Was HĂ€nschen nicht lernt oder wie macht Ihr das?😅

hallo zusammen,

mich wĂŒrde mal interessieren ab wann Ihr bestimmte Dinge von Euren Kindern erwartet oder welche Dinge Euch ĂŒberhaupt und ab wann wichtig oder sowieso eher egal sind...
Sowas wie Höflichkeiten, Danke, Bitte, Mund zu beim Essen, sitzen bleiben beim und nach dem Essen, also Tischmanieren im allgemeinen, warten, wenn jemand anderes spricht bis dieser zu Ende gesprochen hat... so Umgangsformen halt.
Von Anfang an wie ZĂ€hneputzen und dann ist es ein Automatismus oder ab einem bestimmten Alter und ab heute machen wir es aber so und so oder allein durch Vorleben und dann kommt’s bei den Kindern automatisch?
Was sind Eure Erfahrungen, wie lÀuft das bei Euch?

Viele GrĂŒĂŸe
HannoverhÀsin

Hallo, ich habe von Anfang an geschaut das er einen Augenblick lĂ€nger am Tisch sitzt als wie er fertig war. Heute ist er 3,5 jahre und er bleibt bis alle fertig sind, außer er ist total mĂŒde ,dann kann er schon aufstehen. Ich habe frĂŒh gezeigt wenn man was bekommt sagt man danke. Was will bitte. Man grĂŒĂŸt immer , wohnen im Dorf ,da grĂŒĂŸen wir uns alle wenn man sich trifft. Mittlerweile geht es automatisch. Klar gibt es auch Tage wo er mal danke vergisst,dann sage ich es.
Rituale haben wir direkt mit 3 Monaten eingefĂŒhrt, das Abendritusl, besteht so bis heute noch und er weiss
so wann muss er ins bad und wann ins bett.

Von Anfang an.
Bei uns muss niemand am Tisch sitzen bleiben bis alle aufgegessen haben, das mussten wir als Kinder auch nicht und der Sinn erschließt sich mir nicht. Sie fragt aber bevor sie geht.
Ansonsten ist Bitte und Danke eigentlich schon so automatisch wie anschnallen im Auto geworden. Da lege ich aber auch wert darauf.
Was ich wichtig finde ist GrĂŒĂŸen. Wir leben in der Kleinstadt und da grĂŒĂŸt man viel, das erwarte ich auch von der Kleinen. Ein "Servus" muss wenigstens drin sein.
Aussprechen lassen, zuhören, denjenigen Anschauen mit dem man spricht, Helfen wenn Hilfe benötigt wird, z.b. Der Kranken Nachbarin die Post bringen oder beim einkaufen tragen helfen, RĂŒcksicht auf kleinere Kinder im Schwimmbad/Spielplatz etc... Ganz normales menschliches zusammenleben eben 😊

Meine persönliche Richtschnur: Was bis 12 Jahren nicht "drin" ist, dass wird auch schwer zu lernen sein.

Meine Kinder sind 14 und 10 Jahre alt. Und ich bin manchmal, trotz meiner Konsequenz in diesen Dingen, sprachlos wie oft immer noch das "Danke" fehlt.
Und mit 14 Jahren scheint das mit dem ZĂ€hneputzen und Automatismus auch noch nicht so ganz......

Aber ich bleibe dran.

Je nachdem ob Junge oder MÀdchen, könnte neben den ZÀhnputzautomatismus auch noch der Duschautomatismus hinzukommen.

Auch in dem Alter bleibt es noch an uns, das vorzuleben und die Kinder sachte darauf hinzuweisen.
Das mit dem ZĂ€hneputzautomatismus kenne ich hier, selten, aber es kommt vor. Duschautomatismus lĂ€uft glĂŒcklicherweise tatsĂ€chlich automatisch ab. Aber der LĂŒtte putzt immer schön 2x tĂ€glich ohne Aufforderung, oft putze ich auch nach.

Ansonsten lebe ich Freundlichkeit und Höflichkeit vor, wobei nicht jedes Kind durch nachahmen dieses lernt.

