Angst vor der Kita - Ideen?

    • (1) 22.05.19 - 20:30

      Hallo.

      Ich bräuchte mal ein paar Gedanken zu unserer aktuellen Situation.

      Unsere Tochter (2,5 Jahre) geht seit Anfang Januar in den Kindergarten. Der Kindergarten besteht aus ca. 30 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren. Bis letzte Woche war unsere Tochter die Jüngste. Die Personaldecke ist recht dünn, wie wohl in vielen Kitas. Sie geht halbtags von ca 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Die Eingewöhnung war super und ganz kurz. Sie war 2 Tage mit Papa da, danach blieb sie 2 Stunden alleine ohne eine einzige Träne.

      Bis vor ca 2,5 Wochen ging sie gerne in den Kindergarten. Abgeben morgens war nie ein Problem. Sie ging gerne in den Gruppenraum und wenn sie mal etwas zögerlich war wurde sie von einer Erzieherin in Empfang genommen. Ihre Bezugserzieherin ist noch sehr jung und immer sehr nett.

      Vor 2,5 Wochen ist es dann von einem Tag auf den anderen gekippt. Morgens zuhause heißt es seitdem "Nein Kindergarten!!!". Beim abgeben schreit sie wie am Spieß. Kein weinen oder Protest sondern wirklich blanke Panik und Gebrüll. So kennen wir es nur von ihrer Augen OP aus der Klinik. Sie sagt auch "Kinder Angst", was ich vorher so nicht kannte. Das bestätigen auch die Erzieher, dass sie es dort wohl auch sagt. Wir waren jetzt eine Woche im Urlaub, aber auch nach der Pause war es ganz genau so.

      Die Aussage des Kindergartens ist: Das ist normal. Alle Kinder haben dieses Tief. Wir sollen sie schnell abgeben egal wie sie schreit. Sie beruhigt sich schnell wieder. Es hört auch irgendwann wieder auf. Wir haben das bisher 3 Mal so gemacht, sie ist panisch und schreit wie am Spieß. Beruhigt sich aber wohl nach 5 Minuten wieder. Aus unserer Sicht ist das aber absolut keine akzeptabele Lösung. Mein Mann ist jetzt mehrere Tage mit ihr morgens da geblieben. Dann lässt sie sich nach einiger Zeit überzeugen wohl ohne Geschrei dort zu Bleiben.

      Wir hätten gerne ein gemeinsames Konzept wie man damit weiter verfährt. Einfach brüllen lassen bis sie resigniert finde ich kein Konzept. Es nochmal langsam angehen lassen und ggf nochmal ein paar Tage Eingewöhnung wären eigentlich unser Wunsch. Der Kindergarten möchte das allerdings nicht. Schreien lassen und fertig.

      Vorgefallen ist laut Aussage nichts. Und auf die Aussage und auch das offensichtliche, das die Kleine vor irgendetwas Angst hat wird 0 eingegangen.

      Nächste Woche haben wir nochmal einen Gesprächstermin. Ich arbeite Vollzeit und mein Mann übernimmt den Großteil der Kinderbetreuung. Insofern habe ich die Situation erst einmal selbst gesehen.

      Sind wir überbesorgt und können nicht loslassen? Muss ich mein Kind jeden Morgen brüllend mit "Nein. Angst." dort lassen? Das kann in meinen Augen einfach nicht die Lösung sein. Zuhause lassen wäre machbar aber natürlich mit finanziellen Einbußen verbunden. Außerdem finde ich Kontakt zu anderen Kindern wichtig und einen anderen Platz bekämen wir in absehbarer Zeit vermutlich nicht.

