Kindergarten „erst“ mit 4❓Zu spät ❓“lang geworden“

Hallo und guten Morgen,

wie in meinem Post etwas weiter unten hatte ich ja schon ausführlich erzählt dass unsere Jüngste (wird in guten 4 Wochen 3 Jahre alt) sehr sehr schüchtern ist! Das äußert sich so dass sie in großen Gruppen nicht wohl fühlt und mir/und nicht mehr von der Seite weicht. Auch wenn es sehr laut zugeht hat sie ihre Schwierigkeiten! Mit manchen Erwachsenen möchte sie überhaupt nicht bis sehr wenig kommunizieren, schaut sie dann noch nicht mal an 🙁
Wir gehen mit ihr 1x die Woche zum Kinderturnen (hier gefällt es ihr, hat hier aber durch mich auch die Sicherheit die sie braucht) treffen uns in regelmäßigen Abständen mit Freunden und deren Kinder. Hier ist es aber auch so, sind meine Freundin und die Kinder unter uns ist alles kein Problem, kommt ihr Mann dazu weicht mir unsere Kleine nicht mehr von der Seite.
Bei Oma & Opa schlafen, keine Chance 😔 zwingen wollen wir sie aber auch nicht! Wir haben sie nun noch zum Musikgarten angemeldet und hoffen dass ihr das dann auch noch etwas helfen wird ihre Scheu vor dem Neuen etwas abzulegen.

Jetzt sollte Sie zum 01.10. in den Kindergarten, hatten aber beim Abschlussgespräch nach der 1. misslungenen Eingewöhnung angemerkt dass die Kleine dann bitte in die „kleine“ Gruppe darf, da diese um rund 10 Kinder kleiner ist und eben andere Erzieherinnen. In der großen Gruppe hat sie eine Erzieherin da besteht offensichtlich eine Ablehnung auf der Seite unserer Tochter!
Und gestern dann der Anruf:
Start 1.10. in derselben Gruppe wie im Frühjahr 😫
Nun unsere Überlegung sie erst mit 4 Jahren in den Kindergarten zu geben! Da der Stichtag in BW nun geändert werden soll/wird hätte sie auch noch gute 3 Jahre vor der Einschulung.
Hätte es wirklich so viel Nachteile wenn sie erst mit 4 Jahren ginge? Sie so einfach noch Zeit hätte um zu reifen und sich zu entwickeln? Oder „müssen“ Kinder viel eher in den Kindergarten?
Ich weiß die Entscheidung können nur wir treffen, dennoch würde ich mich über ein paar Erfahrungswerte freuen!

LG Minou.

Grundsätzlich ist es nicht zu spät mit 4 Jahren in den Kindergarten zu gehen.
Aber hier im konkreten Fall würde ich eine Ausnahme sehen. Wenn ihr nächstes Jahr in den Jahr in den KiGa geht, ist es für das Kind ein verlorenes Jahr (es sei denn, ihr nehmt professionelle Hilfe in Anspruch).

Welche professionelle Hilfe nehmt ihr in Anspruch?
Wie wollt ihr das soziale Verhalten eures Kind in dem Jahr verbesern?
SPZ oder KJP schon gewesen?
Was sagt der KiA?

Es sehen viele Eltern solche Verhaltensweisen recht locker. Meistens mit den Worten:"das wird schon." Ich persönlich würde jetzt schnellstmöglich aktiv werden.

Ergänzend: woran ist die Eingewöhnung gescheitert?
Gibt es andere KiGas in der Nähe (10km Radius)?

Es gibt noch eine Kita, aber ohne freie Plätze 😞

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Es gibt kein Alter, ab dem ein Kind in den Kindergarten "muss". Ich persönlich halte es für besser, je früher man anfängt. Nach meinen Beobachtungen in zwei Kindergärten und im Bekanntenkreis geht bei kleinen Kindern die Eingewöhnung schneller und einfacher vonstatten und die ganz Kleinen fügen sich gut in bestehende Strukturen ein.

Ich halte den Einstieg mit 4 Jahren auch für schwieriger, weil sie in bestehende Freundschaften in ihrer Altersklasse "eindringen" muss.

Gibt es keine anderen Kindergärten in eurer Nähe, in die euer Kind gehen könnte?