Meine Kinder kennen die Grundregeln und können die auch problemlos anwenden, dort wo es sein „muss“. In hĂ€uslicher Umgebung wird manchmal geschlurrt, aber da bin ich nicht anders. Allerdings sind meine such schon 15&9!

VG

Das kommt drauf an worum es geht. Diese mega Disziplin die manche im Kiga erwarten mit dem Hintergrund dass das Kind sich das in der Arbeitswelt auch nicht aussuchen kann finde ich Banane. Ich muss keine 4jÀhrige auf die Arbeitswelt vorbereiten.
Auch muss kein 1 jĂ€hriges Kind zwanghaft mit der Gabel essen weil man das halt so macht. Meine 15 Monate alte Tochter isst noch viel mit den Fingern. Ist fĂŒr mich ok und ich bin sicher dass sie das mit 18 nicht mehr machen wird.

Ansonsten finde ich dass bei den meisten Dingen das Vorleben am Besten hilft. Wenn ich Bitte und Danke sage (nicht nur zu anderen sondern auch zum eigenen Kind) dann ĂŒbernehmen sie das automatisch.

Am Tisch sitzenbleiben mĂŒssen sie nicht. Machen sie aber gerne, insbesondere wenn Beusch da ist (dabei sind sie erst knapp 4 und 1 Jahr alt).

ZĂ€hneputzen wird gemacht und auch von den Kindern gefordert. Ist halt eine Gewohnheit die sich schnell eingebĂŒrgert hat wenn man mal damit begonnen hat. So wie Windeln wechseln und baden eben auch.

Wir haben diese Dinge von Anfang an gefordert und erwarten diese auch einfach. Beim ZĂ€hne putzen erinnern wir natĂŒrlich oder machen es (meistens) ohnehin direkt zusammen.

Egal sein darf einem nichts, denn je spÀter man anfÀngt, ein "Muster" anzuerziehen, desto schwieriger wird es meiner Ansicht nach.

Wir erwarten aber z.B. nicht, dass das Kind bei Tisch sitzen bleibt, bis die Erwachsenen fertig sind. Das wÀre mir auch zu langweilig, wenn dann noch gelönt wird und das Kind hat Hummeln im Hintern und will los. Aber es muss z.B. akzeptiert werden, dass wir noch Essen und dabei unsere Ruhe haben möchten.

Automatisch kommt nicht so viel, denke ich. Es gibt Dinge, die man immer wieder erinnern muss, bis sie sich festigen. Ich glaube auch nicht, dass höfliche Kinder nur durch Vorleben automatisch entstehen.

Also bei uns ist das so: die Kinder bleiben so lange am Tisch sitzen bis sie fertig sind, dann dĂŒrfen sie aufstehen. Sind die HĂ€nde evtl noch verschmiert, mĂŒssen sie die HĂ€nde saubermachen. Muss ich mittlerweile aber kaum noch dran erinnern. Kinder sind 3 und 5. Der Kleine muss meist HĂ€nde waschen, da er ab und zu noch mit den Fingern ist bzw halt der Mund etwas verschmiert ist, die Grosse ist auch nach dem Essen so gut wie sauber. Normal sitzen tun sie auch am Tisch. Hat sich ergeben ohne gross dran rumzuerziehen.
Bitte und Danke kommt bei uns automatisch. Ich/wir leben es vor, und die Kinder machen es nach. Ich halte nicht viel davon, solche Dinge Kindern gross aufzuzwingen. Genaus mit dem GrĂŒssen. Ich zwinge sie nicht dazu, grĂŒsse/verabschiede mich selbst ganz normal. So sehen sie wie man es macht.
Das mit dem nicht daswischen quatschen wenn sich jemand unterhÀlt klappt nicht immer, aber mein Gott, es sind kleine Kinder und keine funktionierenden kleinen Erwachsenen.
ZĂ€hneputzen klappt ganz gut, da hab ich nie nachgegeben, die Kids wissen, es wird morgens und abends geputzt, fertig.
Ich glaub nicht, dass man Kindern zu viel anerziehen braucht, sehr viel lernen sie durch Vorbild der Eltern.
Ich finde die Erwartungen an kleine Kinder sind oft viel zu hoch.
Und den Spruch "Was HÀnschen nicht lernt..." find ich einfach nur doof. Die Entwicklung der Kinder ist doch ein langer Prozess, und nur weil meine 5-JÀhrige z.B. ihr Zimmer noch nicht in Ordnung halten kann, oder nicht gern beim aufrÀumen hilft heisst das nicht, dass sie dies mit 12 auch noch nicht kann. Alles zu seiner Zeit :-)