      Vielleicht hat jemand eine andere Perspektive für mich. Gefühlt drehen wir uns im Kreis.
      Liebe Grüße

      • (2) 22.05.19 - 20:54

        Ich denke auch das es ein Ereignis gab das deiner Tochter Angst gemacht hat. Das kann etwas total banales sein, das keiner der Erwachsenen als Ereignis angesehen hat, deine Tochter aber mitgenommen hat.
        Unsere Tochter hat leider nie aus dem Kindergarten berichtet. Deswegen kommt zu uns jetzt immer eine Handpuppe (jeden Abend) und der Puppe erzählt sie immer viel vom Kindergarten und was sie so bewegt. Vielleicht ist das auch eine Idee.
        Und dann natürlich einfach zu ihr sagen, dass ihr wisst das sie Angst hat, ihr sie versteht und fragen was ihr Angst macht/wer ihr Angst macht etc. Vielleicht kann sie es dem Papa morgens mal zeigen.
        Meine Tochter hatte mal eine Situation, da wirft sich ihre Schwester auf sie drauf und sie fängt direkt an zu weinen und berichtet von einem jungen der sie auch so geschubst hat. War sehr schlimm für sie. Wir haben dann geübt wie wir uns wehren und ein Rollenspiel gemacht, hat ihr sehr gut getan.
        Außerdem hat meine Tochter einen mitmachen (kleiner Schlüsselanhänger) an ihrem Rucksack, den kann sie bei Bedarf einfach abmachen.

        Ich drücke euch die Daumen dass ihr eine akzeptable Lösung bzw eine Erklärung findet was eurer Tochter Angst macht.
        LG

        • (3) 22.05.19 - 20:55

          Mutmacher sollte das heißen

          (4) 22.05.19 - 21:19

          Vielen Dank für deine Antwort. Sie erzählt schon aus dem Kindergarten, aber bisher habe ich nicht rausgefunden was passiert ist. Heute hat sie mir erzählt, dass sie mit Papa da war und das sie geweint hat. Auf mein warum kam die Antwort "am Stuhl" und danach hat sie sich wieder mit etwas anderem beschäftigt.

          Aus ihrem Verhalten und unseren Beobachtungen haben wir durchaus eine Idee was passiert sein könnte. Unser Problem ist eher wie wir es schaffen das sie wieder Vertrauen in die Kita und die Erzieher hat und sich dort auch wohlfühlt. Zumal die Erzieher bislang nicht wirklich darauf eingehen und eher der Auffassung sind man muss sie halt schreien lassen das gibt sich auch wieder.

          Das mit den Rollenspielen ist eine prima Idee. Das werden wir mal probieren. Vielleicht kann ich sie so bestärken solchen Situationen zukünftig besser zu begegnen.

      (5) 22.05.19 - 21:26

      Hallo, kann dich gut verstehen. Das mit dem schreien lassen und schnell gehen ist meist das konzept vom Kindergarten. Ich bin auch dagegen. Ich finde deine Idee sehr gut einfach wieder eine Art Eingewöhnung zu machen, ihr die Zeit lassen sich wieder wohl zu fühlen, so fühlt sie sich verstanden. Ich würde das Gespräch suchen und da auf meiner Meinung beharren. Ich denke, deine Tochter braucht das jetzt um wieder Sicherheit zu gewinnen.
      Meine zwei waren nie besonders begeistert vom Kindergarten, aber so schlimm wars zun Glück nie. Wenn einer geweint hat, hab ich nochmal geskuschelt und dann erklärt, dass ich jetzt aber gehen muss. Wir haben aber erst mit 2,5 Jahren überhaupt erst mit dem kiga gestartet.
      Jetzt sind sie 6 und zählen die Tage runter wann endlich der Kindergarten aus ist :-( aber sie laufen jeden Morgen rein und ich denke es passt auch so für sie.

      Hallo liebe kitara36,
      ich möchte dir gern aus der Sicht einer Erzieherin berichten. Zum einen bin ich ein wenig schockiert, zum anderen möchte ich aber auch versuchen dich zu beruhigen :)
      Was mich wirklich schockiert ist die Eingewöhnung.
      Nach zwei Tagen hat sich der Papa schon komplett verabschiedet und euer Kind blieb für zwei Stunden alleine im Kindergarten? Das wundert mich wirklich sehr. Nach welchem Konzept bzw. Eingewöhnungsmodell arbeitet dieser Kindergarten? Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich eine Eingewöhnung von 2 Tagen noch nie erlebt habe.
      Das Ganze zieht sich meist über ein paar Wochen, in denen das Kind, zunächst mit einem Elternteil, immer ein paar Minuten länger bleibt, bis sich die Eltern dann zurückziehen, aber immer noch in Reichweite bleiben.
      Ist diese Art der Eingewöhnung in eurem Kindergarten Standard, oder war das bei euch eine Ausnahme, auf Grund von Arbeit oder sonstigem?!

