Kindergartenplatz einklagen?

    • (1) 08.06.19 - 16:16

      Meine Bekannte ist letztes Jahr umgezogen und hat ihre Kinder in der alten Kita weiter betreuen lassen. Jetzt will sie die Kinder ab September in die Kita vor Ort geben. Diese sagen das sie keinen Platz haben. Kann die das einklagen?
      Steht ihr nicht eine Betreuung zu? Die Eltern arbeiten beide.
      Lg Danke

      • (2) 08.06.19 - 16:55

        Hi,
        insofern das Kind älter als eins ist, ja - das Kind (!) hat einen Rechtsanspruch auf Betreuung. Wahrscheinlich wird bei Klageandrohung ein Platz zugewiesen...das muss aber nicht die Wunschkita sein, sondern "irgendeine".
        Wenn das Kind noch U3 ist, wäre ggf. Tamu eine Alternative.
        LG

      (4) 08.06.19 - 18:59

      Die Frage ist, hat sie denn aktuell Kindergartenplätze? Wenn sie im letzten Jahr im alten Kindergarten hat weiter betreuen lassen, liegt der Verdacht nahe, dass der alte Wohnort zum Gesamteinzugsgebiet gehört, und dann wäre der Anspruch durch die bisher genutzten Plätze erfüllt.

      Ansonsten wird sie nicht zwingend Plätze im Ort, sondern in "zumutbarer Entfernung" bekommen (das muss nicht einmal zwingend der Nachbarort sein.

      Was hat sie denn bislang unternommen, um einen Platz zu bekommen? Einklagen ist die letzte Instanz. Erstmal wendet man sich an das Kinder- Jugendamt, bzw. falls vorhanden die Platzvergabestelle oder auch an die anderen in Frage kommenden Kindergärten.

      • (5) 08.06.19 - 20:19

        Naja im Grunde glaube ich nichts.
        Sie möchte dass ihre große mit denn Kindern mit denen sie zur Schule geht auch die Vorschule besucht. Da wäre eine Kita in zumutbarer Entfernung nicht so der Hit.
        Jetzt gehen die in einer ganz anderen Ortschaft die gehören definitiv nicht zu einander.
        Lg

        • (6) 08.06.19 - 20:28

          Der Ort kann aber trotzdem zum Stadtgebiet zählen. Hier gehören Viele Ort zur Stadt und alle gehören zum identischen Kindergartengebiet. Zugezogene können dann auch mal das Pech haben, aus dem Nordkreis zu kommen und einen Platz im Südkreis zugewiesen zu bekommen.
          Und bei Kindergartenplätzen kann man wollen, was man will. Ein Platz in zumutbarer Entfernung (und der Begriff ist dehnbar) erfüllt den Anspruch.

          • (7) 09.06.19 - 19:18

            Sie wohnen im Landkreis Rottal Inn. Die zuständige Gemeinde ist Wittibreut und das Kaff an dem die wohnen heißt Ulbering.
            Es gibt nur 1 Kita für die Gemeinde. Die nächsten gehören halt zur anderen Gemeinde. Ich dachte die Gemeinde ist verpflichtet das Kind aufzunehmen. Die Grundschule zb. In dem Ort klammert sich an jedes Kind weil die die Klassen nicht voll bekommen usw.
            Lg Danke

            • (8) 10.06.19 - 09:32

              Wittibreut hat 96 Ortsteile, wenn als der bisherige Kindergarten in einem dieser Ortsteile liegt und erreichbar ist, ist der Rechtsanspruch erfüllt.
              Und wenn sie möchte, dass der Große Kinder in seinem Alter kennenlernt, gibt es z.B. Sportvereine.

              (9) 10.06.19 - 16:58

              Aber jetzt überleg mal, da ziehen noch 5 Kinder hin...wo soll die Kita die Kids unterbringen, wenn sie voll ist??
              Die Räume werden nicht größer und Personal wird nicht mehr...daher gibts ja eine maximale Kinderzahl, die auf Grund dessen berechnet wird. Ist die überschritten, geht nichts mehr, bis wieder welche gehn.
              Daher halt auf die Warteliste setzen lassen. Da werden dann allermeist die Kinder bevorzugt, die im Ort wohnen.

