Kindergarten „erst“ mit 4❓Zu spät ❓“lang geworden“ Seite: 4

    • (77) 10.07.19 - 02:13

      Erstmal möchte ich sagen, das man Kindern auch einreden kann schüchtern zu sein, zb wenn sie so reagieren und man dann immer wieder sagt "ach die ist schüchtern" usw....irgendwann tritt dann sie selbsterfüllende Prophezeiung ein bzw strömt das eine gewisse erwartungshaltung aus die die Kinder dann erfüllen weil sie denken das man das ja erwartet...Teufelskreis,sofern ihr sowas also immer erwähnt,lasst es!

      Dann zweitens...wenn sie sensibel/hochsensibel ist wird sie einfach Zeit brauchen...meine Kinder sind jetzt 6 und 4...bei fremden brauchten sie schon immer Zeit zum auftauen...meine große war auch immer "schüchtern"...bei ihr war es so wie ich oben beschrieb,ich hab das selbst irgendwo aufgelesen mich geändern und schon war sie nicht mehr schüchtern sondern einfach ein kind was etwas zeit zum auftauen braucht,so bin ich übrigens auch...ebenfalls hochsensibel.
      Daher weiss ich auch,sowas wird nicht besser mit zunehmendem Alter,sondern mit zunehmender Erfahrung und Gesprächen (grad was hochsensibilität angeht...ich kam ab dem Tag damit klar wo ichs wusste und meine Maus ebenfalls weil ich mit ihr drüber geredet habe)

      Und drittens nein es gibt null Nachteile ausser vllt das eben alle schon so ihre Freunde haben,ein nicht ganz so offenes Kind grad im sozialen Bereich hat dann wahrscheinlich mehr schwierigkeiten,wieso ich das weiss? Meine beiden gingen nur kurz vorm 4. in den Kiga...meine große war mit 2 schon ein soziales Wesen was Kontakt zu anderen suchte...erst durch beobachten dann durch Aktion...sie hatte schnell Freunde,aber hat ein ganzes Jahr lang nur beobachtet im Kindergarten.
      Mein Sohn hat es schwer im Kiga,er geht auch nicht gerne hin,er tut sich mit allem schwer,ist aber nicht schüchtern! Gewiss nicht.

      Viertens was ich noch anmerken möchte,wir sagen unseren Kindern immer und immer wieder das sie nicht mit fremden sprechen sollen oder was annehmen oder ode roder... wie also sollten sie anders reagieren wenn jmd für sie fremdes mit ihnen spricht oder den Raum betritt usw?
      Es hat sogar fast 4 jahre gebraucht bis meine große keine Zeit mehr brauchte bei Oma und Opa (sehen wir nicht so oft) oder bei Freundinnen von mir (und die sahen sie öfter ^^) es sind schlicht fremde für die Kids gewesen und da wissen sie ja noch nicht richtig zu Unterscheiden, für mich ist es nur logisch das mein Kind nicht offenherzig jeden empfängt der mit ihr spricht usw...und wenn man das Evolutionsbedingt sieht das ganze sowieso nicht.

      Um aber nochmal auf das sensible zu sprechen zu kommen...man lernt nicht damit umzugehen wenn man es meidet,sondern wenn man eben damit konfrontiert wird und strategien entwickelt sie zu meistern,wobei ich sagen muss das ich das auch erst ab 3 so sehe und nicht eher,wenn du also denkst das sie noch 1 Jahr braucht,dann gib es ihr...meine waren über 3,5 als sie gingen und wie gesagt einen Nachteil gab es absolut in keinem bereich,wieso auch? Zuhause kann man 1zu1 betreuen und seinem Kind alles bei bringen und zeigen und soziale Kontakte gibts ja auch draußen und nicht nur im Kindergarten :D
      Allerdings halte ich Kindergarten einfach für das gemeinschaftsgefühl,regeln,grenzen anderer usw für sehr wichtig (wir hatten kurzzeitig überlegt den kleinen bis zur Schule zuhause zu lassen,aber uns eben letzlich dagegen entschieden weil seine "probleme" eben nicht einfach dann weg sind nur mit dem unterschied das schule eben pflicht ist und er dann quasi keine Zeit mehr hat sich irgendwie da rein zu wurschteln,nein da hat er dann leider zu funktionieren daher geht er in den Kindergarten wo es eben regeln gibt aber alles noch viel lockerer ist)

      Hoffe ich konnte dir weiter helfen.
      LG

      (78) 10.07.19 - 11:25

      Hallo,

      ich war als Kind sehr schüchtern, und meine Mutter war Hausfrau.
      Deswegen meinten meine Eltern mir einen Gefallen zu tun, indem sie mich erst mit 4 in den Kindergarten schickten.

      Tja, leider war diese Entscheidung genau falsch.
      Ich hatte bis zur Oberstufe Schwierigkeiten, mich in Gruppen einzufinden, die nicht nur aus Kindern bestanden, die ich mochte.

      Unsere Kinder waren dagegen schon mit einem Jahr in Tagespflegeeinrichtungen. Der Kleine war mit einer Sondergenehmigung schon mit 2,5 im Ü3-Kindergarten, weil seine Tagesmutter aufgehört hat. Da hat er sich von Anfang an wohl gefühlt und sich gegen andere Kinder behauptet.
      Die Große hat mit 12 ein Sozialverhalten, das ich erst in der Oberstufe hatte. #schwitz
      Der Kleine (9), der mir vom Charakter her sehr ähnlich ist, kommt zumindest deutlich besser klar, als ich damals.

      Daher kann ich nur sagen, dass es wichtig ist, dass die Kinder früh in größere Gruppen mit anderen Kindern kommen, die sich nicht nur einmal pro Woche für ein Stündchen zum Kinderturnen treffen oder ähnliches.