Hier geht das Kind ( noch nicht ganz 3 Jahre) zur (privaten) KiTa und da wird viel eingeĂŒbt und KiTa/Eltern ziehen an einem Strang. Wenn man zuhause Ă€hnliche Regeln hat, dann funktioniert es.

ZĂ€hneputzen haben wir ganz frĂŒh begonnen. In der Kita wird nach dem FrĂŒhstĂŒck geputzt, jeder darf zum Schluss seine ZahnbĂŒrste in den HolzstĂ€nder mit 10 Löchern fĂŒr ZahnbĂŒrsten einstecken. Die Kinder bestehen darauf!
Meiner ist jetzt „groß“ und hat eine eigene elektrische ZahnbĂŒrste wie Mama und Papa, die er ganz stolz benutzt.

„Mama, dabitteschön!“ und „Danke, Mama“ fallen hier ganz inflationĂ€r x mal am Tag von selbst seitdem das Kind in HalbsĂ€tzen sprechen kann. Liegt aber daran, dass es auch stĂ€ndig von den Erwachsenen verwendet wird. Egal ob Essen, GetrĂ€nk oder irgendwas angereicht oder angenommen wird.
Kind hat das als normale Alltagssprache verinnerlicht und schaut ganz blöd und verwirrt, wenn jemand „da hast du es!“ oder „gib her!“ sagt. 😊

Mit Besteck wird schon lÀnger gegessen.
Das bunte von Ikea war immer der Hit.
Jetzt mit 3 Jahren wĂŒrde ich kein Matschen und Schmieren mehr erlauben.

Sitzen bleiben gilt mindestens wĂ€hrend des eigenen Essens. Kind findet es toll, wenn alle am Tisch sitzen und verlangt das auch von Erwachsenen ( auch wenn mein Mann als Junggeselle lieber auf dem Sofa gegessen hat und manchmal „RĂŒckfĂ€lle erleidet“...).
Vorbild sein und sich selbst an die Regeln halten ist eben das Anstrengendste. đŸ€·â€â™€ïž

Hallo zur BegrĂŒĂŸung ist automatisch dabei.
TschĂŒss zum Abschied nur mit extra Erinnerung. 😌

Was noch ĂŒberhaupt nicht gut klappt, ist das geduldig sein und nicht dazwischen quatschen. Wird aber irgendwann auch kommen, da bin ich zuversichtlich.

