Sohn will nur zu Hause bleiben- will nicht in den Kindergarten....

Hallo,

Mein Sohn ist 3,5 Jahre. Er ist seit er 2 ist in der Krippe dort und ist mit seinem 3. Geburtstag in den Kindergarten gewechselt. Eingewöhnung dauerte etwas, dann ging er meist ohne Probleme hin.

Der Wechsel in den Kindergarten klappte gut. Er hatte aber von Anfang an (also ab der Krippe) immer mal wieder Phasen / Tage an denen er nicht hin will / wollte, im Moment ist es aber ganz schlimm.
Ich bin im Moment auf Grund von Schwangerschaft zu Hause und er bleibt nun schon immer Mittwochs bei mir. Damit er immer nur 2 Tage am Stück hat., was die Erzieherinnen befürworten. Er hat einen Wochenplan auf dem das steht, was für ihn auch sehr wichtig ist.

Ich bin wirklich am verzweifeln, er weint bitterlich, schon beim Aufbruch zu Hause in den Kindergarten. Im Kindergarten beruhigt er sich wohl nach ca. 15 Minuten wieder, sonst würden sie auch anrufen. Sie sind sehr lieb und bemüht um ihn. Er spielt dort mit den anderen Kindern, hat aber keine festen Freunde, macht alles mit etc. Er bleibt dort derzeit von 9-13.30 Uhr.

Er ist aber insgesamt ein ziemlich ruhiger Junge, der auch gerne seine Ruhe hat. Wir unternehmen viel mit ihm, weil ich das einfach wichtig finde, dass er mal was anderes sieht und raus kommt. Dazu muss er aber auch manchmal erst „motiviert“ werden, also so Sachen wie Spielplatz, Schwimmbad, Treffen mit anderen Kindern, Tierpark, Kinder-Museum etc. An anderen Tagen freut er sich darauf, wenn er angekommen ist hat er dann natürlich auch immer Spaß dabei. Es gibt aber auch sehr viele seiner heiß geliebten „Gammeltage“ zu Hause, an denen er das Haus nicht verlässt und nur zu Hause spielt. Dann sagt er abends im Bett zu mir „Mama, das war ein richtig schöner Tag heute!“

Er ist kognitiv ziemlich fit und fragt mich immer warum er in den Kindergarten muss. Ich versuche ihm immer den richtigen Grund zu erklären in einfachen Worten. Ich finde es wichtig, dass er nicht nur zu Hause sitzt und Kontakt mit anderen Kindern hat. Darauf hat er aber auch immer passende Antworten … alla dann gehen wir halt, wenns unbedingt sein muss, kurz auf den Spielplatz, da sind auch andere Kinder…

Er tut mir einfach soo sehr leid, mein Mann bringt ihn jetzt schon in den Kindergarten, weil das etwas besser funktioniert als bei mir…. Habt ihr Tipps für mich ?

Tut mir leid, dass es so lang geworden ist.
Viele Grüße!

Einen wirklichen Tipp kann ich dir nicht geben, aber ich hatte ein ähnliches Problem mit meinem Großen in dem Alter. Immer großes Theater beim Bringen mit weinen und festklammern am Bein etc. Und wie bei dir hat es deutlich besser geklappt als mein Mann ihn gebracht hat. Wenn ich ihn übrigens Nachmittags abgeholt habe, wollte er nicht mit nach Hause, weil es gerade soooo schön war...
Naja ich war damals auch schwanger und im BV daheim, vielleicht lag es daran, denn weder davor noch danach hat er sowas gemacht. Er ging immer gern. Vielleicht lag es daran, dass er nicht verstand warum er in den Kindergarten muss wenn Mama doch daheim ist...

Für mich wäre ein freier Tag dazwischen auch nicht in Frage gekommen, da ihm dann m. M. nach das hingehen noch schwerer gefallen wäre. Aber da ist natürlich jedes Kind anders, meiner brauchte einen festen Ablauf als Sicherheit, ständige Unterbrechungen haben ihm nie gut getan (hatten wir vorher versucht wegen Schichtdienst, etc)...

Du bist jedenfalls nicht allein und vielleicht ist es ja auch bei euch möglich, dass ihn dein Mann erstmal bringt.

Lg

Dein Sohn scheint sehr klever zu sein.
Tja, warum soll er in den Kindergarten? Ist nicht wirklich plausibel, da gebe ich ihm Recht.

