Umgang mit Umzug

Hallo zusammen,

Ich würde gerne mal eure Meinungen hören (:

Wir sind gerade dabei, ein Haus zu kaufen und werden Mitte Oktober dorthin umziehen.
Jetzt würde ich gerne wissen, wie ihr das mit den Kindern gehandhabt habt?

Unser Sohn (dann 3) würde auch hier die Kita verlassen und in den Kindergarten kommen, diese Umstellung gibt es so oder so - aber sie ist halt da und wird ihn sicher auch beschäftigen. Im Kindergarten dort war er schon zum Spielen und den findet er super.

Wir haben ihn bisher nicht mit ins neue Haus genommen und wollen das eigentlich auch weiter so handhaben, bis zum Umzug. Was meint ihr dazu?
Unser Kleiner ist sehr bedächtig und kopflastig und ich glaube, die Renovierung und der Umzug würden ihn sehr verunsichern, viel Veränderung. Für den tatsächlichen Umzugstag ist er bei meinen Schwiegereltern.
Wir haben uns gedacht, dass er eben das Haus erst dann sieht, wenn darin alles fertig ist, sodass er sich mit dem vorherigen Zustand nicht auseinandersetzen muss.

Da für sein Kinderzimmer neue Möbel gekauft werden, könnten wir das allerdings schon bevor das Umzugsunternehmen kommt herrichten und einräumen, damit er seinen Rückzugsort hat - ihn aber dann doch beim Streichen usw im Rest des Hauses mithelfen lassen.

Wie habt ihr das gemacht?

Sollten wir uns mit ihm aktiv von der Wohnung jetzt „verabschieden“?

Hallo,
Unser Sohn war 21 Monate, als wir in unser eigenes Haus gezogen sind. Wir mussten zwar in dem Sinn nichts renovieren, aber ein paar Schönheitsreparaturen standen vor dem Umzug an und die Maler, die zum Streichen kamen. Und der Grundputz vor dem Einzug musste erledigt werden.
Kurz gesagt, ja, unser Sohn war aktiv bei allem dabei. Außerdem hat er ja mitbekommen, dass wir in der Wohnung packen und sie ausräumen. Wir haben ins Haus dann nach und nach unsere Sachen rübergefahren und ich habe ihm kindgerecht erklärt, dass wir hier bald wohnen. An den beiden direkten Umzugstagen war er bei der Oma. Als wir mit dem ersten Ordnung schaffen soweit fertig waren ( seine Sachen habe ich als erstes aufgeräumt), habe ich ihn geholt und ihm alles gezeigt.
Als dann unsere Mietwohnung dem Vermieter übergeben wurde,war er auch dabei und wir haben uns von der Wohnung quasi kurz und schmerzlos verabschiedet.
Es hat alles gut geklappt, er hat wohl auch unsere Freude gespürt, endlich im Haus zu wohnen.
Allerdings ging er da noch nicht in die Kita. Wir sind nur in den Nachbarort gezogen und haben auch während des Umzugs die Mutter-Kind-Gruppe und den Musikgarten besucht. Der Alltag lief in der Zeit für ihn also normal weiter.

LG

Bei unserem Umzug war unsere Tochter 4 und musste den KiGa, den sie seit drei Jahren besuchte, verlassen.

Wir haben sie schon in das leere neue Haus mitgenommen und "helfen" lassen. Ging auch nicht anders. Ich hätte den Umzug nicht verheimlichen können, es mussten ja Kisten gepackt, renoviert und aussortiert werden.

Auch wollten wir ihr die Möglichkeit geben, ihr neues Zuhause mitzugestalten.

Natürlich schlief sie ne Zeit lang schlecht und mit Vorliebe bei uns, aber das haben wir während dieser Zeit zugelassen.

Wir ziehen jetzt am Wochenende um der kleine ist jetzt 20 Monate.

Mein Freund hat war die Woche mehr mal in der Wohnung weil er was machen musste und musste den kleinen mit nehmen. So kennt der kleine Mann die Wohnung schon wenn er am Samstag von der Oma kommt. Er bekommt durch den Umzug auch endlich sein eigenes Zimmer und schläft dann nicht mehr bei uns im Zimmer.

Da wir kein großes Ding daraus machen wird das schon werden.

Hallo.

Wir sind letztes Jahr ins Eigenheim gezogen und haben die Kinder von Anfang an mit einbezogen. Wir haben auch 4 Monate lang nebenbei umgebaut, saniert, renoviert. Das hätte sich nicht verheimlichen lassen 😅
Ich fand es aber auch wichtig, dass die Kids, genauso wie wir, sich ans Haus gewöhnen und merken, wir machen aus dem fremden Haus jetzt unser Haus. Sie konnten sie in die ganze Sache reinwachsen und sich auch mit ihren Wünschen für's Zimmer einbringen.
Wir sind nur ein paar Straßen weiter gezogen, so dass die Umgebung gleich war. Außerdem kam die kleine erst nach dem Umzug in den Kindergarten.
Für den großen hat sich eigentlich nichts geändert, denn er konnte weiterhin zur Schule laufen 😅
Zu Beginn des Umbaus war die kleine 2,5 und 2 Monate vor Geburtstag und Kindergarten Start sind wir umgezogen. Ihr fiel es leichter als dem großen. Der kannte nur das haus in dem wir vorher wohnten und war schon etwas traurig. Aber wir haben Fotos gemacht, das hat ihm geholfen. Auch wenn er sie bis heute nicht angesehen hat 😂

Also ich bin voll dafür die Kinder mit einbeziehen und nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dann gibt's sicher Probleme.
Also wann immer es geht mitnehmen, erklären, zeigen...

LG,
Enelya

Vielen Dank für eure Antworten.