Von allem etwas...
Meine Zwillingsjungs werden im Herbst 5 und ich erwarte Höflichkeit, auf Kommandos ohne Bitte reagiere ich nicht, bei fehlendem GrĂŒĂŸen kommt es bisschen darauf an wen wir treffen, erwarte ich aber auch zunehmend.
Tischmanieren ist etwas schwierig weil mein Mann und ich da andere Vorstellungen haben, da ich ihn aber schlecht miterziehen kann versuche ich es durch betontes Vorleben mit wenigen Aufforderungen. Sitzen bleiben mĂŒssen sie noch nicht, aber sie mĂŒssen uns in Ruhe zu Ende essen und reden lassen und sollen nicht alle 5 Minuten fĂŒr einen Happen zurĂŒck kommen (wobei ich da beim jĂŒngeren Spargeltarzan nicht so streng bin).
Ausreden lassen... auch nicht leicht... ist mein BedĂŒrfnis ausgerechnet jetzt dieses GesprĂ€ch zu fĂŒhren wirklich viel mehr wert als das BedĂŒrfnis meines Sohnes mir nach dem doch recht langen Kindergartentag etwas fĂŒr ihn sehr wichtiges zu zeigen oder sagen? Wenn ja muss er warten. Wenn nein gehe ich erst auf ihn ein und erklĂ€re anschließend dass ich mich jetzt fertig unterhalten möchte. Ich nehme an mit zunehmenden Alter steigen VerstĂ€ndnis und WartefĂ€higkeit ( bzw sinkt dass BedĂŒrfnis den Tag mit mir zu teilen?)
ZĂ€hneputzen... einmal Abends grĂŒndlich ist Pflicht, morgens haben wir leider noch keine richtige Routine, daher werde ich jetzt das neue Kindergarten und damit Vorschuljahr dazu nutzen um eine feste Regel „fĂŒr große Kinder“ einzufĂŒhren.

Im großen und ganzen finde ich sind die beiden gut gelungen, leider habe ich noch keinen zuverlĂ€ssigen LautstĂ€rkeregler gefunden, die sind meistens 10 dB lauter als andere Kinder...

Hölflichkeiten: wir als Eltern sind Vorbilder fĂŒr die Kinder. FĂŒr Kinder soll dieses Verhalten selbstverstĂ€ndlich sein. Meine Tochter soll selbst entscheiden, ob sie diese Werte fĂŒr wichtig erachtet und befolgt. Grausam finde ich immer die Situation: "sag Danke zu der Frau, die dir das XXXX geschenkt hat." Das Kind soll freiwillig Danke sagen. Nur so lernt es dies.

Essen: das gemeinsame Essen soll Spaß machen. Dabei ist es mir nicht wichtig, die korrekten Tischmanieren einzuhalten. Wenn das Kind mit dem Essen fertig ist, kann es aufsteigen, auch wenn die Anderen nicht fertig sind. Auch sprechen mit vollen Mund..es gibt Schlimmeres.

Noch schlimmer finde ich eine erzwungene Entschuldigung. Auf eine einfach so dahingesagte Entschuldigung ohne es zu meinen kann ich selbst gut verzichten.

ich danke Euch sehr fĂŒr Eure Sichtweisen!
Noch eine Frage an die, wo die Kinder nicht sitzenbleiben brauchen/mĂŒssen, wie macht Ihr das zB in Restaurant, ist es da anders? Wissen die Kinder den Unterschied oder geht’s eher nicht ins Restaurant? danke!

Wir gehen wenig in Restaurants bei denen es keinen Spielbereich /-platz gibt.
Wenn es sich wirklich nicht vermeiden lĂ€sst bringen wir kleine Spielsachen mit, mit denen sie sich am Tisch beschĂ€ftigen können, wenn sie fertig sind. Spielen beim Essen mag ich nicht, aber danach wĂŒsste ich nicht wie die Kleinen die Zeit sonst ĂŒberbrĂŒcken sollen wenn ich mich mit anderen unterhalten möchte.

wenn wir in einem sind ohne kinderecke usw wissen sie es und halten sich auch daran....also sie kennen den Unterschied sehr gut.

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Hi,

ich lebe da viel vor und meine beiden, bzw. mehr der Große, die Kleine ist erst 14 Monate, ahmen es nach.

Mein Großer bedankt sich jetzt öfter, manchmal sogar bei VerkĂ€uferinnen. Er ist ziemluch schĂŒchtern und zurĂŒckhaltend, aber es wird langsam besser und wenn es dann Keks oder Wurst gibt, dann erinnere ich ihn auch Mal daran. Einfach, weil er es nichts sagt, weil ihm der Mut fehlt und es so einfacher ist.
Zu Hause wie gesagt bedankt er sich.