Theoretisch muss sie überhaupt nicht in den KiGa. Soviel zum Alter.
Allerdings hätte ich Bedenken hinsichtlich der sozialen Seite.
Die anderen Kinder kennen sich dann schon min 1 Jahr, sie kommt neu dazu und ist sehr schüchtern, aber eigentlich schon eher eine von den "Großen"... Auch so kleine Kinder sind manchmal echt ekelhaft im Verhalten.
Ich würde vielleicht lieber einen anderen, kleineren KiGa anpeilen und irgendwie versuchen mit ärztlicher Unterstützung an den Problemen deiner Tochter zu arbeiten.

Ein Kind, das noch 3 volle Kindergartenjahre vor sich hat, ist keins "der Großen".....

Es is zumindest keines der kleinen mehr, es kennt die Abläufe, die andern Kinder und die Erzieherinnen, die Räume usw usw.
Wortklauberei.

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Vorteil wäre, dein Kind lernt Sozialverhalten früher.

Wenn es das zu Hause nicht lernt hast Du Recht, ich wunder mich aber immer wieder wie negativ viele dazu hier eingestellt sind. Die Mehrheit der Eltern beherrschen durchaus die Regeln des sozialen Miteinanders und können das mit etwas Einsatz auch einem Kind vermitteln. Ich sehe das so: Ein intaktes fähiges Elternhaus das nicht isoliert in den 4 Wänden sitzt schafft Sozialverhalten auch zu Hause zu vermitteln, bei einem Elternhaus in dem man sich ankeift wie die Affen hilft auch der frühe Kindergartenbesuch wenig.

Ich dachte nur, weil das in dem Beitrag nicht so wirklich rüber kam.

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Hallo,

eine schwierige Entscheidung..

Ich berichte dir mal von unserer Erfahrung. Unser Sohn war ähnlich schüchtern und klebte praktisch immer an mir. Ich hatte allerdings nicht so die Wahl und musste wieder arbeiten, als er 2 Jahre alt war. 6 Wochen vor seinem 2. Geburtstag haben wir mit der Eingewöhnung in eine U3-Gruppe angefangen - und es war ebenfalls schwierig und hat lange gedauert. Aber nach gut 3 Monaten war er dort angekommen. Vorher war er wirklich lange nur stundenweise dort, irgendwann zum Essen und Schlafen - aber wirklich gaaanz langsam. Seine Bezugserzieherin hat ihn wirklich lange mit sich "rumgeschleppt"..

Ich habe den Erzieherinnen allerdings auch vertraut und sie waren sehr geduldig. Wie hat sich denn die "gescheiterte Eingewöhnung" bei euch geäußert? Wie lange habt ihr es versucht?

Heute mit 4 Jahren ist unser Sohn inzwischen ein - für seine Verhältnisse - sehr offener Junge geworden. Er hat definitiv vom Kindergarten profitiert, auch wenn er vom Charakter her nie ein "Hans Dampf" werden wird.. aber das ist ja vollkommen ok.
Der Wechsel in die Große Gruppe war auch nochmal eine Herausforderung, weil es einfach alles wieder neu war.

Ich würde mich an eurer Stelle wahrscheinlich nach einer kleinen Einrichtung umsehen und das Ganze mit viel Geduld und Ausdauer nochmal probieren. Aber wirklich entscheiden könnt natürlich nur ihr das.

Viel Erfolg!

Ich bin selbst Erzieherin / Psychomotorik Therapeutin und muss sagen, dass ich von Krippe gar nichts (mehr) halte.
Finde es gut, dass ihr damals die Eingewöhnung abgebrochen habt.
Ich würde mir für die jetzige Eingewöhnung keine Sorgen machen. Deine Tochter braucht eine sichere Bindung zu den wichtigsten Bezugspersonen in ihrem Leben - den Eltern. U das scheint sie anhand deiner Erzählung zu haben. Nur so kann sie sich langsam auf neue Bezugspersonen einlassen. U was die Sympathie / antipathie zu Erzieherinnen an geht - das wird es immer geben & ist auch vollkommen in Ordnung. Trotz allem wird deine kleine in ihrem Leben vielen Menschen begegnen die sie nicht mögen wird ... trotz allem muss sie sich mit ihnen arrangieren.
Das wichtigste ist, dass ihr als Eltern hinter der Entscheidung Kita steht & dass ihr das eurer Tochter auch signalisiert. Auch das gibt einem Kind Sicherheit. :)

Du bist als Fachkraft aber doch mit der NUBBEK vertraut? Wie kannst du da so verallgemeinernd ablehnend über Krippen und frühen Kitabesuch sprechen???

