Alleine bzw selbstständiges Spielen

    • (1) 13.07.19 - 12:19

      Hallo zusammen! Wie läuft das bei eurem 3,5 jährigen? Spielen sie alleine? Wie lange? Meiner ist 3,5 Jahre, wir wohnen in einem Haus, wobei unsere Wohnung auf einer Etage ist (Schlafzimmer, Bad, Kinderzimmer, Küche, Esszimmer, Wohnzimmer). Aber mein Problem ist, das er ganz selten mal alleine was macht. Er hat viele Sachen, welche ich immer mal wechsel und nach ein paar Wochen wieder hinstelle und andere weg. Aber er möchte immer das ich mitbaue, mitmale, mitspiele. Auch wenn ich Betten mache, er kommt immer da hin wo ich bin. Auch schon morgens nach dem aufstehen. Habt ihr Ideen wie ich das etwas entzeeren kann.

      • (2) 13.07.19 - 12:31

        Ich habe keine Ahnung wie man das gezielt machen kann. Unsere Maus is 5 1/2 und spielt immer mal wieder allein, nicht für lange Zeit aber mal ne Stunde oder anderthalb.
        Meine Kinderärztin meint, dass das bei Einzelkindern normal ist.
        Ich hab die Hoffnung, dass es mit Schulbeginn leichter wird.

        Unser Sohn ist 4 und macht das auch erst seit ein paar Monaten. Er spielt alleine, mal 20min. mal eine Stunde mal länger. Früher konnte er das auch gar nicht. Er ist auch Einzelkind, vielleicht liegt es wirklich daran, wie meine Vorrednerin schreibt.
        Üben oder erzwingen kann man das glaub ich aber nicht. Wenn ich gerade was zu tun hatte und nicht mit ihm spielen konnte, hab ich versucht ihn in meine Tätigkeit einzubinden. Das hat eigentlich ganz gut geklappt.

        Lg tomate

        Da kann ich mich einreihen. Mein Sohn ist 5 1/2 und spielt auch nur zeitweise allein. Ich soll auch immer mit spielen. Auch er ist ein Einzelkind. Mittlerweile klappt es, dass ich wenigstens beim Haushalt machen nicht ständig belagert werde. Ändern kann man das nicht. Das ist Typenabhängig. Mich hat man früher kaum gesehen oder gehört. Bei schönem Wetter war ich, ab der zweiten Klasse, morgens weg und kam abends wieder. Mein Sohn hat nen riesen Garten mit halben Spielplatz zur Verfügung und benutzt ihn kaum. Ich hoffe auch, dass sich das an der Schule ändert 😅

      • (5) 13.07.19 - 14:50

        Ns dann bin ich ja froh. Ich lese immer wie toll die kinder zu Hause sich selbst beschäftigen. Deshalb musste ich mal nachfragen.
        Meiner ist auch Einzelkind. Danke euch.

        Also mein Großer ist inzwischen 8 und kann sich immernoch eher schlecht mit sich selbst beschäftigen (gemessen am Alter natürlich). Mein (noch) Kleiner hingegen kann sich sehr lange mit sich selbst beschäftigen (er ist jetzt 4). Das war bei beiden von Anfang an so.
        Es würd zumindest für die Theorie sprechen, dass v.a. die Erstgeborenen damit Probleme haben, oder es ist halt einfach Persönlichkeit 🤷🏼‍♀️

        Lg

      (8) 13.07.19 - 22:14

      Meine Tochter ist auch 3.5 Jahre und hat noch eine Schwester 10 Monate. Sie kann sich auch eher schlecht selbst beschäftigen. Notfalls, bevor sie alleine spielt, ärgert sie ihre Schwester oder so. Die einzige Situation, die mir einfällt bei der sie sich alleine beschäftigen MUSS ist, wenn ich die Kleine am Nachmittag zum einschlafen bringe. Das sind max 20 Min. in der Regel eher 10 bis 15 Min. Sie beschäftigt sich dann mit malen, Tiptoi oder kneten. Wenn Haushalt oder so ansteht, ist sie eben dabei und schaut zu bzw wir unterhalten uns. Mal werkelt sie irgendwas nebenher oder spielt eben mit ihrer Schwester. Ich finde es wird tendenziell besser mit dem alleine spielen, aber trotzdem ist noch viel Luft nach oben 😉

      (9) 14.07.19 - 00:35

      Hey ich denke das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Eventuell ist es einfach sein Charakter. Dann nützts nichts, außer das möglichst gut zu akzeptieren und dir anderweitig Freiraum zu verschaffen.