AmTisch haben wir ihn einfach machen lassen. Er schmatzt sehr selten, eigentlich erst seit er im Kiga ist 😉 und kaut auch immer mit geschlossenem Mund. Er hat lange mit den Fingern gegessen, da es nicht auf Anhieb mit Löffel oder Gabel geklappt hat und seine Frustrationsgrenze so bei 0 lag.
Inzwischen klappt das ohne Probleme,nur mit dem Messer steht er noch auf Kriegsfuß. Aber er entwickelt langsam Interesse, bis er 5 wird, haben wir das hoffentlich auch geschafft.
Die Kleine mit ihren 14 Monaten isst schon sehr gut mit Gabel und Löffel.
Beide dĂŒrfen aufstehen, wenn sie fertig sind, aber Beide sind auch langsame Esser, so dass wir meist warten mĂŒssen 😂. Ist aber im Urlaub praktisch. Eine Stunde gemĂŒtlich Essen geht im Normalfall immer.
ZĂ€hne werden von Anfang an morgens und abends geputzt, das ist im Moment manchmal so ein Streitpunkt, weil er statt zu putzen lieber rumhampelt.
Bei uns gilt die Regel, wer keine ZĂ€hne putzt bekommt auch nix SĂŒĂŸes, daher funktioniert es eigentlich gut, nur eben das selbst vorputzen ist etwas nervig momentan.

Allerdings kann man vorleben und Regeln aufstellen wie man will. Rituale können drin sein, wenn die Zwerge rebellieren, dann funktioniert es im Monent mal nicht. Irgendwann geht es dann wieder.

Ich versteh die Frage nicht so richtig.
Die Dinge, die mir wichtig sind, also fundamentale Dinge, wie ZĂ€hneputzen, sich waschen, am Tisch sitzen bleiben usw. "Verlage" ich von Anfang an. Dh. Ich mache ihn jedes Mal darauf aufmerksam und erwarte eine AusfĂŒhrung in welcher Form auch immer. Was er nicht selbst kann, bekommt er die Hilfe, die er braucht.
Alles andere ist mir egal und lÀuft eben aus dem eigenen Antrieb und nach eigenem Tempo.

Mein Sohn ist erst 3 Jahre und 5 Monate (der kleine erst ein halbes Jahr). Es gibt Dinge die sind mir wichtig. Aber 1. Vorlieben reguliert fast alles. 2. Individuell Entwicklung wird bei mir stĂ€rker berĂŒcksichtigt als eine Altersvorgabe. 3. Ein StĂŒck weit berĂŒcksichtigen das Kinder keine kleinen Erwachsenen sind.

Mir ist Anstand wichtig. Der lernt sich aber nicht durch "sag dies" und "mach das" sondern Vorleben. Wenn mir mein 3 Jahre alter Sohn hilft, sag ich danke! Klar ab und an vergisst er es umgedreht aber in der Regel sagt er das von sich aus total ohne Aufforderung und ich finde es auch ĂŒbertrieben wenn ein Kind einfach nur was nachplappern. Ein Kind mit 3 darf danke sagen, mĂŒssen muss man aber nur aufs Klo, sag ich immer. Und ein danke das nicht aufrichtig und eigenstĂ€ndig kommt ist an und fĂŒr sich nichts wert. Mein Kind sagt bitte, danke, hallo und tschĂŒss. Klar geht es gelegentlich mal unter aber in der Mehrheit kommt es ohne zutuen unsererseits. Und das ist mir wichtig und lebe ich vor. Eingreifen tue ich lediglich bei Fehlverhalten wie hauen oder schubsen. Wenn mein Kind mich im Spaß eine kackakanone nennt, weil er das in der Kita aufgeschnappt hat. Sag ich "du bist ne kackakanone.. ninini" wir verĂ€ppeln uns und gut ist. Im ĂŒbrigen hielt das nicht lange und wurde schnell uninteressant weil wir es nicht dramatisiert haben.^^