Mein Sohn ist auch so drauf. Ihm stören die anderen Kinder. Sie sind zu laut. Und er spielt eh viel lieber mit größeren Schulkindern.
Ich kann ihm da auch kein Vorwurf machen.
Er sagt auch oft, dass er alleine spielen möchte und keine Kinder mag.
Naja, was soll ich machen. Es ist eben so.
Ich finde aber auch mit 3,5 muss man keine festen Freunde haben.
Meinem Sohn erkläre ich es so, dass es nun Mal sein Job ist. Es ist ok, jemanden nicht zu mögen. Und es ist auch ok, wenn ihn die anderen Kinder stören. Dann kann er in den Ruheraum gehen, und sich etwas ausruhen. Aber er muss hin, weil es eben notwendig ist.

Einen passenden Tipp für dich habe ich leider auch nicht, außer es so zu akzeptieren. Seine Gefühle und Sichtweise ist ok. Bringe ich ihn immer wieder unter Kinder. Vielleicht ist die Phase bald vorbei.
Vielleicht könnt ihr euch Bücher über Freundschaften durchlesen und besprechen wie schön es ist Freundschaften zu knüpfen.

Der Beitrag wurde ausgeblendet Der Beitrag wurde von den Administratoren ausgeblendet.

Och jo meine gingen beide erst kurz vor ihrem 4. geburtstag....das eine liebt den Kiga,das andere ist wie von der TE beschrieben.
Arm sind meine Kinder ganz bestimmt nicht und Entscheidungsmacht haben sie ihn so ziemlich allen Dingen die ihr Leben betrifft....nur eben diese 4std Kiga, ja da gibts halt keine Diskussion drüber,da gehts hin und fertig...die armen ^^

Mein Sohn ist auch 3,5 und geht seid er knapp 2 ist in die Kita...ab 3 in den Kindergarten. Ich bin aktuell noch mit Kind 2 zuhause und es läuft ähnlich ab. Bei meinem Mann gibt es am Morgen zwar etwas Theater aber dann ist alles gut, bring ich ihn kann es echt anstrengend werden, wobei es besser ist seid er weiß das die kleine Schwester auch bald kommt und ich wieder arbeiten gehe. Ich hab ihm auch mal erklärt das ich wenn er im Kiga ist nicht die ganze Zeit mit der Schwester spiele sondern auch Einkaufe, Putze und Wäsche Wäsche und das eben momentan meine Arbeit ist...

Vielleicht geht er derzeit nicht gerne in den Kindergarten, weil er keine richtige Freunde im Kindergarten hat. Wenn er Freunde hat, ist es beim Abgeben viel einfacher. Tipp: da er gerne zu Hause spielt, könntet ihr jeden Tag ein anderes Kind aus dem Kindergarten zu euch nach Hause einladen und feststellen, mit wem er sich gut verträgt und diesen Kontakt privat intensivieren. Dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er sich morgens auf seinen Freund freut und keine Probleme mit macht.

Hallo,
also um 9 Uhr haben sich bei uns schon die Kinder zu Spielgruppen gefunden und es ist für die "Spätkommer" eher schwer Anschluss zu bekommen. Habt ihr mal ausprobiert ihn früher zu bringen. So das er mit dem großen Pulk ankommt? Ist bei uns zwischen 7.30 und 8 Uhr. Könntest ihn dann ja früher abholen. Und wie soll das laufen wenn das Baby da ist? Muss er dann Mittwochs wieder in den Kindergarten oder darf er dann auch zuhause bleiben? Wenn nicht würde ich ihn jetzt schon wieder Mittwochs schicken. Bei uns im Kindergarten sind sie von wiederholenden Frei-Tagen eh nicht begeistert.

Hier stimme ich absolut zu, auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Sohn wesentlich leichter in die Gruppe und ins allgemeine Geschehen findet, wenn er direkt nach dem Frühstück im Kindergarten dazu kommt.
Das ist bei uns der Zeitpunkt, wo sich alle Kinder aufteilen und zum Spielen zusammenfinden.
Zu diesem Zeitpunkt fällt es ihm wesentlich leichter sich zu integrieren, als wenn schon alle aufgeteilt und in ihr Spiel vertieft sind.

