Kindergarten „erst“ mit 4❓Zu spät ❓“lang geworden“

    • (1) 09.07.19 - 08:34

      Hallo und guten Morgen,

      wie in meinem Post etwas weiter unten hatte ich ja schon ausführlich erzählt dass unsere Jüngste (wird in guten 4 Wochen 3 Jahre alt) sehr sehr schüchtern ist! Das äußert sich so dass sie in großen Gruppen nicht wohl fühlt und mir/und nicht mehr von der Seite weicht. Auch wenn es sehr laut zugeht hat sie ihre Schwierigkeiten! Mit manchen Erwachsenen möchte sie überhaupt nicht bis sehr wenig kommunizieren, schaut sie dann noch nicht mal an 🙁
      Wir gehen mit ihr 1x die Woche zum Kinderturnen (hier gefällt es ihr, hat hier aber durch mich auch die Sicherheit die sie braucht) treffen uns in regelmäßigen Abständen mit Freunden und deren Kinder. Hier ist es aber auch so, sind meine Freundin und die Kinder unter uns ist alles kein Problem, kommt ihr Mann dazu weicht mir unsere Kleine nicht mehr von der Seite.
      Bei Oma & Opa schlafen, keine Chance 😔 zwingen wollen wir sie aber auch nicht! Wir haben sie nun noch zum Musikgarten angemeldet und hoffen dass ihr das dann auch noch etwas helfen wird ihre Scheu vor dem Neuen etwas abzulegen.

      Jetzt sollte Sie zum 01.10. in den Kindergarten, hatten aber beim Abschlussgespräch nach der 1. misslungenen Eingewöhnung angemerkt dass die Kleine dann bitte in die „kleine“ Gruppe darf, da diese um rund 10 Kinder kleiner ist und eben andere Erzieherinnen. In der großen Gruppe hat sie eine Erzieherin da besteht offensichtlich eine Ablehnung auf der Seite unserer Tochter!
      Und gestern dann der Anruf:
      Start 1.10. in derselben Gruppe wie im Frühjahr 😫
      Nun unsere Überlegung sie erst mit 4 Jahren in den Kindergarten zu geben! Da der Stichtag in BW nun geändert werden soll/wird hätte sie auch noch gute 3 Jahre vor der Einschulung.
      Hätte es wirklich so viel Nachteile wenn sie erst mit 4 Jahren ginge? Sie so einfach noch Zeit hätte um zu reifen und sich zu entwickeln? Oder „müssen“ Kinder viel eher in den Kindergarten?
      Ich weiß die Entscheidung können nur wir treffen, dennoch würde ich mich über ein paar Erfahrungswerte freuen!

      LG Minou.

      • Grundsätzlich ist es nicht zu spät mit 4 Jahren in den Kindergarten zu gehen.
        Aber hier im konkreten Fall würde ich eine Ausnahme sehen. Wenn ihr nächstes Jahr in den Jahr in den KiGa geht, ist es für das Kind ein verlorenes Jahr (es sei denn, ihr nehmt professionelle Hilfe in Anspruch).

        Welche professionelle Hilfe nehmt ihr in Anspruch?
        Wie wollt ihr das soziale Verhalten eures Kind in dem Jahr verbesern?
        SPZ oder KJP schon gewesen?
        Was sagt der KiA?

        Es sehen viele Eltern solche Verhaltensweisen recht locker. Meistens mit den Worten:"das wird schon." Ich persönlich würde jetzt schnellstmöglich aktiv werden.

        (5) 10.07.19 - 15:58

        "Verlorenes Jahr", weil das Kind zuhause ist?
        " Professionelle Hilfe"?
        "SPZ"?
        #schock

        Es geht um ein zurückhaltendes 3jähriges Mädchen #kratz
        Oder habe ich da etwas verpasst?

        • (6) 11.07.19 - 12:01

          Die Übergang zwischen "Schüchtern sein" und Soziophobie ist oft fließend und für Eltern oft nur schwer wahrnehmbar. Die Eltern können dieses Problem nicht selbst lösen und hoffen, dass sich verwächst (was bei manchen Kindern auch passiert).

