Kind möchte nicht bei Oma und Opa Schlafen

    • (1) 03.07.19 - 08:06

      Hallo schön guten,

      Wir haben folgendes Problem,
      Unser kleiner etwas über 3 Jahre kommt bald in den Kindergarten.

      Die Krippe hatte uns empfohlen ihn 2 Wochen vorher raus zu nehmen, damit er 2 Wochen Urlaub hat.

      Leider können wir die 2 Wochen nicht frei nehmen.

      Jetzt ist es so, das meine Partnerin es gerne möchte das unser kleiner bei Oma und Opa für eine Woche schläft.

      Wir haben auch schon mit ihm darüber gesprochen.
      Sobald er erfährt dass Mama und Papa nicht mit dabei sind, fängt er an ängstlich zu werden.

      Sie sagt zu mir immer, ich könnte nicht los lassen.

      Vor einem Jahr, hatte unser kleiner eine Nacht bei Oma und Opa verbracht.

      Am nächsten Tag, wo wir wieder da waren, schien alles prima geklappt zu haben.
      Bis ich eine Tasche ins Auto gebracht hatte. Da war alles aus, der Kleine hatte nur geschriehen gehabt.

      Was meint ihr,
      Sollte man den kein ohne dass er es überhaupt nicht gegen sein will zu Oma und Opa stecken?
      Sie wohnen ja auch 2 Std weit weg.

      Zur Not könnte Opa auch zu uns kommen und da auf ihn aufpassen.

      • Hallo,

        bitte macht es nicht. Es würde wohl eh nicht funktionieren und wenn er unter Zwang da bleiben muss wird es großen seelischen Schaden anrichten.

        Ich bin immer dafür das Kinder auch mal wo anders schlafen, aber doch nicht so.
        Zudem wird der Kontakt bei 2 St. Entfernung auch nicht so eng sein.

        Mein Sohn (inzwischen 13 J.) hat schon früh bei meinen Eltern übernachtet, die wohnen aber nur 3 Straßen weiter und meine Schwiegermutter sogar bei uns im Haus.
        Für 2 Wochen haben wir das aber nie gemacht.

        Pause im Übergang von Krippe zu Kindergarten mag ja schön sein, bei euch aber nicht möglich. Fertig.

        LG
        Tanja

        • (3) 03.07.19 - 10:02

          >> großen seelischen Schaden anrichten <<

          Das glaube ich nun nicht unbedingt.

          Einen großen seelischen Schaden erleiden Menschen sicherlich durch andere Dinge. Dass die ungewollte Übernachtung bei den Großeltern aber zu einem "großen seelischen Schaden" führt, halte ich nicht unbedingt für gegeben.

          • (4) 03.07.19 - 11:11

            Ohne näher drauf eingehen zu wollen. Leider kenne ich solch ein Beispiel aus meinem Umfeld. Da waren die Eltern auch der Meinung das Kind muss bei den Großeltern bleiben. Das komplette Programm schreien, kotzen usw. Es wurde nicht abgeholt, musste es ja lernen.
            Das Kind ist massiv (bindungs-) gestört und hat sämtliches Vertrauen verloren. Ist seit ca. 4 Jahren in Behandlung

            Ja, sicher ein krasses Beispiel, aber so etwas hätten wir unserem Sohn nie angetan.
            Er hatte auch Tage da wollte er von meinen Eltern plötzlich nach Hause. Da hat ihn einer abgeholt und gut.

            • (5) 04.07.19 - 08:42

              Das liegt dann aber ganz sicher nicht an einer einzigen Begebenheit. Eine sichere Bindung lässt sich nicht durch sowas brechen. Das ist Schwachsinn. Die Eltern werden sicher in mehreren Situationen immer wieder Exempel statuiert haben, weil das Kind irgendwas auf Biegen und Brechen lernen musste und das wird das Kind beeinträchtigt haben.

              Kein Kind ist wegen einer Nacht in bekannter Umgenung, wo es keine Gewalt gegeben hat gleich lebenslang bindungsgestört. Wäre das so, wären wir alle nicht lebensfähig.

          Unser Kinderarzt und Kinderpsychologe hat mir mal gesagt, nachdem ich ihm eröffnet hatte, dass meine Tochter bei Oma und Opa geweint hat, als wir sie dort zum Übernachten gelassen hatten (sie hat leider wirklich fast 20 min. geweint):

          "Und was lernen wir daraus? Das machen wir nicht wieder! Das Kind kann bereits aus dieser Situation ein Trauma erlitten haben. Das sind die Kinder, die ich später als Kinderpsychologe betreue..." #zitter

          Ich fand das mehr als übertrieben und war voll durch den Wind, auf der anderen Seite bin ich eben nicht der Fachmann, sondern er.

