Thema einnässen... es nervt nur noch...

    • (1) 05.07.19 - 13:01

      Hallo ihr Lieben
      Vielleicht hat ja jemand den ultimativen Tipp, ich plage mich mit dem Theater schon lange rum, es ist mal besser und dann wieder ganz schlimm, so wie aktuell grad.
      Meine fast 4- jährige Tochter trägt seit bestimmt einem Jahr keine Windel mehr. Braucht sie eigentlich auch nicht. Eigentlich heisst, dass sie sehr wohl merkt wenn sie pipi muss, sie sitzt oder steht dann in äusserst eindeutiger Pose da. Wenn man sie drauf anspricht, kommt aber immer die gleiche Antwort:“Nein, ich muss nicht!“ Wenn man sie einfach aufs Klo setzt, kommt nichts, kaum aufgestanden wird die Hose langsam feucht. Das tröpfelt dann stundenlang so vor sich hin und die Einhalterei ist kaum mit anzusehen, bis sie endlich beschliesst, jetzt doch mal zu müssen. Ich habe ihr gestern 4 mal die Hose gewechselt, weil durchgehend feucht und stinkig. Heute um 11 schon die Zweite. Jetzt habe ich ihr eine Windel verpasst, die sie natürlich wieder ausziehen will. Sie pullert da nicht richtig rein, sondern hält trotzdem stundenlang ein. Nachts wacht sie auf und sagt einfach Bescheid wenn sie muss. Es scheint also eher ein „keine Zeit“ Problem zu sein. Wenn sie ganz nackt ist klappt’s auch, das ist aber keine Dauerlösung...
      Hat jemand einen Tipp? Wie reagiert man da? Aussitzen und mehr Hosen kaufen?
      Danke erstmal und beste Grüsse

      • (2) 05.07.19 - 13:23

        Hallo Lala,

        das Problem hatten wir nach dem Wechsel von der Kita auf den Kindergarten mit unserem 3 jährigen auch. Er war mit 1,5 (!!) schon absolut zuverlässig trocken.
        Seit dem Kindergartenwechsel klappt es phasenweise gar nicht.

        Wir sitzen es quasi aus. Ich ziehe ihn keine Windel mehr an, er weiß wenn ich absolut keine Wechselkleidung dabei habe, dass er aufpassen muss sonst gehen wir gleich heim. Das hilft, meist sagt er es dann rechtzeitig (und ich habe immer noch was dabei ;-))

        Wenn er an einem Tag einmal in die Hose machte MUSS er zur Toilette mit wenn ich es sage. Ich schaue dass wir dann alle 30 min bzw je nach Trinkverhalten auch mal erst nach 1h gehen. Das stößt kurz auf Protest aber geht auch gut.

        Ansonsten funktioniert ziemlich gut das Belohn-System: für jeden Tag trockene Hosen gibt es einen Sticker, bei x Stickern ein Geschenk/ Besuch im Eiscafe/ ein bestimmter Spielplatz.
        Hier muss ich gestehen dass ich es selbst leider nicht durchgängig mache da Vollzeit arbeite und nach der Arbeit vergesse ich leider das Stickern öfter #schwitz bringt nur was mit konsequent stickern. Beim Großen hab ich das erfolgreich gemacht.

        Aber am meisten Hilft: Geduld.
        Es gibt immer wieder Rückschritte. Sie müssen es erst lernen. Auch mit fast 6 wird oft gewartet bis es nicht mehr geht, selten aber passiert mal.

        Alles Liebe Dir!

        • (3) 05.07.19 - 14:03

          Es ist nicht besonders selten das Kinder die so früh schon „trocken“ sind dann später einen Rückfall bekommen. 1,5 Jahre ist einfach zu früh. Wie hast du dein Kind trocken bekommen ? Aufs Töpfchen gesetzt und gewartet bis was kommt ?
          Eigentlich spürt ein Kind mit 1,5 Jahren noch garnicht das es auf die Toilette muss.
          Ich will doch garnicht angreifen ! Auch wenn ich glaube das es sich so anhört aber es ist für mich kaum vorstellbar das ein Kind in diesem Alter zuverlässig trocken ist weil es spürt das es auf die Toilette muss und nicht weil es konditioniert wurde.

          • (4) 05.07.19 - 15:16

            So ganz verallgemeinern kannst du das nicht. Mein Jüngster z B. sagte ab 16 Monaten von alleine "Mama AA" und das BEVOR er machte. Sind dann zur Toilette und da machte er. Einige spüren sehr wohl etwas. Meine älteste Tochter z. B. Pipi mit 20 Monaten. Ebenfalls von alleine!

          • (5) 05.07.19 - 16:11

            #rofl Ich hab mein Kind nicht konditioniert und keines meiner Kinder hat das Töpfchen gesehen oder musste gar auf der Toilette sitzen bleiben bis was kommt...

            Er sagte von jetzt auf nachher er muss pieseln. Ich bin dann einfach mal zur Toilette und dachte anfangs, es ist ein Spiel, das er sich beim großen Bruder abgeschaut hat. Aber es stimmte jedes mal und er war absolut und sicher trocken bis zum Wechsel in den Kindergarten.