          Ein Kind, welches in Gegenwart der Großeltern nicht immer, aber sehr häufig überhaupt nicht redet, ist schon ein Anzeichen (neben den anderen Genannten) , welches mit professioneller Hilfe geklärt werden sollte. Dafür ist der KiA aber nicht der richtige Ansprechpartner (da das Kind auch mit dem KiA kein Wort redet). Der Fachmann wird diese Situation wird dieses Kind analysieren und eine Diagnose stellen können. Wie diese aussieht, kann hier keiner sagen, da wir das Kind nicht kennen.
          Ob der Fachmann im SPZ oder KJP sitzt oder als Kinderpsychologe eine eigene Praxis hat, ist dabei unerheblich. Hauptsache, es wird was gemacht.

          • (7) 11.07.19 - 12:23

            Soziophobie? Es wird immer absurder hier. Unglaublich, was einer 2Jährigen alles aus dem Nichts einfach angehängt wird. Ich gehe dann mal Popcorn holen #rofl

            • (8) 11.07.19 - 12:36

              Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass das Kind eine Soziophobie hat. Ich habe nur klargestellt, dass es vielfach einen Übergang (mit vielen einzelnen Zwischenelementen) von Schüchtern sein zur Soziophobie gibt. Ob dies hier überhaupt vorliegt, kann nur ein Fachmann beurteilen.

      (9) 11.07.19 - 08:25

      Warum muss man denn mit einem schüchternen Kind zum Psychiater? Dass ein 3jähriges Kind sich nur im Schutz der Mutter wohl fühlt, ist ein Urinstinkt und hat früher deren Überleben gesichert. Fremdbetreuung, im eigenen Zimmer schlafen etc. sind alles Dinge, die dem Industriezeitalter zuzuschreiben sind. Ein Säugling, Baby, Kleinkind etc. hat instinktive Bedürfnisse, die die Natur ihm mitgegeben hat um sein Überleben zu sichern. So ein kleines Kind weiß nicht, dass ihm nichts passiert wenn es im Kindergarten ist oder nachts allein im eigenen Zimmer liegt. Wir Erwachsene wissen das und auch Kinder, wenn sie reif genug sind. Aber so kleine Kinder können noch nicht so komplex und rational denken. Also folgen sie ihrem Instinkt und suchen den Schutz der Mutter oder anderen Bezugspersonen. Das ist ein völlig natürliches und gesundes Verhalten, das keiner Therapie bedarf.

      • (10) 11.07.19 - 12:15

        Für dich ist "normal" und "verständlich", wenn ein dreijähriges Kind in Gegenwart der Großeltern, die sie häufiger sieht) fast nie spricht?
        Dass sie andere Erwachsene nicht einmal anschaut (vor Angst).
        Dass sie Angst vor der Bezugserzieherin hat. Und beim Betreten des Raumes durch die Erzieherin vor Angst weint.

        Wenn du dies so siehst....
        Ich habe da eine andere Meinung.

        • (11) 11.07.19 - 15:12

          Ich kenne wirklich viele Kinder, die sich so verhalten bzw. so verhalten haben. Und ich finde dieses Verhalten nicht ungewöhnlich. Mein Sohn war bei meiner Mutter in der kompletten Kindergartenzeit schüchtern, obwohl er sie gut kannte. Meine Nichte verhielt sich mir gegenüber selbst in der Grundschule noch so und war extrem zurückhaltend und schüchtern. Die Tochter meiner Freundin blieb nicht mal allein bei ihrem Vater. Jetzt ist sie 16, Hans Dampf in allen Gassen und von Schüchternheit weit entfernt. Ich bin ebenfalls früher nicht allein bei meiner Oma geblieben. Obwohl ich sie täglich sah und sie mich nach Strich und Faden verwöhnt hat. Mein sicherer Hort war Zuhause, in der Nähe meiner Eltern und Geschwister. Und dieses Verhalten finde ich bei einem 3jährigen Kind nicht schlimm. Es ist eine reine Charaktersache. Keines der Kinder, die ich kenne und die ein solches Verhalten an den Tag gelegt haben, haben irgendwelche sozialen Schwierigkeiten. Für Eltern, die darauf angewiesen sind, dass ihre Kinder früh von anderen Menschen betreut werden, ist dieses Verhalten natürlich schwierig und gehört schnellstmöglich therapiert. Mich wundert es nicht, dass die Kinder- und Jugendpsychiater überlaufen und Menschen, die wirklich Hilfe brauchen, ewig auf Termine warten. Bei jeder Kleinigkeit, die bei Kindern nicht der Norm entspricht, wird irgendeine schwerwiegende Diagnose vermutet. Anstatt dem Kind seine persönlichen Grenzen zu lassen und diese zu respektieren, wird therapiert um es so zu verbiegen, wie die anderen es gern hätten. Vornehmlich die Eltern, denn für diese ist ein aufgeschlossenes Kind wesentlich bequemer.