      Abgesehen von der merkwürdigen Situation der Eingewöhnung, kann ich nur sagen, dass so ein Abwehrverhalten des Kindergartens gegenüber normal ist. Sowohl in der Anfangsphase, als auch später mal... ein "ich will nicht in den Kindergarten!!!" ist ganz normal, das kennen alle Eltern, auch über einen längeren Zeitraum.
      Das hat aber nicht unbedingt etwas mit der Einrichtung ansich, oder den anderen Kindern zutun.

      Ob nun wirklich etwas in der Einrichtung vorgefallen ist, dass deine Tochter mit Angst reagiert, kann ich nicht beurteilen. Wenn ja, dann wäre das fatal, aber in vielen Fällen (und das sage ich so leid es mir tut!), sehen die Eltern es auch immer heißer gekocht , als es gegessen wird :D) Vor allem bei dieser Art der "Eingewöhnung".

      Du hast geschrieben, dass du dir noch mal eine Art der Eingewöhnung wünschst, wo für mich wieder die Frage aufkommt, warum es keine richtige Eingewöhnung gab? Hattet ihr als Eltern nur zwei Tage Zeit, oder nach welchem Konzept geht der Kindergarten vor?

      Generell würde ich sagen (sofern die zwei Tage Eingewöhnung nicht auf eurem Mist gewachsen sind), dass eine erneute, langsame Eingewöhnung für eure Tochter bestimmt gut wäre. Da würde ich einfach noch mal mit den Erzieherin oder ggf. der Leitung sprechen. Aber wie gesagt, auch nur dann, wenn das Eingewöhnungsmodell der Einrichtung sich mit euren Wünschen deckt.

      Dass die Kinder in der Anfangszeit bei der Verabschiedung weinen, schreien, oder für dich als Mutter, vielleicht auch "panisch" wirken, ist ganz normal. Das kennt jede Mutter. Du hast geschrieben, dass es für dich keine akzeptable Lösung ist, aber aus pädagogischer Sicht, kann ich dir sagen, dass dies die EINZIG akzeptable Lösung ist :) Ich kann das total nachvollziehen, dass dein Mutterherz blutet, wenn du dein Kind schreiend und weinend abgibst. Aber auch hier kann ich dir versichern, dass sich dein Kind vermutlich innerhalb weniger Minuten beruhigen lässt :) Das bekommst du natürlich nicht mit, weil du dann bereits weg bist, aber für dein Kind ist es einfach nur der Abschied, der ihm schwer fällt. Danach kommen so viele schöne/neue/tolle Impulse, dass es den Schmerz um den Abschied vollkommen vergisst.
      Vor Allem, wenn die Erzieher dir im Nachhinein genau das bestätigen und dir sagen, dass sich deine Tochter innerhalb kürzester Zeit beruhigt hat. Dann glaube das doch und unterstelle dem Personal nichts :) Die würden es sich selbst und den Kindern doch nur schwerer machen, wenn sie dich "anlügen" :)
      Ich kann dir wirklich nur versichern, die Kinder beruhigen sich so schnell...innerhalb von Minuten :)

      • Ich wiederum finde es seltsam, dass Du als ausgebildete Erzieherin noch nie davon gehört hast, dass eben nicht alle Kindergärten nach dem Berliner Model eingewöhnen. Ich kenne mehrere Kindergärten, die eine ähnlich kurze Eingewöhnung haben. Da ist die komplette Eingewöhnung nach 1 Woche abgeschlossen und das Kind bleibt ganztags da. Ja, die weit überwiegenden Einrichtungen gewöhnen nach dem Berliner Model ein, es ist das gängigste. Aber dennoch eben nicht alle.
        Meine Kinder hätte ich problemlos nach ganz wenigen Tagen komplett ohne mich in der Kita lassen können. Meine waren immer sehr enttäuscht, als sie nach wenigen Stunden Eingewöhnung wieder gehen mussten. Nicht jedes Kind braucht so eine lange Eingewöhnung.

