FSME-Impfung- Wie soll ich das meinem 3-Jährigen erklären?

    • (1) 02.07.19 - 20:05

      Hallo,

      die erste ,,bewusste'' Impfung steht an. Bewusst deshalb, weil alle bisherigen Impfungen nach dem Schema ,,hin zum Kinderarzt, Nadel rein, Geschrei, Trösten, fertig, nach 5 Minuten vergessen'' verliefen. Nun ist mein Sohn aber 3 Jahre alt und wird natürlich fragen, warum wir zum Kinderarzt fahren.
      Ich habe ein sehr schlechtes Gefühl, ihm zu sagen, dass er dort eine ,,Spritze'' bekommt, die weh tun wird. Gleichzeitig wird er aber natürlich noch nicht recht verstehen, warum ich es zulasse, dass die Kinderärztin ihm wehtut. Wie soll ich ihm das bloß vorher erklären? Gibt es evtl. Bücher zum Thema Impfen? Wir haben zahlreiche Kinderbücher, in denen die Figuren Kinderärzte besuchen. In allen verlaufen die Besuche allerdings positiv und ohne Schmerzen.
      Er geht momentan so gerne zum Kinderarzt, liebte es bei der U7a mitzumachen. Das wird sich wohl jetzt ändern.

      Wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten?
      Soll ich ihm eine Belohnung in Aussicht stellen?

      • Noch eine Bitte: Keine Antworten, wie z.B.: Deshalb lasse ich mein Kind nicht impfen, hausgemachte Probleme, usw...
        Ich bin pro Impfen, Impfstatus meines Kindes ist vollständig und Impfdiskussion habe ich bei Urbia schon ausreichende gelesen.

        (3) 02.07.19 - 20:12

        Also mein Sohn ist fast 3 und hatte noch keine "bewusste" Impfung. Allerdings wenn ich mit meiner Kleinen zum Impfen gehe und er fragt (nehme ihn mit) sage ich einfach das seine Schwester eine Spritze bekommen muss damit sie nicht krank wird, letztes Mal hat er gefragt ob er auch eine Spritze bekommt.

        Würde ihm das so erklären, dass es weh tut würde ich nicht unbedingt sagen, sonder sagen warum das gemacht werden muss und eine kleine Belohnung versprechen zb Päckchen Gummibärchen oder so😉.

        Was für eine Impfung bekommt er mit 3 ?🤔 also unsere ist 3 und hat keine... hat aber alles intus.

        Meine würde JETZT gar nicht fragen warum man zum Arzt geht. Spritze wprde ich gar nicht erwähnen. Es gibt Sachen die wichtig sind im Leben. Sag ihm das es gleich 1 sek piekst und gut ist. Belohnung finde ich übertrieben. Geh Eis essen das reicht

      Ich schließe mich mal an, meiner ist 3 Jahre und 3 Monate und ich möchte jetzt die B meningokokken impfen lassen. Ich hab eventuell den Vorteil, dass wir ein Baby haben, das jetzt eh immer mal geimpft wird.

    • (7) 02.07.19 - 20:19

      Wie wäre es : wir fahren zum Kinderarzt und du bekommst eine Impfung. Das ist ein Training für deinen Körper, um Krankheiten besser zu besiegen. Die Impfung ist in einer Spritze und das kann auch schon mal piksen, aber das tut nur kurz weh. Wenn man die Krankheit bekommt, geht es einem viel länger schlecht.

      Ich würde alles absolut ehrlich, nur etwas einfacher beschreiben. Verheimliche ihm die Spritze auf keinen Fall. Ich würde da ganz offensiv mit umgehen. Die Spritze gehört dazu, aber man kann sich und auch Kinder dazu konditionieren, dass auch das nicht angstauslösend schlimm seien muss. Unangenehm ja, schlimm nein.
      Vielleicht hat er ja sogar einen Arztkoffer und darf dich schon mal vorher 'Probe-Impfen'.

      Ich würde auch ruhig belohnen, wenn es gut geklappt hat und auch die Belohnung in Aussicht stellen. Gerade wenn er noch gerne zu Ärzten geht, könnte man versuchen, dass er auch die ganze Impfprozedur mit einer Belohnung verknüpft.

      • (8) 02.07.19 - 20:29

        Vielen Dank für deine Antwort, die mir sehr weiterhilft. Genau das trifft auch mein Gefühl. Ich möchte es ihm auf keinen Fall verschweigen, sondern ihn bestmöglich darauf vorbereiten. Deine Erklärung ist super!

