstadt) werden die allermeisten deutlich vor 16 Uhr (meist 14, spätestens 15 Uhr) abgeholt. Dieses zuspitzen und übertreiben ist der Sache nicht dienlich

        • Nö das funktioniert super parallel. Warum muss sich das eine mit dem anderen widersprechen?

          Mein Großer ist 3 Jahren und fast 2 Monate. Er wurde vor einer Woche abgestillt. Ergo bin ich langzeitstillend. Ich hab ihn bis er 2 war regelmäßig getragen, Familienbett ist immer noch aktiv, bedürfnisorientiert Erziehen bedeutet nicht nur die Bedürfnisse des Kindes wahrzunehmen sondern auch eigene. Mein Bedürfnis war es immer zu arbeiten und Familie zu haben. Nebenbei wollt ich nie das mein Kind Armut und sorgen haben muss, ergo kann ich nicht länger daheim bleiben als Elterngeld fließt. Es gibt Eltern die sind 24 Stunden daheim, aber nur körperlich anwesend und beschäftigen sich kaum mit ihren Kindern. Es kommt nur auf die effektiv genutzte Zeit an... Qualität nicht Quantität! Und zufriedene Eltern können gute Eltern sein. Eltern können aber nicht zufrieden sein, wenn ein Einkommen nicht reicht zum Leben, wenn man permanent Geldsorgen hat und nicht weis wovon man das essen bezahlen soll.

          (8) 18.05.19 - 22:19

          Für mich hat Stillen, Tragen und Familienbett absolut NICHTS mit aufopfern zu tun. Warum siehst du es als Opfer an, wenn eine Mutter sich um ihr Kind kümmert? Die allermeisten Mütter wollten doch gerne ein Kind haben.. #gruebel

          Denke zum großen Teil ist das der Emanzipation geschuldet. Es wird erwartet und finanziell eingeplant, dass Frau arbeiten geht, also ein finanzieller und psychischer Druck.

          Es gibt Frauen, die das gar nicht hinterfragen und einfach so mitspielen "Wird schon seine Richtigkeit haben, machen ja alle so" und Frauen, die haben kaum eine andere Wahl. Da gibt es dann auch die, die die Verantwortung übernehmen (es geht nicht anders zurzeit, das weiß ich und versuche es auszugleichen, so gut es eben geht) und solche, die sich das schönreden und sich vor der Verantwortung drücken (andere Kinder zum Spielen sind wichtig, das Kind muss sich ja schonmal an so Einrichtungen gewöhnen, dort bekommt es viel mehr geboten als zuhause etc.)

          Die Wissenschaft zeigt: Unter 3 Jahren ist es fast NUR vorteilhaft für Kinder, die Zuhause zu wenig Betreuung oder Gewalt erfahren und auch dann NUR, wenn die Kita besondere Standards aufweist, welche in Deutschland etwa 10% der Einrichtungen erfüllen. Also ist es äußerst selten für das Kind sinnvoll.

    (11) 17.05.19 - 13:26

    Weil es den unsäglichen Rechtsanspruch ab einem Jahr gibt! Ich persönlich bin auch gegen die Krippe, es sei denn es handelt sich um Härtefälle wie z.B. alleinerziehend, oder um Kinder aus schlechtem sozialem Milieu, die kein schönes zu Hause haben.
    Grundsätzlich finde ich, dass mal die ersten 3 Jahre als Mutter beim Kind bleiben sollte, aber mit der Meinung bin ich wohl relativ allein 🤷🏻‍♀️

    • (12) 17.05.19 - 13:40

      Das ganze finanziert sich dann wie..?

      Ich wäre gern länger als 1 Jahr mit meinem Sohn daheim geblieben..
      aber nach einem Jahr Elterngeld war Schluss... und nur von einem Gehalt +1x Kindergeld ist das Leben eben nicht bezahlt! Und nein wir leben nicht im puren Luxus...aber schon so, dass wir eben mal spontan in den Urlaub fahren können oder uns was leisten können ohne zu schauen ob es diesen Monat drin ist. Gehen wir beide arbeiten, haben wir genug Geld um auch zu sparen, geht nur einer arbeiten bleibt zum weglegen nicht mehr viel über... und wir verdienen beide gutes Geld.

      Deswegen geht es unserem Kind mit Sicherheit nicht schlecht, weil er nicht bis 3 mit Mama daheim war...in der Krippe lernen sie so viel, was man daheim nicht immer alles umsetzen kann und grad in den ersten drei Jahren lernen sie doch am meisten und von den anderen, größeren...