          Seitdem lassen wir unsere Tochter nicht mehr bei Oma und Opa, wenn sie nicht von sich aus sagt, dass sie es möchte.

    Auf keinen Fall sollte das Kind gegen seinen Willen bei seinen Großeltern übernachten. Besser ihr verzichtet auf die 14 tägige Pause und macht diese, wenn Ihr Zeit habt. Das Kind braucht euch und ist noch nicht bereit, ohne euch bei Oma und Opa zu übernachten. Dieses solltet ihr als Eltern respektieren und akzeptieren.

    Hi,

    wo anders übernachten nur wenn das Kind es will. Mein Großer wollte mit 3 bei Oma und Ipa übernachten und als die Oma das Licht ausgemacht hat, wollte er dich wieder zu uns 😉.
    Mit 4 hat er sich jetzt getraut, lediglich nach dem Aufwachen wollte er dann nicht warten bis wir zum Frühstück kommen, sondern zu uns rüber und dann mit uns wieder zurück zum Frühstück 😂😂.
    Wir wohnen neben den Schwiegereltern, daher ist das kein Problem.

    Ich würde sagen, dass der Opa zu euch kommt und auf ihn aufpasst. Wenn der Zwerg nachts Angst bekommt ist man bei 2 Stunden Fahrtweg aufgeschmissen.
    Oder ihr lasst das mit den Ferien einfach, verstehe den Sinn dahinter eh nicht so ganz. Oder macht nur 1 Woche, das ist in dem Alter ja auch schon eine Ewigkeit

    Ich würde das Kind nicht gegen seinen Willen eine ganze Woche bei Oma und Opa abgeben, nur damit er "Ferien" hat. Die KiTa meint es sicherlich gut damit, ihm zwei freie Wochen zu gönnen. Wenn es aber nur unter immensem Stress machbar ist, dann würde ich es lassen und auf die zwei KiTa-freien Wochen pfeifen.

    Sofern die Großeltern auch zu euch kommen können, halte ich das für die bessere Variante. Dann hat euer Sohn immer einen netten Tag mit den beiden und dennoch am Nachmittag / Abend Kontakt zu euch.

    Ich finde eine Woche einfach doch sehr lang für einen Dreijährigen und bei einer zweistündigen Entfernung ist man auch nicht "mal eben schnell" wieder dort.

    Einer Empfehlung muss man nicht nach kommen. Es geht eben einfach nicht.
    Ich glaube nicht, dass euer Sohn 2 Wochen Urlaub braucht. Wovon denn? Vor allem finde ich, wenn er 2 Wochen "Zuhause" war wird die Eingewöhnung um so härter.
    Lasst es lieber sein. Die Voraussetzungen sind ja nicht gegeben. Ihr könnt nicht, er kann nicht woanders.

    Nein lasst es lieber.
    Das ist doch viel mehr Stress für ihn als der Übergang zum Kindergarten.
    Hätte da Bedenken, dass er dann noch mehr an euch klammert wenn er zurück ist und die umgewöhnung gar nicht klappt.
    Sagt halt den Erzieherinnen dass es nicht machbar ist und gut ist.

    Glaube mir, dass wird euch sowas von nicht helfen, wenn ihr ihn bald in der Kita eingewöhnen wollt!
    Und auch nicht in der Beziehung zu den Großeltern.

    Ich würde mit der Krippe sprechen, und im Zweifel die zwei Wochen ihn noch dahin gehen lassen. Es ist für ihn ein gewohntes Umfeld, wo er sich wohl fühlt.

    • Hallo, erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

      Die Krippe hatte uns gesagt, das es aus Erfahrung heraus besser ist, das Kind vor dem Wechsel in den Kindergarten 2 Wochen aus den Alltag zu nehmen.

      Da wäre die Eingewöhnung einfacher, da er dann die anderen Kinder vermissen würde.

      Zu der Übernachtung bei Oma und Opa.
      Sie würden auch zu uns kommen.

      Meine Partnerin meint immer, ich könnte von unseren klein nicht los lassen.
      Man müsste ihm es so erklären, das er mit Oma und Opa was schönes macht, und Mama und Papa arbeiten müssen.

      Man sollte am besten garnicht sagen dass Mama und Papa nicht da sind.
      Angeblich hätte er gar kein Zeitgefühl in dem Alter.

      Was haltet ihr davon?

      Ich finde selber das es ihm gegenüber nicht gerade ehrlich ist.