        (9) 02.07.19 - 21:06

        Wir haben es mit 6 Jahren genauso gemacht bei der Auffrischung. Das war in den Sommerferien vor der Schule.
        Ich will es nicht verschweigen: ich habe es ruhig erklärt... er hatte einen riesengroßen Panikanfall. Hat geweint und geschrien, hat fast keine Luft bekommen.
        Ich sagte, er hat leider keine Wahl, da es wichtig ist und die Krankheiten viel schlimmer sind, als der kleine Pieks. Der Anfall dauerte 1 Stunde. Wir fuhren dann los und die Spritze war problemlos.
        Er durfte sich danach ne Kleinigkeit aussuchen. Fertig.
        Ich hatte ihn schon oft dabei, wenn ich gepiekst wurde (Spritzen gegen Schmerzen, Akupunktur, Blut abnehmen)- er wollte immer mit mir gehen und ich verziehe keine Mine- bin es gewöhnt. Er kannte es halt auch.

        Kurz: viel Drama, am Ende alles gut
        Man muss seinen Standpunkt vertreten, keine Wahl.

        (10) 04.07.19 - 20:22

        Genau so machen wir das und es hat immer gut geklappt. #pro

    Hallo
    Ich war letztens mit meinem bald 4 jährigen beim Impfen.
    Er spielt gerne mit seinem Doktor Koffer und mit dem hab ich ihm das dann erklärt.
    Das der Doktor eine Spritze nimmt und da eine Nadel dran ist mit der er dann einen Piks bekommt. Das tut kurz weh, dauert aber net lang. Und wenn wir fertig sind dann holen wir uns ein Eis. Wir haben das dann ein paar mal durchgespielt... Jeder wurde mal mit der Spielzeug Spritze geimpft.

    Er ist dann auch ganz cool da rein marschiert, hat gesagt er kriegt jetzt nen Piks und dann ein Eis 😂
    Er durfte sich aussuchen welcher Arm gepikst wird, hat sich die Einstichstelle dann auch zeigen lassen und gemeint "so, fertig, jetzt gibt's ein Eis 😂

    LG Andrea

(13) 02.07.19 - 20:32

Sei so ehrlich wie möglich. Ich erzähle immer den Grund warum wir zum Arzt müssen. Bei FSME habe ich ihr gesagt das es kleine Tierchen in den wiesen gibt die beißen können und man davon krank wird. Eine Spritze tut nunmal weh, das beschönigen ich nicht. Es piekst kurz, brennt ein bisschen, muss aber sein um gesund zu bleiben.
Sie versteht es, ist recht gefasst, weint laut ihren Schmerz raus und ist nachher stolz auf ihr Pflaster. Danach gehen wir meist Eis essen. 😉
Wenn sie krank ist und wir zum Arzt müssen fragt sie auch mal ob sie eine Spritze bekommt.. Da sag ich dann das ich es nicht weiß.
Ich glaube einfach das man mit Ehrlichkeit dort am besten fährt.. Nach der Impfung habe ich ihr gesagt das die gewünschten Ohrringe ungefähr genauso weh tun 😉

(14) 02.07.19 - 20:33

Wir gehen nachher zum Arzt. Du brauchst eine Impfung. Das hilft dir das du später nicht krank wirst. Piekst kurz, tut nicht richtig weh. Freust du dich schon auf das super tolle Buch im Wartezimmer?

(15) 02.07.19 - 20:35

Hallo

Also ich kläre sowas schon immer recht ehrlich, aber ich würde das jetzt auch nicht wochenlang thematisieren.
Und manchmal sind Arztbesuche bzw. bestimmte Untersuchungen oder Behandlungen eben ein bisschen schmerzhaft, das hat mein Sohn recht früh verstanden.
Mit einer Belohnung das musst du wissen, bei uns gibts nen Luftballon o.ä. vom Kinderarzt da Mache ich bei nem normalen Termin nicht noch zusätzlich was (während eines Krankenhaus Besuches gabs bei uns Eis und Gummibärchen).