Am Esstisch soll er langfristig mit Messer und Gabel essen. Nicht mit vollem Mund reden und nicht schwatzen, mit essen werfen/spielen. Aber er ist auch erst 3. Ich bin froh das er mit Gabel und Löffel isst und es ist noch im Rahmen gewisse Dinge mit HĂ€nden zu essen. Wenn er mit essen spielt unterbinde ich das seit er 2 ist. In den ich ihn kurz das essen wegnehme und erst wieder gebe, wenn er verspricht normal zu essen. Schmatzen ist in Ordnung. Zum GlĂŒck orientiert er sich stĂ€rker an uns als zb meiner Schwiegermutter die regelmĂ€ĂŸig mit vollem Mund spricht was ich unangenehm finde. Junior spricht eigentlich nie mit vollen Mund.

Mir ist wichtig das er versteht warum manche Dinge einfach nicht in Ordnung sind, oder erwartet werden. Aber nicht jeden Handgriff muss er mit 3 schon in Perfektion beherrschen. Wenn er mit 3 am Esstisch aufsteht wenn er fertig ist oder lieber noch spielt und spÀter was isst . Ist das in Ordnung. Der Rest gibt sich durch Vorleben irgendwann von alleine.

Ich meine zum Thema automatisch nachahmen. Er ist seit 5 Tagen in den Ferien. Er sieht mich morgens als erstes aufrĂ€umen. Heute morgen meinte er "er mĂŒsse vorm FrĂŒhstĂŒck erstmal aufrĂ€umen"... er legt viel wert darauf das sein Essen auf einem Teller oder in einer SchĂŒssel liegt. Könnt ja auf dem Tisch dreckig werden. :-P und wehe er hat Dreck an den HĂ€nden. Da muss man sofort HĂ€nde waschen. Nicht mal ich wasch so oft HĂ€nde am Tag wie er. Keine Ahnung woher er das her hat. Er will helfen. Weil wir uns gegenseitig ĂŒberall helfen und langsam kommt er in das Alter, des Mitmachen Wollens. Er kann mittlerweile nicht nur sein Tablett bedienen... nein auch den Staubsauger, unter Begleitung die Waschmaschine und Trockner und wenn er in ein Raum voller Unordnung kommt. Kommt erstmal theatralisch "oh je was fĂŒr ein chaos".

Ich muss allerdings gestehen das ich am stĂ€rksten aufpassen muss was ich wie mache. Denn mein Kind sieht meinen Weg als den goldenen und heiligen Weg an. Persönlich finde ich das zwar schmeichelhaft aber auch Tricky. Denn wenn ich ihm misst vorzeige, macht er mich nach. Denn was ich sage und wie ich handel, hat auf ihn den prĂ€gendsten Einfluss. Manchmal wĂŒrde ich es gern auch mal ungezwungener haben und ich roll manchmal eher vor Scham die Augen wenn er andere Kinder belehrt ala "meine Mama sagt/macht das aber so". Fehlverhalten meines Mannes fĂŒhrt eher nicht zur Nachahmung... meines schon eher. Da muss ich auch aufpassen denn wenn GegenstĂ€nde nicht machen wie ich will, fluch ich gerne, da muss ich mich zb derzeit stark kontrollieren. Da es mir schon reicht was er aus der Kita bringt, ich muss da nicht noch aktiv Dinge (ungewollt) beibringen. Also zumindest meiner setzt fast alles durchs spiegeln unseres, vornehmlich meines Verhaltens um. Wenn ich was von ihm verlangen wĂŒrde was ich selbst nicht Vorlebe, wĂŒrde ich mich prompt unglaubwĂŒrdig hinstellen.

Ist ne Mischung aus allem ehrlich gesagt.
Es kommt drauf an wie man es vorlebt,wie sie es lernen und ob sie es beigebracht bekommen.
Höflichkeiten,also ICH bedanke mich immer, auch fĂŒr meine Kinder,wenn sie es selbst nicht machen sage ich ihnen zb danach das ich das ziemlich unhöflich von ihnen fand...mittlerweile kommt eigentlich immer ein Danke,spĂ€testens wenn ich mich dafĂŒr bedankt habe kommt so ein "achja" moment bei ihnen und sie bedanken sich auch.

