Fahrrad für 3,5 jährigen?

Hallo an alle
Unser Sohn ist 3,5 Jahre (wird im November 4) und gestern kam die Anfrage von der Oma dass sie ihm gern ein Rad kaufen würde...
Momentan hat er sein Laufrad dass er heiss und innig liebt.Mir ist das Thema Fahrrad noch viel zu früh,denn die Balnace hat er fürs Laufrad,er fährt ja schon sehr lange damit aber er hört nicht :-D
Das ist auch der Grund weshalb ich ihm noch kein Fahrrad geben möchte.Wenn wir mit dem Laufrad unterwegs sind dann meist an Feldwegen aber ihr wisst ja sicher wie das in dem Alter ist :-) Mama ruft Stopp und mein Sohnemann fährt oft munter weiter...
Wann habt ihr denn mit dem Rad angefangen in welchem Alter?
Ich habe jetzt einiges gelesen und da steht immer wenn die Kinder motorisch soweit sind...ist ja alles schön und gut aber wenn sie von der Reife her noch nicht so weit sind nützt das ja auch nichts oder?
Liebe Grüsse Janine

Hallo,

unser Sohn bekam sein Fahrrad zum 4. Geburtstag (hat aber im Mai, daher ideal). Er hat es sich aber sehnlichst gewünscht. Laufrad fahren konnte er da super und hat es auch noch weiter genutzt.
Fahrrad fahren konnte er ca. 1 Monat nach seinem Geburtstag recht sicher.

Das mit dem nicht hören würde ich schnellstens angehen.
Bei uns galt, wer nicht hört hat kein Laufrad mehr. Das hat er exakt 2 Mal ausprobiert, danach hat er immer sofort angehalten wenn wir gerufen haben bzw. an jeder Straßenecke (soweit durfte er vorausfahren)

LG
Tanja

Meiner fährt Fahrrad seit er 2,5 Jahre ist.
Vorher ist er auch Laufrad gefahren.

Er hört aber auch auf Stopp. Das war mir sehr wichtig. Vorher ging es auch mit dem Laufraf nirgendwo anders hin, als in unserer kleinen Siedlung.

Ich würde ihn auch am Feldweg absteigen lassen, wenn er nicht auf Stopp hört, damit er es lernt. Zur Not ist das Laufrad auch mal weg.
Wir haben es Sonntags auf dem Parkplatz vorm geübt. Hat er nicht gehört, ging das Laufrad erstmal in die Garage.

Fahrrad fahren selber konnte er dann nach ner halben Stunde üben.
Da hört er auch super. Und wir haben vor kurzem die erste Radtour ca. 1,5 km bis zum Spielplatz gemacht. Über Radwege und mit Straßen überqueren. Ich bin mit meinen Rad hinter ihm her.
Er ist jetzt 3,3 Jahre alt.

Meine Zwillinge sind 3 und gerade bei zweien kann man "er hört nicht " Null akzeptieren. Nachdem die Laufräder das ein oder andere Mal an der Straße abgestellt wurden und der Weg zu Fuß gelaufen wurde bzw Laufrad geschoben klappt das hören deutlich besser.

Sind andere Kinder dabei werden die Grenzen noch getestet, aber auch da ziehe ich sofort Konsequenzen. Ich habe keine Lust meine Kinder vom Autoreifen abzukratzen..
Fahrrad ist in ca einem Jahr zum 4. Geburtstag geplant. Dann sind die Regeln noch mal gefestigter- immerhin ist ei Fahrrad noch schneller als das Laufrad

Hallo
Die Problematik wäre doch beim Fahrrad exakt die gleiche. Mein Fahrzeug Überflieger saß schon mit 2 Jahren auf dem Fahrrad und um ehrlich zu sein, auf dem Laufrad war sie nicht viel langsamer ;-)
Für mich spricht das nicht gegen ein Fahrrad. Was machst du denn jetzt, wenn er sich nicht an Absprachen hält? Unterhalte dich mit ihm über die Verantwortung die er mit einem Fahrrad hat, dass du dich auf ihn verlassen musst und über die Konsequenzen, wenn er einfach so weiter fährt.

LG

Hallo
Ja ich ziehe schon gewisse Konsequenzen wenn er nicht hört...nur beim nächsten mal hat ers wohl wieder vergessen :-D
Da wir ländlich wohnen ises jetzt auch nicht extrem gefährlich aber es sollte ja trotzdem klappen...

Das mit dem "Stopp" ist kein Entwicklungsschritt, der von allein kommt. Das musst du, wie Juni 87 vorschlug, wirklich konsquent angehen und deine nächsten Wanderungen auch danach ausrichten. Also akzeptieren, wenn du ihm das Laufrad wegnimmst, dass du es tragen musst - sonst gibst du es ihm später wieder und er lernt nie, dass er hören muss. Viele Kinder betteln ja dann und protestieren. Da ist man als mutti gern mal dazu verleitet, es doch irgendwann hinzugeben, weil es so schwer ist.
Ein Kind braucht 2 Wiederholungen, um zu lernen, was Spaß macht (weiterfahren, obwohl Mutti gerufen hat), aber es braucht 150 Wiederholungen, um sich zu merken, dass das, was Spaß macht, unterlassen werden muss.

Du siehst das ganz richtig, dass ein Kind, was nicht hört, kein Fahrrad haben sollte.