Tina

Ach ja, aber Nachteile hat es keine wenn sie erst mit 4 in die Kita geht. Ihr habt genug soziale Kontakte u wenn ihr es euch leisten könnt, finde ich es eigentlich schöner, wenn das Kind so lange wie möglich zuhause betreut werden kann :)

Nochmal: Kennst du die NUBBEK Studie und ihre Ergebnisse speziell in diesem Bereich?
Wie kannst du so pauschal sagen dass es keine Nachteile hat, zumal das Kind schon große Probleme hat die in Richtung selektiver Mutismus und soziale Störung gehen?!

"die in Richtung selektiver Mutismus und soziale Störung gehen?!"
Wow...Kein einziger Blick auf das Kind und du wirfst mit Begriffen um dich.

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Mir kommen da drei Gedanken
1) Bis vor einer Generation haben die KiTas nur trockene Kinder genommen, da war 4 ein ganz normales Startalter, wenn überhaupt in die KiTa geschickt wurde.
2) Was Du beschreibst klingt nicht danach als könnte der KiTa-Start eine gute Erfahrung für sie werden, also würde das zum Thema soziale Bindung vollkommen nach hinten losgehen.
3) Es klingt als hättet ihr da ne Baustelle offen, dann nutze das Jahr um an der Baustelle zu arbeiten. In der KiTa ist Betreuung angesagt, die können da keine großen therapeutischen Schritte leisten.
Ich würde sagen gönn ihr das Jahr mit Mama, manche Probleme verwachsen sich von alleine.

Hallo, also unseren ersten Sohn haben wir damals
mit 1,5 Jahren in die Krippe gegeben...ich war damals viel zu jung um zu kapieren, dass Kinder in diesem Alter vor allem die Eltern brauchen (es war in Berlin aber auch üblich in dem Alter und ich musste eine Ausbildung beginnen). Meinen zweiten Sohn habe ich mit 3,5 Jahren in die Kita gegeben, er ist nach wie vor sehr anhänglich und es ist uns wichtig dass er gerne in die Kita geht. Meistens ist er von 8.00 bis 12.00....die Eingewöhnung war langwierig und ich habe oft gezweifelt, ob eine Kita überhaupt das richtige Betreuungsmodell für ihn ist. Mein dritter Sohn kam mit 3,25 Jahren zu seinem Bruder in die Gruppe...er hat sich am Eingewöhnungstag umgedreht und meinte nur, ich solle ihn bitte nicht früher abholen weil er jetzt hier spielen will. Bis heute gab es überhaupt keine Probleme....wobei auch er nur vormittags für soziale Kontakte in die Kita geht. Unser Küken wird im Oktober 2 Jahre alt und wird erst mit Ende 3 Jahren gehen. Warum? Weil es wunderschön ist, seine Kinder aufwachsen zu sehen und ihnen etwas beizubringen und es einfach finanziell nicht sein muss. Jedes Kind ist unterschiedlich und darauf sollten Eltern Rücksicht nehmen. Ohne Zwang wird es dem Kind später auch leichter fallen.

Ich atme auf. Ein vernünftiger Beitrag #pro!

Warum ist das in deinen Augen der einzig vernünftige Beitrag, wenn ich fragen darf?

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Moin,

wenn sie dann eh noch 3 Jahre bis zur Einschulung hat reicht das mehr als dicke! In Punkto Entwicklung sagt man dass Kinder in dem Moment in dem sie in die Krippe / den Kindergarten kommen immer einen Entwicklungsschub machen. Die die mit 3 reingehen machen den Schub halt mit 3, die die mit 4 reinkommen halt erst mit 4, zur Einschulung sind alle wieder gleich.

Sozialverhalten lernen sie in meinen Augen in kleinen Gruppen in denen sie von Eltern geführt werden sogar besser, ich kenne mehr Krippekinder die vom sozialen Miteinander überfordert sind und beißen und hauen, oder für die Teilen ein Fremdwort ist, als Kinder die zu Hause etwas "schonender" herangeführt wurden. Sowieso fängt das Erlangen sozialer Fähigkeiten erst mit 3 langsam an. Und am besten lernen sie vom Vorbild, und das kannst auch Du sein oder seine Freunde die er sonst auch trifft. Das A und O ist dass sein Umfeld auf gutes soziales Verhalten achtet, ob das nun Du und Deine Familie / Freunde sind oder der Kindergarten ist egal!

