Bitte um Gespräch durch Erzieherinnen

Gestern sprach mich eine der Erzieherinnen von meinem Jüngsten an. Sie möchten gerne nochmal ein Gespräch mit mir führen.

Im Januar hatte ich das erste Entwicklungsgespräch. Hierzu mal einen kleinen Text den ich damals meiner Freundin, selber Erzieherin, schickte.

Hey. Ich hatte heute Entwicklungsgespräch in der KiTa für Noah. Ich bin immer noch etwas vor den Kopf gestoßen und weiß grad nicht, wie ich damit umgehen soll. Als ich in den Raum kam, wo das Gespräch statt fand, lagen auf dem Tisch 2 Flyer. Einer war von einer Logopädin und der andere war von der Kinderpsychologische Tagesklinik. Und genau dieser Flyer bereitet mir Magengrummeln.

Zur Erklärung: Noah ist ein Junge von 3,5 Jahren der feste Strukturen braucht. Er ist in der Auslegung der Regeln sehr freiund sehr stur, wenn es nicht nach seinem Plan geht. Im allgemeinen wurde er mir als sehr sozial und empatisch beschrieben, hat einen guten und regen Kontaktzu den anderen Kindern aus der Gruppe, interagiert sehr gut und kann sich sehr gut alleine beschäftigen. Aber er hat keinen festen Kumpel und keine Bezugserzieherin. Er fällt auf, wenn es um Gruppendynamik geht. Als Beispiel: sie gehen mit der Gruppe spazieren, Noah hat spass bis sie am Ziel sind und umkehren um zurück zu gehen. Hier macht er dicht, dass will er nicht. Er lässt sich zurückfallen und "zwingt" eine Erzieherin sich exklusiv um ihn zu kümmern. Das das nicht geht ist selbstredend. Aber ich habe leider auch kein Patentrezept, wie sie und vorallem wir damit umgehen sollen.


Seit dem sind nun 5 Monate vergangen und es hat sich einiges geändert, einiges nicht.

Manche Tage sind seine Ohren nur Zierde. An anderen Tagen wiederum klappt es. Ich frage in unregelmäßigen Abständen nach wie es die Tage geklappt hat und war bisher der Meinung wir sind auf einem guten Weg.

Ich werde heute nochmal drum bitten mir zu sagen, worum es in diesem Gespräch gehen soll. Aber Bauchgrummeln hab ich trotzdem.

Ich kann Dir nur raten es wirklich ernst zu nehmen,bevor das Kind in die Schule kommt!
Sollten die Erzieherinnen sich irren ist es gut,ich habe eher die Erfahrung gemacht die liegen leider oft richtig und in der Schule angekommen fragt sich jeder warum nie was gemacht wurde...
Was ich echt immer daneben finde sind die Unterstellungen...... ..Erzieherinnen überfordert usw.
Schaut danach,Schaden kann es nicht.

Dem kann ich nur beipflichten. Es ist direkt gruselig zu lesen, was für Antworten hier von manchen Eltern kommen.
Es ist in erster Linie nicht das Problem des Kindergartens, wenn ein Kind nicht hört, also bei Ausflügen z.B. nicht mehr mit zurück kommt, sondern das Problem des Kindes, weil das dann zukünftig nicht mehr mitgenommen wird. Und Eltern, denen etwas an ihrem Kind liegt, tun gut daran mit dem Kindergarten an einem Strang zu ziehen. Es sollte von Anfang an klar sein, dass Maßnahmen immer zum Wohl des Kindes geschehen, nicht um ihm zu schaden! Eltern verweigern sich leider häufiger mal und leiden muss darunter immer das Kind. Das Kind, das dann nicht mehr zu Ausflügen mitgenommen wird, das Kind, das ständig in der Gruppe aneckt, das Kind, mit dem die anderen nicht mehr spielen möchten etc. PP

Genau in der Beschreibung der Aufgaben eines Kindergartens steht, dass dieser familienERGÄNZEND arbeitet, nicht die Hauptverantwortung für die Erziehung hat. Grundlegendes ist Sache der Eltern nicht des Kindergartens.