        • (8) 23.05.19 - 10:00

          Ja, das kenne ich auch so.

          Bei unserem Sohn, der mit 2 Jahren und 9 Monaten mit Sondergenehmigung im Ü3-Kindergarten angefangen hat, war es so, dass der uns zwei Tage lang im Kindergarten komplett ignoriert hat und gebrüllt hat, als er nach zwei Stunden wieder gehen sollte. ;-)
          Nach einer Woche war die Eingewöhnung beendet, und er ging bis ins Vorschulalter, wo er sich irgendwann langweilte, gerne in den Kindergarten.

          • (9) 23.05.19 - 10:07

            Meine eine Tochter sollte mit 1 Jahr am ersten Eingewöhnungstag in der Kleinkindgruppe nur mit der Erzieherin und ohne Kinder verbringen, um sie "nicht zu überfordern". Sie hat die ganze Zeit nur gequängelt und die Erzieherin fragte ganz überrascht, was denn mit ihr los sei. Ich sagte, dass ihr vermutlich langweilig ist und ihr andere Kinder zum spielen fehlen würden.
            Daraufhin durften immerhin 2 andere Kinder zu ihr und ihre Stimmung hellte sich auf und sie spielte vergnügt mit den zwei Kindern. Und dann gab es fast schon Tränen, als wir wieder nach Hause mussten...

        Hallo!

        Ich seh das genauso. Und ich finde keine Eingewöhnung gut, die nach einem starren Modell verläuft. Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse, jedes Kind reagiert anders. Meine Tochter habe ich am 1. KiTa-Tag um 10:00 gebracht, ich war dann noch eine Weile mit im Raum, hab aber nach ca. 1 Std. den Raum verlassen (vorher hat sie mich ohnehin ignoriert). Als ich sie um 12:00 wieder abgeholt hab, war sie enttäuscht. Am 2. Tag durfte sie dann schon vor dem Frühstück kommen, da hat sie sich zu den anderen Kindern in den Kreis gesetzt, mir noch kurz gewunken und gerufen "Tschüss, Mama, du kannst jetzt gehen!" Auch an dem Tag war sie wieder traurig, als sie vor dem Mittagessen abgeholt wurde. Am nächsten Tag hat sie darauf bestanden, den ganzen Tag bleiben zu dürfen, und so lief das auch gut.
        Nach ca. einem Jahr hatten wir dann eine kleine Krise, die ich aber auf keinen Fall auf die Eingewöhnung, viel mehr auf die ungünstige personelle Situation in der Gruppe schieben würde (die Erzieherinnen vom Anfang waren beiden nicht mehr in der Gruppe, die Praktikantin hatte auch gewechselt, die eigentliche Gruppenleiterin war krank, und so die verbleibende Kraft hatte gerade erst ihre Ausbildung abgeschlossen und war auch noch recht neu in der KiTa). Ich hab meiner Tochter dann einige Male angeboten, sie schon vor dem Mittagessen abzuholen - wenn ich dann mittags kam, saß sie mit den anderen Kindern am Tisch und war nicht zum Mitgehen zu bewegen - das hat mir gezeigt, dass es ihr eigentlich im Kindergarten nicht schlecht ging. Wir haben dann zusammen mit den Erzieherinnen eine Lösung gefunden, mit der sie innerhalb kürzester Zeit morgens auch wieder problemlos im Kindergarten geblieben ist, für uns war es aber von vornherein keine Lösung, dass einer von uns wieder mit im Kindergarten bleibt o.ä.. Wir haben über einen gewissen Zeitraum die Kleine morgens schon vor der Tür einer Erzieherin übergeben, den Abschied kurz gehalten, allerdings durfte die Kleine an der Tür noch winken. Allerdings war unsere Tochter da auch schon älter und entsprechend verständiger.