Bitten ist im Grunde das gleiche in GrĂŒn....entweder hĂ€nge ich es an,an ihren Satz wenn sie was erfragen "kann ich ein Tuch?" "bitte" dann kommt direkt ein Bitte dazu oder sie sagen den Satz nochmal in "richtig"
Wir reden halt darĂŒber immer wieder.... und dadurch joa ich erwarte es schon mittlerweile von beiden Kindern das das von ihnen aus kommt,aber ich mach kein Faß auf wenn nicht :D ich sag ihnen eben einfach was ich davon halte,entweder sie lernen daraus und machen es in Zukunft besser oder sie bleiben halt unhöflich und werden schon merken das sie damit auf taube Ohren stoßen könnten ^^

Automatismus bei Höflichkeiten finde ich nicht gut,es soll ja ernstgemeint sein....
ansonsten braucht es ca 40wiederholungen um einen Automatismus zu erzeugen,wenn ich das will bleib ich somit dran und dann pendelt es sich ein (wie zb das aufstehen zur bestimmten zeit,zĂ€hneputzen usw) wenn man immer zur gleichen zeit zb isst oder zu bett geht,wird man irgendwann automatisch zu dieser Zeit hungrig oder mĂŒde weils der Körper so gewohnt ist (daher gibts bei diesen Themen keine festen starre zeiten)
ich erwarte von meinen Kindern das sie sich benehmen (können) wenn wir in ein restaurant gehen,das sie nicht schmatzen oder pöbeln...
Sitzen bleiben erwarte ich von ihnen nicht, zuhause darf jeder aufstehen wenn er fertig ist, im restaurant wĂ€hle ich so das es Kinderecken gibt,ansonsten wissen sie das sie sitzen bleiben mĂŒssen und ja das erwarte ich dann ebenfalls von ihnen das das klappt.
Ich habs gern ruhig beiem essen,aber ich erwarte nicht das sie ruhig sind,es sind kinder, aber nerven tut es mich dennoch immer xD
Genauso dĂŒrfen sie weinen/schreien/frustriert sein wenn etwas nicht so lĂ€uft.
Hasse das wie die Pest wenn zb meine schwiegermutter meine kinder ermahnt ruhig zu sein,da sag ich ihr auch das sie sie gefÀlligst in ruhe lassen soll!Niemand sollte still leiden und das will ich ihnen auch so nicht vorleben oder anerziehen,das weitet sich ja aufs spÀtere leben aus.
Das sie einen nicht unterbrechen beim sprechen,uh ja das hasse ich,ich hĂ€tte es gern,aber erwarte es nicht,lediglich bei meiner großen solangsam (ist 6,5)aber da kommt es wirklich ganz auf die Situation an....bei meinem kleinen drĂŒck ich nochn Auge zu (4,5) und höre ihm dann zu und unterbreche das GesprĂ€ch,da hat er einfahc noch nicht die geduld zu und vergisst dann was er sagen wollte was ihn dann verĂ€rgert und frustriert, meine Große kann abwarten,kann es aber oftmals nich ertragen wenn die Aufmerksamkeit nicht auf ihr liegt und babbelt daher gern dazwischen,sie muss dann schonmal warten (kriegt sie gesagt)

Wall of text,aber ich finde man kann das einfach nicht pauschalisieren :D
Es kommt auf das jeweile verstÀndnis des Kindes an,wann es etwas gelehrt bekommt und und und.
Meine Kids haben frĂŒh gelernt sich selbststĂ€ndig anzuziehen,daher erwarte ich das halt auch entsprechend und mittlerweile sowieso das das funktioniert das sie morgens nach dem wecken ins bad gehen und sie selbst anziehen usw. wo andere vllt noch nicht so bereit fĂŒr sind

LG

Ich aheb die Erfahrung gemacht, dass meine Kinder wo anders viel bessere Manieren zeigten als zuhause.