      • Auf keinen Fall!
        Natürlich wissen die Kinder schon Bsscheid.
        Und etwas heimlich, ohne das Kind einzuweihen halte ich für nicht gut. Ein Kind erinnert sich auf sehr lange (oder ein Leben lang) daran.
        Man muss auch bedenken es ist eine Woche und nicht eine Nacht.

        Zu der Krippe kann ich sagen, dass es schön ist wenn die so viel Erfahrung haben. (Bezweifle ich allerdings. Es ist ja nicht so, dass die so viel Kontakt noch zu den Kindern haben, die die Einrichtung verlassen haben)
        Aber ihr kennt euer Kind am besten. Wenn sr sich eher schlecht trennt, wird es sich wahrscheinlich zu Hause wohler fühlen. Es ist ja auch nicht so, dass ihr auf dem Mond lebt und in der Freizeit keinen Kontakt zu Kindern habt. Also was soll er da vermissen?

        Hallo,

        wir haben 2 Kinder von der Kita in den Kindergarten wechseln lassen und nie vorher 2 Wochen Urlaub davor gehabt. Wochenende und Montags start im neuen großen Kindergarten für die großen Kinder.
        Ich kenne das mit dem Urlaub gar nicht, auch nicht im Bekanntenkreis. Und alle haben es geschafft.

        Auch würde ich nicht das Kind zwingen über Nacht wo zu sein, wo er unsicher wird. Das fällt Euch mindestens bei der Eingewöhnung in die neue Einrichtung kräftig auf die Füsse...

        Ich würde diese 2 Wochen "Urlaub" nicht machen.
        Es ist ja Alltag, in die Betreuung zu gehen und diesen würde ich nicht unterbrechen. Von Alltag A in Alltag B sozusagen wechseln finde ich persönlich stimmiger.

        Auch die Oma/ Opa-Woche zuhause bei Euch würde ich anders machen. Wir sind mit unseren Kindern ehrlich und sagen wir müssen arbeiten. Das verstehen sie auch.
        Aber wenn es nicht nötig ist mit diesem Kita-Urlaub würde ich das auch nicht machen.

        Das wäre meine persönliche Meinung dazu, aber Ihr kennt Euer Kind ja am besten und könnt besser abschätzen wie es mit was am besten zurecht kommen würde.


        Alles Liebe!

Würde ich nie machen, bis das Kind von selbst den Wunsch äußert. Nein, ein 3jähriger Steppke MUSS nicht bei Oma/Opa schlafen.

Ich finde den Vorschlag generell schon sinnvoll.
1. sollte jedes Kind pro Jahr MINDESTENS einmal zwei Wochen am Stück Urlaub von der Betreuung machen (meistens ist das mit der Sommerschließung abgedeckt).
2. Gibt es einen klaren Cut, dass die Zeit in der Krippe jetzt definitiv für ihn vorbei ist und er hat 2 Wochen Zeit, bevor er in einen neuen Lebensabschnitt starten muss.
3. Der Umstieg Krippe zu Kindergarten ist nicht zu unterschätzen. Wenn ihr nur ein Kind habt, könnt ihr das jetzt noch gar nicht wissen, um wie viel heimeliger es doch in der Krippe war. Im Kindergarten kommen viel mehr Kinder auf weniger Erzieher, das bedeutet für das Kind, dass es weniger Exklusiv-Zeit mit den Betreuern hat. Mitunter nämlich gar keine, wenn man sich die Personalnot mal ehrlich und ungeschönt anschaut. Es wird von ihm im Kindergarten sehr viel mehr Selbstständigkeit gefordert, sei es sich alleine anzuziehen, sei es zu frühstücken, sei es aufs Klo zu gehen.
4. Er kommt in ein neues Haus zu lauter Fremden, da braucht er in der Familie verstärkt Zeit und Aufmerksamkeit von EUCH.

Ich denke, Oma und Opa sollen zwei Wochen zu euch ziehen, wenn er nicht dorthin will, jedoch denke ich, dass eigentlich IHR es seid, die mit ihm diese zwei Wochen verbringen sollten. Es ist ja EUER Kind.