"aber ihr wisst ja sicher wie das in dem Alter ist  Mama ruft Stopp und mein Sohnemann fährt oft munter weiter..."

Das wäre für mich ein k.o.-Kriterium für ein Fahrrad, allerdings auch für ein Laufrad, da dürfte Sohnemann den kompletten Weg zurück*schieben*, auch wenn das in großem Theater endet. Wie ist denn deine Konsequenz? Hören muss klappen, egal wie alt, wenn man Rad- oder Laufradfahren möchte.
Mein Jüngster konnte mit 2,5 Fahrradfahren, hat aber auch auf den Punkt gehört, das war mir extrem wichtig. Das war mir aber auch beim Laufradfahren schon sehr wichtig, da kommt doch sonst keiner hinterher, das Tempo beim Laufrad ist ja auch schon beachtlich!

VG

Hallo Baby
Ja ich hab natürlich schon meine Konnsequenzen,dass er dann das Laufrad eben wegbekommt für den Rest des Weges...nur beim nächsten mal hat ers dann wieder vergessen wohl :-D
Das haben wir jetzt schon mehrmals durch,er sagt er hört beim nächsten mal und zack fährt er dann doch weiter statt anzuhalten...wir wohnen ländlich am Wald,extrem gefährlich ises hier nicht aber es sollte ja trotzdem klappen...ich denke ich warte auf jeden Fall mit dem Rad noch🤷‍♀️

Meine Zwillingsjungs sind jetzt 4 Jahre und 9 Monate und eigentlich noch mit dem Laufrad zufrieden.
Wir haben jetzt trotzdem entschieden Räder zu kaufen um auch mal weitere Touren machen zu können.
Mir war wichtig dass sie Einfahrten etc. als solche selbst erkennen und einschätzen können und auch die Entfernung zu uns von alleine regulieren, also nicht zu weit vorausfahren. „Stop“ wollen wir nur im Notfall rufen müssen und nicht alle 4 Minuten.
Und mir war wichtig dass sie ihre Impulse halbwegs im Griff haben und nicht wegen einer spannenden Blume am Rand eine Vollbremsung machen. Das klappt beim jüngeren nicht immer, ist aber auch etwas Charaktersache und wahrscheinlich auch in 2 Jahren noch nicht richtig gut...

Unsere hat zum dritten Geburtstag eins bekommen. Das fahren hatte sie schnell raus, bremsen auch, Nur das anfahren klappt noch nicht. Wir haben die klare Regel, gefahren wird Nur bei uns auf der Straße ( Sackgasse) , auf dem Schulhof, bei Oma, auf dem anderen Schulhof. Ich habe ihr gesagt dass sie für alles andere noch das Laufrad nehmen muss bis das Radfahren ganz sich klappt und sie dabei Spitze auf mich hört.
Mit dem Laufrad gehen wir allerdings schon zu Oma, durch die Stadt, inkl Ampeln, mir ist es wichtig dass sie das lernt. Aber sie darf nicht bzw kaum vor fahren und beim kleinsten nicht hören kommt das Rad direkt weg, wenn sie einmal nicht hört, direkt ( sonst bin ich eher nicht so streng) so kennt die das alles schon wenn sie mit dem Fahren sicher genug ist. Lg

Meine Tochter wollte mit 3,5 unbedingt Fahrrad fahren. Sie hat das Fahrrad von ihrem älteren Bruder bekommen und das Fahren an sich ist kein Problem. ABER, sie kann überhaupt keine Distanzen abschätzen, sie schaut beim Fahren ständig zurück oder sonst wo hin und lenkt dann auch entsprechend. Ich habe das Fahrrad inzwischen wieder weggeräumt. Viel zu gefährlich und nervenaufreibend und wir fahren nur auf Feldwegen.

Das "blind fahren" hat sich mein Sohn weitgehend abgewöhnt, als er mehrfach in ner Hecke gelandet ist und sich auch doll weh getan hat. Er fährt jetzt auch manchmal irgendwo dagegen, aber nicht mehr so oft ;-)
Manche Kinder lernen es nur durch Erfahrung.
Wenn ihr eh Feldwege habt, dann lass sie dort fahren, nimm Pflaster und stilles wasser mit und guck weg.
Sie lernt nicht, dass sie selbst gucken muss, wenn andere für sie gucken.
Und... so bös wie das klingt, aber lass sie es lernen, so lange sie noch Milchzähne hat.

Ich sehe das ein Bisschen anders. Wieso soll sie Fahrrad fahren, wenn sie vom Kopf her einfach noch nicht so weit ist? Da hat doch keiner was davon. Ich würde meine Tochter (und andere) einem völlig unnötigen Risiko aussetzen.
Ich bin auch nicht der Typ, der dann die ganze Zeit hinterher rennt bzw. „Stopp“ und „langsam“ und „schau wo du hinfährst“ oder sonst was durch die Gegend brüllt.
Unser Sohn ist mit ca. 5 Jahren aufs Fahrrad umgestiegen und ist bisher weder wo gegen gefahren noch hat er einen schlimmeren Sturz gehabt.
Stürze können passieren und gehören irgendwo dazu. Aber ich bin der Meinung, dass man es nicht noch herausfordern sollte, nur damit man sein Kind ein Jahr früher aufs Fahrrad gesetzt hat. Wozu?