      Ansonsten bräuchte man erst mal noch einen etwas besseren Eindruck. Ist es eher so, dass er dich nicht alleine lassen will? Also wenn sein Vater zB auch da ist, läuft er dir dann trotzdem hinterher? Oder will er selber nicht alleine sein? Also wenn du zB nicht da bist, läuft er dann der jeweiligen Bezugsperson, die gerade anwesend ist hinterher? War das schon immer so oder hat es sich erst irgendwann entwickelt?

      Mein Sohn ist im gleichen Alter und hat schon mit anderthalb ca. 1 Stunde selbstständig gespielt, er kann eigentlich so lange alleine spielen, bis er Hunger bekommt oder müde wird, also wenn ich ihm einen Snack zwischendurch hinstelle sind auch 2-3 Stunden drin.

      Ein paar Sachen fallen mir ein, da ich das häufiger beobachte: Es gibt so Leute, die schon im Babyalter zB mit einer Rassel ankommen, schütteln sie vor dem Gesicht des Kindes hin und her und sagen "Schau mal, was für Geräusche das macht" - so etwas verdirbt dem Kind natürlich jede Entdeckerlust. Selbstbestimmtheit erfahren Kinder, indem sie positive Erfahrungen damit machen, Dinge SELBST herauszufinden, nicht sie bloß nachzumachen. Kinder, mit denen nur so umgegangen wird, denen zB auch erklärt wird, wie ein Spielzeug funktioniert und die korrigiert werden, wenn sie ein Spielzeug "falsch" benutzen oder ausgeschimpft werden, wenn mit etwas spielen, was kein "Spielzeug" ist, werden sich immer rückversichern wollen, ob sie denn das was sie tun, richtig tun.
      Vielleicht kannst du dich mal zurückerinnern, ob du solcherlei Dinge getan hast. Wenn ja, ist das kein Drama und das soll dir kein schlechtes Gewissen machen! Einsicht ist der erste Schritt, dann kann man weitersehen.
      Eine andere Idee: Es gibt Eltern, die ständig andere Dinge sagen, als sie meinen. Kinder sind dafür sehr empfänglich und es gibt solche, die nach den Worten und solche, die nach dem, was dahinter liegt, handeln. Wie sagst du deinem Sohn denn, dass du nicht mit ihm spielen möchtest? Sagst du ihm das so ganz konkret oder drückst du dich eher um die Antwort a la "Siehst du nicht, dass ich gerade die Wäsche machen muss?" Wie ist da eure Kommunikation, wie sagst du Nein und vor allem was denkst du dabei? Hast du ein schlechtes Gewissen?
      Wir hatten mal einen Vortrag in der Kita zum Thema freies Spiel. Dort wurde erklärt, dass Kinder zum freien Spielen vor allem Sicherheit und Vertrauen haben müssen. Gab es vielleicht mal eine Situation, wo er dachte, er wäre wirklich alleingelassen worden? Ich denke da gerade so an Einschlaf-Training zB oder auch einfach nur, dass du ihn mal nicht gehört hast und er Panik bekam? Sowas ist natürlich auch oft ein Grund, wenn Kinder sich nicht wirklichen fallen lassen und in ihr Spiel vertiefen können.

      Du siehst, es kann da etliche Gründe geben und mit jedem müsste man anders umgehen. Daher würde ich da erst mal völlig wertfrei und so objektiv wie möglich auf Ursachenforschung gehen, da können offene Gespräche mit dem Partner zB helfen.