          Hier muss ich dann wohl doch nochmal etwas zu sagen!
          Die Kleine hatte keine Angst vor ihrer Bezugserzieherin, sondern vor einer Erzieherin (vom Naturell halt etwas laut und polterig, aber nett, was die Kleine aber noch nicht weiß) die auch in dieser Gruppe ist! Sie hat „Angst“ geäußert wenn es dann sehr laut zuging in der Gruppe 🤔

          Klar ist sie mehr schüchtern und zurückhaltend als andere Kinder, das weiß ich und wir werden das weiterhin beobachten und auch mit unserer guten Kinderärztin reden. Aber die Kleine wird hier ja zum sozialen „Notfall“ gemacht 😳

Es gibt kein Alter, ab dem ein Kind in den Kindergarten "muss". Ich persönlich halte es für besser, je früher man anfängt. Nach meinen Beobachtungen in zwei Kindergärten und im Bekanntenkreis geht bei kleinen Kindern die Eingewöhnung schneller und einfacher vonstatten und die ganz Kleinen fügen sich gut in bestehende Strukturen ein.

Ich halte den Einstieg mit 4 Jahren auch für schwieriger, weil sie in bestehende Freundschaften in ihrer Altersklasse "eindringen" muss.

Gibt es keine anderen Kindergärten in eurer Nähe, in die euer Kind gehen könnte?

(14) 09.07.19 - 11:19

Theoretisch muss sie überhaupt nicht in den KiGa. Soviel zum Alter.
Allerdings hätte ich Bedenken hinsichtlich der sozialen Seite.
Die anderen Kinder kennen sich dann schon min 1 Jahr, sie kommt neu dazu und ist sehr schüchtern, aber eigentlich schon eher eine von den "Großen"... Auch so kleine Kinder sind manchmal echt ekelhaft im Verhalten.
Ich würde vielleicht lieber einen anderen, kleineren KiGa anpeilen und irgendwie versuchen mit ärztlicher Unterstützung an den Problemen deiner Tochter zu arbeiten.

(19) 09.07.19 - 11:29

Vorteil wäre, dein Kind lernt Sozialverhalten früher.

  • (20) 09.07.19 - 18:05

    Wenn es das zu Hause nicht lernt hast Du Recht, ich wunder mich aber immer wieder wie negativ viele dazu hier eingestellt sind. Die Mehrheit der Eltern beherrschen durchaus die Regeln des sozialen Miteinanders und können das mit etwas Einsatz auch einem Kind vermitteln. Ich sehe das so: Ein intaktes fähiges Elternhaus das nicht isoliert in den 4 Wänden sitzt schafft Sozialverhalten auch zu Hause zu vermitteln, bei einem Elternhaus in dem man sich ankeift wie die Affen hilft auch der frühe Kindergartenbesuch wenig.

    • (21) 09.07.19 - 18:51

      Ich dachte nur, weil das in dem Beitrag nicht so wirklich rüber kam.

      • (22) 09.07.19 - 21:46

        Ich sehe ehrlich dieses "besser sie lernt es früher" sehr skepisch. Ich kenne inzwischen einige Kinder die durch dieses "besser früher als später" überfordert waren und sich dadurch eher nachteilig entwickelt haben. Lieber länger ein unbeschriebenes Blatt das man, wenn es geistig und emotional reif dafür ist dann beeinflusst als ein Kind das durch sich durch frühe Überforderung Macken angeeignet hat die man dann mühevoll wieder "austreiben" muss. Und sie trifft sich ja mit anderen Eltern und deren Kindern, also sind Sozialkontakte da.