            Dass 1,5 Jahre extrem früh ist wissen wir selbst. Auch der Kinderarzt war erstaunt aber sagte, so etwas gäbe es aber eben extrem selten.

            Der Rückfall bei ihm ist offensichtlich weil er viele neue Eindrücke bekommt (über 100 Kinder im offenen Konzept), so dass er entweder gar nicht zur Toilette möchte oder einfach zu spät geht.

          Das ist Unsinn,der sich hartnäckig unter den Forums-Mamis hält, die sich gegenseitig erklären, dass ein Kind ruhig spät trocken sein darf.
          Ja, darf es.
          Es darf aber auch früh trocken sein.

          Meine Große war trocken, sobald sie sprechen konnte (mit 22 Monaten). Vermutlich etwas eher, aber mit 1,5 konnten wir "Pipi" und "Papa" einfach noch nicht unterscheiden...
          Da ich auch zu der "Nur-keinen-Druck-machen"-Fraktion gehörte, waren wir davon total überfallen.
          War aber so und es gab nie einen Rückfall. Sie ist jetzt sieben und kommt sehr lange ohne Toilettengang aus.

          Die Kleine Schwester war dann relativ "normal" mit 2,5 fast trocken. Diverse Rückschläge hatten psychische Ursachen.

          Ich persönlich denke, dass manche Kinder auch sehr spät trocken sind, weil man als Eltern einen Zeitpunkt verpasst,an dem man noch gar nicht damit rechnet. Aber das ist nur so eine Theorie...

          LG!

          • Du hast sicherlich recht das einige Eltern den richtigen Zeitpunkt verpassen, ob aus Unwissenheit oder manchmal auch einfach Faulheit. Trotzallem ist es keine theorie die sich hier irgendeine Mama ausgedacht hat sondern es ist wissenschaftlich bewiesen.
            Es mag auch immerwieder Ausnahmen geben das bezweifle ich nicht, aber ein Kind ist mit 1,5 Jahren im Normalfall nicht trocken. In diesem Alter kann ein Kind die Signale seines Körpers bezüglich der Ausscheidungen noch nicht verstehen. Wie gesagt Kinder die immerwieder von den Eltern aufs töpfchen gesetzt werden und dann pipi machen oder Stuhlgang haben und nicht von sich aus auf die Toilette gehen sind NICHT trocken! Und das verwechseln viele von den Müttern die ganz stolz sagen ihr Kind ist schon mit 1 oder 1,5 Jahren trocken.

    (9) 05.07.19 - 13:59

    Wenn es definititv ein Problem von "keine Zeit" ist, würde ich sie sich die nasse Kleidung selbst ausziehen lassen und neue wieder an. Dann merkt sie, dass das länger dauert als der Toilettengang. Schöne Unternehmungen würde ich unterbrechen, dann muss man eben mit nasser Hose nach Hause.

    Ansonsten alternativ einmal die Stunde aufs Toi schicken, dabei bleiben bis sie pullert und das aussitzen. Dann geht es eben nicht spielen, bevor nicht ein paar Tropfen kommen.

    • (10) 05.07.19 - 14:48

      Das machen wir schon, sie zieht sich dann auch ohne Murren selber um. Das mit dem Zeitaufwand versteht sie wahrscheinlich nicht. Anders kann ich mir das nicht erklären.

(11) 05.07.19 - 14:02

Mein Bruder hat auch nie was gefragt, auch auf Rückfrage nicht, und dann ist es doch in der Hose gelandet.
Nach einem großen Geschäft war meine Mutter so genervt, dass sie ihn in die Dusche gestellt und abgeduscht hat.
Danach ging es deutlich besser ...

Hast du sie mal gefragt warum sie einpullert ? Meinem Sohn passiert das auch hin und wieder, er sagt dann, wenn ich frage, dass er noch spielen wollte 🤷🏼‍♀️ also er ist sich dessen total bewusst

  • Sie sagt dann: “Das ist kein Pipi, nur Wasser.“
    Weitere Diskussion sinnlos...

    • (15) 05.07.19 - 14:52

      Dann spar Dir die Diskussion und mach ihr klar, dass nasse Hosen zum sofortigen Abbruch der laufenden Tätigkeit führen und nach Hause gegangen wird.

      Ob das Wasser oder drübergeschütteter Saft oder halt Urin ist.

      Versuch ihr das anhalten irgendwie zu vergrätzen. Steht sie mal wieder komisch da -> ab aufs Klo. Will sie nicht, dann stör das Spiel so lange durch nachfragen, bis sie genervt ist.

      Sie braucht vielleicht auch erstmal die erleichternde Erfahrung, nach einem Toilettengang in Ruhe weiterspielen zu können.

      • (16) 05.07.19 - 15:51

        Danke, das mit dem vergrätzen werd ich definitiv ausprobieren. Ich glaube wirklich, sie hat noch nicht verstanden, dass spielen mehr Spass macht wenn man nicht die ganze Zeit mit Einhalten beschäftigt ist. Wenn ich mir das so überlege, besteht das Problem auch vor allem zu Hause.