Ich würde ihr die Zeit geben und versuchen, wie ihr es schon plant, durch gemeinsame Besuche von Musikkindergarten, Turnstunden etc sie langsam an die große Menge heranzuführen. Fördern schön und gut, man muss aber immer schauen wo die Grenze zum Überfordern ist, und ich denke die Gefahr besteht bei Euch. Ich halte nix von diesen Holzhammer-Methoden, klar lernen sie so vermutlich eher damit klarzukommen, oder sie lernen dicht zu machen. Aber will man das wirklich? Friss oder Stirb mit nicht mal 3??? Klar kann es sein dass es mit 4 immer noch zäh geht, aber wie du ja schreibst, sie ist dann nochmal reifer und weiter entwickelt und es wird ihr leichter fallen. Ihr habt ja keine Deadline dass sie mit 5 perfekt eingefügt sein muss, sondern wie du schreibst, ihr habt 3 Jahre dann noch bis zur Einschulung. Ob Dein Kind den Schritt mit 3 oder 4 "schafft" zählt nur im elterlichen Schwanzvergleich.

Was ich noch empfehlen kann sind Tier- oder Ponyfreizeiten, hier gibt es Spiel und Spaß mit Ponies ab 3, und einen Kinderbauernhof auf dem Kinder mit Eltern in den Feiren Zeit verbringen können. Tiere sind finde ich immer super bei schüchternen ängstlichen Kindern, sie locken mit dem "Süß" Faktor, stellen Kinder aber immer wieder vor neue Situationen. Unser Kleiner war da recht extrem und uns hat die Ponygruppe hier viel weiter geholfen.

Hallo,
zuerst möchte ich mich für die zahlreichen Antworten bedanken!

Wir haben die Eingewöhnung nach etwa 8 Wochen (2 davon war sie aber krank) abgebrochen weil sie sich je länger wir es versucht haben immer mehr geklammert hat. Immer mehr geweint hat, selbst im „Guten-Morgenkreis“ hat sie nicht mehr mitgemacht, obwohl sie von diesem am Anfang sehr begeistert war 🙁 und wehe es betrat besagte Erzieherin den Raum, dann fing sie wieder sooo sehr an zu weinen. Sie hat sich auch von ihrer Bezugserzieherin nie beruhigen lassen! Dann eben die Größe der Gruppe hat ihr auch zugesetzt, sie sagte zum Schluss immer dass sie Angst vor ihnen hätte 😫 all das und die Einschätzung ihrer Erzieherin haben wir abgebrochen! Und wir waren/sind dem Thema Kindergarten an sich positiv eingestellt und auch die Erzieherinnen sind super (unsere Große war in demselben Kindergarten mit denselben Erzieherinnen 😉) nur steht hier die Schüchternheit der Kleinen im Vordergrund.
Zuhause und im vertrauten Umfeld ist sie übrigens das genaue Gegenteil: forsch, mutig, manchmal schon ein kleines Schlitzohr 🙈 ihre große Schwester hat dann gerne mal das Nachsehen!
Soziale Werte bekommt sie natürlich von uns und der gesamten Familie vermittelt! Spielen spiele, haben Tiere im Garten, es wird gebastelt und zusammen Unternehmungen gemacht.
Wir können uns einfach nicht erklären woher diese Schüchternheit und Unsicherheit kommt!