(23) 11.07.19 - 15:51

Das heißt im Umkehrschluss dass ein Kind das Zuhause betreut wird (warum auch immer) kein Sozialverhalten hat bzw lernt?
DAS ist aber eine sehr arrogante Ansicht, und du sprichst diesen Eltern eine gute Erziehung und nennen wir es Sozialisierung ab?

Natürlich müsste sie mit 4 ihren Platz finden, den müsste sie auch mit ihren 3 Jahren finden 🤔 aus Erfahrung weiß ich dass Kindergartenfreundschaften etwas flexibler sind...
Da wir uns aber jetzt direkt noch nicht entscheiden müssen, und wir nach einem Gespräch eventuell eine „andere“ Eingewöhnung starten können, wer weiß vielleicht geht sie ja doch schon dieses Jahr!
Aber was ich jetzt ganz sicher weiß: wir werden das tun was für die Kleine aus unserer Sicht das Beste ist, und wenn wir dann Entscheiden dass sie erst mit 4 geht dann ist das so.

Einen schönen Tag noch!

Hallo,

eine schwierige Entscheidung..

Ich berichte dir mal von unserer Erfahrung. Unser Sohn war ähnlich schüchtern und klebte praktisch immer an mir. Ich hatte allerdings nicht so die Wahl und musste wieder arbeiten, als er 2 Jahre alt war. 6 Wochen vor seinem 2. Geburtstag haben wir mit der Eingewöhnung in eine U3-Gruppe angefangen - und es war ebenfalls schwierig und hat lange gedauert. Aber nach gut 3 Monaten war er dort angekommen. Vorher war er wirklich lange nur stundenweise dort, irgendwann zum Essen und Schlafen - aber wirklich gaaanz langsam. Seine Bezugserzieherin hat ihn wirklich lange mit sich "rumgeschleppt"..

Ich habe den Erzieherinnen allerdings auch vertraut und sie waren sehr geduldig. Wie hat sich denn die "gescheiterte Eingewöhnung" bei euch geäußert? Wie lange habt ihr es versucht?

Heute mit 4 Jahren ist unser Sohn inzwischen ein - für seine Verhältnisse - sehr offener Junge geworden. Er hat definitiv vom Kindergarten profitiert, auch wenn er vom Charakter her nie ein "Hans Dampf" werden wird.. aber das ist ja vollkommen ok.
Der Wechsel in die Große Gruppe war auch nochmal eine Herausforderung, weil es einfach alles wieder neu war.

Ich würde mich an eurer Stelle wahrscheinlich nach einer kleinen Einrichtung umsehen und das Ganze mit viel Geduld und Ausdauer nochmal probieren. Aber wirklich entscheiden könnt natürlich nur ihr das.

Viel Erfolg!

Ich bin selbst Erzieherin / Psychomotorik Therapeutin und muss sagen, dass ich von Krippe gar nichts (mehr) halte.
Finde es gut, dass ihr damals die Eingewöhnung abgebrochen habt.
Ich würde mir für die jetzige Eingewöhnung keine Sorgen machen. Deine Tochter braucht eine sichere Bindung zu den wichtigsten Bezugspersonen in ihrem Leben - den Eltern. U das scheint sie anhand deiner Erzählung zu haben. Nur so kann sie sich langsam auf neue Bezugspersonen einlassen. U was die Sympathie / antipathie zu Erzieherinnen an geht - das wird es immer geben & ist auch vollkommen in Ordnung. Trotz allem wird deine kleine in ihrem Leben vielen Menschen begegnen die sie nicht mögen wird ... trotz allem muss sie sich mit ihnen arrangieren.
Das wichtigste ist, dass ihr als Eltern hinter der Entscheidung Kita steht & dass ihr das eurer Tochter auch signalisiert. Auch das gibt einem Kind Sicherheit. :)

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