#winke

Du hast ja schon tolle Antworten bekommen, wie du die Impfung deinem Kind erklären kannst. Das finde ich auch richtig und wichtig, ABER ansonsten würde ich es vermeiden so eine große Sache daraus zu machen. DU verbindest mit der Spritze Ängste und Sorgen (z.B. spätere Arztbesuche) und musst gut aufpassen, dass du diese nicht unbewusst auf dein Kind überträgst. Das ist wirklich nicht böse gemeint, aber du machst dir sehr weitreichende Gedanken und solltest aufpassen, dass zu viel Tamtam dein Kind nicht erst recht verunsichert (wie gesagt - ganz unbewusst)...

Bei meiner Tochter (2,5) war die erste FSME-Impfung unkompliziert, da sie natürlich (trotz kindgerechter Erklärung) nicht genau wusste, was da kommt. Danach war der "Pieks" nun aber immer wieder Thema. Sie spielt die Situation oft nach und weiß, dass noch eine folgt. Mehr erzähle ich aber nicht. Es soll nicht ständig present sein als Thema!

  • Schliess mich dem an...eine Spritze ist nix tolles, aber auch nix, wovor man Angst haben müsste. Es piekst, das ist alles!
    Würd ich gar kein grosses Getöse drum machen und mich so positiv wie möglich geben. “Belohnung“ würd ich nicht im Zusammenhang in Aussicht stellen. Das impliziert ja irgendwie schon, dass es ziiiiemlich übel ist und irgendwie “wieder gut gemacht“ werden muss. Ein Eis im Anschluss, weil er tapfer war, ja! Aber das würd ich VORHER gar nicht ankündigen.
    Halt DU mal die Ohren steif 😉 Wird bestimmt viel besser klappen, als du denkst.

    LG und viel Erfolg
    Elisel

Meine Jungs (3 und 6) haben auch frisch die 2. fsme Impfung bekommen. Beim ersten Mal hab ich gesagt, wir gehen zum Arzt und ihr bekommt die Impfung, die ist in einer Spritze, es piekst kurz, geht aber schnell vorbei.

Der große hatte kurz zuvor find Zecke und sie waren sehr aufgeregt. Haben da schon erklärt, dass zecken böse Krankheiten übertragen können und dass die Impfung gegen eine der Krankheiten helfen kann. Das fanden sie selbst dann schon wichtig.
Ich hab aber auch keine Diskussion zugelassen, gesagt, dass es vielleicht schon kurz unangenehm ist, es aber nun mal sein muss, um geschützt zu sein.
Danach gehen wir Eis essen.
Der große war ziemlich tapfer, beim kleinen ging’s zwar nur mit festhalten und etwas Geheule, aber es war nach 1 min vergessen, er hat dem doc ein Schnitzel ans Ohr gelabert und dann jedesmal eine Woche lang jedem stolz von der Impfung erzählt.

(19) 02.07.19 - 21:32

Ich wollte mich bei allen ganz ganz herzlich bedanken. Es waren viele tolle Tipps dabei. Ihr habt mir auch die Augen geöffnet, weil mir gar nicht bewusst war, dass ich tatsächlich unbewusst meine Ängste auf ihn übertragen könnte. Ich weiß nun, wie ich vorgehen werde. Bin wirklich gespannt, wie er sich verhalten wird!

Ich habe meiner Tochter (3) erklärt das die paar Spritzen dafür sorgen das sie nicht ganz lage dolle aua hat und Nach der Impfung gibt es bei uns immer ein eis. Sie ist aber auch sehr tapfer nur letztes Mal war nach dem impfen die Kinderärztin doof. Die letzte zecken Impfung ist dann zum Glück erst nächstes Jahr.

Gar nix musst du sagen bzgl. weh tun etc. Du erklärst ihm, dass die "bösen Zecken" einen beißen und schlimme Krankheiten übertragen können, wo man wochenlang im KH liegt & eine Nadel im Arm hat. Deswegen: jetzt ein kurzer Piks, dann ist es nicht so schlimm, wenn die Zecken beißen, weil dann in seinem Körper Superkräfte sind, die das bekämpfen können.

Ein so kleines Kind kann mit den "bösen Zecken" gar nichts anfangen. Das verursacht doch nur unnötige Bilder im Kopf.

Unsere Kinder 7 und 9 wurden damals auch gegen FSME geimpft. Ich habe ihnen gesagt, da wir in den Urlaub fahren, müssen sie geimpft werden. Es ist kurz unangenehm, aber nicht sehr schmerzhaft. Das war in dem Alter kein Problem.

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