Lg

So wie du schreibst, würde ich als Mutter eher dazu tendieren später einzugewöhnen.
Aber Mütter neigen dazu das Kind im Übermaß beschützen zu wollen.
Mein Sohn ist eher so drauf, wie deine Tochter. Er ist sehr anhänglich (jedoch nur bei mir. Papa, Oma, Opa nicht. Er bleibt nicht Mal mit Papa freiwillig). Ich versuche stets die Unterstützung zu geben, die er braucht.
Ich habe aber immer schon den Unterschied zwischen ihm und den KiTa-Kindern gesehen. Die anderen Kinder sind viel forscher und rabiater. Er schien oft verloren.
Seit zwei Monaten geht er in den Kindergarten. Gestartet haben wir mit 3,7. Die Eingewöhnung verlief erstaunlich gut. Wir konnten in dem Alter schon gut mit einander sprechen. Ich habe ihm klar gesagt, warum er in den Kindergarten muss. Und auch, dass nicht alle Erzieher und Kinder mögen muss. Das ist nun Mal so. Ich habe ihm auch immer die Uhrzeit gesagt, wann ich ihn abhole. Und seit dem ich mich aus der Eingewöhnung entfernt habe (der Papa bringt ihn und ich hole ab) ist alles gut. Als i h noch mit ihm hingegangen bin, ging es gar nicht. Er hat nicht Mal die Erzieher angeschaut. Kein Kontakt zu Kindern.
Wir haben viel über seine Gefühle gesprochen. Dass er Angst hat, weil alles neu ist. Dass es ok ist.
Er bleibt immer noch nicht gerne da. Der Abschied fällt immer noch schwer. Aber wenn ich ihn abhole ist er sehr glücklich und erzählt begeistert was er gemacht hat.
Ich bin aber froh, dass ich mich gegen mein Vorhaben ihn mit 4,2 einzugewöhnen entschieden habe. Für die Schule ist es wichtig, dass er lernt sich in einer Großgruppe zu behaupten und sich durchzusetzen. Die Schule ist kein Ponyhof mehr. Da zählen nicht nur die sozialen Kompetenzen, sondern auch das Durchsetzungsvermögen.

Hallo,

eine „interessante“ Diskussion die hier geführt wird.

Bitte lass dich nicht von vermeindlichen Fachleuten verunsichern, sondern vertraue auf dein Gefühl!

Meine Kleine ist auch noch keine drei und auch schüchtern. Wenn sie jemand Fremdes anspricht sucht sie sofort Sicherheit bei mir oder meinem Mann. Wird sie von diesen Personen bedrängt, weint sich auch schon mal.

Das hat nichts mit Phobie oder schlechter Erziehung zu tun - das ist schlicht ihr Charakter!
Sie bekommt die Zeit die sie braucht!

Sie wird auch erst in den Kindergarten gehen, wenn sie emotional gefestigt genug ist um in einer so großen Gruppe zurecht zu kommen.

Und was den sozialen Aspekt angeht: Im Kiga gilt das gleiche Prinzip wie mittlerweile fast überall - der Stärkere hat Recht.

Da lernt sie zuhause mehr!

Lg
Beerle

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Erstmal möchte ich sagen, das man Kindern auch einreden kann schüchtern zu sein, zb wenn sie so reagieren und man dann immer wieder sagt "ach die ist schüchtern" usw....irgendwann tritt dann sie selbsterfüllende Prophezeiung ein bzw strömt das eine gewisse erwartungshaltung aus die die Kinder dann erfüllen weil sie denken das man das ja erwartet...Teufelskreis,sofern ihr sowas also immer erwähnt,lasst es!

Dann zweitens...wenn sie sensibel/hochsensibel ist wird sie einfach Zeit brauchen...meine Kinder sind jetzt 6 und 4...bei fremden brauchten sie schon immer Zeit zum auftauen...meine große war auch immer "schüchtern"...bei ihr war es so wie ich oben beschrieb,ich hab das selbst irgendwo aufgelesen mich geändern und schon war sie nicht mehr schüchtern sondern einfach ein kind was etwas zeit zum auftauen braucht,so bin ich übrigens auch...ebenfalls hochsensibel.
Daher weiss ich auch,sowas wird nicht besser mit zunehmendem Alter,sondern mit zunehmender Erfahrung und Gesprächen (grad was hochsensibilität angeht...ich kam ab dem Tag damit klar wo ichs wusste und meine Maus ebenfalls weil ich mit ihr drüber geredet habe)

Und drittens nein es gibt null Nachteile ausser vllt das eben alle schon so ihre Freunde haben,ein nicht ganz so offenes Kind grad im sozialen Bereich hat dann wahrscheinlich mehr schwierigkeiten,wieso ich das weiss? Meine beiden gingen nur kurz vorm 4. in den Kiga...meine große war mit 2 schon ein soziales Wesen was Kontakt zu anderen suchte...erst durch beobachten dann durch Aktion...sie hatte schnell Freunde,aber hat ein ganzes Jahr lang nur beobachtet im Kindergarten.
Mein Sohn hat es schwer im Kiga,er geht auch nicht gerne hin,er tut sich mit allem schwer,ist aber nicht schüchtern! Gewiss nicht.

