Kind verweigert sich beim neuen Schwimmlehrer

    • (1) 29.06.19 - 15:08

      folgendes problem:

      meine zwillinge haben seit wnigen monaten schwimmunterricht - diesen leitete bislang eine nette junge - hübsche - studentin, die nun aufgehört hat.

      meine tochter war richtig gut - ihr fehlt nicht mehr viel, dann kann sie schwimmen.

      nun ist der neue schwimmlehrer da - ein riesiger kerl mit glatze und vielen tattoos. supernett, aber meiner tochter von beginn an ein dorn im auge.
      die erste stunde war okay, sie machte mit und wir hegten hoffnung.

      nun hat sie letzte woche und diese woche 2 mal nichts gemacht. sie hat sich vollkommen verweigert. ihr bruder hat toll mitgemacht (die beiden haben ne gemeinsame einzelstunde). sie findet ihn "total blöd".


      alles zureden half nichts.
      bestechung auch nicht.
      heute haben wir ihr keinen druck gemacht. wir haben gesagt "wenn du nicht schwimmen lernen willst, musst du auch nicht".
      sie hat sich dann dafür entschieden, nichts zu machen. dabe liebt sie schwimmen und hat sich immer so auf den unterricht gefreut.

      und und nun alles für die katz nur wegen eines neuen lehrers???

      habt ihr noch eine idee?

      die 10 unterrichtsstunden sind bereits im voraus bezahlt.
      8 haben wir noch.
      sie muss auf jeden fall sowieso dorthin mitkommen, da ihr bruder und ich ja hinmüssen.

      • Da ich schwimmen können für mindestens so wichtig halte, wie lesen, rechnen und schreiben, gäbe es bei mir keine Diskussion oder Überlegung. Durchziehen, fertig.
        Auch in der Schule gibt es mal Lehrer, die man nicht mag/mit denen man nicht so klar kommt. Da kann ich als Eltern auch nicht sagen - wenn Du nicht willst, dann musst Du da nicht mitmachen....

        • wie würde das dann in der realität bei dir aussehen?

          das kind steht im bikini mit verschränkten armen neben dem lehrer und sagt "nein. blöder XXX, ich macche nicht mit".

          was tust du dann?

          • Bei dem Ausspruch "...blöder XXX..." wäre der Schwimmbadbesuch für den heutigen Tag für sie erledigt. Dann muss sie halt auf dem Handtuch sitzen und warten, bis der Bruder fertig ist. In der Zeit kann sie sich überlegen ob sie in Zukunft nur zuschauen will oder vielleicht doch lieber schwimmen lernt.

            • Ja. so lief es letzte woche.
              Heute hatte ich dann gehofft, dass sie sich beruhigt hat und mitmacht.:-(

              • Ok, dann weiß ich auch nicht. Bei meiner Tochter funktioniert so etwas ganz gut - grade jetzt mit 9, in der Vorpubertät - muss man die Damen öfter mal etwas zur Besinnung bringen :-p
                Schwimmen lernen war jetzt bei uns aber auch nie Thema - das war irgendwie ein Selbstläufer. Vielleicht, weil bei uns im See ein Badefloß mit großer Rutsche befestigt ist. Da kann man vom Steg aus hinschwimmen - aber man muss schwimmen können - je nach Wasserpegel kann ein Erwachsener da stehen oder eben nicht (derzeit nicht). Es war für sie Ansporn, dass sie mit mir da immer hinschwimmen kann. Auch Boot fahren, mit dem Surfbrett rumpaddeln, mit der Luftmatratze raus - geht halt nur, wenn man schwimmen kann.

    (9) 29.06.19 - 18:16

    Sehe ich genauso. Man kann sich Menschen nicht immer aussuchen, mit denen man zutun hat, man muss aber lernen, sich zu arrangieren und effektiv zusammen zu arbeiten.

    Wenn sie mal in der Schule ist, kannst du sie auch nicht von Mathe oder Sport befreien oder Mitschüler A und B wegorganisieren, nur weil sie "dicht macht" und ihr diese Personen "ein Dorn im Auge sind".

    @TE: Ich würde die 2 bringen und dann in Ruhe Kaffee trinken gehen, nach dem Kurs wieder abholen. Fertig. Vielleicht sieht sie, dass ihr Bruder viel Spaß hat oder der Schwimmtrainer kann sie doch animieren, da würde ich ihr einfach Zeit geben.

(10) 29.06.19 - 17:38

Hallo,

da der Kurs nur noch 8 Stunden dauert, hätten meine Kinder da trotzdem mitmachen müssen. Danach hätte ich sie nicht neu angemeldet.

Der Schwimmlehrer scheint ja eigentlich nett zu sein. Er gefällt Deiner Tochter nur nicht so gut, wie die alte Lehrerin.

Wenn wir danach gegangen wären, hätten wir unsere Tochter im 2. Halbjahr aus der 1. Klasse nehmen müssen, weil sie die neue Lehrerin gehasst hat, weil sie die alte behalten wollte.
Nach zwei Monaten hatte sie sich aber mit der neuen Lehrerin arrangiert und noch etwas später hat sie sie heiß und innig geliebt.
Als die alte Lehrerin nach der Babypause in die Schule zurück kam, fand unsere Tochter sie doof und war froh, dass diese Lehrerin eine neue Klasse bekommen hat und nicht ihre alte Klasse zurück genommen hat. #augen

Man muss nicht auf jede Befindlichkeit und jedes Gebocke von Kindern eingehen.