Hier noch eine Stimme gegen die zwei Wochen "Urlaub". Wenn er das partout nicht will, dann ist das für ihn ja auch nicht wirklich Urlaub, sondern eher eine Qual. Meine Tochter war mit knapp 3,5 bis Donnerstag, 28.2. bei ihren Tagesmüttern, am Freitag, den 1. März hatte sie ihren ersten Tag im "großen Kindergarten". Gut, sie war auch sehr unkompliziert, was Eingewöhnung anging. Mit 15 Monaten bei den Tagesmüttern dauerte die Eingewöhnung theoretisch zwei Wochen, praktisch war sie ab dem 4. Tag von morgens bis mittags allein dort und hat ab der 2. Woche dort Mittagsschlaf gemacht. In der neuen Kita war ich dann den ersten Vormittag mit ihr da und als wir gegen 11h gehen sollten/ konnten, wollte sie noch länger bleiben, so dass ich sie um 13h abgeholt habe. Am 2. Tag (also Montag) war ich bis nach dem Frühstück dabei. Später hat sie noch ein paar mal gesagt, sie wolle nochmal Eingewöhnung machen, sie hätte mich gern dabei. Nicht, weil sie mich gebraucht hätte, eher, weil sie bei anderen Kindern gesehen hat, dass in der Eingewöhnung ein Elternteil wochenlang dabei ist und sie auch gern mal ihre Mama mitbringen würde.
Natürlich ist nicht jedes Kind da so unkompliziert. Mein Sohn hat jetzt im April auch eher 4-5 Wochen gebraucht und wenn ich nicht hätte arbeiten müssen, hätte es wohl auch länger gedauert.
Dennoch halte ich die zwei Wochen, insbesondere mit der Variante zu Oma und Opa "abschieben" für eher kontraproduktiv.

Wenn man mal ganz böse interpretieren wollte, würde ich sagen, die Krippenerzieher wollen sich nur selbst entlasten, indem sie ihn zwei Wochen eher verabschieden wollen... aber was weiß ich 🙈😜

Hallo,

ich habe in Deinem Post heraus gehört, dass Du mit Deiner Partnerin auch sehr uneinig bist. Das ist sicherlich auch ein Thema, was ihr besprechen müsst.
Warum sollst du eigentlich mehr loslassen?

Die Aussage, dass ein dreijähriges Kind kein Zeitgefühl hat, ist falsch. Kinder in dem Alter können durchaus 1 Tag von einer Woche im erleben unterscheiden.

Es geht bei der Planung um eine ganze Woche und nicht um nur eine Nacht! Wie schrecklich wäre es für das Kind. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie schmerzlich Heimweh war!

Hast Du die Problematik mit dem Kindergarten mal besprochen? Die Erzieher wollen sicher auch kein Kind, dessen Elterliche Bindung auf so eine harte Probe gestellt wurde zur Eingewöhnung haben. Das ist dann ja wirklich eine Mehrfachbelastung
Abschied von der Krippe
Abschied von den Eltern
...dann wieder Abschied von den Großeltern
und dann Eingewöhnung!

Puhhh, ich wäre gestresst!

  • Hallo, so ähnlich hab ich ihr gegenüber auch argumentiert.

    Sie ist ja der Meinung dass es ihm bei Oma und Opa gefällt.
    Das er dann auch mit Oma und Opa spielt usw.
    Klar macht er das, aber auch nur weil er weiß dass wir da sind.

    Wie Heimweh ist, weiß ich auch. Lag mit 6 Jahren für 2 Wochen im Krankenhaus.

    War auch später 2 Mal über 4 Wochen auf Kur als Kind. Kenne das Gefühl.

    Sie möchte halt gerne ihren Eltern den Gefallen tun, das sie ihn auch Mal für längere Zeit haben.

    Egal ob er es möchte oder nicht.

    • Sie will das Kind gegen seinen Willen den Eltern geben? Oh Gott, da wird einem ja fast schlecht.

      Das Kind ist ein Mensch mit voller Würde.
      Willst du 2 Wochen wo sein, wo du nicht hin möchtest?

      Ein totales No Go! Das ist doch kein Auto, das man mal vergibt.

      Oma und Opa können bei euch schlafen, das Kind betreuen während ihr arbeitet. Das gibt vielleicht auch Gejammer, wenn ihr morgens geht, aber ist verständlich für ein Dreijähriges und es wird nicht seiner gewohnten Umgebung entrissen.

      Aber dann habt ihr doch eigentlich schon die Lösung gefunden... die Großeltern kommen zu Euch!
      Und vielleicht bauen die drei dann so eine Bindung auf, wie Deine Partnerin es sich wünscht!

Die Antworten hier sind ja eindeutig, kannst du deiner Partnerin ja mal zeigen.

Auch von mir ein klares Veto.
Lässt den Opa zu euch kommen.

Und es ist Quatsch, dass er kein Zeitgefühl hat, es ist nur anders und Heimweh kann auch ein 3 jähriger haben.

Dann nehmt ihn eben nicht zwei Wochen vorher aus der Krippe. Ihr habt eben keine Zeit mit ihm den „Urlaub“ zu verbringen. Wenn er weiter zur Krippe geht, ist es für alle am einfachsten. Eine Woche zur Oma geben würde ich auf keinen Fall machen.

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