      Das kann man im Privatleben nicht ersetzen, denn wenn das Kind da auf Kinder trifft, mit denen es schlecht klar kommt, werden keine weiteren Treffen mit diesen Kindern vereinbart.
      Im Kindergarten kann es solchen Kindern nicht mehr entgehen und muss lernen, mit ihnen umzugehen.

      Du musst auch bedenken, dass die meisten Kinder mit 3 in den Kindergarten kommen. Das heißt, Deine Tochter kommt nächstes Jahr zu 4-jährigen, die seit einem Jahr gemeinsam in den Kindergarten gehen. Die haben schon alle ihren Platz in der Gruppe gefunden und Freundschaften geschlossen. Deine Tochter ist dann "die Neue".

      LG

      Heike

      In der Situation würde ich auch noch ein Jahr warten. Ich finde es toll, dass du ihr das zusätzliche Jahr zuhause ermöglichen und auf ihre Bedürfnisse eingehen kannst #pro! Ich würde parallel gucken, dass sue ein Hobby findet, das ohne Mama stattfindet, z.B. Turnen oder Schwimmen oder Tanzen o.ä. - als gute Vorbereitung für nächstes Jahr.
      VG

    • Kurz und knapp:

      Unsere Große kam mit 4 in den Kindergarten.
      Und unser Eindruck war, dass die Erzieherinnen zuviel von ihr erwartet haben, weil sie eben "schon" 4 war.

      Sie wurde behandelt wie die anderen Vierjährigen, die ja schon ein Jahr im Kindergarten waren, hat aber geheult wie die Dreijährigen, die neu ankamen.

      Ich würde nicht gegen den Strom schwimmen - es sei denn, es gibt große Probleme, dann muss man natürlich etwas ändern.

      LG!

      (81) 11.07.19 - 08:17

      Hallo,

      Kinder müssen nicht mit 3 Jahren in den Kindergarten.
      Mein Großer ging damals sehr gerne in den Kindergarten, meine beiden anderen haben ihn gehasst. Mein Mittlerer war auch extrem schüchtern und so, wie du deine Tochter beschreibst. Meine Kleine fühlte sich generell unwohl wenn ich nicht in der Nähe war. Die beiden waren zwar im Kindergarten angemeldet, gingen aber extrem selten und unregelmäßig hin. Wirklich nur wenn es unbedingt sein musste und ich keine andere Betreuung hatte. Ab der Vorschulgruppe gingen sie dann etwas regelmäßiger und waren auch nicht mehr ganz so empfindlich.
      Sie gingen auch nicht in irgendwelche Freizeitaktivitäten um mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen. Das wollten sie einfach nicht. Und warum soll man ein Kind zu etwas zwingen, nur weil die Gesellschaft meint, dass das richtig und wichtig ist? Das bringt weder dir was, noch deinem Kind. Das ist, als müsstest du jeden Morgen zur Arbeit, wo du schon beim Gedanken daran einen Graus bekommst. Da würde man auch nicht freiwillig hingehen, wenn man nicht müsste.
      Ein normales Sozialverhalten lernt man auch ohne Kindergarten. Ein Kind muss nicht unter Kinder, wenn es das Kind nicht will oder noch nicht bereit dazu ist. Bei mir hatten beide Kinder keinerlei Schwierigkeiten in der Schule. Sie konnten sich beide gut in das Klassengefilde integrieren und problemlos Kontakte knüpfen. Ganz einfach, weil sie ab Schuleintritt um einiges reifer waren als im Kindergarten. Beide Kinder sind nicht mehr schüchtern und beide Kinder sind ab Grundschulalter problemlos überall geblieben, auch ohne Mama. Beide haben viele Freunde und sind in mehreren Vereinen aktiv. Lass dein Kind noch ein Jahr Zuhause, wenn es noch nicht bereit dazu ist. Dein Kind wird dir selbst signalisieren, wann es unter andere Kinder muss. Bis dahin gibt ihm den Schutz der Mama. Es gibt keinen festen Stichtag ab wann ein Kind in der Lage sein muss ohne Mama klar zu kommen. Das ist bei jedem Kind unterschiedlich. Und so lange sollte man dem Kind Zeit lassen. Ich müsste früher in den Kindergarten und hatte unheimliche Trennungsangst. Das hat mich noch lange nach meiner Kindergartenzeit verfolgt und ich weiß bis heute noch, wie verloren ich mir damals vor kam. Das habe ich für meine Kinder nicht gewollt.

      LG
      Michaela

    • Hallo Du,
      ich denke, ich würd sie erst mit 4 rein geben, wenn du es vom beruflichen her kannst........
      dann hat sie noch bisschen Zeit zu hause,,,,,,,

      liebe Grüße Andrea

      (83) 14.07.19 - 23:53

      Macht, wie ihr das für richtig haltet.
      Schaden wird es ihr sicher nicht, "erst" mit 4 in den Kindergarten zu kommen. War bei meinen Geschwistern und mir auch so und aus uns ist auch etwas geworden;-)

      Sie scheint ja nicht völlig isoliert aufzuwachsen und zu Hause (oder bei einer Tagesmutter? Weiß nicht, wie ihr das macht) gibt es den besseren Betreuungsschlüssel;-)

      Lass dich nicht vom Trend zum jungen Eintrittsalter in die KiGa irritieren. Das liegt weniger daran, dass es für die Kinder gut (oder eben nicht gut) sein soll, als an den Eltern (ob Interesse am Job oder Geldmangel). - Ohne das jetzt bewerten zu wollen.

      Ihr kennt euer Kind am besten!

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