Viertens was ich noch anmerken möchte,wir sagen unseren Kindern immer und immer wieder das sie nicht mit fremden sprechen sollen oder was annehmen oder ode roder... wie also sollten sie anders reagieren wenn jmd für sie fremdes mit ihnen spricht oder den Raum betritt usw?
Es hat sogar fast 4 jahre gebraucht bis meine große keine Zeit mehr brauchte bei Oma und Opa (sehen wir nicht so oft) oder bei Freundinnen von mir (und die sahen sie öfter ^^) es sind schlicht fremde für die Kids gewesen und da wissen sie ja noch nicht richtig zu Unterscheiden, für mich ist es nur logisch das mein Kind nicht offenherzig jeden empfängt der mit ihr spricht usw...und wenn man das Evolutionsbedingt sieht das ganze sowieso nicht.

Um aber nochmal auf das sensible zu sprechen zu kommen...man lernt nicht damit umzugehen wenn man es meidet,sondern wenn man eben damit konfrontiert wird und strategien entwickelt sie zu meistern,wobei ich sagen muss das ich das auch erst ab 3 so sehe und nicht eher,wenn du also denkst das sie noch 1 Jahr braucht,dann gib es ihr...meine waren über 3,5 als sie gingen und wie gesagt einen Nachteil gab es absolut in keinem bereich,wieso auch? Zuhause kann man 1zu1 betreuen und seinem Kind alles bei bringen und zeigen und soziale Kontakte gibts ja auch draußen und nicht nur im Kindergarten :D
Allerdings halte ich Kindergarten einfach für das gemeinschaftsgefühl,regeln,grenzen anderer usw für sehr wichtig (wir hatten kurzzeitig überlegt den kleinen bis zur Schule zuhause zu lassen,aber uns eben letzlich dagegen entschieden weil seine "probleme" eben nicht einfach dann weg sind nur mit dem unterschied das schule eben pflicht ist und er dann quasi keine Zeit mehr hat sich irgendwie da rein zu wurschteln,nein da hat er dann leider zu funktionieren daher geht er in den Kindergarten wo es eben regeln gibt aber alles noch viel lockerer ist)

Hoffe ich konnte dir weiter helfen.
LG

Hallo,

ich war als Kind sehr schüchtern, und meine Mutter war Hausfrau.
Deswegen meinten meine Eltern mir einen Gefallen zu tun, indem sie mich erst mit 4 in den Kindergarten schickten.

Tja, leider war diese Entscheidung genau falsch.
Ich hatte bis zur Oberstufe Schwierigkeiten, mich in Gruppen einzufinden, die nicht nur aus Kindern bestanden, die ich mochte.

Unsere Kinder waren dagegen schon mit einem Jahr in Tagespflegeeinrichtungen. Der Kleine war mit einer Sondergenehmigung schon mit 2,5 im Ü3-Kindergarten, weil seine Tagesmutter aufgehört hat. Da hat er sich von Anfang an wohl gefühlt und sich gegen andere Kinder behauptet.
Die Große hat mit 12 ein Sozialverhalten, das ich erst in der Oberstufe hatte. #schwitz
Der Kleine (9), der mir vom Charakter her sehr ähnlich ist, kommt zumindest deutlich besser klar, als ich damals.

Daher kann ich nur sagen, dass es wichtig ist, dass die Kinder früh in größere Gruppen mit anderen Kindern kommen, die sich nicht nur einmal pro Woche für ein Stündchen zum Kinderturnen treffen oder ähnliches.

Das kann man im Privatleben nicht ersetzen, denn wenn das Kind da auf Kinder trifft, mit denen es schlecht klar kommt, werden keine weiteren Treffen mit diesen Kindern vereinbart.
Im Kindergarten kann es solchen Kindern nicht mehr entgehen und muss lernen, mit ihnen umzugehen.

Du musst auch bedenken, dass die meisten Kinder mit 3 in den Kindergarten kommen. Das heißt, Deine Tochter kommt nächstes Jahr zu 4-jährigen, die seit einem Jahr gemeinsam in den Kindergarten gehen. Die haben schon alle ihren Platz in der Gruppe gefunden und Freundschaften geschlossen. Deine Tochter ist dann "die Neue".