      • (13) 17.05.19 - 13:48

        Das Finanzierungsproblem ist mir nicht entgangen. Der Rest ist Nonsens. Ein Kind verblödet nicht, weil es 3 Jahre bei der Mutter zu Hause bleibt. Im Gegenteil, es baut eine viel stärkere Bindung zur Mutter auf. Und kein Kind braucht die Krippe!!! Nur für ganz wenige ist die Krippe besser als zu Hause, aber nur für diejenigen, die zu Hause vernachlässigt werden. Die restlichen Kinder müssen sich einfach in ihr Schicksal fügen!

        • Es soll auch Mütter geben, die einfach gerne arbeiten.
          Manche Mütter brauchen auch einfach die Wertschätzung, die man für gute Arbeit bekommt, reden gerne mit Erwachsenen auf fachlicher Ebene, etc.

          Jeder soll so leben, wie er will. Aber jede Mutter ZWINGEN, die ersten 3 Jahre (pro Kind!) daheim zu bleiben... Zum Glück überlässt die Politik der Mutter diese Entscheidung!

          • Manche Mütter brauchen die Wertschätzung von aussen?

            Haben sie denn so ein mickriges Ego, das sie es so nötig haben?
            Ein Kind, dem man Wurzeln gibt damit es einmal gestärkt in die Welt ziehen kann, bringt das nicht?

            Seltsame Wertvorstellungen...

            Ich habe nicht's gegen die Krippe, aber den Grund damit mein sein Ego puschen kann, finde ich etwas fragwürdig.

            • Billige Suggestivfrage.

              ebenso billig zurück: Darf eine Frau denn ausschließlich als Mutter Wertschätzung erfahren? Väter dürfen aber auch in anderen Bereichen stolz auf ihre Erfolge sein?

              Nicht dein ernst, oder?

              Ja, nicht jeder hat einen erfüllenden Beruf, leider. Dennoch gibt es genug Berufe, die Sinn stiften und die Welt jeden Tag ein kleines bisschen voran bringen. Es ist schön, ehrliche Wertschätzung für gute Arbeit zu bekommen.

              Menschen(!) suchen Wertschätzung und Sinn auf vielen Ebenen. Man könnte auch die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft sehen, dass man seine Ausbildungskosten (die er Staat vorausstreckt), mithilfe seines erlernten Berufes/Studiums wieder an Steuern erwirtschaftet. So ein Medizinstudium kostet den Staat über 200 000€. Ich als Steuerzahlerin würde es auch befürworten, wenn mich Ärztinnen nach ihrer Elternzeit wieder behandeln...

        (17) 17.05.19 - 17:03

        Das beantwortet immernoch nicht die Frage wie es sich finanziert...!!!

        Udn glaub mir, trotz dass mein Sohn mit 1 Jahr in die Krippe kam, haben wir ein sehr sehr gutes und inniges Verhältnis...ebenso der Papa...

        (18) 17.05.19 - 19:02

        Wovon lebst du wenn ich fragen darf?Vom Staat? Vom Mann?

        Wir sind nämlich auch solche Rabeneltern, die ihre Kinder in die Krippe gesteckt haben um zu arbeiten.
        Meine Kinder gingen gerne hin, aber das rede ich Rabenmutti mir bestimmt ein.
        Wir fahren auch in den Urlaub und du glaubst kaum wie sehr sich meine Töchter jedesmal drauf freuen.
        Wir arbeiten nicht 24 Stunden am Tag. Wir sind auch zu Hause. Wir kuscheln, quatschen, haben Spass. Und wir reden was wir so erlebt haben am Tag.
        Ob du der Meinung bist, dass ich keine gute Bindung zu meinen Kindern hab kümmert mich wenig. Ich finde es dreist Mütter, die arbeiten anzuprangern ohne die Familien zu kennen. Ein Kind braucht Liebe und Zuneigung, aber Kinder kosten auch Geld.
        Als ich Kind war, war ging es noch, dass mein Vater mit seinem Gehalt die gesamte Familie ernähren konnte. Heute ist das in den meisten Fällen nicht mehr möglich.
        Sollen diese Familien kinderlos bleiben? Dann haben wir bald niemanden mehr, der künftig in die Staatskasse einzahlt.
        Meine Kinder sind 4 und 8.
        Sie wissen warum wir nicht rund um die Uhr da sind. Sie wissen, dass das Leben Geld kostet.
        Deswegen sind Eltern, die arbeiten nicht schlechter als welche, die es nicht tun.

        Du meinst meine Kinder müssen sich ihrem Schicksal fügen?
        Wer muss das nicht? Ich, du, wir alle.

        • (19) 18.05.19 - 09:23

          Die ersten 3 Jahre war ich zu Hause und ja, habe „von meinem Mann“ gelebt. Mittlerweile gehe ich Vollzeit arbeiten. Mein Kind ist jetzt kein Kleinkind mehr.