(17) 05.07.19 - 15:34

Wir hatten ein ähnliches Problem und nach einigen Gesprächen mit meinem Kind und dem Kinderarzt sind wir zu Slipeinlagen gelangt. Die konnten wir schnell und problemlos wechseln, das hat sie auch schnell selbst übernommen. So war die Hose nicht ständig nass, sie war entspannter, ich war entspannter und sie hat die Pipi nicht überall verteilt. Irgendwann war es einfach vorbei und wir konnten die Einlagen wieder weglassen. Eine Windel wollte sie zu der Zeit überhaupt nicht mehr tragen!

  • Interessant, das ist ja mal ein ganz anderer Ansatz. Danke, das werd ich im Hinterkopf behalten und wenn’s die nächsten Tage nicht deutlich besser wird auch ausprobieren.
    Das löst zwar das Problem nicht, macht aber das „Aussitzen“ deutlich angenehmer.

(19) 07.07.19 - 11:27

St du ärztlich alles abklären lassen? Keine Blase Entzündung? Harnwege ok?
Meine kann auch mega lange einhalten, rennt dann aber wenn es losgeht. Hosen sind eigentlich eher selten/nie nass. Sie muss gehen bevor wir das Haus verlassen, ansonsten schicke ich sie nicht denn so lernt sie nicht auf die blase zu hören.
Wir hatten am Anfang des Jahres 4 mal blasenentzundung innerhalb von 3 Monaten. Ein Zeichen war auch das die Hose ab und an mal feucht war. Sie hatte nie Schmerzen beim pipi machen und hat nur an und ab mal über Bauchschmerzen geklagt. Hab das garnicht so ernst genommen und auf zuviel Süßes bzw. auf die Koliken ihren neugeborenen Bruders geschoben. Also eher Aufmerksamkeit bekommen da er die ja auch bekommt bei Bauchweh. Bin erst spät zum Arzt und hatte ein wirklich schlechtes Gewissen. Mussten dann auch zum kinderurologen um es abklären zu lassen.
LG

(20) 07.07.19 - 21:13

Ich denke deine Tochter hat keine Zeit/keine Lust auf Toilette zu gehen, weil sie eben lieber etwas anderes macht. Also braucht es einen Anreiz warum es Spaß macht auf Toilette zu gehen. Hier funktionieren immer Aufkleber. Ich klebe ein Blatt Papier neben die Wand an der Toilette und für aufs Klo gehen gibt es einen Aufkleber. Eigentlich mache ich das gerade mit der Kleinen, sie wird gerade trocken, aber die große (4,5) mag auch immer welche. Bekommt sie dann eben für was anderes.
Oder du überlegst dir etwas anderes spaßiges was nur im Bad ist. (Tolles Bild, was ihr gemeinsam anschaut und du erzählst eine Geschichte darüber oder so.)
Ich habe mir meiner Tochter ausgemacht dass sie auf Toilette geht wenn ich sie darum bitte, auch wenn sie nicht muss. Wir nennen es "testen" und sie testet dann einfach ob sie muss. Besonders vor Autofahrten, denn sie muss eben doch, obwohl sie es verneint. Vielleicht könnt ihr so eine Regelung finden.
LG

(21) 09.07.19 - 22:26

Wieso schickst du sie nicht mit Nachdruck zur Toilette, wenn sie stundenlang so rumtröpfelt? Also das muss doch wohl wirklich nicht sein. Ich würde da auch keine Diskussion aufkommen lassen.

(22) 10.07.19 - 21:28

Hallo,
so aus der Ferne ist das immer nicht so einfach... :-)

Letztendlich gibt es ja nur den einen Weg aus dem Körper, vllt. ist ihr das nich nicht so ganz klar...;-)
Meiner hat immer gedacht, er kann das ausschwitzen oder so - keine genaue Ahnung. Aber er musste das auch erst einmal begreifen :-)

Es gibt so kleine Figuren, die du ins Klo kleben kannst und die Kinder versuchen die beim Pullern zu treffen. Das soll die Angst vor der Tiefe des Klosetts nehmen (einigen ist das zu ungeheuerlich so ein großes Loch unterm Hintern zu haben)
Vielleicht ist das ja eine Idee...

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ich hab so etwas mal ohne Belohnungssystem gesehen aber damit du weißt, was ich meine...

Ich weiß ja nicht, ob du das schon machst - aber bei meinem zieht es immer, wenn die Konsequenzen nerviger sind, als seine "Zeitspartaktik"..
Er hat seine nasse Kleidung selbst wegbringen müssen und in die Maschine, das stinkt ja sonst und anstellen, ggf. sauber machen, neue Kleidung holen, umziehen etc. - das alles dauert wesentlich länger, als mal kurz zu pullern.
Das dauerte etwas aber dann war ihm das zu lästig... #schein
Und das nicht als Drohung, sondern ich hatte immer dringenderes zu tun, da musste er los... ;-)

Anonsten ist es evtl. einfach die Reife und es braucht einfach Zeit...

lg Tanja

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