    (10) 08.06.19 - 20:32

    Nein, einen Platz in genau der Kita im Ort kann sie nicht einklagen. Wie schon erwähnt wurden könnte sie danneinfsxh eine Kita in „zumutbarer“ Nähe bekommen...glaub, dass können dann auch gut 15km entfernt vom Wohnort sein.
    Sie kann die Kleine evtl. auf die Warteliste setzen wenn sie möchte, dass sie irgendwann in die im Ort geht. Mit Glück geht das dann.
    Aber mehr ist nicht drin.

    • (11) 09.06.19 - 19:29

      Ihr geht es eig nur darum das die große Tochter das letzte Jahr die Kinder kennenlernt mit denen sie in die Schule geht. Das geht ja nur wenn sie in die Kita in der Gemeinde geht denke ich oder?

      • (12) 10.06.19 - 09:36

        Sportverein, ggf. Kinderfeuerwehr....
        Und, in der Grundschule mischt sich eh alles neu. Das alleine schafft noch keinen Anspruch auf genau den einen Kindergarten.

        (13) 10.06.19 - 16:52

        Naja, das wollen glaub fast alle, die ihre Kinder im gleichen ich Ort in den Kindergarten geben, in dem sie wohnen. Aber wenn er voll ist, ist er voll. Da lässt dich nichts machen. Da bringt einklagen garnichts, denn Plätze lassen sich nicht herzaubern.

        Und wenn sie dies Kinder kennenlernen soll, dann viel auf Spielplätze gehn. Da lernt man auch einige kennen. Oder auf die hiesigen Dorffeste...vielleicht gibts im Ort bestimmte Kurse....Vereine...

        Aber sie kann die Kinder auf die Warteliste setzen und hoffen, dass wer abspringt.

(14) 09.06.19 - 05:39

Sie hat aber ja eine Betreuung. Sie müsste also die Kinder aus der alten Kita erst raus nehmen. Dann kann sie klagen. zumindest wurde uns das mal.so erklärt.

  • (15) 10.06.19 - 09:39

    So einfach ist das nicht.
    Wenn du den alten Platz kündigst, obwohl dieser im Einzugsgebiet liegt, hast du ein Problem. Denn der Anspruch war ja erfüllt.
    Von daher ist das die wichtigste Frage:
    Liegt der bisherige Kindergarten im Einzugsgebiet.

    • (16) 10.06.19 - 17:19

      Nein der liegt in einer anderen Stadt. Simbach am Inn.

      (20) 11.06.19 - 16:08

      Gehört beides zum Landkreis Rottal-Inn.
      Wittibreut grenzt direkt an den Simbach Bereich.
      Je nachdem wie die Struktur eingeteilt ist, kann es also sein, dass es hier strukturelle Zusammenarbeit gibt.

      Im vergangenen Jahr scheint die Entfernung kein Problem gewesen zu sein und wie gesagt Kindergartenplätze sind kein Wunschkonzert. Klagen kann sie aktuell nicht, da die verantwortlichen Stellen von ihr ja bislang nicht aufgesucht wurden.
      Was will sie da sagen "der eine Kindergarten hat keinen Platz, niemand weiß, dass ich aktuell Plätze brauche, aber den Rechtsanspruch klage ich jetzt durch, ohne der Kommune vorab die Möglichkeit gegeben zu haben, mir Plätze zuzuweisen"
      (Spoiler, das wird teuer)

      Von daher wird sie sich an die zuständige Stelle wenden müssen und wenn ihr ein erreichbarer Platz angeboten wird, kann sie ihn nehmen oder es lassen. Der Anspruch wird dadurch erfüllt.

(21) 10.06.19 - 17:00

Naja, aber niemand kann auf einen bestimmten Kindergarten klagen. Nur darauf, dass sie überhaupt einen Platz bekommt....und den hat sie ja aktuell.
Und wenn der nicht wäre, dann könnte man nur auf einen Platz klagen...und der könnte in zumutbarer Nähe von glaub 15km oder so sein.
Wenn eine Kita voll ist, ist sie voll. Da gibts nix dran zu rütteln.

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