LG

Heike

In der Situation würde ich auch noch ein Jahr warten. Ich finde es toll, dass du ihr das zusätzliche Jahr zuhause ermöglichen und auf ihre Bedürfnisse eingehen kannst #pro! Ich würde parallel gucken, dass sue ein Hobby findet, das ohne Mama stattfindet, z.B. Turnen oder Schwimmen oder Tanzen o.ä. - als gute Vorbereitung für nächstes Jahr.
VG

Kurz und knapp:

Unsere Große kam mit 4 in den Kindergarten.
Und unser Eindruck war, dass die Erzieherinnen zuviel von ihr erwartet haben, weil sie eben "schon" 4 war.

Sie wurde behandelt wie die anderen Vierjährigen, die ja schon ein Jahr im Kindergarten waren, hat aber geheult wie die Dreijährigen, die neu ankamen.

Ich würde nicht gegen den Strom schwimmen - es sei denn, es gibt große Probleme, dann muss man natürlich etwas ändern.

LG!

Hallo,

Kinder müssen nicht mit 3 Jahren in den Kindergarten.
Mein Großer ging damals sehr gerne in den Kindergarten, meine beiden anderen haben ihn gehasst. Mein Mittlerer war auch extrem schüchtern und so, wie du deine Tochter beschreibst. Meine Kleine fühlte sich generell unwohl wenn ich nicht in der Nähe war. Die beiden waren zwar im Kindergarten angemeldet, gingen aber extrem selten und unregelmäßig hin. Wirklich nur wenn es unbedingt sein musste und ich keine andere Betreuung hatte. Ab der Vorschulgruppe gingen sie dann etwas regelmäßiger und waren auch nicht mehr ganz so empfindlich.
Sie gingen auch nicht in irgendwelche Freizeitaktivitäten um mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen. Das wollten sie einfach nicht. Und warum soll man ein Kind zu etwas zwingen, nur weil die Gesellschaft meint, dass das richtig und wichtig ist? Das bringt weder dir was, noch deinem Kind. Das ist, als müsstest du jeden Morgen zur Arbeit, wo du schon beim Gedanken daran einen Graus bekommst. Da würde man auch nicht freiwillig hingehen, wenn man nicht müsste.
Ein normales Sozialverhalten lernt man auch ohne Kindergarten. Ein Kind muss nicht unter Kinder, wenn es das Kind nicht will oder noch nicht bereit dazu ist. Bei mir hatten beide Kinder keinerlei Schwierigkeiten in der Schule. Sie konnten sich beide gut in das Klassengefilde integrieren und problemlos Kontakte knüpfen. Ganz einfach, weil sie ab Schuleintritt um einiges reifer waren als im Kindergarten. Beide Kinder sind nicht mehr schüchtern und beide Kinder sind ab Grundschulalter problemlos überall geblieben, auch ohne Mama. Beide haben viele Freunde und sind in mehreren Vereinen aktiv. Lass dein Kind noch ein Jahr Zuhause, wenn es noch nicht bereit dazu ist. Dein Kind wird dir selbst signalisieren, wann es unter andere Kinder muss. Bis dahin gibt ihm den Schutz der Mama. Es gibt keinen festen Stichtag ab wann ein Kind in der Lage sein muss ohne Mama klar zu kommen. Das ist bei jedem Kind unterschiedlich. Und so lange sollte man dem Kind Zeit lassen. Ich müsste früher in den Kindergarten und hatte unheimliche Trennungsangst. Das hat mich noch lange nach meiner Kindergartenzeit verfolgt und ich weiß bis heute noch, wie verloren ich mir damals vor kam. Das habe ich für meine Kinder nicht gewollt.

LG
Michaela

Hallo Du,
ich denke, ich würd sie erst mit 4 rein geben, wenn du es vom beruflichen her kannst........
dann hat sie noch bisschen Zeit zu hause,,,,,,,

liebe Grüße Andrea

Macht, wie ihr das für richtig haltet.
Schaden wird es ihr sicher nicht, "erst" mit 4 in den Kindergarten zu kommen. War bei meinen Geschwistern und mir auch so und aus uns ist auch etwas geworden;-)

Sie scheint ja nicht völlig isoliert aufzuwachsen und zu Hause (oder bei einer Tagesmutter? Weiß nicht, wie ihr das macht) gibt es den besseren Betreuungsschlüssel;-)

Lass dich nicht vom Trend zum jungen Eintrittsalter in die KiGa irritieren. Das liegt weniger daran, dass es für die Kinder gut (oder eben nicht gut) sein soll, als an den Eltern (ob Interesse am Job oder Geldmangel). - Ohne das jetzt bewerten zu wollen.

Ihr kennt euer Kind am besten!