        LG

(11) 23.05.19 - 08:23

Ich denke im Gegensatz zu einigen anderen Usern hier nicht, dass etwas schlimmes vorgefallen ist. Dann würde sie vermutlich viel länger bzw. über den ganzen Tag verteilt weinen und nach Hause wollen. Dass sie sich so schnell wieder beruhigen lässt, spricht eher für eine Phase, die viele Kinder im Kindergarten durchmachen: Eingewöhnung erfolgreich beendet und der Alltag kehrt ein und das Kind realisiert, dass es dort nicht nur vorübergehend als Gast zum spielen geht, sondern wirklich jeden Tag dorthin gehen muss.
Ich würde verschiedene Möglichkeiten austesten und schauen, was am besten funktioniert:
- extra viel Zeit zum bringen morgens einbauen. Es gibt tatsächlich KInder, die kommen mit diesem ganz schnellen Abgben nicht klar. Die brauchen 10 min zum kuscheln mit den Eltern, bevor sie sich von sich aus lösen können.
- mit ihr immer wieder ins Gespräch gehen und fragen, warum sie weint. Ist sie traurig, dass die Eltern nicht bei ihr sind? Hat sie Angst vor einer Erzieherin oder einem Kind? etc.
- hat sie in der Gruppe schon Freundschaften schließen können? Bzw. spielt sie mit einem Kind besonders gerne? Sehr hilfreich ist es, wenn diese beiden Kinder zur gleichen Zeit gebracht werden bzw. dieses Kind schon da ist morgens und beide gleich anfangen können zu spielen. Vielleicht kannst Du Dich da mit den Eltern ein bisschen absprechen.

(12) 23.05.19 - 08:51

Hallo, ich finde die Eingewöhnungszeit zu kurz. Bei meiner mittleren war sie auch recht kurz weil es toll klappte und dann fingen die Probleme an. Wenn wir mit dem Auto um die Ecke bogen ging es los. Einmal hat sie sich am Geländer festgekrallt da halfen keine guten Worte mehr. An unseren Erzieherinnen kann es nicht gelegen haben die waren super und wir sind heute mit einer sogar befreundet. Es half nichts umziehen verabschieden rein. Noch heute gibt es Tage da ist es für Sir eine Katastrophe. Vielleicht ist deine kleine mal von einem anderen Kind geschubst worden oder gehauen? Das muss ja nicht unbedingt jemand gesehen haben. Zumal wenn sie die jüngste war. Vielleicht hat ein älteres Kind sie geärgert. Wer weiß.

(13) 23.05.19 - 09:18

Dass dein Mann dort geblieben ist war wohl der Fehler ... hat sich chronifiziert und wird härter auszutreiben
Ja, da müsst ihr durch.

Wir lassen uns seit der Phase einer unserer Söhne rauswerfen- funktioniert super weil das Kind aktiv ist.

(14) 23.05.19 - 13:10

Huhu.


Wir hatten diese Phase jetzt auch.
Unsere Tochter ist im März 2 geworden. Es ging etwa 4 Wochen lang.
Das größte Geschrei wenn ich morgens ging.
Ihre Erzieherin hat sie dann immer gleich in den Arm genommen und getröstet.
Beim 2.Mal hab ich Mäuschen gespielt und ins Fenster gelunst. Kaum war ich weg saß unsere Tochter dann munter mit den Anderen beim Frühstück. Mittags beim abholen war sie bester Laune und erzählte munter mit wem sie Alles gespielt haben. Am nächsten Morgen wollte sie dann wieder nicht hin und schon gar nicht ohne mich da bleiben. Seit 2 Wochen ist es wieder gut.


Laut unserer Erzieherin kommt das immer wieder. Sogar bei den 5-Jährigen gibt es das ab und zu.