LG

Heike

  • und wie denn bitteschön?

    ich kann sie doch nicht nötigen, schwimmbewegungen zu machen, den lehrer anzuschauen? sie ins wasser prügeln?

    wie soll da gehen?

    sie am schwimmbrett festbinden?

    ich brauche prkatische tipps ;-)

    • Bist du beim Kurs dabei? Ich würde die Kids übergeben, weggehen und dann einfach mal dem Schwimmtrainer vertrauen! Deine Kids werden ja nicht seine ersten Schüler sein. Ohne Mama sind viele Kinder oft ganz anders und v.a. weniger bockig und dafür kooperativer.
      Zuhause würde ich außerdem positiv vom Schwimmlehrer reden, berichten, was y (Sohn) schon Tolles gelernt hat und x (Tochter) bestimmt auch bald kann (dann könnt ihr bald zusammen an See Z fahren) und evtl. Pommes/Eis o.ä. in Aussicht stellen, falls man sich in der Unterrichtseinheit richtig gut bemüht hat.

      Huhu...

      der Tip von Baby.2013 erscheint mir sinnvoll Hinschicken, GEHEN, abholen. Wahrscheinlich mach ihr das Gezicke weit weniger Spass, wenn du als Publikum fehlst. Und dann ist es ihre Entscheidung: Zusehen, wie der Bruder Spass hat und das Seepferdchen macht, oder irgendwann doch wieder mit machen.
      Viel mehr kannst du ja nicht machen, aber abmelden gäb's hier auf keinen Fall!

      Wie alt sind die Beiden eigentlich?

      LG

Hallo.

Ich habe zwar keinen Tipp. Aber lass die beiden nie alleine dort wie es hier andere schreiben.

Leider habe ich diesen Fehler gemacht und mein Sohn ist ertrunken. Es war allerdings eine größere Gruppe.
Aber das Vertrauen kann niemals so groß sein, seine Kinder allein zu lassen.

Leider kam bei mir diese Erkenntnis zu spät mit bitteren Folgen 😪

Bei meinen Zwillinge würde es auch nur Privatunterricht geben und ich bin jede Sekunde dabei.

LG

Idee= seinem Kind selber das Schwimmen beibringen und Ihre Grenzen bezüglich dem Lehrer achten

Sich sehe es anders als die Mehrheit hier. Schwimmen (lernen) ist ein Hobby und soll Spaß machen und das Kinder sollen Freude daran haben. Schule ist Pflicht und kann damit verglichen werden. Wenn das Kind nicht mehr zum Schwimmen will, würde ich den Kurs abbrechen. Unter Druck und Zwang lernt das Kind das Schwimmen nicht. Wenn das Kind wieder bereit ist, würde ich wieder einsteigen. Vielleicht können die Stunden erst im August genommen werden. Vielleicht lernt das Kind auch alleine bzw Mittwoch deiner Hilfe schwimmen.

  • danke, eigentlich ist das auch meine meinung. ich war selbst etwas erstaunt, dass viele hier sagen, dass man das kind dann eben dazu zwingen muss.

    wir haben inzwischen ein gespräch gehabt und sie stört wohl, dass es einzelkurse sind. sie mag mit ihrem bruder zusammen zum schwimmlehrer. ich denke, das kriegen wir hin, ich setze mich auch gerne eine stunde daneben und schaue zu.

Hallo,
ich kann so gut nachvollziehen, wie ratlos du bist, steckte ich doch selbst in so einer Situation...

Tochter & Sohn hatten gleichzeitig Kurs, nur dass die Tochter älter ist und zu dem Zeitpunkt Silber machte (glaube ich, jedenfalls war sie schon viel weiter als der absolute Anfänger-Sohn)
Die ersten Stunden bei den Seepferdchen machte ein Trainer, dann war er verletzungsbedingt ausgefallen und es kam eine Vertretung. Beide in meinen Augen nett, kompetent, gingen auf Kinder zu... mein Sohn verweigerte komplett. „Bei der mache ich nicht mit.“ Er war 4, und ich kam nicht dagegen an. Alles habe ich ausprobiert, von Bestechung bis Drohungen, nichts hat geholfen. Er stand mit verschränkten Armen da und machte nicht mit.
Wir sind tatsächlich bis zum Schluss hin, Tochter schwamm in ihrem Kurs, Sohn saß umgezogen am Beckenrand und wartete. Ich glaube, zum Schluss hat es ihn schon ziemlich gewurmt, wenn er sah, dass die Kinder schon paar Meter schwimmen konnten. Er hat es nie zugegeben. Als es dann darum ging, ihn wieder anmelden oder nicht, habe ich mit ihm gesprochen, den Ernst der Lage erklärt (er muss schwimmen können, man muss auch mal mit Menschen auskommen lernen, die man vielleicht nicht so „riechen“ kann...) Wir hatten nie wieder ein Problem damit. Er schwimmt. Aber dieser eine Schwimmkurs ist buchstäblich „ ins Wasser gefallen“

Ich wünsche Dir Geduld, und das es spätestens beim nächsten Mal besser wird.

LG

  • (19) 30.06.19 - 11:18

    Was ich noch vergessen habe: wir sind in dieser Zeit öfter mit der ganzen Familie ins Schwimmbad gegangen, und haben bei diesen Ausflügen niemals seine Verweigerungshaltung angesprochen. Dabei ging es um Spaß im Wasser, das sollte er auch haben.

    Wir halten es für total wichtig, sicher im Wasser zu sein, ich glaube, es hätte kein Weg daran vorbei geführt, es zu lernen. Weiß allerdings nicht, was wir gemacht hätten, wenn er z. B. bis heute sich so strikt geweigert hätte.

    LG

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