Offensichtlich braucht er nicht den Kindergarten. Meine Vermutung ist die, dass es daran liegt, dass er keinen besten Freund hat bzw. keine Clique. Die anderen Kinder sind ihm egal, ob sie da sind oder nicht. Ich glaube, er möchte lieber zu Hause sein, eben WEIL er keine Freunde im Kindergarten hat, die schon auf ihn warten wenn er kommt und mit denen er tolle Sachen machen kann.

Für ein Kind, welches eher ruhiger ist, wie das der TE, zumindest beschreibt sie es so, ist es auch unwahrscheinlich schwer sich zu integrieren, wenn es zu einer Zeit dazu stößt (9.00 Uhr), in der sich bereits die Kinder zum Spielen zusammengefunden haben.

Es wird dann eher passiv beobachten statt aktiv hingehen und mitzumischen.

Aus erfahrung kann ich sagen das die Uhrzeit da nicht wirklich was ändert.
Mein Sohn ist genauso, sein "ansporn" im ersten Jahr war seine schwester...er spielte neben ihr und ihren Freunden her....das hat sich aber geändert,ziemlich schnell,sie war genervt und somit auch ihre freunde und das obwohl man dem kleinen nicht anmerkt das er 2 jahre jünger ist,er ist nur eben ein Kind das sich nicht sagen lässt wie er zu spielen hat und nuja generell es immer gern anders macht wie derjenige der ihm sagt was er zu tun hat, das schmeckt den "großen" jungs natürlich net...demnach haben sie ihn auch "ausgesperrt"...
Mit seiner Grp konnt er nicht viel anfangen laut seiner Aussage verstand er die nicht (er hatte viele Integrationskinder in seiner grp) mit der Grp die seinem Alter entspricht(die war voll daher kam er zu den Midis) konnt er nix anfangen weil die halt in seinen Augen "babys" sind und die kennen sich halt auch alle schon seit se 2 sind.

Er mag andere Kinder nicht so,findet es zu laut usw.
Er war ne lange weile auch felsenfest davon überzeugt das er jetzt auch mit seiner schwester in die schule kommt.
Seit ihm bewusst ist das das nicht passieren wird will er weder in den Kiga noch in die Schule und mir graut es richtig davor wenn die Ferien nun um sind.

Gebracht habe ich meine Kinder übrigens immer zu der Zeit wo alle kamen.
Meine große hat das erste Jahr komplett nur Beobachtet,aber sie ging gerne hin und fand schnell Anschluss,sie ist der Extro Typ...der kleine scheinbar eher der Intro (obwohl er Ansich wenn wir unterwegs sind null Probleme hat,er spricht fremde leute an,stellt fragen und sagt jedem Guten Tag)

Ich hatte ne Weile die vermutung,bzw immernoch mal ab und zu das er Autistisch ist, aber im Kiga sagen sie das er sich gut benimmt,anpasst und auch immer Spaß hat...wenn ich komme will er aber eigentlich immer sofort nachhause...
Er sieht auch keinen grund wieso er in Kiga soll, aber auch jetzt wo das Thema schule ist meint er das er da auch nicht hingehen will :x

Er ist jetzt 4,5 und ich hab keinen wirklich Rat was man da machen kann ausser das Kind eben nicht in den Kiga zu bringen wenns net nötig ist.
Schule ist Pflicht da gibts dann halt keine Diskussion....aber bei unserem Sohn ist das keine Option da er noch paar andere Baustellen hat bezüglich Regeln und Grenzen anderer...er wird in den Kiga gehen ob er nun will oder nicht, ihn zu Hause zu lassen,damit würde ich ihm keinen Gefallen tun....ganz im gegenteil!
Aber sowas kann eine Mutter nur selbst beurteilen,da spielt ja noch soviel mehr mit rein...das kann hier keiner beantworten.

weitere 2 Kommentare laden

Danke für eure Nachrichten! Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich nicht ganz alleine bin.
Zum Thema früher bringen:
In unserem Kindergarten ist bis 8.30 die Frühgruppe, also alle Kinder die kommen sind in einer Gruppe, dann gehen die Kinder in ihre eigentlichen Gruppen. Die meisten Kinder kommen deshalb zwischen 8.30 und 9.00 Uhr, so wie unser Sohn auch. Davor ohne seine normale Gruppe wäre es noch schwerer ihn zu bringen.

Mit dem Mittwoch versuche ich mal in Zukunft "abzubauen". Vielleicht hilft es ja etwas.....