Wenn das Kind mittags gut gelaunt ist und entspannt ist beim Holen vertraue ich da den Erziehern. Auch wenn es nicht schön ist das weinende Kind da zu lassen.

LG

(15) 23.05.19 - 14:11

W

(16) 23.05.19 - 14:14

Wir haben unseren Kind, als sie in den kindergarten wechselte, für die erste Zeit immer eine gradhüpferfigur (sie ist in der grashüpfergruppe) mitgegeben, das hat ihr geholfen. Sie hielt sie in der Hand beim reingehen. Wenn sie sie nicht mehr brauchte kam sie in die gaderobe. Vielleicht würde etwas ähnliches eurer Tochter auch helfen- ein kleines Stofftier, eine Figur, die sie extra dafür bekommt.

(17) 23.05.19 - 14:16

Achso und hilfreich finde ich auch ein Abschiedsritual- aus dem Fenster winken (falls möglich) z.b.

Ich bin wirklich erschrocken, wie selbstverständlich es hier für viele ist, ein weinendes/schreiendes Kind im KiGa abzugeben. Was vermittelte ich denn da meinem Kind, wenn ich es in seiner Not alleine lasse?
Liebe kitara36, hör auf dein Bauchgefühl und lass deine Tochter nicht weinend im KiGa zurück - begleite sie, bis sie sich sicher fühlt!

  • Es geht hier nicht mehr um Babys, die anders ihre Bedürfnisse nicht äußern können. In dem Alter sind die Kids schon ziemlich clever. Und wenn sie merken, mit dem Geschrei kommen sie einmal durch, probieren sie es immer wieder. Das kann auch zum Machtspiel werden.
    Und man lässt das Kind ja nicht alleine zurück. Es ist eine Erzieherin da, die auf das Kind eingeht und Trost spendet.
    Mein Mann hat unsere Tochter morgens auch einmal wieder mitgenommen und mich dann von der Arbeit aus angerufen. Ich bin direkt zu ihm gefahren, hab das Kind abgeholt und wieder in den Kindergarten gebracht. Und mittags wollte genau dieses Kind nicht wieder mit nach Hause!

    LG

(20) 23.05.19 - 16:19

Vielen Dank für die vielen unterschiedlichen Antworten.

Für die Eingewöhnung waren 2-3 Wochen angesetzt. Wir hätten aber auch länger organisiert bekommen. Allerdings hat sie Papa vom ersten Tag an kaum beachtet und auch die Trennung war kein Problem. Sie ist 4 Monate lang mehr oder weniger jeden Tag gerne gegangen. Klar hatten wir auch mal Tag wo sie bei Mama bleiben wollte. Aber da hat sie sich meist mit ein bisschen gequengel von einer Erzieherin an der Hand mit rein nehmen lassen.

Das jetzt hat eine ganz andere Qualität. Sie schreit wie ich das von zuhause gar nicht kenne und krallt sich an einem Fest, so dass man sie nur mit Gewalt lösen kann. An der Hand mitgehen oder auf den arm der Erzieherin geben ist unmöglich. Die Erzieherin sagt selbst, dass sie morgens nich mehr auf sie zu kommt. Natürlich weint mein Kind auch zuhause mal oder sie bockt. Aber so kenne ich sie nicht.

Sie schläft nachts schlecht. Heute Nacht ist sie brüllend aufgewacht: "Nein Kindergarten. XX Liebe kleine Maus. XX Liebe kleine Maus." Das kann für mich nicht die Lösung sein.

  • Das arme Kind!
    Das ist doch keine Phase, die alle Kinder durch machen, wenn es sie bis in ihre Träume verfolgt!

    Da würde ich mich auch mit Sätzen wie "wenn der Papa erst weg ist, beruhigt sie sich schnell" nicht abspeisen lassen. Natürlich hört sie dann auf zu schreien: sie ist ja nicht blöd, Papa hört sie ja nicht mehr. Und im Kindergarten kann sie sich eben doch nicht so fallen lassen wie bei euch.
    Ich habe noch nie erlebt, dass Kinder bei "anderen" Erwachsenen schreien und heulen und laut nach Mama rufen. Wohl aber, dass sie sich unwohl fühlen und nach Hause wollen.