      (10) 14.07.19 - 21:04

      Hier auch so - mein Sohn wird demnächst 4. Er kann einfach mit sich allein gar nix anfangen - Spielzeug generell uninteressant wenn er es allein nützen soll. Finde es Mega anstrengend und echt nervig mittlerweile- suche auch immer nach der ultimativen Idee 💡.. auch am Strand bei Sand war es nicht möglich dass er einfach mal was baut oder spielt - andere Kinder graben eine Ewigkeit allein im Sand. Am Spielplatz nur schaukeln gefragt weil ich dazu nahe stehe und antauche - echt kraftraubend und wenn Papa da ist muss trotzdem alles Mama machen 🤷🏻‍♀️Nix anderes lässt er zu

      (11) 15.07.19 - 04:24

      Meine kids sind jetzt 4,5 und 6,5 und die große ist immer da wo wir/ich bin/sind.
      Allein spielen oder so geht bei mir nicht...mit dem Bruder ja,alleine nein,selbst wenn sie malt,ist sie neben mir (ich muss aber nimmer mitmalen oder so :D)

      Der kleine bis 2,5 hat sich bis zu 2std am Tag selbst beschäftigt und legte sich auch selbst zum mittag hin usw.
      Dann fing er an von seiner schwester abhängig zu werden,ohne sie ging aufeinmal garnix,bis sie aums Kiga wiederkam saß er nur noch neben mir und wartet...er machte nix mehr ausser ich machte was mit ihm zusammen.
      Mittlerweile nabelt er sich ab und kann auch wieder allein spielen...hat ja nur fast 2 jahre gedauert xD
      Aber da seine Schwester nun in die schule kommt und auch im Kiga irgendwann genervt war das er immer an ihr hing hat er wieder gelernt auch was ohne sie zu machen (grad auch wenn sie zu freunden ist).

      Ist wie es ist...ich denke irgendwann werden sie flügge und dann kommt das von alleine, ich mach mich allerdings jetzt auch nicht zum Bespaßer meiner Kids...klar machen wir viel mit ihnen,aber nicht den ganzen Tag, ich lasse meine große sich dann auch mal langweilen und wenn es zu arg wird,wird sie auch mal in den Hof geschickt zum spielen,grad wenn man was lernen muss oder sich konzentrieren ist das sehr stressig und zerrend wenn Kind alle 2min ankommt und Fragen stellt oder einfach nur da steht und dich anstarrt (es ist extrem bei ihr :x du kannst regelrecht spüren wie sie nicht weiss was sie mit sich anfangen soll :x)

      Ansonsten lass ich sie halt...es stört mich nicht wenn sie quasi um mich herum sind,solang sie dabei beschäftigt sind und eben nicht ständig in das reinquatschen was man grade macht oder rum pöbelt (grad wenn ich nähe ist das manchmal nicht so nett wenn sie mich dann als ablenken nur weil sie sich nicht selbst beschäftigen können)

      Nur morgens hatten wir schon immer garkeine Probleme :D
      Da kommen die Vorteile zu tage wenn sie immer um einen sind, sie machen sich ihr frühstück selbst und dann spielen sie zusammen erstmal,erst wenn sie dann aneinander geraten gibts Trouble :D

      Joa ansonsten gilt das Prinzip "Gestillte Bedürfnisse vershwinden von allein"
      Oftmals liegt da etwas im argen das sie grad einfach mehr brauchen und dann bin ich auch mal uneingeschränkt von morgens bis abends präsent und wenn der Tank meiner Kids voll ist,dann geht auch wieder vieles alleine :)

      LG

      Lass ihn da sein, wo Du bist & bezieh ihn ein, wenn er mag - ansonsten mach die Aufgaben, die du dir gerade vorgenommen hast & erklär es ihm beiläufig... (Bettdecke falten, Kissen aufschütteln, ihm ein Kissen zum Aufschütteln anbieten, sagen: "Du kannst auch gerne Lego/Playmobil/Bausteine spielen, Mama muss jetzt *dies/das* machen"...)

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