          • und wenn das Kind 3 Jahre alt und kein Kleinkind mehr ist schadet "Fremdbetreuung" weniger? Mal davon ab ob es soweit ist oder nicht?
            You made my day #rofl

            • Ich würde dir gerne mehr als einen Stern geben, geht aber leider nicht 😉👍

              Ab 3 scheint es plötzlich für kein Kind mehr schlimm zu sein, auf einmal im KiGa eingewöhnt zu werden, plötzlich an 5 Vormittagen die Woche ohne Mama zu sein, die doch sonst immer 24 Stunden für es da war usw... Die Kinder sind dann vermutlich von heute auf morgen alt genug, um das alles hundertprozentig zu verstehen 🤷‍♀️

              Mal ganz davon abgesehen, das es so viele Länder und Regionen auf der Welt gibt, und das es auf so viele unterschiedliche Arten und Weisen gelöst wird! Die Menschheit überlebt trotzdem irgendwie, trotz Fremdbetreuung oder Betreuung durch die Familie, ich frage mich, wie das möglich ist!? 🤔

              • (22) 19.05.19 - 15:29

                Und wie "überlebt" sie?
                Geht es ihnen oder der Gesellschaft gut? Sind sie glücklich, empathisch, mitfühlend?
                Helfen sie anderen Mitmenschen, Flüchtlingen? Können sie sich selbst helfen?
                Sind sie auch nur höflich?

                Reicht es dir zu überleben???

                Im übrigen finde ich schon, das es einen Unterschied macht, ob man ein Baby in die Krippe gibt, oder ein 3jähiges Kind, das sich zur Not mitteilen kann.

                Ich habe nichts gegen die Krippe, habe selbst in Einer gearbeitet. Aber als Argument "es schadet schon nix" oder ähnliches zu bringen, finde ich reichlich unreflektiert.

                • (23) 19.05.19 - 16:03

                  Ich persönlich gebe ja auch kein Baby in die Krippe, sondern ein Kleinkind. Und nein, bisher hat es keinem geschadet, den ich kenne 🤷‍♀️

                  Ich kenne Kinder, die mit einem Jahr in die KiTa kamen, und liebevolle, empathische und sehr umgängliche kleine Menschen sind. Weiterhin kenne ich Kinder, die bis ins Vorschulalter zu Hause von Mama betreut wurden, da sie als Hausfrau genug Zeit hatte, und diesen Kindern mangelt es an Sozialverhalten und Benehmen. Sie durften zu Hause halt alles und haben nicht gelernt mit Fremden zu teilen. Sie sind in meinen Augen recht verzogen. Meine Bekannte hält aber daran fest, das es ja so liebe Engel sind, die halt ein bisschen einen Dickkopf haben (O-Ton) 😏
                  Das sind nur Einzelfälle, ich weiß. Aber mit "die Menschheit überlebt auch so", meinte ich, das es viele Länder gibt, in denen frühe Fremdbetreuung Gang und Gäbe ist, und das diese Menschen wohl kaum alle rückständig sind (Beispiel Frankreich).
                  Und mal ehrlich: wenn ein Kind nicht vermag, sich oder anderen zu helfen, Flüchtlingen positiv entgegen zu treten und höflich zu sein, dann wird das wohl kaum an einer U-3 Betreuung liegen, sondern vielmehr daran, das es diese Eigenschaften zu Hause nicht vermittelt bekommt! Von Eltern, die diese Eigenschaft wohlmöglich selber nicht besitzen.
                  In der KiTa, in die meine Tochter mit einem Jahr kommen wird, sind von neun Kindern aktuell zwei schwarze Kinder und ein syrisches Kind, wo sollte meinte Tochter also besser lernen mit Menschen anderer Hautfarbe etc. umzugehen, als dort? 🤔

                  • (24) 21.05.19 - 22:57

                    "wo sollte meinte Tochter also besser lernen mit Menschen anderer Hautfarbe etc. umzugehen, als dort? 🤔"

                    zum Beispiel in einer der Familien die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, die in die Familien hineingehen, sie WIRKLICH willkommen heißen, ihnen helfen im Alltag hier zurecht zu kommen. Integration und Willkommenskultur heißt mehr als die Kinder miteinander spielen zu lassen.

                    • (25) 22.05.19 - 11:25

                      Dann kannst du das ja gerne so handhaben 😊 Aber lass andere Menschen doch mit ihrer Lebensweise glücklich werden!
                      Ich finde es toll, das du dich in der Flüchtlingshilfe so engagierst und deinen Kindern das auch so vermittelst. Weiter so 👍

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