Das Haus ist bewohnt bis Übergabedatum, also vorher zeigen geht eher schlecht. Es geht bei uns also nur um eine Zeitspanne von etwa 20 Tagen.

Ich möchte ihn halt ungern mitnehmen und ihm zeigen, wo wir dann wohnen werden, wenn alles noch ganz anders aussieht? Die Wände bekommen andere Farben, wir stellen natürlich unsere eigenen Möbel rein anstatt die der Vorbesitzer, in seinem Kinderzimmer wird der Teppich durch Parkett ersetzt usw...
Meine Sorge ist einfach, dass er anfängt, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, damit dann wenige Wochen später wieder alles anders ist und er von neuem anfangen muss.
Das Haus ist sehr groß, ganz leer sehen die riesigen Räume ja auch gar nicht einladend aus - wir dachten uns, die Anwesenheit unserer Einrichtung gibt ihm dann vielleicht Sicherheit.

Im Übrigen trennen uns 77km von dem Haus, mal eben kurz hin klappt da leider auch nicht.

Ich würde ihn mitnehmen, gerade sein Zimmer möchte er vielleicht aktiv mit gestalten. Sprich neue Tapete oder ähnliches aussuchen. Groß genug ist er dafür schon. Und die Kinder freuen sich doch, wenn sie selber was entscheiden dürfen und gerade in ihrem Zimmer.
Tapeten abkratzen und ähnliches kann er dich auch schon, na klar ist für Mama und Papa anstrengender, aber er kann stolz sagen, dass er geholfen hat.
Am Umzugstag selber würde ich ihn auch bei Oma und Opa lassen.

Hallo

Ich würde unbedingt das Kind klar zeigen das ihr umzieht und wo hin.
Mit 3 Jahren versteht euer Kind ja schon einiges. Er merkt ja das irgendwas geht, aber weis nicht was, und das könnte ihn verunsichern. Daher ihn mit nehmen und helfen lassen, so weis er um was es geht, und wo er in Zukunft schlafen wird.

Meine Eltern sind, als mein Bruder 2.5 Jahre alt war und ich war knapp 4 Jahre alt, umgezogen. Das ganze ging sehr schnell knappe 2 Wochen nach Vertrag unterschreiben Wohnten wir schon in der neuen Wohnung.

Wir Kinder waren einige Tage bei unseren Grosseltern, während des Umzugs.
Mein Bruder hat den Umzug nicht gut mit gemacht, er hatte noch Monate später immer wider geweint und wollte nach Hause gehen.
Vielleicht wäre es auch gewesen wen er dabei gewesen wäre, aber das weis man halt nicht.

Aber ich hab die Erfahrung gemacht um so mehr die Kinder mit einbezogen werden, und evt auch eine Vorfreude an dem Ereignis entwickeln können, es meistens gut angenommen wird.

Lg nana

Unser Sohn war erst 2 als wir umgezogen sind. Wir haben es anders gehandhabt als ihr. Er war vor dem Umzug oft im Haus, hat mitbekommen, wie dort renoviert wurde, durfte entscheiden, wie sein Zimmer gestrichen werden soll. Er fand es toll und hat sich auf den Umzug gefreut. Er kannte das Haus dann beim Einzug schon recht gut. Es war dann trotzdem erstmal eine große Umstellung. Wie sehr es in ihm gearbeitet hat, merkte man an den Nächten. Aber insgesamt war es gut und ich hatte das Gefühl, dass es gut für ihn war, das Haus beim Einzug schon so gut zu kennen.

Aktiv verabschieden mit der Wohnung?
Finde ich übertrieben.
Wir haben einfach das Thema Umzug immer wieder thematisiert, so dass es normal war und keine Überraschung.
Ich glaube, wir haben unsere Kinder vor dem Umzug 1-2 mal mit in das neue leere Haus mitgenommen. Aber eure Variante klingt auch nicht schlecht.
Meine große Tochter durfte sich im unfertigen Zustand ein Zimmer aussuchen.

Wir sind vor zwei Monaten umgezogen. Unsere Mädchen sind 2 und 4. Wir haben sogar das Haus zusammen besichtigt. Und als dann feststand das es unseres wird immer wieder davon gesprochen. Sind dorthin gefahren um in der Nähe spazieren zu gehen und schon mal den besten Spielplatz zu finden. Dann sind wir vor dem Umzug so oft wir konnten zusammen hin, haben schon im Garten gearbeitet /gespielt, haben zusammen das Kinderbett (es gab auch ein neues vom Möbelhaus) aufgebaut und die Wand mit Wandstickern zusammen beklebt. Sie waren so stolz dass sie helfen durften. In der alten Wohnung haben sie packen geholfen und waren immer integriert. Natürlich waren wir auch ohne sie im Haus oder einkaufen fürs Haus, aber sie kannten es, hatten gleich schöne Momente damit im Kopf (z. B. Haben wir einmal abends etwas länger dort gearbeitet im Haus und dann dort zusammen Pizza gegessen, fanden die Kinder aufregend und super).

Am Umzugstag selbst waren sie nicht dabei. Das hätte sie überfordert, und wäre störend gewesen. Als die Kinder abends ins Haus kamen, standen die Möbel und es war schon mal einigermaßen eingeräumt, zumijdes das notwendigste.

Ich würde ihn deswegen auf alle Fälle mit einbeziehen, damit er weiß worum es geht. Wenn Oma auf ihn aufpasst, könnte sie doch zusammen mit ihm euch besuchen/abholen, ihr esst zusammen ein Eis, dann gehen Oma und er auf einen Spielplatz in der Nähe z. B
Und schon verbindet er etwas schönes mit dem Haus.

LG