    Ich würde sie, wenn das möglich ist, in den Kindergarten begleiten (wäre bei uns nicht gegangen, dass da vormittags ein Elternteil sitzt) oder sie Zuhause lassen und später einen neuen Versuch starten.

    Und ein Gespräch mit der Leitung führen: vielleicht ein Gruppenwechsel? Mit neuer Eingewöhnung?

    Euer Kind muss nicht in das Schema des Kindergartens passen - der Kindergarten muss zu ihr und euch passen, sonst ist sie da falsch.

    Alles gute für euch und die Kleine!

(22) 24.05.19 - 13:50

Da fehlen mir echt die Worte...ja Sie wird sich schon beruhigen,weil bleibt dem Kind auch übrig.
Da kümmern sich so wenige Frauen um soooo viele Kinder.
Was erwartet man da?
Das arme Kind
🙈

(23) 24.05.19 - 14:01

hi du,
ich bin Erzieherin,, Ich glaube, sie hat jetzt erst realisiert, dass sie nun da ist. und will lieber bei Mama und Papa zu hause bleiben.....
bei manchen Kindern kann es später kommen, und da versucht sie alles durch zu boxen,,,,,,,,,
ich tipp einfach, dass sie noch bisschen ankommen brauch.....

andrea

  • (24) 24.05.19 - 14:03

    ich hatte den letzten Beitrag eben gesehen,,,
    vielleicht eine andere Erzieherin noch ausprobieren, manchmal hängts zusammen. das die erste Erzieherin die " böse" ist die mich doch von meiner Mama oder Papa getrennt hat..............

    lg andrea

(25) 25.05.19 - 17:46

Hallo,

ich halte das für völlig normal. Mein Sohn kam mit 3 in den Kiga. Eingewöhnung haben wir extra 4 Wochen vorher gestartet, damit wir genug Zeit haben, weil er sonst schüchtern ist und seine Zeit zum Auftauen braucht.
Aber seinen Erzieher fand er toll und er hat sich schon am ersten Tag frei in einem kleinen Teil der Gruppe bewegt.
Am Ende sind wir nur 2x die Woche hin und als er dann in den Kiga kam war sein Betugserzieher krank, aber es war kein Problem.
Nach 6 Monaten kam es von heute auf morgen, er will nicht hin. Kiga ist doof, langweilig. Die Kinder ärgern ihn usw.
Er hat immer das nachgeplappert, was ich ihn gefragt habe.
Hatte ich ihn gefragt, ist dir Langweilig, hast du Angst, konnte ich danach gehen, dass er am nächsten Tag gesagt hat er will nicht in den Kiga, weil er Angst/Langeweile hat.

Er hat auch geweint, ich hab ihm erklärt, dass ihn jetzt xy auf den Schoß nimmt und ich ihn Mittags wieder abhole.
Das ging 1 Woche so, dann waren Ferien und dann noch 3-4 Tage nach den Ferien. Dann waren wieder 3-4 Monate Ruhe und jetzt kommt es gelegentlich mal vor, dass er nicht hin will, aber er weint nicht mehr.
Er hat sich auch immer schon nach 2-3 Minuten beruhigt, bzw. relativ schnell zwar den Halt durch den Erzieher gebraucht, aber dann nicht mehr geweint, war nur etwas traurig.

Wenn deine Tochter nur ein paar Minuten länger mit Papa braucht, ist das ok. Aber alles was über 10-15 Minuten hinausgeht, würde ich auch nicht gut finden, also eine Stunde bleiben oder so.
Da geht jetzt dann gut, bis sie wieder bleibt und in ein paar Monaten kommt die Phase wieder und wollt ihr das dann wieder so machen? Vor allem, wenn sie sich ja laut Kiga schnell beruhigt und Mittags gut gelaunt ist.

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