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Hi
Ich kann natürlich keine professionelle Beurteilung abgeben, aber der kurze Bericht liest sich jetzt nicht besonders ungewöhnlich.

Was sagt denn dein Bauchgefühl? Sind die Erzieherinnen vielleicht unterbesetzt und können keine Rücksicht auf den einzelnen nehmen?
Wenn dein Sohn nicht will und auf Durchzug stellt, ist das zwar nervig, aber für einen 3 jährigen völlig normal und denen ihr Problem, nicht deins. Zumindest solange er im Kindergarten ist;-)
Liebe Grüsse

Es sind 3 Erzieherinnen vormittags bei 21 Kindern
Die eine Erzieherin nimmt er leider nicht so wirklich für voll, dafür aber die anderen beiden. Die beiden setzen ihm sehr klare Grenzen und das erkennt er auch an.

Ich habe ehr das Gefühl, dass die eine nicht mit ihm klarkommt. Von ihren Kolleginnen wurde mir schon mitgeteilt, dass sie sich bei ihm nicht durchsetzen kann und es dann auch sehr schnell den anderen überlässt.

Hallo!
Grundsätzlich gibt es einfach Kinder, die sich weniger leicht in Gruppen einfügen bzw Menschen unterordnen. So weit, so gut, es bleibt ja mit 3,5 Jahren noch reichlich Zeit... bis zum Start ins Berufsleben sollte das wohl klappen.

Was ich nicht so gut finde, ist die Aussage: die nimmt er nicht für voll. Das geht für meine Begriffe nicht und ich denke, das kann man einem 3,5 jährigen Kind auch klar machen...egal, was es denkt, es gibt eben Situationen, da muss man hören. Noch gruseliger finde ich, dass die Kolleginnen (!) dir mitgeteilt haben, dass sie sich nicht durchsetzen kann. Das geht gar nicht. Evtl solltet ihr Erwachsenen überlegen, ob ihr diese Einschätzung nicht (vielleicht indirekt) schon dem Kind vermittelt habt und er deshalb macht, was er will...

Führe das Gespräch, aber horche evtl auch mal in dich... meine (sehr selbstbewusste) Tochter auch ist 3,5 und ich führe solche Kämpfe (manchmal muss man einfach "folgen") oft. Weil ich seid meiner beruflichen Perspektive als Lehrerin am Gymnasium weiß, wie sehr Kinder/ junge Erwachsene anecken und teilweise scheitern, bloß weil sie meinen immer alles kommentieren/ kritisieren/ hinterfragen zu müssen. Bringt manchmal nichts...

Lg Mia

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Hallo,

was hat das alles jetzt mit den Flyern zu tun, die damals auf dem Tisch lagen? Wurden die Themen angesprochen? Seid Ihr irgendwie tätig geworden in der Richtung bzw. wurde eine Notwendigkeit von Seiten des KiGa gesehen? Was sagt der KiA dazu?

Hier liefen Entwicklungsgespräche immer sehr konstruktiv ab und ich war auch immer froh, dass ich in gutem Kontakt mit den Erziehern stand.

Was befürchtest Du denn bei diesem Gespräch?

LG

HAllo??? Warum bist du so negativ eingestellt? Ich finde es immer witzig, wenn Eltern meinen, sie haben mehr Ahnung als Erzieherinnen. Erzieherinnen haben doch durch Ausbildung und Erfahrung mit Kindern meist ein anderes Wissen als Eltern. Und dass da Flyer lagen, die waren sicher nur als Empfehlung, DU als Mutter entscheidest doch immer noch.


Und jetzt wieder ein Gespräch, wahrscheinlich über die Entwicklung, das ist doch ok, es ist ein halbes Jahr rum seit dem letzten im Januar. Und woher weißt du denn jetzt schon, BEVOR das Gespräch geführt wurde, dass sie wieder" was zu "meckern" haben. Ganz ehrlich, so selbstverständlich und normal finde ich das Verhalten deines Sohnes vom Januargespräch nicht.