Hallo.
Einen richtigen Tipp kann ich dir nicht geben, aber bei uns war es auch ganz schlimm.
Das erste Jahr war noch gut, weil der grosse Bruder noch mit im Kiga war. Aber als dieser dann in die Schule kamm, wurde es immer schlimmer. Obwohl mein kleiner einen besten Freund hatte, wollte er nicht mehr hin.
Jeden Morgen hat er geweint, vor dem Kiga ist er stehen geblieben und wollte nicht rein. Ich musste ihn dann rein tragen und sein Erzieher musste ihn mir aus dem Arm nehmen und ihn fest halten, damit ich wieder gehen konnte. Er hat sich dann auch beruhigt und mit seinem Freund gespielt, aber am nächsten Tag das gleiche.
Irgendwann fing er schon Abends an mich anzuflehen, daheim bleiben zu können.
Ich fand das so schrecklich, aber ich dachte er muss doch hin, was wird dann wenn er in die Schule kommt.
Wie gesagt es wurde von Tag zu Tag schlimmer und mein Mann und ich haben dann beschlossen, ihn das letzte Jahr daheim zu lassen. Und ich bereue es so sehr, daß wir ihn nicht schon früher daheim gelassen haben. Er war für ihn eine Qual. Er ist auch ein ruhiges und schüchternes Kind und der Kiga mit dem offenem Konzept war nichts für ihn.
Und was soll ich sagen, in der Schule ohne Probleme. Er fühlt sich in seiner Klasse wohl, spielt mit allen und kommt jetzt nach den Ferien in die zweite Klasse.
Er hat einfach nur Struktur und Ordnung gebraucht, was im Kiga nicht der Fall war.

Liebe alexandramassoth@Ein Kind sollte man niemals weinend zurücklassen. Wenn ein Kind weint, wenn es in die Kita gebracht wird, hat es immer was zu bedeuten. Als meine Freundin ihre Tochter mit 2 Jahren eingewöhnen war es dasselbe, wie bei Dir und Deinem Mann. Bei ihrem Mann klappte es mit dem Hinbringen besser. Beide beschäftigten sich dann aber mit der Bindungsforschung. Die zweite Tochter kam erst mit 4 Jahren in die Kita. Die große Tochter hat durch die zu frühe Eingewöhnung viele Ängste davon getragen, ist schüchtern (das hat nichts mit dem Charakter zu tun, sondern mit der frühzeitigen Krippenerfahrung). Die zweite Tochter ist ein fröhlich aufgeschlossener Mensch. Waldorfkindergärten nahmen früher (inzwischen hat sich das auch leider geändert) erst Kinder ab 3 Jahren auf. Das normale Alter war früher 3,5 für den Kindergarteneintritt, die wenigsten Kinder wurden unter drei Jahren in Krippen betreut, weil man wusste, dass es nicht gut für Kinder unter drei Jahren ist, Krippenbetreut zu werden.

Hallo zusammen,

ich beteilige mich auch noch mal, ich glaube, dass meinem Sohn die Krippe sehr gut getan hat. Er ist schon immer sehr schüchtern und ruhig, das hat sich durch die Krippe zumindest ein bisschen gebessert. Zum anderen wäre ich ja gerne auch 3 Jahre zu Hause geblieben oder noch länger, aber von irgendwas muss man sich ja auch ernähren...
Ich finde es gerade für ihn sehr wichtig, dass er regelmäßig Kontakt zu anderen Kindern hat...
Die letzten paar Tage klappte das Bringen wieder besser, also ohne Weinen, sogar gestern bei mir, da es terminlich nicht anders ging. Er sagt nur jeden Morgen, dass er viel lieber zu Hause bleiben will und nicht in den Kindergarten möchte. Ich sage ihm dann immer, dass wir ja früh abholen und wir dann noch den ganzen Nachmittag Zeit haben.... Dann geht es meistens.

Ich habe ihm gestern auch mal die Job-Argumentation gebracht. Also ihm gesagt, es sei sein Job, so wie Papa und ich auch arbeiten gehen. Daraufhin sagte er, dass er dann gerne einen anderen Job hätte... Was soll man noch dazu sagen ? #kratz

Vielen Dank für eure Antworten!

Hallo,

leider musste ich hier ein paar Beiträge entfernen. Bitte führt hier keine Grundsazdiskussion über Kindergärten, das ist die Frage der TE.

Viele Grüße

Raffael vom urbia-Team